Die Männer der SG Pulsnitz/ Bischofswerda waren sich einig; viele Jahre war niemand mehr zu einem Punktspiel nach Hoyerswerda gefahren… Das sollte sich heute ändern, doch die Vorzeichen konnten nicht schlechter sein. Man spielte gegen den erfahrenen und grundsolide ausgebildeten Tabellenersten. Dazu kam, das man den letzten beiden Spielen viel Tribut zollen musste. Die Liste der fehlenden Spieler war länger als die der auf dem Protokoll stehenden. So fehlten verletzt: Sebastian Maschke (Fuß), Felix Drescher (Rippen), Philipp Fiedler (Rücken), Uwe Casper (Fuß), Robert Hermann (Krank), Erik Forke (Krank). Dazu kam, das der komplette Pulsnitzer Nachwuchs bei der 1ten Männer eingesetzt wurde. So fehlten auch noch Lucas Hommel und der wichtige Rückraumakteur Kenny Kasper. Auch Christopher Hommel musste bei der Ersten helfen und Florian Reisig war beruflich verhindert. Wer sollte da überhaupt noch spielen, fragten sich alle, denn auch Dennis Bienek und Florian Loewens (sich in den Dienst der Mannschaft stellend), waren beide angeschlagen.

Doch die SG Männer bekamen trotzdem noch 10 Spieler auf die Platte. Zwei Bischofswerdaer A-Jugend Akteure und der reaktivierte Stephan Janke (vielen Dank an dieser Stelle!) machten dies möglich.

Die Marschroute des Spielertrainers Ch. Weißenfeld konnte nur heißen: lange Angriffe spielen und solange wie möglich den Ball in den eigenen Reihen halten. Das taten die SG’ler auch nach Möglichkeit. So wurden Angriffe von über einer Minute vorgetragen. Dem Schiedsrichtergespann aus Krauschwitz/Sagar gefiel dies heute wirklich gut, denn sie sahen munter zu, wie man die Zeit von der Uhr nahm.

Den LHV Männern schien es jedoch etwas langweilig zu werden und wurden in der Deckung immer offensiver. Von 5-1 bis zur offensiven 3-3 Deckung. Nun brachte Coach Weißenfeld mit Stephan Janke den zweiten Kreisläufer und man machte es gar nicht schlecht gegen den wohl übermächtigen Gegner. Ein paar Fahrkarten und technische Fehler zu viel ließen das Halbzeitergebnis von 15:7 doch etwas zu deutlich wirken.

Leider musste auch Abwehrchef R. Johne mit Knieproblemen vom Feld. Das merkte man deutlich, da nun jede Abstimmung in der Deckung neu gefunden werden musste.

Die Halbzeitansprache war kurz und knapp: weiter lange Angriffe spielen, weniger Ballverluste und weniger Fehlwürfe sollten das Ergebnis erträglich gestalten.

10 Minuten konnte die Männer noch mit und dagegen halten, ab dem 22:14 waren jedoch alle Kraftreserven und Ideen aufgebraucht. Selbst der unermüdlich ackernde Florian Loewens und der gut aufgelegte Reservist Stephan Janke konnte nichts mehr ausrichten und Hoyerswerda kam über ihr gutes, schnelles Spiel zu einfachen Toren.

Leider fiel das Ergebnis von 33:19 zu deutlich gegen die kämpfenden SG’ler aus.

Egal, heute war nur wichtig, man trat geschlossen als Mannschaft trotz aller Probleme auf. Früher hätte man das Spiel wohl absagen müssen, doch nicht als Spielgemeinschaft SG Pulsnitz / Bischofswerda! So war auch Coach Weißenfeld größtenteils zufrieden.

Nun heißt es wieder den Blick nach vorn, auf das Pokalspiel gegen Obergurig und dann auf die nächste Ligapartie gegen Neugersdorf zu richten, wo sich hoffentlich die Personalprobleme reduzieren.

Für die SG kämpften tapfer:

Alexander Roth, Christian Weißenfeld (beide Tor), Eric Küster (1), Danny Liebold (2), Tobias Handrick (2), Roberto Johne, Daniel Hansson (1), Dennis Bienek (5/1), Florian Loewens (2), Stephan Janke (6)


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