SV Stahl Krauschwitz – SG Pulsnitz/Oberlichtenau  49:16  (22:07)

 

Nach den 5:1 Punkten in den letzten 3 Spielen sollte es mit breiter Brust nach Bad Muskau zum SV Stahl Krauschwitz gehen, wohl wissend das man gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter nur krasser Außenseiter ist. Vielleicht konnte man es dem Gastgeber trotzdem so schwer wie möglich machen. Aber krankheitsbedingt wurden R. Neumann, J. Boden und vor allem T. Singer schmerzlich vermisst. So ging es mit 10 Mann Sonntag Vormittag über die A4, Richtung deutsch-polnische Grenze. 

Konnte man die Anfangsphase noch etwas offen gestalten, da auch der Gastgeber in die Spur finden musste, so lag man in der 5. Minute bereits mit 4:1 hinten. Für die Bank zeichnete sich dann so langsam ab, was noch kommen würde. Schon in der 7. Minute die  erste Auszeit der SG, um noch einmal wach zu rütteln, das Besprochene und Trainierte in Erinnerung zurufen. Die Fehler häuften sich jedoch, das Positionsspiel fand nicht so richtig statt, Zuspielfehler im Aufbau, die der Gastgeber immer wieder zu schnellen Konter-Toren nutzte und wenig erfolgreiche Abwehrarbeit. So stand es nach 14 Minuten 15:3. Nochmal Auszeit der SG in der 20. Minute. Wieder Aufforderung zum schnellen Kurzpassspiel mit anschließendem 1:1 und in die „Tiefe“ gehen. Aber die Krauschwitzer bauten ihren Vorsprung aus, da auch das Rückzugsverhalten mangelhaft war. Beim Stand von 22:7 gab es endlich den Pausenpfiff.

All das wurde während der Pause in einer vehementen Ansprache den Spielern nochmal verdeutlicht. Verlieren kann man beim ungeschlagenem Tabellenführer, aber das „WIE“, da musste sich die Mannschaft schon den Spiegel vorhalten.

Wer jetzt dachte ein Ruck geht durch die Mannschaft, sah sich vorerst getäuscht. Immer wieder wurde zu ängstlich agiert und der Ball vertändelt, den der Gastgeber erkämpfte und  im schnellen Umkehrspiel konsequent verwandelte. So gerieten unsere Jungs, über die Stände 29:9 / 34:11 und 41:13 weiter ins Hintertreffen. Positiv, 6 der 7 Strafwürfe wurden versenkt. Erst in den letzten 10 Minuten der Partie spielte die SG den Handball, so wie es erwartet wurde. Schnelles Kurzpassspiel, dann ging es auch mal in die Lücke und in der Abwehr hatte man besseren Zugriff. Die „Messe“ war jedoch gelesen. Hätte man diese letzten 10 Minuten von Anfang an auf die Platte bringen können, wäre ein wesentlich besseres Ergebnis möglich gewesen. Kein Sieg oder Remis, aber ein Ergebnis deren Leistungsvermögen der Truppe würdig ist. Auf Grund der gesamten Misere oder besser, diesen „gebrauchten Tages“ lag die Trefferquote auch nur bei gut 40%.

  Da nun wieder 14 Tage Pause sind, geht es zum letzten Spiel des Jahres am 09.12. noch einmal nach Ebersbach. Gegner ist dort der Tabellenzweite, TBSV Neugersdorf. Auch hier ist der Gastgeber klarer Favorit. Nach der letzten Pleite ist es nun wichtig, diese viel zu hohe Niederlage aus den Köpfen zu bekommen. Anwurf ist 14.15 Uhr.

(StB)

 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit: N. Voigt (1); K. Nowotnick; M. Bernhagen (2); L. Gebler (4/4); D. Glöß (1); T. Hohmann (1); F. Freitag (3); Y. Franke; M. Demmler (4/2); Im Tor: K. Zeiler


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