Mrz 26

Sonntag, 25.03.2019: heute steigt in der Pulsnitzer Sporthalle an der Hempelstraße das große, alles entscheidende Spiel um den Titel „Ostsachsenmeister“ der männlichen A-Jugend. Da stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die in dieser Saison jeweils nur ein Spiel verloren hatten – der HC Großenhain, der in der Hinrunde sein Spiel gegen Radebeul verlor und wir, die SG Pulsnitz/Oberlichtenau, die ebenfalls in der Hinrunde ein Spiel verlor und zwar gegen den HC Großenhain. An dieses Spiel in Großenhain wollen wir eigentlich gar nicht mehr denken, aber um das heutige Spiel ordentlich zu meistern, bedurfte es natürlich einer Fehleranalyse des Spieles. Was da passierte ist sicher noch in den Köpfen aller Beteiligten (und Zuschauern). Diese Blöße wollten wir uns natürlich heute hier, vor heimischem Publikum nicht geben.

Um den Ostsachsenmeistertitel zu bekommen mussten wir heute gewinnen, dem HCG reichte ein Unentschieden,.

Großenhain war also der absolute Favorit im Kampf um den Titel. Ein Gegner, der richtig gut ist; der richtig clever spielen wird, der unbedingt gewinnen will. Aber gewinnen wollen wir auch!!! Schließlich hatten wir es geschafft, bis hierher zu kommen. Zum Beginn der Saison 2017/18 war es unser Ziel, nicht Letzter zu werden. Und dieses Ziel haben wir mehr als überboten!!! Wir stehen auf einem sicheren zweiten Platz der OSL und spielen heute sogar um Platz eins. Ja, in den letzten Wochen waren wir als Team immer besser zusammengerückt. Jeder war heute bereit alles und noch mehr zu geben. Jeder war heute aber auch ganz schön aufgeregt – Spieler, Trainer und natürlich die Fans.

Gott sei Dank waren die angesetzten Schiedsrichter da. Und sie nahmen ihren Job heute sehr ernst. Das war schon bei der technischen Besprechung zu spüren. Vielleicht lag es auch daran, dass es heute eine Spielaufsicht gab, die ein Auge auf das Spiel, die Mannschaftsverantwortlichen und die Schiedsrichter hatte.

Pünktlich 14:45 Uhr war dann Anwurf. Und los gings… Die Halle war so voll, wie man es sonst nur von einem wichtigen Spiel der ersten Männermannschaft kennt. Ein riesen Fanclub aus Großenhain war angereist, aber natürlich auch jede Menge Fans der SG Pulsnitz/Oberlichtenau. Auf den Rängen ging richtig was ab….

Und auf der Platte? Da natürlich auch. 1:0 … 1:1 …2:1 … 2:2 … – so ging es bis ca. zur 13. Minute – bis zum 5:5. Jeder Ball wurde lange gespielt, keiner wollte einen Fehler machen, da beide Teams voneinander wussten, dass der Gegner jeden Fehler bestrafen würde. In der 16. Minute konnte der HCG erstmals in Führung gehen, aber uns gelang in der 20. Minute wieder der Ausgleich. Leider konnten die Großenhainer ab der 24. Minute drei Tore davonziehen bevor wir in der 27. Minute zum 8:10 Pausenstand verkürzen konnten.

In der 30.Minute dann diese blöde „Sache“: ein Freiwurf für uns mit dem Halbzeitpfiff. Er  musste natürlich direkt ausgeführt werden und Erik traf dabei leider einen Gegenspieler. Da fackelten die Schiris natürlich nicht lange und zogen die rote Karte. Das hieß für uns, dass wir die zweite Halbzeit in Unterzahl beginnen mussten.

Zwei Tore Rückstand zur Halbzeit ist gar nichts. Geschuldet war dieser Rückstand wieder einmal unserer mehr als miesen Chancenverwertung (11 Fahrkarten bei 8 Toren !!!!) Sollte sich das rächen?

Die MV`s mahnten nochmals, dass wir hellwach sein müssen, dass wir technische Fehler vermeiden und Torchancen nutzen müssen. Die Abwehr stand bisher gut, im Angriff fehlte uns ein wenig der letzte Biss, fehlte uns ein wenig der Spielwitz. Keiner schien sich wirklich etwas  zuzutrauen, aus Angst, Fehler zu machen. Doch man muss erstmal was machen, um was falsch machen zu können!

Beginn der zweiten Halbzeit. Bedingt durch die rote Karte begannen wir in Unterzahl. Und nur Sekunden später bekamen wir gleich noch eine Zeitstrafe. Nun hieß es in doppelter Unterzahl kämpfen. Diese Chance ließ sich Großenhain natürlich nicht nehmen. Sie legten gleich mal einen 4:0-Lauf hin. Nun lagen sie sechs Tore vorn.

Aber wir wollten uns soooo leicht nicht geschlagen geben. Und wir kämpften uns auch wieder heran. In der 38. Minute stand es 12:14. Nur noch zwei Tore…. Doch gut sieben Minuten später lagen die Jungs aus Großenhain wieder fünf Tore vorn.

Unsere Chancenverwertung wurde  zwar besser, es fielen in der zweiten Hälfte auch mehr Tore (auf beiden Seiten). Aber auch die Zahl der Zeitstrafen schnellte in die Höhe. 6x 2-Minuten und damit 2x rote Karte für uns und das Gleiche für den HCG. 5 rote Karten in einem Spiel! Das war ein Novum für uns. Aber auch ein Zeichen dafür, wie hart hier gefightet wurde.  Es ging hin und her, es wurde in den letzten Minuten auch noch mal etwas hektisch auf der Platte und sehr lautstark auf den Rängen. Bei einem Stand von 24:27 war dann das Spiel zu ende.

Riesenjubel beim HC Großenhain, die nun Ostsachsenmeister sind.

Enttäuschte Gesichter natürlich bei uns. Wir hatten verloren, aber knapp verloren. Und gegen eine Mannschaft, gegen die es wirklich keine Schande ist, zu verlieren. Es standen sich heute hier zwei gleichstarke Teams gegenüber. Der HC Großenhain spielte hier und da einfach mit einem Quäntchen mehr Cleverness. 

Aber, wie schon gesagt: der Sieg heute und damit der Meistertitel wäre das Sahnehäubchen gewesen. Aber wer will schon Sahne ☺ ? Wir haben so viel erreicht und wir können stolz auf uns sein! Also Kopf hoch !

Wir sind die zweit-Besten in der OSL.

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an alle, die uns von der Tribüne so kräftig unterstützt haben. Es war toll, vor so einer Kulisse zu spielen. Könnte man sich dran gewöhnen… 🙂 

Die mJA der SG Pulsnitz/Oberlichtenau gratuliert dem HC Großenhain zum verdienten Ostsachsenmeistertitel

 

Es spielten: Erik Forke (3), Felix Thieme, Lucas Hommel (2), Sebastian Weißbach (2), Oliver Grafe, Franz Johne (10), Felix Richter (3), Florian Drabant (3), Maurice Pascal Ludwig, Kenny Kasper (1), Maximilian Krahl, Stefan Lembke, Dan Schäfer,

Im Tor: Colin Herms, Kevin Hoppe, Robin Oswald


Ein Kommentar zu “mJA: Das große Meisterschaftsfinale”

  1. Trainer HCG sagt:

    Glückwünsche aus Großenhain an eine würdige Finalmannschaft, die bis zur letzten Minute kämpft. So muss eine Finale sein – volle Halle – gute Stimmung!

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