SG Pulsnitz/Oberlichtenau – OHC Bernstadt   37:24 (16:13)  

Nach der postwendenden Niederlage in Zittau und dem klaren Auswärtssieg gegen Friedersdorf hieß die heutige Ansetzung Erster gegen Zweiter, da Obergurig auch in Zittau verlor und der Zweite Bernstadt 2 Spiele weniger auf dem Konto hat. Um im direkten Vergleich an den Gästen wirklich vorbei zu ziehen, reichte nur ein Sieg mit 7 Toren Differenz, da man das Hinspiel mit 6 Toren verlor. Das ist schon mal eine Hypothek. Da aber im Handball vieles möglich ist, sollte dieses Ziel trotzdem definiert werden.  

Die SG-Bank war heute nicht so gut besetzt. Nur 2 Wechselspieler fürs Feld und auch Christian Weißenfeld war einziger MV, da Olli Lüttke in Radeberg mit der Ersten im Einsatz war. 

Mit der Gästeführung ging es los, doch im Gegenzug der Ausgleich durch die SG. Entweder funktionierte es über den Kreis (N. Voigt) oder aus dem Rückraum (L. Gebler). Unsere Jungs konnte nun immer vorlegen, der Gegner blieb jedoch dran und glich wieder aus. Ab der 10.Minute schlichen sich beim Gastgeber allmählich Fehler ein. Dies nutzten die Oberländer und setzten sich auf 8:11 ab. Folgerichtig nach 15 Minuten die Auszeit durch Chr. Weißenfeld. Diese hatte Wirkung, denn mit einem 5:0-Lauf wurde die Partie gedreht (13:11). Da hinein, in der 20. Minute, die Auszeit der Gäste-Bank. Die SG war nun im „Flow“ und erhöhte bis zur Pause noch auf 3 Tore Differenz. Leider wurde der Strafwurf 4 Sekunden vor der Pausensirene zum 4-Tore-Vor vergeben. Aber man war trotzdem im Plan und musste im 2. Abschnitt beharrlich weiter arbeiten, dann sollte die 7-Tore-Differenz machbar sein.

Und das taten sie auch. Besonders M. Bernhagen, der zwischenzeitlich auf der Mitte spielte und T. Hohmann mit hoher Dynamik aus dem Rückraum bestimmten die Anfangsphase. So waren es nach 30 Minuten bereits 6 Tore vor (20:14). In der 34. Minute kam es für die Gäste dann ganz dick. 3 Spieler erhielten Zeitstrafen, einer davon sogar „blau“ und somit das Ende des Spiels für ihn, mit folgender Sperre. Nun standen nur noch 3 Bernstädter – Feldspieler auf der Platte. Unsere Jungs machten das Beste daraus und erhöhten auf 24:15. Nun waren es 9 Tore Differenz. Die Gäste dezimierten sich nun ab und an auch selbst, da sie eigene Spieler bei ihren Angriffen „abschossen“. Vorn trafen unsere Jungs und hinten zogen die Torleute, allen voran K. Zeiler, den gegnerischen Angreifern den Zahn. In Halbzeit 2 hatte er allein eine Quote von 50%. Ab der 40. Minute ging die Post dann nochmal richtig ab. Beim Stand von 29:18 (+11) folgten 5 Tore in Folge zum 34:18 (+16). Das war richtig gut anzuschauen, für die Besucher in der Halle. In den letzten 4-5 Minuten zog dann etwas der Schlendrian ein, so dass die Bank nochmal zur Auszeit bat, um an Konzentration und Ernsthaftigkeit zu appellieren.

Mit 13 Toren Differenz gewinnen die Weißenfeld – Schützlinge gegen Bernstadt und sind nun im direkten Vergleich, bei Punktgleichheit, im Vorteil. Platz 1 kann vorerst untermauert werden. Aber es gibt noch weitere schwere Spiele, so z.B. auswärts gegen Obergurig, die auch noch im Titelrennen sind, obwohl man die Zuhause mit 13 Toren geschlagen hat.  

Nach den Winterferien geht es am 29.02. zum Tabellenletzten nach Bautzen. Der MSV wartet noch immer auf den ersten Pluspunkt. Somit ist ein Sieg für unsere Jungs quasi Pflicht, aber „unterschätzen“ wäre ein schlechter Ratgeber. (StB) 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit: N. Voigt (8); M. Bernhagen (4); L. Gebler (10); L. Rietschel (4); Y. Franke (1); T. Hohmann (7); E. Neumann; K. Nowotnick (3);  Im Tor: K. Zeidler, T. Große 


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