SG Pulsnitz/Oberlichtenau – OSV Zittau 25:23 (14:13)
 
Eine Woche nach dem Heim-Remis gegen Rietschen ging der Kampf um Platz 2 in die nächste Runde. Gewinnt Rietschen zeitgleich zu Hause gegen Obergurig, dann sind beide punktgleich, Voraussetzung eine Niederlage der SG. Umgekehrt wären es die erhofften „big points“. Aber da wartete auf unsere Jungs kein geringerer als der vorzeitige Kreismeister aus dem Dreiländereck. Eine enorme Steigerung zur Vorwoche musste her, um hier Paroli bieten zu können. Wenn die Mannschaft an die Leistung vom 1. Heimspiel gegen Zittau im November letzten Jahres anknüpfen könnte, dann wäre vielleicht wasmöglich. Ja, wenn …….
 
Los ging es mit einem Fehlwurf der SG und der 1:0-Führung der Gäste. Die Nr. 9 der Zittauer, Dreh- und Angelpunkt in deren Spiel, wurde von Anfang an in Manndeckung genommen, was sicher ein entscheidender Aspekt im weiteren Spielverlauf war. Aber auch die gesamte Aufbaureihe ging, im Gegensatz zur Vorwoche resoluter auf die Schnittstelle. Gerade L. Rietschel, letzten Samstag diesbezüglich noch mit „angezogener Handbremse“ unterwegs, hatte wesentlich mehr Zug zum Tor, was auch seine 8 Tore belegen. Und hinten wurde J. Fichte, speziell in Halbzeit 2, zum wichtigen Faktor. Aber auch die Chancenverwertung wurde verbessert, waren es gegen Rietschen nur 60%, gab es heute eine Steigerung auf über 70%. Doch der Reihe nach. Nachdem die SG in der 2. Minute den Ausgleich erzielte, folgte sofort die 2:1-Führung. Die Körpersprache war eine wesentlich bessere als im letzten Spiel. Aber die Gäste blieben dran und konnten in der 8. Minute nach einem Siebenmeter wieder mit 3:4 in Führung gehen. Auch einige technische Fehler der SG favorisierten zwischenzeitlich den OSV Zittau. Beim Stand von 5:5 wurde ein astreiner Kempa von M. Bernhagen als „abgestanden“ weg gepfiffen. Eine der wenigen Fehlentscheidungen der guten Schiedsrichterinnen. So ging es immer hin und her, meist legte der Tabellenführer ein Tor vor und die SG glich im Gegenzug aus. In der 18. Minute dann die erste Unterzahl bei den Einheimischen und die Zittauer nutzten das prompt zur ersten 2-Tore-Führung im Spiel (10:12). Aber die SG ließ sich nicht beirren und erkämpfte bis zur Pause noch eine 14:13-Führung.
 
Für den 2. Abschnitt waren auf alle Fälle noch Reserven in der Abwehrarbeit erkennbar. Die Einstellung und Moral stimmte und jeder in der Halle erwartete eine spannende 2. Halbzeit.
 
Mit Beginn der 2. Spielhälfte glich der Gast wieder aus. Beim Stand von 15:15, nach 30 gespielten Minuten, konnten die Gäste wieder eine Führung generieren. Kurz darauf bestand durch einen Strafwurf die Möglichkeit zur 2-Tore-Führung. Doch der manngedeckte Spielgestalter der Zittauer versuchte es mit einem Heber. Den Braten hatte aber der SG – Torwart gerochen und hielt den Ball. Trotzdem gelangen dem Spitzenreiter diese 2 Tore vor (16:18 / 18:20). Da waren noch 14 Minuten zu spielen. 5 Minuten später stand es wieder 20:20. Jetzt wollten es unsere Jungs wissen und ließen 6 Minuten vor Schluss einen 3:0-Lauf folgen. Die Gäste waren beeindruckt. In der 47. Minute (24:21) konnte L. Gebler mit einem Strafwurf den Deckel drauf machen. Doch nach 3
verwandelten Siebenmetern versagten ihm jetzt die Nerven. In der letzten Minute, beim Stand von 24:22, die Auszeit der SG-Bank. Danach die Entscheidung durch N. Schöne zum 25:22. Das wars. Der 23. Treffer, 10 Sekunden vor dem Schlusspfiff, nur noch Nebensache. Die SG gewinnt durch eine Leistungssteigerung und eine geschlossene Mannschaftsleistung in einem Krimi und holt 2 ganz wichtige Punkte im Kampf um Platz 2. Dem OSV Zittau gebührt die Gratulation zum Kreismeister in der Oberlausitzliga. Jetzt darf man im nächsten Spiel gegen Obergurig nicht patzen, dann ist die Silbermedaille „save“. Erstmal sind 14 Tage Pause. Am 14.04. geht es in Bautzen weiter (Anwurf 12 Uhr). Genügend Zeit sich auf dieses wichtige Spiel vorzubereiten.
(StB)
 
SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit:
T. Richter; N. Schöne (5); M. Zschiedrich (5); N. Voigt; M. Bernhagen (2); L. Gebler (5/3); L. Rietschel (8); M. Demmler; T. Hohmann Im Tor: J. Fichte

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