Mit einem klaren 32:20 (15:7)-Auswärtssieg bei der Rietschener Reserve  ist der Saisonbeginn für den HSV 1923 optimal.

Das Wichtigste für die Pfefferkuchenstädter war es, in Rietschen beim Aufsteiger gut in die Gänge zu kommen und gleich die ersten Zähler einzufahren. Dass es so einfach werden würde, hatte sich HSV-Trainer Michael Schwenke mit seinem Team nicht träumen lassen. Da waren vor dem Anpfiff schon einige Unwägbarkeiten vorhanden, die es zu kompensieren galt. Immerhin fehlten mit John Eppendorfer, Kenny Kasper und dem abgewanderten Felix Drescher gleich drei wichtige Aufbauspieler. Dazu kommen die Langzeitverletzungen von Keeper Oliver Scholze und Erik Forke. So musste Schwenke auf den alten Stamm und das Zusammenfinden mit weiteren Jugendlichen bauen. Zumindest für die erste Begegnung gelang das offensichtlich ordentlich. So machte Youngster Franz Johne gleich sein erstes Männertor und Colin Herms überzeugte im Kasten mit pariertem Strafwurf und vier gehaltenen freien Würfen. Auch Eric Küster fügte sich gut ein und die schon ein Jahr mitwirkenden Jungs Drabant und Richter wussten zu gefallen. Das alles ließ sich mit dem Einstieg in die Partie natürlich top an, denn schnell führten die Gäste mit 6:0 und erzwangen so schon nach fünf Minuten die erste Gastgeber-Auszeit. Schwenke baute auf diesem Beginn auf und konnte in der Folgezeit viel probieren. Er war bis auf eine Reihe vergebener Möglichkeiten zu einem noch höheren Sieg entspannt und zufrieden: „Auch wenn manches noch nicht optimal lief, so war der konzentrierte Beginn schon gut. Angefangen mit der sonst üblichen 5:1-Abwehr wurden reihenweise Bälle geholt. Trotz zwischenzeitlicher Hänger konnte ich immer gut durchwechseln. Auch in der zweiten Hälfte machten wir gut weiter. Das spätere 3:3 in der Abwehr zwang die Gastgeber gleich wieder zu Ballverlusten. Trotz weiterem Probieren und Wechseln wurden auch dann einige Hänger überspielt. Mehrfach führten auch Probleme mit dem ungewohnten Ball zu schlechten Würfen, was ein höheres Ergebnis verhinderte. Kevin Hoppe bot im Tor in Hälfte eins eine sehr gute Leistung und Colin Herms fügte sich danach gut ein und knüpfte daran gut an. Marco Liese führte auf der Mitte wieder gut Regie, woran auch Florian Drabant bei seinen Einsätzen positiv anknüpfte. Eigentlich kann ich diesmal alle nennen, wobei Marco Schulze eine starke Partie auf der Kreismitte bot und vieles erfolgreich über die Außen lief. Das war ein guter Start, den es jetzt zu stabilisieren gilt.“ Dass der Gegner letztlich nicht so berauschend gut und eher einfach zu bespielen war, tut dem keinen Abbruch. Das war auch für die Jugendspieler gut, denn die hatten immerhin schon vorher ein schweres A-Jugendspiel in den Knochen. Das wurde auch nur knapp mit 30:29 nach hartem Fight gegen Rietschen gewonnen. Zumindest das Männerergebnis konnte in den letzten Minuten auch toremäßig noch ausgebaut werden. Als nächste Begegnung steht nun am kommenden Sonntag um 16 Uhr die deutlich schwerere Partie gegen Hoyerswerda II an. Das LHV-Team hat ebenfalls schon zwei Punkte eingefahren, aber noch nicht gespielt. Cunewalde/Sohland II hat wegen Nichtantretens da zu leicht die Punkte hingeschenkt.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Herms; Liese (7/3), Lüttke (5), Thomschke (2), Johne (1), Drabant (1), Schöne (3), Küster, Schulze (5), Richter (2) und M. Scholze (6).

Eberhard Neumann


Einen Kommentar schreiben