Samstag, 29.04.2017, 10:45 Uhr war Abfahrt nach Bischofswerda. Mit 12 Jungs waren wir recht gut besetzt, was gegen unseren Gegner, den VfB Bischofswerda auch notwendig war. Unsere Ausgangslage war ganz gut, aber nicht optimal. Für unsere beiden Spiele (gegen Bernstadt und Neugersdorf) hatten wir 4 Punkte bekommen, aber… Ja, aber! Da beide Mannschaften nicht gegen uns angetreten waren, hatten wir null Tore. Bischofswerda hatte ein Spiel mit einem Tor gewonnen und war uns quasi ein Tor voraus.

Pünktlich um 12:00 Uhr war Anwurf. Ja, die Schiebocker waren ein schwerer Brocken, ein Gegner, dem man auf Augenhöhe gegenüberstand. Die Bilanz aus den Punktspielen sprach zwar für uns (2x gewonnen, 1x unentschieden), aber bei jedem Spiel geht es bei null los. Schon in der ersten Minute konnten wir in Führung gehen. Dann geschah eine ganze Weile nichts. Erst in der fünften Minute gelang dem VfB der Ausgleich. Und so ging es dann weiter… Führung…Ausgleich…. mal lagen wir vorn, mal die Bischofswerdaer. Spielerisch waren wir eine Idee besser, konnten uns aber nicht absetzen. Woran lag es? Ganz klar, wie in der ganzen Saison, unsere Chancenverwertung. Mit 44% wieder sehr mies. Die Abwehr stand recht gut und konnte so manchen Schiebocker Angriff vereiteln. Auch Kevin im Tor parierte einige Würfe und sogar einen 7-Meter. Aber mehr und mehr ließen wir uns auf das behäbige Spiel der Schiebocker ein und so ging es bei einem Stand von 9:8 für den VfB in die Halbzeitpause.

Die Ansprachen der MV`s konnte nur heißen: Tempo und kämpfen. Es musste ein Sieg her, da ein Unentschieden aufgrund der Ausgangslage für uns nicht reichen würde.

Und so ging es in die zweite Halbzeit. Hier konnten wir die Bischofswerdaer überraschen, in dem wir unsere Aufstellung auf eine 3-2-1-Abwehr umstellten. Damit kam der VfB gar nicht klar und wir konnten unseren Rückstand in einen Vorsprung ändern. Aber, wie bereits in der ersten Halbzeit, ging es auch in Halbzeit zwei weiter – hin und her. Erst in der 51. Minute gelang es uns endlich etwas abzusetzen und lagen mit drei Toren vorn. Noch in Minute 58 führten wir noch mit drei Toren. Viele dachten da schon, dass wir es geschafft haben. Aber in einem Handballspiel zählt der Stand, der zum Schlusspfiff auf der Anzeige steht. Sekunden vor Schluss, bei einem Stand von 21:22 nahmen die MV`s der SG noch eine Auszeit. Die Anweisung war klar: den Ball in den eigenen Reihen halten, die Zeit runterspielen. Doch leichtfertig wurde der Ball verloren und Bischofswerda gelang der Ausgleich. Ein hoffnungsvoller Angriff der SG ließ die Hoffnung dann nochmal aufkeimen, doch noch das entscheidende Tor zu erzielen. Aber der Pulsnitzer, der frei durch war, wurde von einem Bischofswerdaer Abwehrspieler abrupt gestoppt. 7 Meter! Doch der Schiedsrichter sah das anders. Er entschied auf Freiwurf, weil der Schiebocker den Ball wohl auf den Fuß bekommen hatte. Ein Freiwurf nach Ende der Spielzeit… Dazu kam dann noch, dass Bischofswerda (regelwidrig) die Abwehr wechselte.

Und so hieß es am Ende 22:22. 22:22 für Bischofswerda. Ja, sicher haben wir auch selbst einen Anteil daran, da wir es nicht geschafft haben, einen 3-Tore-Vorsprung über die Zeit zu retten. Aber… naja. Schade!

Vielleicht sollte man an vorgesetzter Stelle nochmal über die Modalitäten in solch einer Situation nachdenken. Wenn zwei Mannschaften ihre Spiele absagen, sollten doch vielleicht alle Tore auf null gesetzt werden, damit beide Teams die gleichen Voraussetzungen haben. Bischofswerda hatte ein Spiel und das mit einem Tor gewonnen. So hatten sie, wie schon erwähnt, ein Tor Vorsprung. Die SG hatte keine wirkliche Chance sich eventuell auch über das Torverhältnis eine bessere Ausgangslage zu erkämpfen. Aber es ist wie es ist: Bischofswerda ist Gewinner des Ostsachsencups und wir sind Zweiter. Eigentlich ein positiver Trend – bei den Punktspielen sind wir dritter und nun zweiter. Da steht jetzt noch die Spartakiade ins Haus…. Vielleicht hält unserer „Trend“ ja an…

Es spielten: Florian Drabant (2), Dan Schäfer, Colin Herms, Kenny Kasper, Erik Forke (1), Ronny Kuban (9), Lucas Hommel (2), Felix Richter (6), William Thomschke (1), Sandro Gornig (1), Franz Johne

Im Tor: Kevin Hoppe


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