Mit einem klaren 43:18 (20:10)-Heimerfolg starten die HSV-er erfolgreich in die Rückrunde der Bezirksligasaison 18/19.

Sicherlich stand diesmal für viele nur die Frage wie und vor allem in welcher Höhe der Spitzenreiter gegen den Tabellenletzten gewinnen würde. Das schien auch eine große Zahl des sonstigen Publikums davon abzuhalten, das Spiel persönlich zu besuchen. In der Adventszeit bestehen ja ohnehin auch viele andere Möglichkeiten der Betätigung. Immerhin hatten die Pulsnitzer denen freien Eintritt zugesagt, die mit Weihnachtsmannmütze erscheinen würden. All das führte aber zu spärlicherem Besuch als erhofft. Dennoch brannten die Männer von Michael Schwenke darauf, nicht nur ein gutes Spiel zu machen, sondern auch wieder etwas fürs Torverhältnis zu tun. Gegen zeitweilig etwas überfordert erscheinende Gäste war das dann auch keine zu große Aufgabe und das ließ dem Trainer auch noch viele Möglichkeiten des Probierens. Vor allem die jungen Spieler bekamen so ihre Einsatzzeiten, und die nutzten sie auch weidlich zur Freude der Fans. Viele Minuten lang standen die Youngsters mit nur einem Routinier auf der Platte und im Fokus. Ging es in der ersten Hälfte noch etwas zerfahren und ausgeglichener her, so waren sie in der zweiten kaum noch zu bremsen. Im Übereifer wurden sogar eine Menge guter Möglichkeiten liegen gelassen, so dass die Torquote auch gut und gern über 50 sein konnte. Das ist vielleicht das einzige Manko, denn in schwereren Spielen kann sich das schnell rächen und ins Gegenteil verkehren. Diesmal jedenfalls konnten sich alle über einen tollen Erfolg freuen und auf das letzte Spiel des Jahres am kommenden Sonntag hoffen. Auch der Trainer war im Wesentlichen einverstanden mit dem Ergebnis und damit, wie es dazu kam: „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Gegen so einen Gegner könnte man nur verlieren, aber heute war das nicht der Fall. Der Sieg war von allen erwartet und es ging wohl nur um die Höhe. Das war eine Bürde, die gut abgetragen wurde. Anfangs, als Rietschen noch fit war, hatten wir einige Probleme, sind dann aber gut reingekommen. Die zweite Formation ist dann auch besser geworden und es wurde in ungewohnter Besetzung in der zweiten Halbzeit auch besser gespielt. Wir sind aber auch nie an unsere Grenzen gegangen und haben trotzdem einen hohen Sieg eingefahren. In Halbzeit zwei boten wir auch eine gute Torhüterleistung und die Tore waren am Ende gut verteilt. Es war ein lockerer Heimsieg vor dem wichtigen Derby mit Oberlichtenau, auf das sich alle freuen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass in der zweiten Hälfte die Vorgaben besser umgesetzt, weniger Fehler und mehr Tore gemacht wurden. Wir sind den Ansprüchen und Erwartungshaltungen gerecht geworden. Das war, denke ich, auch etwas fürs Publikum.“ Somit haben sich die Pulsnitzer gut für das Derby eingeworfen. Jetzt liegen die Erwartungen bei Fans und Publikum, die die Hallen füllen und rocken sollen. Die Teams werden das Ihrige dazu beitragen. Als endgültiger Jahresabschluss kann das nur noch ein weiteres großes Highlight sein. Gastgeber SGO wird dazu das nötige sicher beitragen. Für beide ist die bisherige Serie ohnehin schon eine recht erfolgreiche. Im Spiel gegen Rietschen lagen die Gastgeber erst einmal mit 0:2 hinten und hatten bis zur achten Minute arg zu kämpfen, ehe sie die Partie an sich reißen konnten. Dann aber wurde der erarbeitete Vorsprung sukzessive ausgebaut und dem Gast keine weitere Chance gelassen. Einige der jungen Spieler wie Felix Richter und Kenny Kasper kamen nach den anfänglichen Anlaufschwierigkeiten erst später richtig in Fahrt. Das war bei Marco Schulze und John Eppendorfer nie der Fall, die sofort ihre Routine ausspielten. Zudem wurde Marco Liese geschont, der eher einen der geruhsameren Nachmittage erleben durfte. Und Oliver Lüttke war wieder (auf der) Spitze, oft als einziger Älterer unter den Jungen Wilden.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Herms; Liese (1), Thomschke (3), Johne (5/1), Lüttke (6), Drabant (2), Eppendorfer (9/1), Schöne, Kasper (5), Küster, Schulze (8) und Richter (4).

Eberhard Neumann


Einen Kommentar schreiben