Nach den leider zwei geschenkten Punkten von Friedersdorf und dem Auswärtssieg von vor zwei Wochen, wusste die zweite Pulsnitzer Männermannschaft inklusive Trainer Weißenfeld immer noch nicht so recht, wo sie nun eigentlich stand.

Am Sonntag erwartete man nun zuhause den ungeschlagenen Tabellenführer BSV Görlitz. Das dies kein Spaziergang werden würde, war C.Weißenfeld aus den letzten Jahren bewusst, da der BSV immer oben mitgespielt hat. Auf Seiten des HSV fehlten mit Oliver G. und Felix T. zwei Jugendspieler und Alexander R. verletzungsbedingt. Mit Stanley N. und Sebastian W. stießen zwei wichtige Spieler endlich zur Mannschaft dazu. Kurzfristig fiel Sandro G. krankheitsbedingt aus, weswegen der Trainer, auch aus Respekt vor dem Gegner, Routinier Jens Mager nachnominierte. Man ging also mit dem unbekannten Luxus von 14 Leuten auf dem Protokoll in die Partie.
Auf Seiten des BSV sah die Situation anders aus. Da fehlten einige wichtige Leistungsträger, was dem Spiel der Görlitzer auch anzumerken war.

Nach Ansprache von Trainer Weißenfeld startet man pünktlich 14 Uhr mit gehörigem Respekt in die Partie.

Die Anfangsphase war auf beiden Seiten geprägt von einem vorsichtigen Abtasten und langen Angriffen. Die Pulsnitzer stellten um Deckungschef D. Schwenke eine solide Abwehr, die vorrangig durch 1 gegen 1 Aktionen und Kreisläuferspiel des Gegners überwunden werden konnte. Spürbar hier war die fehlende Eingespieltheit und Absprache im Pulsnitzer Deckungsverbund. So ging es über die Spielstände 3:3, 5:5 zur ersten kleinen Führung für die Hausherren beim 8:5. Bereits jetzt wechselte Trainer Weißenfeld punktuell, um allen Spielpraxis zu geben und mit frischen Beinen Akzente zu setzen. Das große Manko im Spiel der Hausherren? Ballgewinne in der Abwehr wurden oftmals in Fehlpässen und technischen Fehler wieder hergeschenkt. Die hohe Fehlerquote zog sich wie ein roter Faden durch das Pulsnitzer Spiel. Und so ging man nur mit einem 15:12 in die Pause.

Die vermehrten Ballverluste in der Vorwärtsbewegung wurden auch in der Halbzeitansprache von Trainer Weißenfeld nochmal intensiv thematisiert – leider mit Recht wenig Wirkung.

Die Neißestädter kamen mit mehr Schwung aus der Halbzeit und verkürzten sofort auf 17:16. In dieser Phase konnte Routinier Jens Mager seine ganze Klasse ausspielen. Er hielt die Hausherren mit 5 Toren in 13 Minuten fast im Alleingang im Spiel. In der darauffolgenden Auszeit wurde nochmal nachjustiert, was Wirkung zeigte. Vor allem S. Weißbach mit seiner Schnelligkeit und 1 gegen 1 Stärke wusste nun zu überzeugen und verwertete einfache Ballgewinne in Tore. Was aber auch an der guten Mittelblockarbeit von S. Nitzschner und D. Schwenke lag. Somit enteilte man dem BSV bis auf 28:20.

In der Schlussphase wurde auf Pulsnitzer Seite die Spielzeit auf alle Akteure verteilt, wodurch ein kleiner Bruch ins Spiel kam. Gefährlich wurde es aber zu keiner Zeit mehr. Das Endergebnis von 32:27 stellte Trainer Weißenfeld zufrieden – über die 14 technischen Fehler muss im Training gesprochen werden. Wäre Görlitz in Bestbesetzung angereist, hätte allein dieser Fakt einen Punktverlust bedeuten können. Wo der HSV 2 nun in der Ostsachsenklasse spielerisch wirklich steht, weiß so Recht noch keiner einzuschätzen. In der Tabelle vorübergehend erstmal ganz oben. Aber das ist eine klare Momentaufnahme!

Wir wünschen dem Gästespieler S. Bertram, der sich bei einem fairem Zweikampf verletzte, gute Besserung!

Als nächstes geht es wieder gegen Görlitz, dann aber gegen den Aufsteiger des NSV Gelb-Weiß Görlitz 2 der als absolute Unbekannte nicht einzuschätzen ist. Für die Pulsnitzer geht es weiter darum sich einzuspielen, das Tempo zu erhöhen und Fehler zu reduzieren. Auch in Görlitz sollte man punkten, um einen Mittelfeldplatz am Saisonende vorzeitig zu sichern.

Es spielten:
Colin Herms (Tor), Lucas Hommel (1), Maximilian Krahl (1), Martin Kasper (3), Jens Mager (5), Ronny Schäfer (3), Sebastian Weißbach (7), Florian Drabant, Eric Küster (6/1), Sascha Schmidt, Maurice-Pascal Ludwig (1), Daniel Schwenke (3), Roberto Johne (1/1) und Stanley Nitzschner (1)


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