Der Bezirksligist HSV I ist dem Vereinsrivalen HSV II aus der Ostsachsenklasse mit einem 41:28 (19:14)-Sieg überlegen.

Das Positive zuerst. In dem insgesamt sehr fairen vereinsinternen Match verletzte sich keiner. Es war vorher schon klar, dass beide Teams dementsprechend agieren mussten und sollten. Zudem kennen sich ja alle aus gemeinsamen Trainingseinheiten und auch Spielen. Die Spieler kennen sich untereinander gut genug, um nicht sinnlos aufeinander loszugehen. Abgesehen von manch übermotivierter Aktion, die bei manch einem auch immer wieder mal in Punktspielen vorkommt, gab es keinerlei Nicklichkeiten. Das Radeberger Schirigespann Hartmann/Fährmann tat mit Herausnahme von Härte und auch mit Fingerspitzengefühl ein Übriges dazu. Das alles tat aber einem kurzweiligen Spiel mit effizientem Schlagabtausch keinen Abbruch. Team zwei war von Beginn an voll im Betriebsmodus und der eine oder andere wollte sich dem zahlreichen Publikum und den Trainern zeigen. Da die erste noch etwas schläfrig startete, setzte sich die zweite schnell zum 0:2 ab. Nach jeweiligem Ausgleich wurde längere Zeit die Führung immer wieder zurückgeholt. Vor allem Ronny Kuban ließ seine Stärken öfter aufblitzen und das forderte beim 5:8 nach 13 Minuten die erste und einzige Auszeit von Michael Schwenke. Mit seiner Ansprache muss der sein Team wachgerüttelt haben, denn sofort wurde der Schalter umgelegt und in einem Sturmlauf zum 9:8 die Partie gedreht. Aber Team zwei gab sich noch immer nicht geschlagen und blieb weiter dran. Als sich Team eins dann aber doch sukzessive auf drei Tore absetzen konnte, sah sich Christian Weißenfeld gezwungen, sein Team zur Seitenlinie zu bitten. Aber der Bann war gebrochen, denn die Erste erhöhte den Vorsprung vom 18:14 mit einem Sechs-Tore-Lauf vorentscheidend. Auch aus der höheren Anzahl von Zeitstrafen des Gegners konnte die Zweite kein größeres Kapital schlagen und musste so bis zum Ende noch die deutliche Niederlage hinnehmen. Ausschlaggebend waren letztlich die größere Körperlichkeit, spielerische Reife und aggressivere Abwehr von Team Eins. Die Zweite glänzte noch mit einigen schönen und gelungenen Einzelleistungen. Coach Weißenfeld meinte dazu: „Wir gingen mit großer Motivation ins Spiel und wollten die Erste solange es geht ärgern. Die ersten 15 Minuten spielten wir an unserer Leistungsgrenze, wobei die Erste noch nicht richtig drin war. Vor allem Kevin Hoppe im Tor zeigte sein Potenzial. Die ersten zehn Minuten nach der Halbzeit gingen zu deutlich verloren. Wir sind da in überhastetes Spiel verfallen, machten zu viele ängstliche Fehler und spielten zu wenig durch. Wichtig war, den jungen Spielern zusätzliche Einsatzmöglichkeiten und Praxis zu bieten. Die Wechsel dienten dem Probieren und einige wichtige Spieler wie Erik Küster fehlten auch. So bin ich nicht unzufrieden, wir wollten nach der Pause wieder rein kommen.“ Dass der Trainer der Ersten nicht so begeistert war, ist klar, da hier die Trauben doch höher gehängt sind. So sagte Schwenke nachher: „Gut, das war ein standesgemäßer Sieg. Wir waren heiß und wollten gewinnen. In der ersten Hälfte nahmen wir das zu sehr auf die leichte Schulter. Hinten wurde zu wenig zugefasst und wir waren nie nah genug dran. Vorn wurde nur schlecht geworfen. Wir waren nicht cool genug. Später ging dann der Abstand in Ordnung. Die Abwehr hatte auch gute Phasen, besonders Anfang der zweiten Hälfte, als auch miteinander gearbeitet wurde. Es ist schon ein schwieriges Spiel gegen die eigene Zweite. Die Spieler kennen sich und trainieren einmal pro Woche zusammen. Wir hätten es auch besser machen können. So war es für beide ein gutes Training.“ Mehr zu sagen, erübrigt sich. Jetzt geht es für die erste zum Endspiel nach Sohland zum Finale gegen den Ortsnachbarn aus Oberlichtenau und für beide Teams stehen die nächsten Punktspiele im Fokus.

Pulsnitz I spielte mit: O. Scholze, Herms; Liese (8), Krahl (1), Thomschke (1), Jung (2), Johne (12/3), Lüttke (2), Schöne (5), Kasper (3), Schulze (4), und Richter (3).

Pulsnitz II spielte mit: Roth, Hoppe; Zerbst, Kaspar (1), Zschiedrich, Lembke (2), Ziesche (3/1), Hommel (2), Johne (3/2), Grafe (4), Drabant (9), Schöne und Kuban (4).

Eberhard Neumann


Einen Kommentar schreiben