Die Pulsnitzer Männer siegen klar und unangefochten mit 29:19 (16:7) im Nachholspiel gegen Cunewalde/Sohland II

Es war wenig erwartet worden von diesem einzigen Spiel der Liga am letzten Sonntag in Pulsnitz. Die zweite, möglicherweise  für noch mehr Interesses sorgende, anschließend stattfindende Partie der Oberlichtenauer gegen Koweg Görlitz II war zuvor abgesagt worden. So war die Zuschauerzahl überschaubar und kaum zu erwärmen durch eine mehr als durchwachsene Bezirksligabegegnung. Beide Teams mussten auf einige, bei Pulsnitz erfahrene, Spieler verzichten. So waren vor allem die Gäste von vornherein eher chancenlos, auch wenn HSV-Trainer zusätzlich auf weitere junge Aktive setzen musste. Die Situation nutzte er auch durch viel Rotieren und Wechsel zum Probieren für die kommenden entscheidenden Spiele. Mit dem 0:1 in der ersten Minute gelang den Oberländern die einzige Führung in der recht einseitigen Partie. Denn danach übernahm der Gastgeber Spiel und Kontrolle. Anfängliche Unsicherheiten wurden immer besser abgestellt nach zehn Minuten hin und her der Vorsprung sukzessive ausgebaut. Das 10:4 in der 19. Minute war bereits so etwas wie eine Vorentscheidung, denn nach dem nächsten Gegentor wurde nie eine geringere Tordifferenz als fünf zugelassen. Anschließend pegelte sich der Vorsprung immer wieder so bei zehn Toren Differenz ein. Bemängelnswert nur, dass die weiteren vorhandenen Chancen nicht effektiver fürs Torverhältnis genutzt wurden. Trainer Michael Schwenke war dennoch sehr entspannt, wertete aus und blickte voraus: „Es war ein Spiel gegen einen Gegner, der schon im Hinspiel (Anm. 30:23) deutlich beherrscht wurde. Wir spielten wieder mit einer ungewohnten Aufstellung und mit weiteren vielen jungen Spielern. So musste anfangs vor allem die Abwehr stabilisiert werden. Das gelang schnell und gut, nur im Angriff kamen nicht gleich die erhofften guten Würfe zustande. Sohland stellte aber auch keine großen Aufgaben mit seinen begrenzten Mitteln. Der Block harmonierte auch immer besser mit dem Torhüter. Nach der Halbzeitpause konnte ich viel durchwechseln und jedem seine längere Einsatzchance bieten. Insgesamt bin ich zufrieden mit der Leistung, da es meine Leute nie knapp werden ließen. Auch wenn wir nicht so abgestimmt wie gewollt auftraten, geht das in Ordnung. Die jungen Spieler überzeugten ebenfalls. Maurice-Pascal Ludwig stand gut im Block und Maximilian Krahl vollendete mit einer riesen Ruhe, ohne Fehlwurf. Die jungen Spieler konnten Spielpraxis nutzen und ich konnte die älteren Spieler schonen. Die zweite war für alle eine Experimentier-Halbzeit. Für die nächsten Spiele baue ich wieder auf eine ordentliche Besetzung.“ Nach dem 18:8 in der 37. Minute wurde der Zehn-Tore-Vorteil permanent gehalten und mehrfach auch bis auf zwölf ausgebaut. Teilweise Ungeduld und unkontrollierte Abschlüsse verhinderten bei ordentlicher Abwehr mit weniger als 20 Gegentoren einen höheren Heimsieg. An der Chancenverwertung muss weiter gearbeitet werden, um in den kommenden Partien nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Auch wenn die nächste nach dem 26:18-Auswärtssieg gegen Sagar als relativ einfach eingestuft werden kann, darf die nicht zu leichtfertig angenommen werden. Danach kommen die entscheidenden drei Begegnungen im April, in denen wenigstens zwei Punkte in Bernstadt reichen dürften für Meistertitel und Aufstieg. Eine spannende Endspielzeit deutet sich an, in der auch zwei Erfolge gegen Oberlichtenau und in Schleife unabhängig von Bernstadt reichen würden. Aber auch das wird schwer genug.

Pulsnitz spielte mit: Herms; Liese (4/2), Ludwig, Krahl (5), Jung (4), Lüttke (4), Drabant (2), Kasper (4), Grafe (1), Schulze (3), Richter (2) und D. Schwenke.

Eberhard Neumann


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