Die HSV-Männer haben in der ersten Hälfte beim letztlich klaren 36:23 (15:13)-Sieg mehr Mühe als erwartet und nötig.

Die erste Halbzeit der Pulsnitzer war wieder einmal so eine, die schnell vergessen werden sollte. Da taten sich die vorwiegend jungen Spieler, die in der Anfangsaufstellung aufgeboten wurden mehr als schwer und brauchten eine kurze Gewöhnungsphase. Aber es wurde auch deutlich, dass die zugeordneten erfahreneren Spieler ebenfalls ihre Startschwierigkeiten einbrachten. Immer wieder fielen Ballverluste in die Hände der Gegner. Gut, dass die das nicht besser für sich nutzen konnten. Dabei begann der HSV sehr couragiert und erfolgreich mit großem Tempo. Aber ab der elften Minute mit dem 9:4 stockte der Angriffsfluss. Bis zur Halbzeit wurde der Vorsprung nicht mehr ausgebaut und die robusten, allerdings auch stark ersatzgeschwächten Gäste zwangen die Hausherren zu vielen Fehlern im Positionsspiel. Gut, dass in der äußerst durchwachsenen Phase die Torhüter, ab der 15. Minute mit dem jungen Kevin Hoppe zwischen den Pfosten wenigstens einige Paraden zeigten. Sieben gehaltenen Bällen stehen aber auch sieben technische Fehler und sechs Fehlwürfe, meist frei durch, entgegen. Die ließen bis zur Pause das Ergebnis eng werden. Wer glaubte, dass sich das nach dem Wechsel ändern würde, sah sich erst einmal getäuscht. Danach kam Obergurig sogar bis auf ein Tor heran und hielt diesen knappen Rückstand lange Zeit aufrecht. Das ging so bis zur 43. Minute und die Gäste waren mit dem 20:19 noch nicht geschlagen. Dann aber kam deren Einbruch schneller als erwartet. Innerhalb von nur sieben Minuten brachen sie völlig zusammen und auseinander. Ein Sechs-Tore-Lauf der Gastgeber brachte die endgültig auf die Siegerstraße. Nur ein Tor warfen die SVO-Männer dazwischen, um danach schon erstmals mit zehn Toren in Rückstand zu geraten. In der Folgezeit hatten die Pfefferkuchenstädter leichtes Spiel, um das erfolgreich über die Runden zu bringen. So konnten sie mit 14 Toren Differenz auch weiterhin etwas fürs beste Torverhältnis der Liga tun. Obergurig musste nun seiner schwach besetzten Bank und dem Tempo der ersten 40 Minuten Tribut zollen. Anzuerkennen ist, dass sie trotzdem weiter zu einem fairen Spiel beitrugen Dennoch war bei mehr Konzentration vor allem im Lauf nach vorn noch viel mehr für den HSV drin, der sich gegen einen letztlich doch schwächeren Gegner einfach zu viele Fehler leistete. Nun geht es gleich weiter mit dem schweren Auswärtsspiel in Schleife. Da die Männer von Michael Schwenke – fehlte diesmal übrigens urlaubsbedingt – auf Rang drei vorgerückt sind, ist die Begegnung das Tages-Spitzenspiel am kommenden Wochenende gegen den überraschenden Tabellenzweiten.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, O. Scholze; Kasper (2), Drescher, Thomschke (6), Liese (6/1), Lüttke (3), Eppendorfer (4/1), Schöne (3), Liebschner, Drabant, Schulze (7), M. Scholze (3) und D. Schwenke (2).

Eberhard Neumann


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