Trotz der zu erwartenden 29:21 (14:12)-Niederlage in Weinböhla sind die HSV-er mit dem Spiel zufrieden und optimistisch.

Für die Pulsnitzer Männer geht es nun nach der Partie in Weinböhla in die heiße Phase des Abstiegskampfes, der letztlich erfolgreich gestaltet werden soll. So wurde wie schon in der Vorwoche gegen Pirna Dresden gegen das nächste Liga-Spitzenteam mehr probiert als auf Sieg gespielt. Die Niederlage gegen den Tabellendritten war ohnehin eingeplant – Weinböhla ist durch die Pleiten von Pirna Dresden und Hartha vorn rangerückt – und so sollte das Spiel der eigenen Findung dienen. Das wurde besonders in der ersten Hälfte sehr ordentlich gemacht, wie auch Coach Michael Schwenke bestätigte: „Wir wollten gegen Weinböhla unsere Möglichkeiten für die nächsten wichtigen Spiele ausloten. Dazu gehörte auch, den jungen Spielern mehr Spielanteile zu gewähren. Vorab, die haben das sehr gut gemacht. Ansonsten haben wir in der ersten Halbzeit den Favoriten ordentlich unter Druck gesetzt. Das gilt besonders für die Zeit bis zur Auszeit, wonach Weinböhla besser ins Spiel kam. Dann kam auch unsere obligatorische Schwächephase. Später setzten sich die Gastgeber etwas deutlicher ab. Gefallen hat mir, dass die jungen Spieler danach gut integriert wurden und das laufende Ergebnis weiter knapp gestalteten, auch wenn der Rückstand nicht mehr reduziert wurde. Ich denke, wir sind für die entscheidenden Spiele gut gewappnet.“ Der Spielverlauf entspricht genau diesen Feststellungen. So wurde besonders die Anfangsphase dominiert und der Gastgeber, vor allem auch durch die direkte Manndeckung gegen Fric, mehr gefordert als dem lieb war. Schon nach 19 Minuten musste der demnach die Auszeit nehmen. Pulsnitz führte zum Erstaunen aller da mit 10:7. In der Folge drehte Weinböhla die Partie durch fünf Treffer nacheinander. Das gelang vor allem durch erfolgreiches Freisperren von Fric. Bis zur Pause blieben die Gäste aber in Schlagdistanz und verkürzten sofort nach Wiederanpfiff. Danach wurden zwei gute Ausgleichschancen vergeben und prompt ging es bis zum 19:13 abwärts. Da wurde im Angriff zu durchsichtig und wenig variabel gespielt. Die nun später  eingesetzten Jugendlichen konnten die Partie wieder stabilisieren und erreichten ein gutes 23:19. Die Angriffe wurden laut Schwenke zielstrebiger vorgetragen. Danach konnte sich Weinböhla wieder mehr absetzen und die Partie endgültig entscheiden, da mehr in Vorbereitung für die nächsten Spiele probiert wurde. Dann hofft Schwenke auch darauf, dass die Torhüter wieder mehr spektakuläre Paraden zeigen werden und so mehr Einfluss aufs Spiel gewinnen. Diesmal war deren Einsatz zwar solide, aber eben nicht so perfekt wie im letzten Spiel. Insgesamt wissen die Pulsnitzer, was zu tun ist und werden auf den letzten Steigerungen aufbauen. So soll das nächste Heimspiel gegen Radebeul unbedingt gewonnen werden. Das würde nach den Steigerungen der letzten Partien das nötige Selbstvertrauen für den Schlussgang bringen.

Pulsnitz spielte mit: O. Scholze, K. Hoppe; Liese (2), Kasper (2), Gneuß (4/2), Mager (2), Lüttke (5), Kuban, Eppendorfer (1), Schöne (n.e.), Liebschner, Schulze (4), Albrecht (1) und D. Schwenke.

Eberhard Neumann


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