Mit 33:29 (13:13) verliert der HSV in Hoyerswerda und verkauft sich dennoch trotz Pleite sehr ordentlich.

Nun ist sie endlich vorbei, die schwere erste Bezirksligasaison, bringt aber mit Rang fünf nicht ganz das vorher Erwartete, vor allem nach Minuspunkten. Deren Anzahl 16 ist grenzwertig hoch. Trotz großem Umbruch in der Mannschaft nach langen Jahren der Höherklassigkeit konstatieren die Verantwortlichen zwar eine ordentliche Entwicklung, aber eben eine nicht vollauf zufriedenstellende. Es konnte aber auch noch ganz anders kommen, wenn Vergleiche zum Mitabsteiger Sagar gezogen werden. Der hatte seinerseits nicht die Möglichkeit des Einbaus junger Leute und eine Reihe schwerer und langwieriger Verletzungen von Leistungsträgern. Das eben kompensierte Pulsnitz deutlich besser. Die Sagaraner werden sogar durchgereicht und steigen gleich weiter in die Ostsachsenklasse ab. Das berücksichtigend, ist das Abschneiden des HSV 1923 Pulsnitz doch sehr positiv zu bewerten. Dazu kommt nun mal auch, dass sich alle Teams gegen einen Absteiger besonders reinhängen. Nicht so positiv aber ist auch, dass gegen alle vor dem Team von Trainer Michael Schwenke liegenden Mannschaften nicht voll gepunktet werden konnte. Aus diesen acht Spielen blieben dem Schwenke-Team lediglich zwei von 16 Zählern, was nur Rang fünf bringen konnte. So auch gesehen im letzten Spiel beim LHV Hoyerswerda II. Von Beginn an schienen die Gäste nicht richtig bei der Sache zu sein und lagen schnell zurück. Immer diesem Drei-, Vier-Tore-Rückstand hinterherlaufend, gelang es nie mehr die richtige Schlagdistanz zu finden. Kamen die Pulsnitzer echt ran, so hatten die Gastgeber immer wieder die richtigen Antworten und setzten sich ab. So blieb es eine Partie mit  immer nur Hinterherrennen, ohne den Gegner tatsächlich in Bedrängnis zu bringen. Sicher war es ein Nachteil, dass spieltragende Kräfte ausgefallen waren. So waren Oliver Scholze im Tor, ganz besonders Marco Liese und auch John Eppendorfer fast alternativlos ausgefallen. Und das Konzept musste auch noch umgestellt werden, als Marco Schulze kurz vor der Pause gemeinsam mit dem LHV-Socke Rot erwischte. Dennoch positiv, was Kevin Hoppe im Tor, Felix Drescher halbrechts oder Jungspund Florian Drabant machten. Eppendorfer konnte wenigstens zu den Strafwürfen antreten und Liese da ersetzen. Auch Ansonsten war Schwenke ganz zufrieden, ging es ja immerhin gegen den Tabellendritten und den lange als Aufsteiger gehandelten LHV: „Wir kamen anfangs schwer rein, dann aber machte es meine Rumpftruppe immer besser. Vor allem die erste Halbzeit war ganz gut. Bis zum 6:2 hatten wir in der Abwehr wenig Zugriff. Umstellungen änderten das aber. Mit dem Ausfall von Marco Schulze war uns dann der Zahn gezogen und in der zweiten Hälfte lief es nicht mehr so optimal wie zuvor. Wir kamen zwar gleich nach dem Wechsel bis auf ein Tor ran, dann zog der LHV wieder auf 17:14 weg. Letzte Hoffnung hatten wir beim 28:26, aber vier Tore in Folge begruben die. Zuletzt gelang lediglich Ergebniskosmetik. Dennoch haben wir uns gut verkauft. Kenny Kasper hatte nicht seinen besten Tag, aber die rechte Seite mit Drescher und Richter präsentierte sich ordentlich. Am Ende waren alle platt und wir verabschiedeten uns trotzdem mit einem ordentlichen Spiel. Wir haben uns jetzt in die Liga eingefunden und müssen nun vor allem an der Stabilisierung arbeiten. Das war ganz wichtig nach zwei Katastrophenjahren in der Verbandsliga. Die jungen Leute bekommen nun noch mehr Verantwortung, da die Oldies Tobias Liebschner und Daniel Schwenke in der ersten aufhören werden.“ Mit dem kleinen Ausblick gehen die Pulsnitzer in die lange Sommerpause. Die werden sie nutzen, um dann noch stärker zurück zu kommen.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Weißenfeld; Kasper (2), Drescher (6), Lüttke (3), Eppendorfer (3/3), Schöne (4), Liebschner, Drabant (1), Schulze (3), Richter (3), M. Scholze (1) und D. Schwenke (3).

Eberhard Neumann


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