Samstag, 09.12.2017, gaaaanz früh um 08:30 Uhr war Treff in der Sporthalle Hempelstraße. Heute stand das Nachholespiel gegen den NSV Gelb-Weiß Görlitz an. NSV Gelb-Weiß ? Neuer Gegner? Vielleicht der Name, aber die Spieler kennt man von KOWEG, und dass war schon ein Hammergegner. Und Koweg hat gerade im Nachwuchsbereich wieder ganz starke Teams im Rennen. Also mit so „la-la-Handball“ wird heute kein Blumentopf zu gewinnen sein. Nur wenn wir an die Leistungen unserer letzten Spiele anknüpfen, könnten die zwei Punkte bei uns in der Halle bleiben.

Die Ansage der Trainer vor dem Spiel war logischerweise: aus einer sicheren Abwehr heraus mit hohem Tempo aufs gegnerische Tor zu spielen. Den Gegner, ähnlich wie im Spiel letzte Woche gegen Bischofswerda, in den ersten Minuten buchstäblich überrennen. Das hat gegen Schiebock super funktioniert, aber würde das auch gegen den NSV klappen?

09:30 Uhr: Anwurf. Und es schien zu funktionieren. Die Abwehr stand gut, das Tempo nach vorn war hoch. Wiedermal konnten wir das erste Tor des Spieles erzielen. 1:0 … 1:1 … 2:1 … 3:1 … 4:1 … 4:2. Aber das war es dann erstmal. Es gelang uns einfach nicht, uns weiter abzusetzen. Immer wieder unterliefen uns Fehler, einfache Fehler, die nicht sein müssen. Bei einem Stand von 8:7 nahm dann die SG-Bank ihre erste Auszeit. Nach einem doch recht guten Start schien die Mannschaft einzuschlafen. Die MV`s erinnerten an ihre Worte vor dem Spiel. Doch so richtig schien es nicht zu fruchten. Den Görlitzern gelang es sogar, ihren 2 …3 -Tore- Rückstand gegen eine Führung zu tauschen.  Die Görlitzer schienen eine Art Hypnosehandball zu spielen –  lange, sehr lange spielten sie den Ball nur quer. Kaum schnelle Bewegungen auf NSV-Seite. So lullten sie uns quasi ein und wir spielten das Spiel mit. Erst ab ca. der 26. Minute gelang es uns endlich wieder, die Führung zu übernehmen und wir konnten mit einem Tor (14:13) in die Halbzeitpause gehen.

Woran lag´s? Das konnte sicherlich jeder sehen. Unsere Chancenverwertung war gar nicht soooo schlecht (63%), aber zu viele techn. Fehler und Unkonzentriertheit standen uns heute immer wieder im Weg.

Zweite Halbzeit: Wir konnten unseren Vorsprung wieder auf drei Tore ausbauen. Doch Görlitz hielt dagegen und kam wieder auf ein Tor heran. 16:15 … 17:16 … 18:17 in der 40. Minute. Unsere Abwehr stand jetzt richtig gut und auch im Angriff spielten wir wieder mit Tempo. Und so konnten wir auch bis zu Minute 44 auf 22:18 davonziehen. Diesen drei-vier-Tore-Vorsprung gaben wir aber nun nicht mehr aus der Hand. Wie schon gesagt: die Abwehr stand und im Angriff klappte es nun auch wieder besser. Dazu kam eine super Leistung von Robin im Tor, der zwei 7-Meter parierte.

Nach 60 Minuten stand ein Spielstand von 29:23 an der Anzeigetafel. Ja, 6 Tore sind im Handball eigentlich nicht viel Zeugs. Eigentlich, denn wenn sich zwei recht gleichstarke Teams gegenüberstehen, sind 6 Tore ne Menge. Wenn wir es doch nur mal schaffen würde, unsere gute Leistung konstant über 60 Minuten abzurufen. Da könnten wir viele Begegnungen früher für uns entscheiden und müssten nicht bis zum Schlusspfiff zittern. Ja und für die Trainer und Fans wäre es sicherlich auch viel entspannter 😊 Unsere Chancenverwertung heute war mit insgesamt 69% (63% 1. Halbzeit, 75 % 2. Halbzeit) ordentlich. Die Anzahl der technischen Fehler, leichtfertig weggeworfener Bälle (insgesamt ca. 13) – die war einfach zu groß.

Aber trotz allem sind wir im Moment Tabellenführer. Und das fühlt sich so richtig gut an. Doch das ist nur ein Zwischenstand. Es sind noch eine Menge Spiele zu spielen und zu gewinnen. Aber wir haben unseren Trainern, unseren Fans und, was wahrscheinlich am Wichtigsten ist, uns selbst bewiesen, dass wir durchaus das Zeug haben, in der OSL dieses Jahr ganz oben mitzuspielen.

Für dieses Jahr war es unser letztes Punktspiel.

Wir wünschen also schon jetzt allen, die mit uns gebangt und gehofft haben, aber auch allen anderen Teams der mJA der OSL ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2018.

 

Es spielten: Sebastian Weißbach (6), Felix Thieme (1), Florian Drabant (4), Stefan Lembke, Franz Johne (4), Felix Richter (5), Lucas Hommel (2), Dan Schäfer, David Moschke (1), Robin Nickisch, Erik Forke (1), Kenny Kasper (5)

Im Tor: Robin Oswald, Colin Herms


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