Erwartungsgemäß gewinnen die HSV-Männer gegen Kreisligist Ohorn mit 42:13 (22:7) deutlich und stehen damit im Halbfinale.

Es war vorher nicht abzusehen wie sich das Treffen David gegen Goliath entwickeln würde. Zu groß waren von vornherein die Unterschiede in allen Belangen. Deshalb sollen gleich zu Beginn die Ohorner Highlights genannt werden. Da kamen immerhin 85 zahlende Zuschauer in die Halle im Pulsnitzer Sportforum – ein kleines Novum und gute Einnahmen für die Gastgeber. In der Halbzeitpause boten sie mit dem Auftritt von Kelly Jentsch, einer Ohornerin und der Deutschen Meisterin in Rollschuh-Showtanz, einen weiteren schönen Höhepunkt. Im Spiel selbst natürlich chancenlos, sorgten die TSV-er jeweils für das erste Tor nach Anpfiff zum Spiel und zur zweiten Halbzeit. Die zu erwartende überaus hohe Klatsche konnte ebenfalls verhindert werden. Und da kommen endlich die Pulsnitzer ins Spiel. Sie taten teils unfreiwillig dem Gastgeber den Gefallen und hielten ihren Sieg in Grenzen. Das war natürlich den vielen vergebenen Chancen im Angriff und Unaufmerksamkeiten in der Abwehr geschuldet. So war das Fazit auch für Trainer Michael Schwenke nicht nur schwer, sondern auch undankbar: „Was soll ich sagen? Wir hatten schon vor dem Spiel gesagt, wir können dabei nur verlieren. Deshalb wollten wir locker aufspielen, schnell nach vorn gehen und besser werfen als zuletzt. Letztendlich bin ich zufrieden wie es gelaufen ist. Am Ende haben wir noch zu viele Gegentore hingenommen, aber bei dem Abstand kann man auch darüber hinwegsehen. Der war jedenfalls standesgemäß und spielgelt die Ligaunterschiede wider. Mein Team war auch deutlich jünger und frischer. Es sollte konzentriert nach vorn gespielt werden. So wurde von Anfang an ein Abstand herausgeworfen und ausgebaut. Bis zur 50. Minute wurde auch sehr gut verteidigt, dann schlichen sich Laschheit und Fehler ein.“ Während die Pulsnitzer nicht an ihre Grenzen gingen, muss den Ohornern Lob sowohl für Fairness und auch den Einsatzwillen bescheinigt werden. Auch trotz der Unterschiede steckten sie nie auf und versuchten mit ihren Mitteln und Möglichkeiten den Gegner zu ärgern. Immerhin war das Viertelfinale im Bezirkspokal für die eine tolle Sache. Jetzt gehen alle in die Weihnachtspause und können sich auf die Spiele im Jahr 2020 freuen. Für die Pulsnitzer wird es nicht ganz so ruhig, denn ihre Ambitionen bleiben auch da erhalten und es ist in der Ostsachsenliga immer noch alles drin. Schwenke sagte zur Übergangszeit Folgendes: „Wir freuen uns auf Weihnachten, wünschen allen von Fans bis Ehrenamtlern und Sponsoren ein schönes Fest und guten Rutsch in 2020. Wir machen auch erst einmal Pause, dann geht es weiter. Wir sind in der Liga noch in der Spitzengruppe vertreten. Das ist weiterer Ansporn vor den nächsten Punktspielen. Bis dahin gibt es viel Training und zwei Testspiele, eines davon gegen ESV Dresden. Wir wollen noch einmal Kondition und Kraft tanken sowie an der Abstimmung arbeiten.“ Damit ist auch ein Ausblick gegeben. Zudem findet am Sonntag, den 29. Dezember ab 16.00 Uhr das alljährliche Gaudi-Turnier statt, zu dem schon jetzt alle Aktiven aus unserem Verein sowie den umliegenden Sportvereinen herzlich eingeladen sind. Ein Glückwunsch des Teams ging auch an die zweite Mannschaft, die sich ebenfalls für das Halbfinale mit einem 26:22-Heimsieg gegen Sohland qualifizierte. Somit kommt es im Februar zur Partie von Team II gegen Team I um den Finaleinzug.

Pulsnitz spielte mit: Herms (1/1); Liese (1), Forke (1/1) Krahl (2), Thomschke (1), Jung (2), Johne (7), Lüttke (8),  Kasper (4), Schulze (8/4), und Richter (7).

Ohorn spielte mit: Berndt, J. Wendt; Winter, Lindner (1), Richter (3/1), Schurig (2).Schneider (2), Gräfe (2/1), Quade, Garten (1), O. Wendt (1), Schölzel (1) und Mägel.

Eberhard Neumann


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