In Sohland spielen die Pulsnitzer ihren Stiefel beim sicheren 33:20 (17:10) locker zum Auswärtssieg über Sohland/Friedersdorf runter

Diesmal ließen sich die Pulsnitzer Männer nicht von äußeren Bedingungen und Gegebenheiten beeinflussen. Von Beginn an spielten sie das, was sie können, ohne ihre sichtbare Dominanz durch zu viele Fehler mehr als nötig zu strapazieren. Schnell nahmen sie dem Gastgeber den ersten Ball ab und erzielten die drei Tore in Serie zur klaren Auftaktführung. Erst in der fünften Minute ließen sie den Gegentreffer Nummer eins zu. Auch danach schraubten sie den Abstand sukzessive nach oben. Sieben Tore plus nach 15 Minuten ließen bereits die ersten Wechsel zu. Endlich fungierte auch Marco Liese wieder als Kopf der Mannschaft, verwandelte bis dahin souverän die ersten beiden von sechs seiner Siebenmeter, selbst gewonnenen Konter oder brachte mit guten Zuspielen die Mitspieler in Wurfposition. Nach dem 3:10 wurde es bei einigen unnötigen Fehlern der Gäste, die die Gastgeber aber nur zu zwei Gegentreffern nutzten, lauter in der Halle. Bis zum 8:14 und der Auszeit der Gastgeber in der 24. Minute ging es hin und her, ohne Fehler beider Teams. Bis zur Pause passierte dann wenig Änderung oder Aufregendes, was mit klarer HSV-Halbzeitführung endete. Gleich nach dem Wechsel gab es wie zu Beginn einen Pulsnitzer 3:0-Lauf, ehe nach jetzt acht Minuten Sohland der nächste Treffer gelang. In der vielleicht schwächsten Phase der Gäste nach der Pause häuften sich wieder mal die Fehler, aus denen Sohland aber kein Kapital ziehen konnte, weil die Abwehr des HSV gut stand und agierte. Erst ab der 45. Minute fingen sich die Pulsnitzer wieder und spielten ruhiger, die Angriffe länger ausspielend ihr größeres Potenzial herunter. Zwischen der 49. und 57. Minute wurde der Sack mit sechs Toren in Folge endgültig zugebunden. Letztlich war auch der den Coach diesmal vertretende Co. Markus Scholze froh, dass er und das Team die nicht leichte Herausforderung in Sohland klar für sich lösten: „Wir hatten uns vorgenommen, in der Abwehr sicherer und aktiver zu agieren. Wir wollten die Werfer schneller attackieren, Bälle gewinnen und ordentlich in die zweite Welle gehen. Das gelang über weite Strecken sehr gut und so kam unsererseits Ruhe ins Spiel. Ich konnte dann auch schnell wechseln, alle einsetzen, die bis auf William Thomschke vorn alle trafen. Der machte seine Sache auf der Mitte aber gut, nachdem der den dann etwas angeschlagenen Marco Liese ersetzen musste und Praxis auf der Mitte sammeln konnte. Kleine Hänger überstanden wir schnell und spielten weiter das, was geübt wurde. Erstaunlich, dass uns weniger Fehler unterliefen als mit Wachs. Das bedeutet, alle spielten konzentriert und brachten ihre Leistung. Im Angriff wurde diesmal auch geduldiger gespielt.“ Somit war der Auswärtstrip ins Oberland nicht nur vom Ergebnis her eine Leistungssteigerung. Auf die müssen die Pulsnitzer auch in den nächsten Spielen bauen. Zunächst kommt am Sonntag erst einmal Sagar ins Sportforum. Auch da wird eine weitere Verbesserung und Topp-Leistung gefordert. Die Gäste sind nicht zu unterschätzen und mit ihrem Stil oft schwer zu bespielen. Das mussten am Wochenende auch die Neugersdorfer bei ihrer 29:26-Pleite in Bad Muskau hinnehmen. Ein Warnschuss auch für den HSV.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Herms; Liese (7/6), Forke (1), Krahl (3), Thomschke, Jung (2), Johne (4), Ziesche (1), Drabant (2), Schöne (3), Kasper (6), Schulze (3) und Grafe (1).

Eberhard Neumann


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