Jan 28

Sonntag, 26.01.2020, Sporthalle Hempelstraße in Pulsnitz. Das zweite Heimspiel der 2. Männermannschaft des HSV 1923 Pulsnitz in diesem Jahr. Angereist war das Team des BSV Görlitz. Die Görlitzer hatten bisher genauso viele Spiele verloren wie wir. Also eine Begegnung auf Augenhöhe. Naja fast… Hatten uns doch die Neiße-Städter daheim recht deutlich mit 33:27 geschlagen. Bei uns war im Laufe der Saison eine Leistungssteigerung klar zu erkennen. Hatten sich die BSV-ler auch weiterentwickelt? Wir sollten das schon bald sehen.

Pünktlich 14 Uhr war Anwurf. Schon in der ersten Minute konnten wir durch einen sicher verwandelten 7-Meter in Führung gehen. Es war von Anfang an war zu erkennen, dass es heute zur Sache gehen würde. Unseren 2-Torevorsprung machten die Görlitzer schon in der 4. Minute zu Nichte und gingen in der 6. Minute sogar in Führung. Diesen knappen Vorsprung hielten sie dann auch bis zur ca. 17. Minute. An unserer Chancenverwertung lag es bis hierher nicht. Unser Manko war heute unser viel zu langsames Rückzugsverhalten und eine nicht sehr stabile Deckung. Die Görlitzer spielten eine Kreuzung nach der anderen und machten so unsere Deckung etwas nervös. Und wenn wir unseren Angriff nicht mit einem Torerfolg abschließen konnten, nutzten das die Görlitzer aus und kamen ihrerseits mit schnellen Kontern zum Torerfolg. Folgerichtig nahmen die MV`s in der 17. Minute die erste Auszeit. Hier wurde ganz klar gesagt, dass man schneller zurückmuss und sich in der Abwehr nicht von dem Görlitzer Spiel einlullen lassen darf. Und es schien auch zu funktionieren. Schritt für Schritt konnten wir nun unsere Führung ausbauen, die Deckung stand und Alex im Tor rettete uns mit so mancher Parade, sodass wir zum Halbzeitpfiff mit 15:11 führten. Ein 4-Torevorsprung ist beim Handball natürlich nicht sonderlich viel, zumal davon auszugehen war, dass der BSV nochmal richtig aufdrehen würde.

Die Vorgaben für Halbzeit 2 waren somit klar: schnelle Rückzugsbewegung, stabile Abwehr und sichere Chancenverwertung.

Und die Görlitzer begannen, wie erwartet, mit viel Druck. Hatten wir in den ersten Minuten 3 Fehlwürfe, nutzten die Neißestädter ihre Chancen und unser Vorsprung war in knapp 10 Minuten dahin. Schlechte Chancenverwertung, zu wenig Tempo von „hinten heraus“ und zu viele Unkonzentriertheiten unsererseits ermöglichte es den Görlitzern sogar in der 46. Minute wieder die Führung zu übernehmen. Nur 5 Minuten später waren wieder wir die, die führten und weitere 5 Minuten später lag Görlitz wieder 2 Tore vorn. Minute 58: 24:25…. Minute 59: 25:25…. Wenigstens einen Punkt wollten wir uns heute mitnehmen. Die Ereignisse überschlugen sich. Das Spiel hatte in den letzten Minuten an Härte zugenommen. Manchmal agierten die Gäste da nicht sehr fair. Sekunden vor dem Schlusspfiff gelang uns dann das 26:25. Jetzt nur nicht schwächeln! Bange Augenblicke auf der Platte, auf der Bank und auf der Tribüne… dann endlich der Schlusspfiff. Die letzten Sekunden schienen eine Ewigkeit. Heimsieg! Riesen Jubel bei allen – Spieler, Trainer und Fans.

Ja, für die Zuschauer mag so ein spannendes Spiel schön sein, aber schöner… entspannter ist es sicherlich für Spieler und MV`s, wenn es gelingt, den Gegner immer auf Abstand zu halten. Vielleicht gelingt uns das schon im nächsten Spiel!?

 

Es spielten: Marvin Zschiedrich, Sascha Schmidt, Lucas Hommel (1), Stefan Lembke (1), Florian Drabant (4), Max Ziesche (3), Daniel Schwenke (7), Oliver Grafe (5), Dominic Zerbst, Martin Kaspar (5), Roberto Johne, Nico Schöne

Im Tor: Alexander Roth, Kevin Hoppe


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