Die HSV-Männer verlieren ihre schwere Auswärtspartie beim Dritten mit 34:24 (18:11) ohne unterzugehen.

ZHC Grubenlampe
34(18)
HSV 1923 Pulsnitz
24(11)

Ohne große Gedanken auf mögliche Punkte begaben sich die Pulsnitzer Männer zum Spiel nach Zwickau. Zu deutlich waren schon vor dem Spiel die bestehenden Unterschiede beider Kontrahenten. Die Gäste als Tabellenletzte waren beim Dritten als Punktelieferanten programmiert, alles andere wäre mehr als eine Überraschung gewesen. Dazu kamen für das Team von Trainer Andreas Lemke personelle Unwägbarkeiten, die keinen größeren Optimismus zuließen. Vor allem Marco Schulze fehlt dem Team, da dadurch inzwischen die Sicherheit und Stabilität in der Abwehr verloren ging. „Nur über die“, so meinte auch Lemke „haben wir in der Liga Chancen, um zu punkten. Natürlich wirken sich die Unsicherheiten hinten auch auf den Erfolg im Vorwärtsgang negativ aus.“ Dabei war ihm auch klar, dass die immer guten Torhüter etwas im Regen stehen gelassen werden. Für Zwickau sprach auch, dass die zuletzt gut aufgelegten Philipp Domko und Niklas Lauter stark erkältet waren, wobei sich letzterer noch gut durchbiss. Domko war in der zweiten Hälfte völlig kaputt und kam nicht mehr. In einem fairen Spiel kamen die Pulsnitzer dennoch bis zum 11:8 wieder heran, mussten danach aber eine Durststrecke durchstehen. Durch technische Fehler wurde die Aufholjagd so gebremst, dass sich die Gastgeber wieder absetzen konnten. Im zweiten Durchgang fiel auch noch Tobias Liebschner durch zwei lädierte Hände mehr oder weniger aus, ohne aufzugeben. Auch John Eppendorfer musste wegen zweier zuvor schon erhaltener Zeitstrafen kürzer treten. Da das Spiel damit weiter auf die linke Seite verlagert werden musste, kam Michael Schwenke besser zum Einsatz, was er mit Toren untermauerte. So war Lemke letztlich nicht ganz unzufrieden und gewann der Niederlage auch Positives ab: „Mit zehn Toren Differenz haben wir uns in unserer Situation noch gut aus der Affäre gezogen. Wir haben versucht, ordentlich zu spielen, waren aber trotz guten Einsatzes aller nicht ebenbürtig.“ Nächste Woche in Glauchau wird das nicht einfacher, wenn es zum Spitzenreiter und neuen Aufstiegsfavoriten geht.

Für Pulsnitz spielten: Schuckelt, Bauer; Häberer (1), Gneuß (6/5), Mager (4), Schäfer, Lüttke, M. Schwenke (6), Eppendorfer (1), Schöne (3), Liebschner, Lauter, D. Schwenke (1) und Domko (2).

Eberhard Neumann


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