Samstag, 14.04.2018 stand unser vorletztes Punktspiel der Saison 2017/18 an. Ungewöhnlich war, dass es ein Samstag war und recht ungewöhnlich auch die Anwurfzeit: 18:00 Uhr. Der Gegner heute die SG Radeberg/ Königsbrück. Ja, es stimmt, die Radeberger stehen in der aktuellen OSL-Tabelle weit unten, aber die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten uns, dass die Radeberger schon immer ein unbequemer Gegner waren. Und heute hatten die Jungs der Bierstadt ja nichts zu verlieren. Wir waren die Favoriten und so konnten sie frei aufspielen. Und wir waren quasi im Zugzwang, zumal sich so eine Situation auch im Kopf festsetzt.

Pünktlich um 18:00 Uhr eröffneten dann die Schiris das Match. Und es sah erstmal nicht schlecht aus. Wir konnten in der ersten Minute in Führung gehen. Doch die Radeberger hielten dagegen und konnten in der dritten Minute sogar in Führung gehen! Gott sei Dank war das nur von kurzer Dauer. Ausgleich in Minute vier und noch in derselben Minute lagen wir wieder vorn. 2:3 … 2:4 … 3:4 … 3:5 … 3:6 … 4:6 … 5:6. Das schien eine knappe Kiste zu werden. Wie erwartet, Radeberg war wieder einmal der unangenehme Gegner wie schon in den Begegnungen davor. Woran lag es? Ja, diese Frage stellten sich die Trainer auch. In der Abwehr wurde nicht konsequent zugepackt und dem Gegner so zu leichten Toren verholfen. Der Angriff – es war ein lustloses Rumgestürze ohne Tempo, ohne Ideen. Wenn es Sonntagfrüh um 08:00 Uhr gewesen wäre, hätte man vermuten können, dass die Jungs noch in einer Art „Halbschlaf“ waren. Das galt für die gesamte Mannschaft: im Angriff, der Abwehr und auch die Torleute bekamen so gut wie keinen Ball unter Kontrolle. Das wir trotzdem mit einem 5-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause gingen war mehr Glück als irgendetwas anderes.

So mussten die Trainer in der Halbzeit erstmal ein paar ernste Worte an das Team richten. Wir waren hier die Favoriten und dann zeigten wir so eine unterirdische Leistung. Das haben wir nicht nötig! Auch wenn es an unserem zweiten Tabellenplatz nichts mehr zu rütteln gab, so sollten wir doch auch zeigen, warum wir da oben stehen.

Halbzeit zwei: Radeberg gelang das erste Tor, doch unsere Leistung wurde ein wenig besser. Aber unsere Leistung entsprach lange nicht dem, was wir eigentlich können. Minute 45: „ …wir führen mit 7 Toren, obwohl wir so schlecht spielen…“ – waren sich die MV`s einig. Endlich schien ein kleiner Ruck durch die Mannschaft zu gehen und man begann ein wenig von dem abzurufen, was man kann. Endlich konnten wir so nach und nach unseren Vorsprung vergrößern. Die Trainer gaben nun auch allen mitgereisten Spielern Spielzeit. So konnten sich auch Robin Nickich und Stefan Lembke in die Torschützenliste eintragen. So fielen im Minutentakt die Tore. Die Abwehr stand robuster, die Torleute konnten jetzt häufiger Radeberger Tore vereiteln, im Angriff wurden weniger Fehler gemacht und die Trefferquote war jetzt mit 70% gut. Wir konnten die 40 vollmachen und am Ende Radeberg doch recht deutlich mit 40:25 schlagen. Dieses Ergebnis spiegelt aber nur die Leistung der letzten, vielleicht 10 Minuten wieder.

Nächsten Sonntag begrüßen wir dann Bischofswerda in der Sporthalle an der Hempelstraße zu unserem letzten Punktspiel dieser Saison und vielleicht zum letzten Spiel unserer Mannschaft in dieser Zusammensetzung. Und da wollen wir noch einmal ganz deutlich zeigen, was wir für eine super Truppe sind.

 

Es spielten: David Moschke, Robin Nickich (2), Sebastian Weißbach (4), Maurice-Pascal Ludwig, Maximilian Krahl (1), Franz Johne (8), Stefan Lembke (1), Kenny Kasper (5), Erik Forke (3), Lucas Hommel (3), Florian Drabant (7), Felix Richter (6)

Im Tor: Colin Herms, Robin Oswald


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