Mit 36: 25 (21:8) kommen die HSV-Männer in eigener Halle gegen den ESV mehr als deutlich unter die Räder.

Das Spiel der Pulsnitzer Männer wurde praktisch bereits in der Anfangsphase entschieden. Dadurch, dass die Gastgeber von Beginn an mit den langen Kerls des ESV nicht zurecht kamen, waren sie schnell aufs Abstellgleis geschoben. Nach zehn Minuten mit einem Tor und sieben auf der Gegenseite waren die Messen gelesen. Das gilt, zumal zehn Minuten darauf keine Änderung abzusehen war und der HSV bereits mit 4:12 im Hintertreffen lag. Mickrige acht Tore gelangen den Mager und Co. bis zur Pause. Da hatten sie die Eisenbahner bereits mit 21 Gegentoren von der Strecke geschossen. So bleibt eigentlich, nur noch über die zweite hälfte zu sprechen. Die gewannen die Männer von Michael Schwenke dann sogar mit 17: 15, aber klar zu wenig, um die zweistellige Heimpleite noch zu verhindern. Die Gäste konnten nach dem Wechsel einige Gänge rausnehmen und von ihrem Vorsprung zehren, ohne in Bedrängnis zu kommen. Schwenke war dann auch mächtig angefressen: „Nach der katastrophalen ersten Halbzeit war nicht mehr zu erwarten. In der zweiten haben wir wenigstens gezeigt, was gehen könnte. Nach den letzten Niederlagen fehlte die Unbefangenheit, bei Dresden läuft es einfach und da stimmt das Selbstvertrauen. Trotz intensivem Wurftraining der letzten Wochen haben wir wieder zu viel verworfen. Beide etatmäßigen Keeper waren zudem nicht an Bord. Maik Teuber musste reaktiviert werden und Christian Weißenfeldt hat ausgeholfen. Beide haben ihr Ding gut gemacht. Bis zur 45. Minute agierten wir insgesamt zu lasch und ohne Energie. Dann hat sich die Mannschaft aufgerappelt und gekämpft. Da wurde gezeigt, dass mitgehalten werden kann. Alles in allem hat man das Gefühl, dass einige Spieler den Ernst der Lage nicht erkannt haben. Man hat zeitweise den Eindruck, die Mannschaft hat so noch nie zusammen gespielt. Die Vorgaben wurden einfach nicht umgesetzt. In der Halbzeitpause habe ich an die Ehre der Spieler appelliert und gefordert, den Zuschauern Kampf anzubieten. Das war dann in der 2. Halbzeit wenigstens zeitweise zu erkennen. Ich kann natürlich nicht verschweigen, dass einige Spieler angeschlagen sind. Jens Mager kam direkt aus dem Skiurlaub zum Spiel. Das sind natürlich Probleme, aber damit sollten vor allem die gestandenen Spieler zurecht kommen.“ Aus des Trainers Worten geht viel Frust hervor. Das vor allem auch vor dem Hintergrund des sich zuspitzenden Abstiegskampfes. So wie das Sonnabend-Spiel ablief, sind die kommenden zwei Auswärtsspiele beim Tabellenzweiten und –dritten aussichtslos. Da es nichts zu verlieren gibt, könnten die sogar als Trainingsspiele angesehen werden. Was danach kommt, muss gewonnen werden. 

Pulsnitz spielte mit: Teuber, Weißenfeldt; Liese (1/1), Kasper (2), Gneuß, Mager (5), Schäfer (3/1), Lüttke (5), Kuban, Eppendorfer (3), Schöne, Schulze (5), Albrecht und D. Schwenke (1).

Eberhard Neumann


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