Sehr souverän und deutlich sichern sich die HSV-Männer einen 40:22 (24:13)-Erfolg in heimischer Halle gegen die schwachen Radeberger.

So hatten sich das die Gastgeber an diesem Tage allesamt vorgestellt. Alles, was zu Hause in der Hempelstraße spielte, konnte nicht nur gewinnen, sondern zugleich die jeweiligen null Verlustpunkte sichern. Damit sind die zwei höchstklassigen Männerteams auch noch Tabellenführer ihrer Ligen. Die erste Mannschaft gewann also nach der zweiten (32:27 gegen BSV Görlitz) sowie nach den Frauen (21:13 gegen Neugersdorf II). Neben den genannten sowie der männlichen A- und der C-Jugend sind nun auch die Frauen das sechste verlustpunktfreie Team des Vereins. Natürlich lag das Hauptaugenmerk des Interesses auf dem Spiel der Bezirksliga-Männer und da war nichts anderes als der Heimsieg zu erwarten. Vor endlich gut besuchter Halle ließ das Team von Michael Schwenke gegen Radeberg II dann auch nichts anbrennen. Dass die Partie kein spielerisches Highlight wurde, lag ganz besonders auch an den Gästen, die den Gastgebern diesmal nie das Wasser reichen konnten. Dabei wurde der schnell erzielte Vorsprung sukzessive auf elf Tore  Differenz bis zur Halbzeit ausgebaut. Das alles erlaubte Trainer Michael Schwenke schon frühzeitig gezielt durchzuwechseln. In der zweiten Hälfte nicht mehr ganz so souverän und konzentriert wie zu Beginn agierend, wurde da dennoch die Differenz weiter erhöht. Mehrfach gelang das mit 13 Toren Unterschied (wie zum 28:15; 29:16; 33:20), der bis zum höchsten Abstand von 17 Treffern (38:21)  zum 18-Tore-Endabstand ausgedehnt werden konnte. Die tollste Aktion, selbst die Fans überraschend, war der aktive Mannschaftskreis der Radeberger zu Spielbeginn mit dreifachem Brüller. Das und der gute Saisoneinstieg mit 4:2 Punkten bei Siegen über Rietschen und Cunewalde/Sohland mahnten die Gastgeber eher zu Vorsicht als zu einem leichten Spiel. So wie das Publikum letztlich zufrieden war, zeigte sich auch Schwenke, der vor dem Anpfiff noch die verdienten Team-Eins-Akteure Tobias Liebschner und Daniel Schwenke ehrte und verabschiedete: „Mir war es ein Bedürfnis, den beiden für die vielen gemeinsamen Jahre zu danken. Wir wollten ihnen auch zeigen, dass sie unbesorgt der aktuellen Formation vertrauen können. Grundsätzlich bin ich erst einmal auch zufrieden über die 10:0 Punkte. Auch der sehr sichere Sieg gegen Radeberg klingt sehr gut, aber der war eher durchwachsen. Unsere Stärken waren das schnelle Spiel und die gut ausgespielte zweite Welle. Die Abwehr funktionierte ebenfalls recht ordentlich. Bei dem erarbeiteten Abstand konnte ich zeitig durchwechseln, auch wenn das Spiel dabei zeitweise ins Stocken geriet. Alle sollten ihre Spielpraxis erhalten, obwohl nicht jeder Normalform erreichte. Letztlich war es trotz sicherem Sieg dann doch kein schönes Spiel, auch weil wir uns mit Fehlwürfen und Fehlern nach vorn dem Gegner zu sehr anpassten. Zum Schluss bot ich wieder die stärkste Truppe auf und schon wurde das Ergebnis ausgebaut. Toll für den sehr gut reingekommenen Colin Herms im Tor, dass er mit dem 40. direkt verwandelten Tor den Endstand erzielte. Jetzt allerdings kommen nun die schwereren Spiele und da werden wir sehen, was die zehn Punkte wert sind. Dazu müssen wir uns weiter stabilisieren, auswärts geschlossener auftreten und die Fehler minimieren. Dafür arbeiten wir an besserer Konzentration und ballorientierterer Abwehr, wenn es hart auf hart zugeht.“ Punktzahl, Spielweise und Flexibilität stimmen allemal optimistisch für die nächsten Aufgaben ab Ende Oktober. Richtig schwer und interessant wird es dann ab Mitte November gegen Bernstadt sowie später gegen Schleife und Oberlichtenau.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Herms (1); Liese (7/4), Thomschke (3), Johne (1), Lüttke (6), Drabant (1), Eppendorfer (5), Schöne (4), Kasper (1), Küster, Schulze (6), Richter (2) und M. Scholze (3).

Eberhard Neumann


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