Sonntag, 17.03.2019, 13:45 Uhr – Abfahrt zum Spitzenspiel unserer Liga. Ziel: Kamenz.

Hier empfing uns der derzeitige Tabellenerste, die Männer des HVH Kamenz. Mit nur einem Punkt Vorsprung auf uns, den Tabellenzweiten, war klar, dass es heute heiß hergehen würde. Kamenz war ganz klar der Favorit des heutigen Tages und viele äußerten im Vorfeld des Derbys, dass wir nicht viele Chancen auf einen Sieg hätten. Nur durch ein Tempospiel und einer sicheren Abwehr wäre der Favorit zu knacken. Im Stellungsspiel hätten wir keine Chance gegen die Männer des HVH, da sie uns in puncto Erfahrenheit weit voraus sind. Aber bange machen gilt nicht! Wir hatten hart trainiert und uns gut auf dieses Spiel vorbereitet.  Im Angriff den Ball schnell machen, in die Tiefe gehen und unsere Chancen sicher im gegnerischen Tor unterbringen. In der Abwehr muss eine kompakte „Wand“ stehen. So und nur so hätten wir eine Chance.

15 Uhr – los ging`s. Und es begann eigentlich ganz gut. In der 6. Minute stand es 4:3 für den Gastgeber, 5 Minuten später 7:5… Also alles noch offen. Ein paar Mängel in unserer Deckung waren der Grund, weswegen die MV des HSV 1923 ihre erste Auszeit nahmen. Hier kam ganz klar die Ansage, dass die Deckung kompakter stehen und auf den Gegner herausgetreten werden muss. In der Hoffnung, es wird nun besser, ging das Spiel weiter. Leider nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Denn auch die Kamenzer spielten ein recht hohes Tempo und ließen keine Chance liegen. Immer wieder waren es Würfe aus der zweiten Reihe, die dem HVH Torerfolge sicherten. Dazu kam jetzt auch unser altes „Leiden“ – unsere Chancenverwertung. Bei einem Stand von 20:14 für die Kamenzer kam dann der Halbzeitpfiff der Schiedsrichter.

In der Kabine sah man schon einige hängende Köpfe. Da bedurfte es erst einmal eines klaren „Kopf hoch!“ durch die Trainer. Ein Spiel dauert 60 Minuten! Aber eines war auch klar: wenn wir jetzt nicht Vollgas geben und genau so spielen, wie wir uns es eigentlich vorgenommen hatten, gehen wir heute unter. Also aus einer stabilen Abwehr mit viel Tempo nach vorn, viel Druck auf die gegnerische Abwehr machen, in die Tiefe gehen und jeden Ball sicher im Tor unterbringen.

Und genau das geschah. Doch leider nicht bei uns, sondern seitens der Kamenzer. Wir selbst taten genau das Gegenteil.  In den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit gelangen uns gerade mal 4 Tore bei 12 Fehlwürfen! Und auch in der Abwehr funktionierte nur noch wenig so richtig. Folgerichtig kam in der 48. Minute unsere 3. Auszeit. Bei einem Stand von 32:19. Wir hatten also bis dahin nur 5 Tore geworfen, Kamenz hingegen 12! Nochmal an alle der gleiche Appell wie in der Halbzeitpause: Tempo nach vorn, die Abwehr kompakt. Ein Sieg war natürlich in weite Ferne gerückt, jetzt galt es, das Gesicht zu waren. Es wurde ein wenig besser, aber noch lange nicht gut. Am Ende hieß es 39:28.

Riesen Jubel beim HVH, hängende Köpfe beim HSV. Wir hatten uns so viel vorgenommen und zum Schluss unser bisher schlechtestes Spiel der Saison abgeliefert. Ein Spitzenspiel nur, weil die beiden Mannschaften der Tabellenspitze gegeneinander antraten. Schade, sehr schade. Da war wesentlich mehr drin. Wir sind eine junge Truppe mit viel Potential aber auch mit viel Lernbedarf. Und heute mussten wir ordentlich Lehrgeld zahlen. Vielleicht haben wir uns von der Cleverness und der großen Erfahrenheit unseres Gegners zu sehr einschüchtern lassen? Jeder von uns weiß, wo heute unsere Defizite lagen und jeder von uns weiß, dass wir das viiiiiel besser können. Und wir werden weiterkämpfen, kämpfen, um den zweiten Platz in der Tabelle zu behalten. Das das nicht leicht wird, ist uns allen klar, denn hinter uns lauert mit Bernstadt der nächste harte Brocken.

Platz 2 – können wir das schaffen? Jaaaa, wir schaffen das!

 

Es spielten: Roberto Johne (2), Maurice Pascal Ludwig, Lucas Hommel (1), Kenny Kasper (7), Maximilian Krahl (2), Sascha Schmidt, Oliver Grafe(2), Martin Kaspar (3), Karl Jung (4), Florian Drabant (2), Max Ziesche (1), Daniel Schwenke (4)

Im Tor: Alexander Roth, Colin Herms


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