Sonntag, 26.11.2017 – um 08:30 Uhr trafen wir uns an der Sporthalle Hempelstraße, um zu unserem nächsten Auswärtsspiel zu starten. Ziel war Bischofswerda und das dort heimische Team der A-Jugend des VfB 1999 Bischofswerda. Endlich mal ein Gegner, den wir schon aus den vergangenen Saisons kennen. Heute wussten wir, was da für ein Brocken auf uns zu kam. Schwierig auch aus dem Grund, da die Schiebocker alle unsere Spielzüge kennen. Aber vielleicht war all das genau der Grund, dass wir hoch motiviert dorthin fuhren.

„Es ist scheißegal (sorry), wieviel Tore fallen und es ist auch scheißegal (nochmal sorry), ob wir hier als Verlierer aus der Halle gehen. Wichtig ist, dass wir richtig geilen Handball spielen und bis zum Schluss kämpfen! “ – so die Ansprache der Trainer vor dem Spiel in der Kabine.

Mehr gab es eigentlich auch nicht zu sagen. Das wir richtig guten Handball spielen und auch richtig kämpfen können, haben wir ja in den Spielen gegen Dresden und Radebeul gezeigt. Auch haben wir in den letzten Trainingseinheiten immer wieder Ballsicherheit und bis zum Umfallen unsere Spielzüge gefestigt. Und wenn wir das heute umsetzen, sollte ein Punktgewinn durchaus drin sein.

Pünktlich 10:00 Uhr war dann Anwurf. Und wir drehten gleich von Beginn an voll auf. Es schien zu funktionieren. Die Abwehrwand stand festgemauert und im Angriff flog der Ball in unserer Reihe so schnell hin und her, dass den Schiebockern scheinbar schwindlig wurde. Schon in der 6. Minute nahm die Bank des VfB ihre erste Auszeit und auf der Anzeigetafel stand 1:6 !!! Nach der kurzen Pause gelangen den Bischofswerdaern zwar zwei Tore, doch unsere Antwort darauf waren sieben Tore. Bei einem Stand von 5:16 nahm die gegnerische Bank in der 19. Minute ihre zweite Auszeit, aus der sie mit ein paar taktischen Umstellungen wieder ins Spiel kamen. Und bei uns schien der Schlendrian Einzug gehalten zu haben. Ein paar technische Fehler und Unkonzentriertheiten in Abwehr und Angriff ermöglichten dem VfB auf 10:16 heranzukommen.  Gott sei Dank wurden wir rechtzeitig wieder wach und steuerten gegen, so dass wir bei einem Stand von 12:19 in die Halbzeitpause gingen.

Die Trainer hatten in der Pause nicht viel zu sagen. Wir durften jetzt nicht lockerlassen und mussten an die Leistung der ersten 20 Minuten anknüpfen. Unsere Chancenverwertung lag bei ca. 70 %, die technischen Fehler sollten wir abstellen können. So ging es dann in die zweite Runde.

Zwar gelang den Schiebockern hier das erste Tor, doch dann begann sich der „Pulsnitzer Kreisel“ wieder zu drehen. Es war einmal mehr unser schnelles Spiel aus einer sehr stabilen Abwehr heraus. Entweder gelangen uns die Tore, nach dem wir die Bälle in der Abwehr erobert hatten und mit schnellen Kontern zum (meist) erfolgreichen Abschluss brachten, oder es waren unsere sauber ausgeführten Spielzüge (oder deren Varianten).  Den Schiebockern schien nichts mehr einzufallen, um sich hier erfolgreich zu wehren. Ein VfB-Fan rief von der Zuschauertribüne seiner Mannschaft zu: „Es ist zwar Totensonntag, aber trotzdem könntet ihr so langsam mal anfangen, Handball zu spielen…“ Als dann auch noch deren E. Küster unglücklich umknickte und so verletzungsbedingt ausfiel, ging fast nichts mehr.

Und so stand nach 60 Minuten an der Anzeigetafel 24:43. Ein verdienter Sieg, den wir nicht und schon gar nicht in dieser Höhe erwartet hatten. Also, wie man sieht, wir können, wenn wir wollen 😊😊😊.  Was auch eine super Sache ist: alle haben wenigstens ein Tor geworfen (naja, außer Colin und Robin – aber als Torwart ist das immer so eine Sache mit dem Torewerfen…)

Die technischen Fehler wurden in Halbzeit zwei minimiert, die Chancenverwertung lag bei 75 % (72 % über beide Halbzeiten) … was will man mehr? So müssen wir unsere nächsten Spiele gestalten, dann können wir in der OSL-Tabelle auch vorn mitmischen. Es war übrigens bis heute der höchste Sieg ( erzielte Tore und Tordifferenz) in der Saison 2017/18 in der OSL. Da kann man sich als Mannschaft freuen, ABER wir dürfen uns nicht auf diesen „Lorbeeren“ ausruhen!!!

Am 09.12.2017 ist um 09:30 Uhr Anwurf zu unserem letzten Punktspiel in diesem Jahr. Da freuen wir uns auf das Team von NSV Gelb-Weiß Görlitz.

An dieser Stelle ein „gutes Besserung“ an den verletzten E.Küster. Wie wir nach dem Spiel erfuhren, hat er sich wohl einen Bänderriss zugezogen.

Es spielten: Franz Johne (9), Oliver Grafe (2), Felix Thieme (8), Maurice-Pascal Ludwig (3), Stefan Lembke (1), Erik Forke (1), Lucas Hommel (1), Kenny Kasper (7), Felix Richter (9), Florian Drabant (2)

Im Tor: Colin Herms, Robin Oswald


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