Gastgeber HSV 1923 lässt

den Gästen aus der Lausitz

mit dem klaren 46:30 (22:13)-

Heimsieg keine Siegchance und

sichert das Weiterkommen.

Gewarnt durch die trotz personeller Unterlegenheit imponierende Schleifer Leistung im Punktspiel wollten die Gastgeber nichts anbrennen lassen. Immerhin traten die Gäste nun zum Pokalspiel mit einer etwas größeren Spielerdecke an. Schnell aber zeichnete sich ab, dass es die Gastgeber allein mit Marcel Becker nur mit einem wirklichen Gegner zu tun hatten. Da der durch Manndeckung von Beginn an immer wieder aus dem Spiel genommen werden konnte, stach dieser Trumpf der Lok’schen nie richtig. Dennoch war er mit elf Treffern wieder Schooter seines Teams. Allerdings verzeichnete er auch eine Vielzahl von Fehlwürfen gegen einen guten Colin Herms im Tor und die aggressive HSV-Abwehr. So stand ansonsten die Partie ganz um Zeichen der stark aufspielenden Gastgeber. Nur bis etwa zur 20. Minute hielten die Gäste beim 13:10 die Partie offen. Mit dem Kurz-Einsatz von Torwart-Oldie Thomas Bauer und von dem parierten Siebenmeter gegen Becker erhielt die Partie scheinbar den nötigen Aufwind. Die Gastgeber setzten sich nun bis zur Pause sukzessive ab. Nach dem Wechsel setzten sie mit noch höherem Tempo die Gäste immer mehr unter Druck und stellten früh mit Tor-Stafetten die Begegnung auf Sieg. Der für den verhinderten Coach Michael Schwenke amtierende Christian Weißenfeld konnte sich dann auch über einen klaren Erfolg freuen: „Wir sind mit der Erwartung ins Spiel gegen Schleife gegangen, dass die Gäste so wie im Punktspiel gegenhalten würden. Wir hatten uns somit auf ein schweres Spiel eingestellt. Die Gäste sind dann auch Tempo und die Spielentwicklung 15 bis 20 Minuten stark mitgegangen. Unsere Abwehr stand da nicht so wie gewollte und wir kamen nie richtig in die zweite Welle. Im Angriff wurde das Positionsspiel durchschlagskräftiger und immer besser. Nach unserer Auszeit forderte ich mehr Tempo über die erste und zweite Welle, was dann auch gut umgesetzt wurde. Die insgesamt gute Chancenverwertung in der ersten Hälfte war in Ordnung. Herausheben möchte ich William Thomschke auf Halblinks und Linksaußen. In der zweiten Halbzeit haben wir das Tempo hoch gehalten und so viele einfache Tore erzielt. Die Abwehr stand stabiler und unser Torhüter bekam mehr Bälle zu fassen. Die Angriffsumstellung zielte auf zukünftige Entwicklungen. Zuletzt mussten wir über unnötige Zeitstrafen quittieren, so dass unser Spielfluss stockte. Wir sind weiter und das ist das Entscheidende.“ Nach der schon überzeugenden ersten Hälfte war die Steigerung in der zweiten offensichtlich. Neben anderen ist vor allem der effiziente und tolle Einsatz von Kreisläufer Marco Schulze mit 13 Treffern zu nennen, den Lok nie in den Griff bekam. Die konditionell abbauenden Gäste mussten dann mehrfach Läufe der Gastgeber hinnehmen, die endgültig die Zähne zogen. So wurde nach dem 14. Gegentreffer gleich innerhalb von fünf Minuten nach dem Wechsel durch eine Fünf-Tore-Serie praktisch der Sack zugebunden. Nach dem 15. Gegentor gelangen weitere vier Treffer in Folge. Das schien etwas zu Überheblichkeit zu verleiten, denn mit der Auszeit und dem Rückwechsel auf die Ausgangsformation musste wieder Ordnung geschaffen werden. Meist folgten dann abwechselnd zwei HSV-Tore auf ein Gegentor. Die Schlussphase wurde unkonzentriert gespielt, wohl auch den Zeitstrafen geschuldet. Durch die hohe Führung kamen die Pfefferkuchenstädter nie in Bedrängnis und fuhren einen fulminanten Sieg ein. Die Gäste kamen zuletzt noch zu etwas Ergebniskosmetik, nicht mehr. Den Schwung gilt es nun in die entscheidende Phase der Meisterschaft mitzunehmen, dann dürfte auch da Rang eins möglich bleiben. Im Pokal selbst steht nun die Aufgabe, das Finale zu erreichen. Als Gegner verbleiben Oberlichtenau, Hoyerswerda und Radeberg II oder Cunewalde/Sohland II.

Pulsnitz spielte mit: Bauer, Herms; Liese (5/1), Thomschke (5), Johne (3), Lüttke (5), Eppendorfer (6), Schöne (2), Kasper (4), Schulze (13) und Richter (3).


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