Die Pulsnitzer Männer gewinnen den Auftakt der Neulinge in der Bezirksliga im oft ausgeglichenen Spiel beim RSV II mit 28:23 (13:11).

Am Ende sah das Ergebnis doch recht deutlich aus und scheint die Kräfteverhältnisse widerzuspiegeln. Doch die fünf Tore Differenz werden dem Spielverlauf nicht ganz gerecht. Die Gastgeber als einer von zwei Aufsteigern aus der Bezirksklasse forderten die Absteiger aus der Verbandsliga mehr als denen lieb sein konnte. Auch einige klarere Führungen des vermeintlichen Favoriten konnte der RSV immer wieder pulverisieren. Nach dem 1:0 jedoch gelang den Gastgebern nie mehr ein Führungstreffer. Schon in der ersten Hälfte verpassten die Pulsnitzer, die Führung auszubauen und eine Vorentscheidung herbeizuführen. Zur Halbzeit war Radeberg wieder dran. Was folgte war ein Spiel fast auf Augenhöhe, in dem die Gastgeber immer wieder den Anschluss schafften, aber nie mehr. Die sich in der Neufindungsphase befindliche HSV-Mannschaft probierte viel und setzte damit den Sieg aufs Spiel. Wenn es zu eng wurde, konnte aber immer wieder angezogen und der Vorsprung ausgebaut werden. Nachdem die Partie lange hin und her wogte, stellten die Gäste ab der 48. Minute nach dem 19:20 alte Abstände wieder her und brachten Spiel und Ergebnis erfolgreich über die Zeit. Trainer Michael Schwenke war froh darüber, sah aber „noch viel Sand im Getriebe. Die Partie war für uns gut angelaufen, doch dann spielten wir nicht so strukturiert weiter. Entscheidend war unsere sichere Abwehr. Dort wurden wir zu lange aufgerieben, ehe die Radeberger mal ein Zeitspiel kassierten. Dadurch fehlte uns oft der schnelle Zug nach vorn. Wichtig für uns in der Phase der Anpassung an die neue Liga war nach einem durchwachsenen Spiel der noch klare Erfolg. Der konnte höher ausfallen, ist aber ein guter Ansatz. Dafür, dass wir einiges probiert haben, geht das in Ordnung.“ Somit können die Pfefferkuchenstädter einen positiven Einstand abhaken, was andere in der Liga nicht so können, so auch die Bierstädter nicht. Zudem hatte der erste Spieltag einige Überraschungen parat. Mitabsteiger Sagar verlor bei NSV Görlitz. Der andere Aufsteiger Hoyerswerda II kam gar nicht zum Einsatz, da Neuling KJS Club Dresden nicht antrat. Für alle Neuen in der Liga war das  also ein schon differenzierter, teils turbulenter Anfang. Für Pulsnitz geht es nun erst in 14 Tagen weiter, da das zweite Spiel auf Wunsch von Sagar verlegt werden musste.

Pulsnitz spielte mit: O. Scholze; Hoppe, Liese (2), Kasper (2), Drescher, Lüttke (2), Kuban (2), Eppendorfer (12/5), Schöne (1), Drabant (1/1), Schulze (5), Richter und D. Schwenke (1).

Eberhard Neumann


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