Die HSV-Männer können den Zweiten der Tabelle, den LHV Hoyerswerda II auswärts mit 32:28 (17:14) in die Knie zwingen und die Spitzenposition ausbauen.

Das war ein hartes Stück Arbeit, dass die Pulsnitzer in der Zusestadt abliefern mussten. Hart im wahrsten Sinne des Wortes waren das Spiel und der erkämpfte Sieg. Die Gastgeber waren ihrerseits absolut nicht gewillt, klein bei zu geben. Im Gegenteil, zeitweilig agierten sie hart, aber nicht unfair, und forderten die Gäste vollständig heraus. Die jungen Pulsnitzer nahmen den Fight an und versuchten mit Ruhe und sehr viel Konzentration die Partie zu bestimmen. Das gelang dann über weite Strecken erstaunlich gut und bewies den gewachsenen Reifegrad des Teams. Nur kurzzeitig ließen sie sich etwas aus dem Konzept bringen, um schnell wieder zur eigenen Performanz zurück zu kehren. Die kritischste Phase war dabei zwischen der 41. und der 48. Minute zu überstehen. Da gelang selbst nichts Zählbares und die Hoyerswerdaer konnten sich vom 20:23 mit vier Treffern in Folge in Führung werfen. Die Auszeit beim da zwischenzeitlichen 23:23-Remis wirkte nicht sofort, aber nach dem nächsten Gegentor durch einige Umstellungen doch entscheidend positiv. Youngster Franz Johne leitete mit erfolgreichem Siebenmeter zum 24:24 die notwendige Wende ein. Insgesamt ebenfalls vier HSV-Tore am Stück brachten dann die wichtige Drei-Tore-Führung zurück. Diese kritische Phase somit überstanden, konnten die Männer von Michael Schwenke die letzten siebeneinhalb Minuten erfolgreich herunter spielen. Der Coach war dann sehr froh, auch durch eigene taktische Maßnahmen das Spiel wieder gedreht zu haben: „Das war das erwartet schwere und wichtige Spiel. Wir wollten das konzentriert und mit wenigen Fehlern angehen. Zudem sollte die zweite Welle nicht konsequent angegangen, sondern besser im Positionsspiel angegriffen werden. Wir waren gleich da und konnten einen Drei-Tore-Abstand herstellen. Das brachte sofort Sicherheit, gute Würfe und ordentliches Spiel unsererseits. Es bedurfte einiger Umstellungen, um das weiter zu bestimmen. Nach seinen fünf Toren bis zum 7:4, zwölfte Minute, wurde John Eppendorfer härter attackiert. Da mussten die anderen übernehmen. Die kurzzeitige Schwächephase kurz vor der Halbzeit überstanden wir gut. Nach dem 14:16 des LHV und zweiter Zeitstrafe für Marco Schulze musste unsere Auszeit Ordnung bringen. Fast mit dem Pausensignal netzte Eppendorfer nochmals ein. Drei Tore vorn waren wieder beruhigend. Nach dem Wechsel konnte ich Schulze nur noch für den Angriff bringen und musste die Abwehr umstellen. Kenny Kasper und William Thomschke dann in der Abwehrmitte, hatten da anfangs Probleme. Nach entsprechender Anpassung machten sie das gut. Der LHV spielt weiter grantig und provozierend, worauf wir immer wieder gut antworteten. Vor allem Franz Johne sprühte vor Selbstbewusstsein und brachte seine drei Siebenmeter im Tor unter. Nach der nächsten Schwächephase musste ich wieder reagieren und stellte ab der 46. Minute im Angriff auf 4:2 um, womit Hoyerswerda nicht richtig klar kam. Zuvor kamen die Gastgeber nach beiderseits doppelter Unterzahl zur einzigen Führung, die wir schnell egalisieren konnten. Am Ende hatten wir weniger Probleme und gute Wurfquoten. Auch unsere Torverteilung passte insgesamt und war gut verteilt. So bin ich grundsätzlich zufrieden, weil alle machten, was vorgegeben war und jetzt der Abstand in der Tabelle vergrößert werden konnte.“ Damit können die Pulsnitzer mit dem Jahresauftakt vollauf zufrieden sein. Neuer Verfolger ist jetzt Bernstadt mit drei Punkten Rückstand, einen vor dem LHV. Die Bank war mit Oliver Scholze und Kevin Hoppe als verletzten Keepern gut besetzt. Dafür hatte sich Oldie Thomas Bauer wieder als Spieler eingebunden. Colin Herms macht seine Sache im Tor aber auch richtig gut, beispielsweise mit vier parierten Siebenmetern. So können nun die nächsten Gegner kommen, nächste Woche Cunewalde/Sohland II in Pulsnitz.

Pulsnitz spielte mit: Herms, Bauer; Liese (5/2), Thomschke (5), Johne (4/3), Lüttke (4), Eppendorfer (6), Schöne (2), Kasper (2), Schulze (4) und Richter.

Eberhard Neumann


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