Pulsnitz ist mit einer Notbesetzung in Glauchau chancenlos und verliert  mit 40:20 (17:8).

HSV Glauchau
40(17)
HSV 1923 Pulsnitz
20(08)

Die Pulsnitzer hatten sich mit kaum ausgerechneten Chancen auf den Weg nach Glauchau gemacht. Immerhin fehlten schon bei der Abfahrt vier Stammspieler. Neben den krankeitsbedingten Ausfällen von Philipp Domko, Niklas Lauter und Ronny Schöne konnte auch Tobias Liebschner nicht mitkommen. Zudem wurde auch noch Trainer Andreas Lemke vom Co-Trainer Thomas Gneuß vertreten. Auch unter der Woche musste der das Training schon interimsmäßig allein leiten. Kurz nach der Abfahrt folgte die nächste Hiobsbotschaft. Auto durch Panne kaputt; das bedeutete für Thomas Bauer zurück und wechseln. Mit Verspätung kamen die Pulsnitzer somit in Glauchau an. Sie bedankten sich bei den dortigen Fans und dem Team, dass die ausharrten und den um 15 Minuten verspäteten Anpfiff in Kauf nahmen. Das folgende Spiel war dann auch weitgehend fair und trotz intensiven Bemühens hatten die dezimierten Gäste nie ein Chance auf den Tagessieg. Der Tabellenerste war vor allem dank seiner Tschechen eine Nummer zu groß. Nur jeweils zu Beginn beider Halbzeiten hielten die Pfefferkuchenstädter die Partie offen und konnten zeigen, dass sie ordentlichen Handball präsentieren können. Dies kann in Stammbesetzung natürlich noch viel besser laufen. Die nächste Schrecksekunde war zwischenzeitlich schon nach zehn Spielminuten eingetreten. Bei einer Aktion hatte sich das John Eppendorfer verletzt. Einziger Lichtblick diesem Tage war der erst am Freitag zustande gekommene Einsatz von Kevin Albrecht aus der zweiten Mannschaft. Gneuß war zufrieden und meinte: „Kevin brachte sich ordentlich ins Team ein. Und das nicht nur mit seinen drei beigesteuerten Treffern. Mit ansprechender Leistung war er ein guter Ersatz für die Ausfälle.“ Allerdings konnten er und das bis zur letzten Minute kämpfende Team nicht alles kompensieren, so dass am Ende wieder eine deftige Pleite entstanden war. Trotzdem konstatierte Gneuß spielerische Akzente seiner Männer: „Wenn wir unser Spiel gemacht haben, dann konnten wir gut mithalten. Mit zunehmender Spielzeit schlichen sich jedoch technische Fehler ein, die in gegnerischen Kontern mündeten.“ Da sich Michael Schwenke schon nach dreizehn Minuten die zweite Zeitstrafe eingehandelt hatte, musste dieser sich in der Folgezeit in der Abwehr mehr zurückhalten. Gneuß bescheinigte seinen Männern allerdings auch, im Training gut mitgearbeitet und sich gut vorbereitet zu haben. Allerdings fehlte es ihm durch die Pannen letztendlich an entsprechenden Alternativen.

Für Pulsnitz spielten: Schuckelt, Bauer; Häberer (1), Gneuß (2/2), Schulze (1), Mager (4), Schäfer, M. Schwenke (5), Eppendorfer (4), Spata, D. Schwenke und Albrecht (3).

Eberhard Neumann


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