Mit einem am Ende doch hoch verdienten 35:28 (16:18)-Sieg feiern die Pulsnitz‘-Reservisten einen wichtigen Heimerfolg.

Irgendwie mutete der Heimspieltag der Pulsnitzer etwas komisch an. Da war schon das Spiel von Team drei des HSV durch Absage von Oberlichtenau III in der Kreisliga wegen Personalmangel der SGO ausgefallen und dann erfolgte auch noch sehr kurzfristig in der Bezirksliga die Absage von Cunewalde/Sohland II ans Pulsnitzer Team eins. Das war vielleicht ganz gut so, denn die Parkmöglichkeiten der Gäste in der Pfefferkuchenstadt waren ums Sportforum herum wegen nicht beräumter Flächen sehr minimalistisch. Dennoch hatte die Sohlander Absage einen faden Beigeschmack. Ihre Kollegen aus Cunewalde mit einigen Sohlandern waren immerhin in Pulsnitz angereist und nahmen die Punktspielauseinandersetzung trotz widriger Witterung bei der Anreise wahr. Und Cunewalde liegt teilweise sogar höher als Sohland. Aber alle Mutmaßungen weglassend, wird es für das Bezirksligaspiel ganz schwer, einen Ersatztermin zu finden, da der Plan sehr eng gestrickt ist.

Das ausgetragene Spiel der Bezirksklassenmannschaften hatte mit den jeweiligen Besetzungen auch gleich noch einige Besonderheiten parat. So hatten sich beide Teams mit einigen Spielern verstärkt, die auch in den ersten Mannschaften zum Einsatz kommen. So war nicht verwunderlich, dass die Gäste nach starkem Beginn der Gastgeber das Heft des Handelns übernahmen. Führten die Pulsnitzer nach sechs Minuten schon mal mit 6:3 und fünf Minuten später sogar mit vier Toren, so drehte die SG ab der 21. Minute die Partie. Mehr als zwei Tore Differenz, so wie zur Halbzeit, wurden es dann aber nie. Nach dem Wechsel übernahmen die Pulsnitzer wieder das Kommando, ehe die Cunewalder das lange ausgeglichene Spiel in der49. Minute nochmals kurz drehten. Dann allerdings zahlten sich die taktischen Änderungen des HSV mehr und mehr aus und sukzessive wurde der Vorsprung ausgebaut. Zur Freude von Trainer Christian Weißenfeld machten seine Jungs letztlich vieles richtig und holten diszipliniert und kämpferisch den nächsten Heimerfolg. Er gab folgendes Statement ab: „Wir kamen gut ins Spiel und sorgten in den ersten sieben Minuten mit guter Abwehr und Tempo für einige Tore. Nachdem Cunewalde umstellte, gab es bei uns einen kleinen Abriss. Mit der auf Manndeckung auf Karl Jung umgestellten Defensive bekamen wir einige Probleme. Ohne die Führung von Jung auf der Mitte wurden zu viele überhastete und unvorbereitete Würfe genommen. Durch einige technische Fehler, Ballverluste und Fehlwürfe bekamen wir bis zur Halbzeit keinen Zugriff mehr in der Abwehr und aufs Spiel. Auch die Umstellung des Angriffs auf 4:2 fruchtete nicht. Nach der Pause konnten wir dann mit der 5:1-Abwehr den Gäste-Spielfluss stören und Ballgewinne erzielen. Über William Thomschke fanden wir sehr gut ins Tempospiel zurück. Der leitete dann auch auf Rückraum-Mitte unsere Angriffe. Aggressiver und durch Tempo gelangen Ballgewinne, was wieder zu mehr Sicherheit führte. Fehler und Fehlwürfe wurden erheblich reduziert. Insgesamt bin ich mit dem Spiel zufrieden. Wir müssen daran arbeiten, besser gegen verschiedene Deckungssysteme aufzuspielen. Meinen Jungs gilt großer Respekt, dass sie ins Spiel zurückgefunden und kämpferisch alles gegeben haben.“ Erwähnenswert ist, dass sich alle HSV-Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Elf Torschützen waren sicher auch ein Plus gegen sieben der Gäste, bei denen der Ex-Pulsnitzer Felix Drescher mit neun Toren Tagesbester war. Damit bleiben die Pulsnitzer in der Spitzengruppe, haben jetzt erst wieder eine Woche frei, ehe es am 17. Februar zum Spitzenspiel mit dem BSV nach Görlitz geht.

Pulsnitz II spielte mit: Roth, Herms; Nitzschner (2), Kaspar (4), Krahl (5), Jung (6/1), Küster (2), Hommel (2), R. Johne (3), Grafe (2), Schmidt (1), Kasper (3) und Thomschke (5).

Eberhard Neumann


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