Erwartungsfroh waren die Fans ins Pulsnitzer Sportforum gekommen. Schade, dass wegen fehlender Presse-Vorschau nur wenige davon Notiz genommen hatten. So hielt sich die Unterstützung von den Rängen in Grenzen. Und gerade die hatten die jungen Pulsnitzer gegen den höherklassigen Gegner dringend nötig. Trotzdem nahmen sie ihre Rolle als Außenseiter gegen den Tabellenzweiten der Ostsachsenliga ernst und vor allem engagiert wahr. So entwickelte sich eine durchaus ansehnliche und spannende Partie. Die Gastgeber hielten immer mit und die Begegnung offen. Der Gast kam nie wie gewollt zur Entfaltung und zu einem beruhigenden Mehr-Tore-Vorsprung. Anfangs ließen sich die jungen Pulsnitzer nie abschüttelt, führten selbst und holten mehrfach ein Remis. Erst nach etwa 20 Minuten spielten die Gäste ihre Routine deutlicher aus und setzten sich etwas ab. Aber selbst ein Vier-Tore-Vorteil konnte die Partie nicht entscheiden. Viel zu sehr engten die Gastgeber, vor allem durch doppelte Manndeckung den spielerischen Rahmen der Gäste ein. Die konnten von Glück reden, dass sich die Jungspunde an der Cleverness des Gegners und vor allem der von Torhüter Ide abarbeiteten. Dabei hatte dessen Gegenüber Alexander Roth ebenfalls einen super  guten Tag erwischt und entschärfte manchen Gegenangriff spektakulär. Dennoch schien die Hypothek der vier Tore Rückstand aus der ersten Hälfte schwer zu wiegen. Die Pulsnitzer taten sich schwer, das Spiel wieder in ausgeglichene Bahnen zu lenken. Hoyerswerda hatte beim 17:22 schon kurz nach dem Seitenwechsel seinen größten Vorsprung erzielt. Die nie aufgebenden HSV-Eleven zogen weiter an den Ketten und sich selbst wieder ins Spiel. Bis auf ein, zwei Tore kamen sie heran, worauf die Zusestädter immer wieder eine Antwort fanden. Beim 29:29 und noch fünf zu spielenden Minuten schien die Partie doch zu kippen. Aber die Pfefferkuchenstädter vergaben teils etwas überhastet und der gegnerischen Cleverness nicht gewachsen die möglichen Siegchancen im Schlussspurt. Trainer Christian Weißenfeld war etwas enttäuscht über die knappe Niederlage, nicht über das Spiel seiner Jungs: „Wir waren als Underdog in die Partie gegangen. Mit der Manndeckung auf Socke und Pollack lagen wir richtig. Das hat den Hoyerswerdaern den Spielfluss gekostet. Wir selbst versuchten, hohes Tempo zu gehen. Das gelang phasenweise gut, wurde aber auch phasenweise vom LHV gut und clever unterbunden. Wir haben uns auch über den Kampf ins Spiel gebissen, was ich allen jungen Spielern positiv anschreiben kann. Dennoch haben uns die eigenen vielen Fehler den Sieg gekostet. Das lag auch vielfach mit an  der offensiven Abwehr der Gäste, was uns verunsicherte. Alexander Roth zeigte sich sehr gut im Tor und hielt uns den Rücken frei. Eric Küster und Karl Jung gestalteten unser Spiel im Rückraum ebenfalls sehr gut, auch mit ihren vielen Treffern. Hoyerswerda hatte ab etwa der 45. Minute Probleme, das Tempo weiter mit zu gehen und wir kamen zu schnellen Toren. Zuletzt fehlte uns die Cleverness, um die Gäste in die Verlängerung zu zwingen. Insgesamt war das eine geschlossene Mannschaftsleistung und unser bisher bestes Saisonspiel.“ So können sich die jungen Pulsnitzer immerhin auf ihre Fahnen schreiben, den klaren inFavoriten hart gefordert und fast bezwungen zu haben. In den Punktspielen gilt es nun, da weiter anzusetzen.

Pulsnitz II spielte mit: Roth; Nitzschner, Krahl (5), Gornig, Hommel (1), Johne (1/1), Gräfe (2), Schmidt, Ludwig (4), D. Schwenke (2/2), Jung (7) und Küster (8/1).


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