Beim klaren Auswärtssieg von 30:23 (14:7) der HSV-Männer gegen Cunewalde/Sohland in Sohland lassen die Gäste dem Gastgeber keine Siegchancen.

Das war wirklich ansehnlich für die eine und beinahe mehr als frustrierend für die andere Seite wie die Pulsnitzer Gäste mit Schwung und Konzentration in die Partie starteten. Innerhalb von zehn Minuten entschieden sie praktisch das Spiel für sich Mit 6:0 führend, nutzte den Sohlandern auch die frühe Auszeit in der siebenten Minute wenig, denn nach dem eigenen Ballverlust legten die HSV-er nach. Erst in der 13. Minute konnte der Gastgeber erstmals einnetzen, kassierte aber gleich den nächsten Gegentreffer. Überragende Spieler dieser Anfangsphase waren zwei Youngster der Gäste. Der 17-jährige Franz Johne hatte bis zum 0:7 immerhin drei Treffer beigesteuert und war kaum zu stellen. Der andere war Colin Herms, der bis zum ersten Sohlander Treffer bereits fünf Paraden zeigte. Und dazu gesellte sich als bester Aktivposten Marco Liese, der nicht nur toll Regie führte, sondern auch selbst torgefährlich wurde und kaum zu halten war. Er war letztlich auch bester Werfer beider Teams bei acht Feldtoren und fünf Siebenmetern. Aufbauend auf der konzentrierten Anfangsphase kontrollierten die Gäste die Partie beinahe nach Belieben und zeigten auch kaum Probleme mit dem Haftmittelverbot. Trainer Michael Schwenke war happy: „Unser Training ohne Wachs hat sich heute super ausgezahlt. So hatten wir auswärts gleich einen guten Start. Aus der relativ bescheidenen Personalsituation machten wir zudem das Beste. Dank an die Spieler der zweiten, die schnell vom Spiel in Cunewalde rüber kamen. Trotz allem legten die anderen konzentriert los und spielten auch die zweite Welle konsequent durch. Nicht ganz so gut wie gewollt kamen wir aus der Pause. Da ließen wir zu viel zu und der Gastgeber kam zum 10:15 und 11:16. Letztlich konnten wir uns aber einige Schwächephasen leisten und locker runter spielen. Immer wieder konzentriert anziehend, wurde der Vorsprung ausgebaut. Beim 12:22 war das Spiel endgültig entschieden. Dazu haben wir zeitweise auch einige der Ballgewinne nicht genutzt. Durch die sichere Abwehr kamen wir nie richtig in Bedrängnis. Auch die zuletzt teilweise gespielte 3:3-Abwehr funktionierte gut. Auch wenn ich aus der insgesamt tollen Mannschaftsleistung weiter keinen herausheben möchte, so will ich Franz Johne loben. Der hat nach seinem durchwachsenen Beginn der Vorwoche die Nervosität abgelegt und ein tolles Spiel gezeigt. Dazu spielte auch Kenny Kasper wieder sehr solide, vor allem in der Defensive. Und über die Leistung von Marco Liese muss kein weiteres Wasser in die Spree gegossen werden.“ Am heimatlichen Gewässer hatten die Gastgeber diesmal wenig Gegenmittel zu bieten, obwohl ihnen der nötige Kampfgeist nicht abzusprechen ist. Sie zeigten da auch in einigen Phasen, dass sie nach dem eklatanten Rückstand am Ende etwas unter Wert geschlagen wurden. Für Pulsnitz kann es so weiter gehen, was auch für das nächste Spiel gilt. Die Gegner sind nun natürlich vor den Stärken und der Flexibilität der jungen Truppe gewarnt, können sich aber auch auf deren weitere Steigerungsmöglichkeiten gefasst machen. Ein anderer Gradmesser als bisher steht dem HSV im nächsten Heimspiel mit Koweg Görlitz II bevor. Gegen den Tabellenvierten wird das schwieriger als bisher. Zu Hause verlor der immerhin nur gegen Bernstadt und kassierte da die einzigen Minuspunkte. An den Fans wird es auch liegen, wie sie die Vorgaben des Teams annehmen und noch zahlreicher und geschlossener hinter dem stehen. Vor allem die jungen Leute brauchen die Unterstützung.

Pulsnitz spielte mit: Roth, Herms; Liese (13/5), Johne (5/1), Lüttke (1), Drabant (n.e.), Schöne (1), Kasper (1), Küster, Schulze (4), Richter (3) und M. Scholze (2).

Eberhard Neumann


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