Sonntag, 05.03.2017, 12:00 Uhr: Abfahrt nach Schleife zu unserem vorletzten Punktspiel und zum letzten Saisonspiel der Schleifer A-Jugend. Mit 10 Leuten machten wir uns auf den Weg in Richtung polnische Grenze, 2 Spieler und der Tormann fehlten. So ohne Torwart ist man als Mannschaft schon gehandicapt…. aber  Gott sei Dank sprang Colin Herms für Kevin Hoppe ein und machte seine Sache dafür, dass er das erste Mal im Tor stand  gar nicht so schlecht.

Wie schon häufiger in dieser Saison waren auch heute die angesetzten Schiedsrichter nicht angereist, so dass sich zwei Schleifer bereit erklärten, das Spiel zu leiten. Vielen Dank dafür, auch wenn die Entscheidungen leider nicht immer ganz unparteiisch waren. Aber das ändert letztendlich nichts daran, dass Lok Schleife das Spiel gewann.

Pünktlich 14 Uhr erfolgte der  Anpfiff und nach drei Minuten ging Schleife in Führung. Noch in derselben Spielminute gelang uns der Ausgleich, doch Schleife ließ sich nicht lumpen und legte weiter vor und zog auf 4:1 davon. 4:2…4:3, so nahe kamen wir nochmal heran, dann begann das Fiasko. Während unsere Angriffe völlig nervös und überhastet vorgetragen und viele Chancen leichtfertig vergeben wurden, kam Schleife immer wieder mit dem gleichen Spielzug zum Erfolg. Auch die Auszeit der SG-Trainer in der 14. Minute, in der auf diese Dinge hingewiesen und mehr Konzentration im Spielaufbau sowie im Abschluss gefordert wurde, brachte nicht den erhofften Erfolg. Weiter blieben viele Torchancen ungenutzt, kamen Pässe nicht an, fehlte auch in der Abwehr der letzte Biss. So ertönte beim Stand von 8:16 die Pausensirene und gleichzeitig der Pfiff zum Freiwurf für uns. Den verwandelte Sandro Gornig sicher. Ein Lichtblick!? Besann sich die Mannschaft nun endlich darauf, dass wir hier Handball spielen? Dass wir gewinnen wollen?

Die Ansprache der Trainer in der Halbzeitpause ähnelte der in der Auszeit. Jeder sollte sich auf das besinnen, was er kann, was wir in jedem Training üben und was eigentlich auch funktioniert.

Mit einem 7-Tore-Rückstand gingen wir in Teil zwei der Begegnung. Kurz schien es so, als wolle man das Spiel noch drehen. Aber näher als sechs Tore kamen wir nicht heran. Das gleiche Bild wie in Halbzeit eins… Den Trainern fehlten schlicht und einfach die Worte. Auch wenn das Spiel doch recht kampfbetont war… aber das sollten wir doch aus unseren Einsätzen in der ersten Männermannschaft kennen und entsprechend reagieren können. Schleife traf fast im Minutentakt, während wir uns sehr schwer taten. Von der 53. bis 55. Minuten war dann nochmal ein kleines Aufbäumen, da erzielten wir vier Tore. Doch selbst diesen kleinen Hoffnungsschimmer zerstörte uns die Lok aus Schleife und legte einfach vier Tore nach.

So hieß es am Ende 33:21 für Lok Schleife. So hat sich das keiner von uns träumen lassen.

SG in Geberlaune? Ja, wieder einmal haben wir großzügig Punkte verschenkt. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Und vielleicht hat uns unsere „Großzügigkeit“  den zweiten Tabellenplatz gekostet. Vielleicht? Sicher? Wir müssten nächste Woche gegen Bernstadt in Bernstadt gewinnen, um zweiter zu werden. Wie schwer das ist, weiß sicher jeder.

Zum Glück für uns hat Bischofswerda heute gegen Bernstadt verloren, sonst hätte man uns noch auf Rang vier durchgereicht.

Die beiden „Auszeichnungen“ heute?  1. – Schlechtestes Spiel der Saison. Nach dem Hinspiel in Schleife und dem Spiel in Eibau dachte man, es geht nicht schlimmer. Doch man wurde heute eines Besseren belehrt. Und daraus resultierend:  2. – Höchste Niederlage der Saison.

Auf beide hätten wir gern verzichtet.

Nun heißt es aber erstmal den Kopf wieder frei bekommen und motiviert an die restlichen Spiele der Saison gehen. Nächsten Sonntag gegen Bernstadt das letzte Punktspiel, dann der Ostsachsen-Cup und die Spartakiade. Da können… müssen wir zeigen, was in uns steckt.

 

Es spielten: Florian Drabant, Sebastian Weißbach, Dan Schäfer (2), Kenny Kasper (11), Erik Forke (2), Ronny Kuban (3), Lucas Hommel (1), William Thomschke (1), Sandro Gornig (1)

Im Tor: Colin Herms


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