Das schwere Auswärtsspiel bei Pirna Dresden II geht mit 25:23 (11:11) zwar verloren, zeigt aber einen klaren Aufwärtstrend an.

Die Pulsnitzer Männer sind ein Urgestein der Verbandsliga, aber inzwischen auch so etwas wie ein Underdog. Das lässt sich herleiten aus Niederlagenserien und Platzierung der letzten Saison. Da ging es wie in dieser Serie schon mal gegen den Abstieg. So kann auch behauptet werden, dass es sich normalerweise leichter gegen Spitzenmannschaften spielt. Das ist so, da es schwerer scheint, erfolgreich zu sein als in den sogenannten Vier-Punkte-Spielen, in denen der Sieg gefordert wird. So hatten die Männer um Trainer Michael Schwenke bei den Dresdenern nichts zu verlieren, aber einiges gut zu machen. Sie wollten sich mit einer couragierten Leistung Selbstvertrauen holen für die kommenden schweren Partien. Vorweggenommen, es gelang in allen Phasen der Begegnung. Letztlich war sogar mehr möglich und schade, dass wenigstens ein verdienter Punkt versagt blieb. So war auch Schwenke sehr zufrieden und sieht wieder Fortschritte und weitere Steigerungsmöglichkeiten: „Wir boten heute eine sehr gute Mannschaftsleistung. Alle, inklusive Torhüter, haben einen sehr guten Tag erwischt. Es gab keinen Totalausfall und eine großartige Steigerung zur Vorwoche. So haben wir von Beginn an Dresden unter Druck gesetzt. Kevin Hoppe bot eine unglaublich gute Leistung im Tor, so dass wir nicht auf Christian Weißenfeldt zurück greifen mussten, der sich für den Fall der Fälle bereit hielt. Uns war bekannt, dass die jungen Dresdener ein sehr schnelles Spiel angehen und super im 1:1 sind. In der Abwehr haben wir das aber gut verkraftet und gelöst. Nach vorn ging auch vieles besser als zuvor. So holten wir mehrfach einige Tore Rückstand auf. Im Angriff wurde alles nach unseren Möglichkeiten gut gemacht gegen die offensive Abwehr der jungen Gegnerschaft. Da wurde vieles über die Mitte gut gelöst und variabel im Angriff umgesetzt. Unser Ziel, uns nicht abschlachten zu lassen, wurde gut realisiert. Es bestand immer die Möglichkeit auf einen oder zwei Punkte. Schade, dass es hinten raus unglücklich lief und nicht gelang.“ Ein Remis war zu Ende schon noch möglich, wurde aber vergeben. Beim 24:23 wurde gar ein Konter vergeigt und so das Remis liegen gelassen. Dumm, dass im Gegenzug in der letzten Sekunde auch noch der 25. Gegentreffer hingenommen werden musste, aber das war dann nur noch Makulatur. Von Spielbeginn an wurden die beiden Halben Jens Mager und John Eppendorfer in doppelter Manndeckung betreut. So konnten sich beide nicht so wie erhofft entfalten. Das Torewerfen mussten demnach andere übernehmen. Wie von Schwenke betont, wurde das durch die Mittelleute gut kompensiert. Jedenfalls waren die Pulsnitzer nah dran, den Favoriten zu stürzen. Dass die Gastgeber mächtig gefordert wurden, beweist das 2:5 nach 13 Minuten, das die erste Auszeit forderte. Auch danach wurde nichts verschenkt und ein 4:8 als Gästeführung registriert. Erst nach dem 8:10 kamen die Elbestädter zum Pausenremis. Auch nach dem Wechsel blieb es immer eng und die Pfefferkuchenstädter remisierten beispielsweise zum 20:20 oder 22:22. Wichtiger für den Coach ist aber, dass die Leistung auch im nächsten Spiel gegen Weinböhla abgerufen und stabilisiert wird. Damit könnte beruhigter in die Vier-Punkte-Spiele gegen Mit-Abstiegs-Kandidaten gegangen werden.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe; Liese (1), Kasper (1), Gneuß (9/5), Mager (3), Schäfer (n.e.), Lüttke (3), Kuban, Eppendorfer (3), Schöne (n.e.), Schulze (3) und Liebschner.

Eberhard Neumann


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