In einem ausgeglichenen Spiel behält der HSV am Ende mit 32:27 (11:12) doch noch die Oberhand und festigt Rang fünf.

Das war wieder mal ein hartes Stück Arbeit und die Gastgeber mussten bis in die Schlussphase bangen, ob es wieder einen Sieg gegen Schleife geben würde. Die Gäste hatten beinahe wieder nur ein Rumpfteam parat, aber das war vom Feinsten und setzte die mit voller Bank angetretenen Gastgeber von Beginn an mächtig unter Druck. Nicht von ungefähr kam so auch die Schleifer Halbzeit-Führung zustande. Die war dann mit einem Treffer Differenz noch schmeichelhaft für den HSV. Immerhin setzte der Gast vom Anpfiff weg die Akzente. Pulsnitz war zeitweise eher überfordert und sah nicht wie der Gastgeber aus. Durch zu viele Fehler und unkontrollierte Würfe musste meistens reagiert werden, als das Spiel selbst zu bestimmen. Mitte der ersten Hälfte schien die Partie den Hausherren sogar zu entgleiten. Nach ständiger Lok-Führung dampfte die vom 4:5 zum 4:8 davon. Auch nach 26 Minuten beim 7:11 sah es nicht danach aus als sollten die Männer von Michael Schwenke das Ruder herumreißen zu können. Möglich, dass die Gäste in den vier Minuten vor dem Wechsel ihrem aufwändigen Spiel etwas Tribut zollen mussten. Das HSV-Team jedenfalls kam noch durch vier Treffer in Schlagdistanz und zum schmeichelhaften Halbzeitstand. Gleich nach dem Wechsel drehte sich das Spiel zu Gunsten der Pulsnitzer und die gaben ihre Führung nie mehr aus den Händen. Doch wie schon zuvor Schleife konnten sie sich nicht entscheidend absetzen. Die Partie blieb auch trotz zeitweiligem Vier-Tore-Vorteil eng. Erst mit dem 27:22 nach 48 Minuten schien sich die Partie zu entscheiden. Doch bei 28:25 und 29:26 waren die Gäste wieder näher dran. Die konnten jedoch in den letzten drei, vier Minuten die Begegnung nicht mehr für sich drehen. Schwenke war erleichtert und sah vor allem die Steigerungen seines Teams: „Ich glaube, wir sind weiter auf einem aufsteigenden Ast. Wir machen nun weniger Fehler und holen uns auch weniger Zeitstrafen. Dennoch kann ich vor allem mit der ersten Hälfte nicht zufrieden sein. Schleife ist nun mal nicht schlecht, aber wir hatten beispielsweise Marcel Becker diesmal gut im Griff. Vor dem Wechsel unterliefen zu viele Fehler, mit denen die Gäste aufgebaut wurden. Wir hatten da schon im Angriff auf 4:2 umgestellt, aber das funktionierte erst nach der Pause richtig. Trotzdem wurden auch über die Kreismitte zu viele Chancen vergeben. Nach dem 22:20 musste ich einige Spielerwechsel vornehmen und wir fanden dann wieder gute Antworten. Ansonsten war Marco Liese gut drauf, versenkte alle Strafwürfe und William Thomschke wird auch langsam besser. Die Torhüter spielten ebenfalls recht solide. Das Spiel war auf alle Fälle ein Schritt nach vorn.“ Ganz speziell bei den Keepern konnten sich die HSV-Männer bedanken, dass die doch einige wichtige Bälle wegnahmen. So wollte Schwenke Kevin Hoppe zwar eher auswechseln, aber der hielt so gut und parierte immerhin zwei Strafwürfe. Oliver Scholze kam dadurch erst nach 48 Minuten in den Kasten und führte sich gleich mit zwei Paraden nach freien Würfen gut ein. Der Coach bestätigte, dass noch gute und schwächere Phasen wechseln. Es wird aber hart an den Fehlern gearbeitet und deren geringere Zahl wird immer besser. So wurde im Mittelfeld-Duell der Anschluss an die Spitze der Tabelle gehalten. Das alles ist auch für das restliche Programm von vier Partien wichtig, die schwer genug werden. Schon die nächste bei Koweg Görlitz wird kein Selbstläufer. Ansonsten war dieser Heimspieltag auch ein sehr erfolgreicher. Die Frauen gewannen endlich wieder einmal und mit der 3. Männermannschaft erreichte seit Jahren auch wieder ein HSV-Team ein Pokalfinale.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, O. Scholze; Liese (9/5), Kasper (2), Drescher (3), Thomschke (2), Lüttke (1), Eppendorfer (4), Schöne (4), Liebschner, Drabant, Schulze (4), Richter (1), M. Scholze und D. Schwenke (2).

Eberhard Neumann


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