Mit einem erkämpften 24:20 (12:8)-Heimsieg gegen den LHV II kann der HSV 1923 erstmals in der Bezirksliga ein Favoritenteam besiegen.

Auch wenn es die Hoyerswerdaer nicht gern hören, nicht nur für die Pulsnitzer sind Siege gegen sie schon etwas Besonderes. Da können die sich hinter Spaßteam und Nichtaufstiegswillig verstecken, ihren Nimbus des Favoriten haben sie sich mit den Spielen und der Platzierung in der vergangenen Saison redlich erarbeitet. Dass sie in Pulsnitz nicht in Bestbesetzung antreten konnten, war jedenfalls die Chance des jungen Heimteams, sich ein wichtiges Erfolgserlebnis zu schaffen. Und von den Leistungsträgern waren immerhin Nico Pollack (1 Tor), Marko Gäbler (0), Felix Socke (2) oder Torwart Robert Ide mit von der Partie. Sogar Steve Däumel (3) war nach langer Zeit wieder mit dabei. Und, einen Gregor Glathe (8) bekamen die Gastgeber nie in den Griff. So ist trotz allem und bei dünn besetzter LHV-Bank der Auftritt der Pulsnitzer Youngsters beachtenswert und nicht hoch genug  einzustufen. Dass diese Hoyerswerdaer nicht so im Vorbeigehen zu bezwingen waren, zeigte auch der teilweise enge Spielverlauf deutlich auf. Schon zu Beginn drehten die Gäste das schnelle 3:1 durch vier Tore in Folge. Erst in der 20. Minute konnten die Pulsnitzer mit 7:6 wieder die Führung zurück holen. Erst nach dem 8:8 in der 24. Minute wurde eine Vier-Tore-Führung zur Pause herausgeholt. Nach dem Wechsel machten die Zusestädter schnell den Anschlusstreffer zum 13:12. Die Steigerung der Pfefferkuchenstädter danach brachte sukzessive eine klarere Führung und vom 19:16 zum 23:16 die Vorentscheidung. Auch wenn die Gäste nie locker ließen, brachten die HSV-Männer den knapper werdenden Vorsprung über die Zeit. Vor allem HSV-Trainer Michael Schwenke war letztlich zufrieden und meinte: „In der letzten Saison hatten wir zweimal gegen den LHV verloren, wir wollten dem näher kommen und ihn wenigstens ärgern. Zudem hatten wir den Vorteil, schon ein Spiel absolviert zu haben, die Gäste noch keines und wir hatten eine vollere Bank gegenüber denen. Am Anfang spielten wir unheimlich stark in der Abwehr. Aber vorn wurden zu viele Bälle weggeworfen oder Robert Ide im Tor parierte die Würfe reihenweise. Positiv zu vermerken, dass auch wir mit Kevin Hoppe einen super Keeper aufbieten konnten. Bei uns klappten alle Wechseloptionen prima und alle fügten sich ordentlich ein. In der Abwehr ist Oliver Lüttke auf der Spitze besonders positiv zu nennen, der die gegnerischen Angreifer effektiv störte und ein tolles Pensum absolvierte. Nach dem 8:8 haben wir uns gefangen, schnell und gut gespielt und gut geworfen. Links halb machten William Thomschke und Kenny Kasper ihr Ding super. Der junge Franz Johne war sehr aufgeregt und hatte zuvor schon ein schweres A-Jugendspiel hinter sich. Auch gut fügte sich Florian Drabant auf der Mitte ein und sorgte da für Entlastung von Marco Liese. Gut bekam uns auch, dass John Eppendorfer wieder mitwirken konnte. Die Torerfolge waren diesmal gut verteilt, aber Kritik muss ich an der Chancenverwertung üben. Von sechs Strafwürfen machten wir nur vier rein – Hoiwoi gar nur zwei von fünf – und auch sonst mussten wir aus den Chancen mehr machen.“ Am Ende standen der mannschaftlich erkämpfte Erfolg und die Freude darüber bei Spielern und Fans. Die nächste Partie wird nicht einfacher, sollte in Sohland aber mit konzentrierter Leistung weitere zwei Zähler bringen können.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Herms; Liese (6/1), Thomschke (2), Johne, Lüttke (2), Drabant (2), Eppendorfer (4/1), Schöne (2/2), Kasper (2), Küster, Schulze (4), Richter und D. Schwenke.

Eberhard Neumann


Einen Kommentar schreiben