Jan 15

Wie ein Schatten hing der erste Spieltag über dem Saisonbeginn der 2. Mannschaft des HSV 1923 Pulsnitz.  35:22 hieß damals das Ergebnis gegen die „Alten Herren“ des SV Koweg Görlitz. Eine Machtdemonstration der puren Erfahrung aus gemeinsamen Jahren in Verbands- und Sachsenliga. Die junge Pulsnitzer Truppe verlor damals ab der ersten Sekunde den Kopf und auch den Faden. Und heute? …Pünktlich 14 Uhr pfiff das Schiedsrichtergespann die Partie an. Die Pulsnitzer Bank war voll besetzt, zu den etablierten Spielern, gesellte sich nach Stefan Lembke und Marvin Zschiedrich nun noch Nico Schöne hinzu. Das dritte Nachwuchstalent, was man in dieser Saison langfristig an den Kader der M2 heranführen möchte, hat sich nach überstandener Verletzung fit gemeldet. Die Männer von Koweg Görlitz hatten weniger Glück, ihnen fehlten die erfahrenen Spieler Feja, Kuhnt, Rechner und Meißner. Ab der ersten Sekunde entwickelte sich eine spannende Partie auf Augenhöhe mit ausgeglichener Torfolge bis zur Halbzeit. (4:4, 6:6, 10:12, 14:14).  Nur kurz konnten sich die erfahrenen Koweg Männer über ihre Leader Krause und Brendler auf zwei Tore absetzen, ehe die Pulsnitzer sie wieder gestellt hatten. Die Gäste hatten spürbar Probleme das hohe Tempo der Heimmannschaft mitzugehen. Wenn die Herren von der Neiße aber einmal in ihrer 6:0 Abwehr standen, hatten die Pulsnitzer sichtlich Probleme diese zu knacken. Lediglich Martin Kaspar konnte in dieser Phase seine Wurfstärke konsequent ausspielen und die Achse Schwenke – Drabant konnte einige sehenswerte Akzente setzen. Die Halbzeitansprache der Pulsnitzer MV ́s fiel kurz aber zufrieden aus. Man war schließlich voll im Plan und hatte sogar noch Luft nach oben. Fehlwürfe (33%) und technische Fehler/Ballverluste (6x) reduzieren, die Torhüterleistung steigern und noch schneller umschalten. Das war der Plan für die zweiten 30 Minuten und: „…wir wollen weiterhin Spaß haben“. Eine Umstellung in der Abwehr, im Tor wechselte man von Kevin Hoppe auf Alexander Roth und der mittlerweile auf der Rückraummitte beeindruckend aufspielende Max Ziesche, mit seinem bisher besten Männerspiel, waren die ausschlaggebenden Faktoren, durch die sich die Heimmannschaft nun über die Zwischenstände 16:16, 16:18, 18:18, 20:18 bis auf 30:23 absetzen konnte. Während die Pulsnitzer sich auf ihr Tempospiel fokussierten, suchten die Herren aus Görlitz eher die Konversation mit den Unparteiischen, was die Lücken für die HSV ́ler noch größer werden ließ. Am Ende stand ein mehr als verdienter und hart erarbeiteter 32:27 Sieg auf der Anzeigetafel. Somit hält die ansteigende Formkurve bei der M2 an. Nach der knappen Heimniederlage gegen den nun fast sicheren Aufsteiger Cunewalde 2, den Einzug ins Bezirkspokalhalbfinale beim Sieg über Sohland und nun die geglückte Revanche, die wichtig für die Köpfe der Spieler war, geht es tendenziell aufwärts. Nach dem kommenden spielfreien Wochenende, geht es dann Zuhause gegen den BSV Görlitz weiter. Eine weitere Chance der Wiedergutmachung aus der Hinrunde…

Es spielten: K. Hoppe, A. Roth (beide Tor), L. Hommel (2), S. Lembke, E. Küster (7/4), D. Zerbst (n.e.), F. Drabant (3), M. Ziesche (5/2), M. Kaspar (8), O. Grafe (2), S. Schmidt, M. Zschiedrich, N. Schöne, D. Schwenke (5)


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