Beim NSV Gelb-Weiß siegt der HSV mit 29:26 (17:13) unangefochten und hätte von den Spielanteilern her klarer gewinnen müssen.

Christian Weißenfeld musste an die Seitenlinie und auf der Bank Trainer Michael Schwenke vertreten, der aus privaten Gründen verhindert war. Dass er das kann, beweist er wöchentlich mit seiner zweiten Mannschaft. Die hatte er auch schon im Vorspiel zum klaren 33:23-Auswärtssieg gegen NSV II geführt. Froh war er dann auch, dass er dem Trainer einen Sieg mitgeben konnte.  Der wurde gefühlt auch problemlos erarbeitet, obwohl zudem wieder viel gewechselt und probiert wurde.  Natürlich war Weißenfeld vorher auch sehr vorsichtig und gewarnt durch die Vorjahrs-Pleite beim NSV und hatte keinen Spaziergang erwartet: „Das war das erwartet schwere Spiel so wie schon in der letzten Saison.  Diesmal war das Team aber besser darauf eingestellt. Wir hatten vor allem ein körperlich robusteres Auftreten gefordert. Oliver Lüttke überzeugte dabei auf der Spitze wie meist zuvor schon. Von Beginn an spielten wir in der Abwehr somit ein 5:1 und nahmen Michael Gräber raus. Der konnte dennoch zu oft einnetzen. Da wir trotz allem hinten zu Beginn noch Abstimmungsprobleme hatten, war es bis zum 4:4 eng. Danach kamen wir besser ins Spiel und konnten uns bis auf 11:6 absetzen. Bei guter Abwehr forcierten vor allem Marco Liese und John Eppendorfer das Tempo und wir spielten erfolgreicher nach vorn.“ Auch wieder ein kleiner Knick im Spiel danach konnte erfolgreich überspielt werden. So konnte nach kurzer Stagnation mit hohem Tempo ein Sieben-Tore-Vorteil erzielt werden. Bis zur Halbzeit aber ging der wieder verloren und wurde auf vier reduziert. Auch nach dem Wechsel setzte sich erst einmal die Flaute der Pulsnitzer fort, ohne das Spiel aus der Hand zu geben. Das veranlasste Weißenfeld zu weiteren Spielerwechseln und Änderungen im System: „Uns unterliefen in der Folgezeit einige Fehlentscheidungen im Angriff und dazu Fehlwürfe. Auch hinten waren wir nicht stabil genug. So kam auch Kevin Hoppe für die letzten 20 Minuten ins Tor. Ich wechselte weiter durch, nachdem er mit einigen Paraden unsere 27:20-Führung vorbereitete. Dabei unterliefen wieder einige unnötige Ballverluste und mehrere sinnlose Zeitstrafen brachten uns in doppelte Unterzahl. Wir kamen etwas ins Schwimmen, aber das Spiel schien nicht verlierbar. Wir haben uns so letztlich unter Wert verkauft. Aber entscheidend ist der Sieg, weil wir einfach besser und dominanter auftraten. Es war ein souveräner Erfolg mit überragenden Liese und Eppendorfer, noch höher wäre okay gewesen.“ Damit sagte der Interimscoach das, was allgemein sichtbar war. Darauf hatte auch die frühe Rote Karte gegen den Görlitzer Ronny Blümke nach 37 Minuten keinen entscheidenden Einfluss. Die Gäste konnten mit der größeren Frische und dem unbedingten Siegeswillen alle eigenen Probleme ausgleichen und den immerhin sechsten Saisonsieg einfahren. Das bringt weiterhin verlustpunktfrei die Tabellenführung, wobei es dahinter weiter eng bleibt. Das kann auch in den kommenden Spielen mit Konzentration und Kampfstärke untermauert werden. Zunächst geht es im Punktspiel zu Hause gegen Obergurig und danach in Bad Muskau gegen Sagar. Erst dann folgen die Spitzenspiele gegen Bernstadt und Schleife. Dazu zählt dann auch das Pokalspiel ebenfalls gegen Schleife.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Herms; Liese (11/5), Thomschke (1), Johne, Lüttke (3), Drabant (1), Eppendorfer (7/1), Schöne (1), Kasper (1), Schulze (3), Richter (1), M. Scholze und D. Schwenke (n.e.).

Eberhard Neumann


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