Die Pulsnitzer Handballer werten aus und wählen neu

Turnusgemäß nach drei Jahren hatte der Pulsnitzer HSV-Vorstand fristgerecht und in aller rechtlich relevanten Form seine Mitglieder zur ordentlichen Mitgliederversammlung (MV) geladen. 30 Mitglieder und einige Gäste waren der Einladung am letzten Freitag ins Schützenhaus gefolgt. Gleich zu Beginn wurde da festgestellt, dass es zwei weniger waren als bei der letzten. Das lässt darauf schließen, dass alle anderen, nicht anwesenden der wieder umfangreichen Tagesordnung folgten und den in der MV zu fassenden Beschlüssen zustimmen. Nichts desto trotz arbeiteten die Versammlungsleitung und die Anwesenden konzentriert alle Punkte ab. In ihrem Grußwort ging Bürgermeisterin Barbara Lüke gleich offensiv zur Begründung der inzwischen geänderten Sportstättensatzung und Gebühren ein. Sie bestätigte auch, dass  die Arbeit der Vereine nicht hoch genug zu werten ist und wünschte dem HSV weiter viel Erfolg. Dass die nun sehr hohen Finanzauflagen den Vereinen, besonders hinsichtlich der Sondergebühren immense Probleme bereiten, unterstrich Finanzvorstand Tobias Liebschner in seiner Entgegnung und wandte dahingehend einen Hilferuf an die Stadt. Danach wurde noch die Beschlussfähigkeit festgestellt. Nach anschließend umfassenden, aussagekräftigen Berichten von Vorstand, Nachwuchsabteilung, Leichtathleten, Schiris, Finanzen und Kassenprüfung wurde der alte Vorstand entlastet. In den Berichten wurden positive wie negative Entwicklungen im Verein gleichermaßen angesprochen. Vor allem die noch soliden Finanzen wurden ebenso positiv gewertet wie die Nachwuchsarbeit, Konsolidierung der ersten Männermannschaft oder die Entwicklung der Abteilung Leichtathletik. Negativer dagegen wurden Probleme im Frauenbereich, aber deren positiven Lösungsansätze angesprochen. Auch im Nachwuchssektor wird es immer schwerer, den derzeit noch hohen Stand zu halten. Die gesunkenen Mitgliederzahlen ergeben sich vorwiegend aus der so genannten Bereinigung des Bestandes von Karteileichen. Das alle Aufgaben erfüllt werden können, ist Ausdruck des Engagements aller Verantwortlichen, Aktiven, Eltern und Helfer. Trotzdem dürfe da in allen Bereichen nicht nachgelassen werden oder Zufriedenheit herrschen.

Wie wichtig das Mitwirken aller ist, zeigten auch die vorgenommenen Auszeichnungen und Ehrungen. So wurde Christine Heinrich zum Ehrenmitglied des HSV 1923 Pulsnitz ernannt. Die HVS-Ehrennadeln in Bronze wurden Christian Weißenfeld und Uwe Liese sowie Kerstin Wendt in Silber überreicht. Der junge Colin Herms erhielt ein Ehrengeschenk.

 

Ein Wermutstropfen in dem meist positiven Verlauf waren die anschließenden Beitragserhöhungen. Die sind auch den gestiegenen finanziellen Forderungen und Ansprüche an den Verein geschuldet. Die Akzeptanz bestätigte das Gremium mit seinen einstimmigen Zustimmungen. Höhepunkt des Abends war die Wahl des neuen, fast alten Vorstands. Die gewählten Mitglieder sprechen ob ihrer „Jugend“ für die kontinuierliche Arbeit der Vereinsverantwortlichen. Alle Mitglieder des Vorstands wurden einstimmig gewählt. Danach dankte im Schlusswort Versammlungsleiter Tobias Liebschner für die Konzentration, Mitwirkung und das Vertrauen. Er versprach auch im Namen des Vorstands weiter alle Möglichkeiten für die Entwicklung und Anerkennung des Vereins zu tun.

Der neue Vorstand (einzeln handelnd und gleichberechtigt)

Kerstin Korch                          Leichtathletik

Jens Mager                             Organisation und Spieltechnik

Tobias Liebschner                   Finanzen/Sponsoring

Uwe Liese                               Jugendarbeit/Nachwuchs

Erweiterter Vorstand

Steffen Bienek                        NW-Spielgemeinschaft mit SGO

Nicole Löschner                       Frauen und Öffentlichkeitsarbeit

Mario Drabant                         Leichtathletik

Heike Schimang                      Weiblicher Nachwuchs

Kassenprüfer

Christian Weißenfeld und Daniel Schwenke

Eberhard Neumann


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