Mit einer unsicheren und auch relativ schwachen Leistung können die HSV-Männer ihre  leichte Favoritenrolle nicht bestätigen und verlieren das Derby gegen die SGO klar mit 31:27 (15:8)

Wie ein roter Faden zieht sich seit langem schon – die letzten Serien inbegriffen – die fehlende Überzeugung in Spitzenspielen durch das Pulsnitzer Spiel. Jetzt gab es auch gegen Stadtrivale Oberlichtenau im Derby nichts zu holen. Dabei war das Team von Michael Schwenke gut eingestellt und auch ordentlich besetzt. Aber einmal mehr wurde auf der Platte das Leistungsvermögen nicht abgerufen. Wenn gleich der Anfang deutlich in die Hosen geht und das junge Team eher ins Zittern als ins Agieren kommt, wird es hinten raus kritisch. Dann noch etwas zu korrigieren, ist gerade gegen routinierte Teams wie die SGO mehr als schwer. Dazu müsste auch jeder Top-Tagesform aufweisen. Die Oberlichtenauer Männer hatten im Heimderby mit Pulsnitz keinen allzu hohen Druck und konnten nicht nur motiviert, sondern locker aufspielen. Anders der HSV. Um an Spitzenreiter Kamenz dran zu bleiben, muss normalerweise jedes Spiel gewonnen werden. Das und der Aufstiegsgedanke scheinen aber eher zu blockieren und führen zum Schwächeln, wo es nicht angebracht ist. Dabei kam die SGO nicht mal zu ihrem arteigenen Tempospiel, sondern musste viel über zweite Welle oder im Positionskampf bewerkstelligen. Vor allem auf Thomas Kirste konnten sie sich dabei diesmal verlassen, der sich mit super Eins-Eins-Verhalten auszeichnete. Immer wieder narrte der erfahrene Rückrauwerfer die jungen Gäste und ging mit einfachster Finte an denen vorbei. Zusätzliches Pulsnitzer Handicap war der verletzungsbedingte Ausfall von Shooter Franz Johne. Er hatte es zu Beginn zwar versucht, musste dann aber abbrechen. Damit war der Druck aus dem Rückraum völlig dahin, denn die Kollegen konnten zu fünft lediglich sechs Treffer beisteuern, zwei weniger als Kirste allein. Dazu wurden drei Siebenmeter vergeben, durch die SGO keiner. Das alles zeugt schon von fehlender Konzentration und damit Durchschlagskraft. Der Coach war verständlicherweise sauer, als er sagte: „Ein verlorenes Derby ist kein Beinbruch, aber die erste Halbzeit war einfach nur enttäuschend. Es war nicht zu sehen, was wir trainieren. Das Tempo fehlte und die zweite Welle wurde phasenweise schlecht gespielt. Dazu wurde der Kasten unterirdisch verteidigt. In der Halbzeitpause hatte ich an die Ehre appelliert. Leise beginnend, wurde ich dann lauter und forderte, raus zu gehen und dem Publikum zu zeigen, dass wir Handball spielen können. Wir kamen dann auch besser in die zweite Welle und langsam ran. Aber im Rückraum hatten wir zu große Probleme. Die meisten hatten keine Normalform, zeigten wenig Selbstbewusstsein und waren zu mutlos. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel verloren.“ 6:1 nach acht und 8:2 nach 13 Minuten waren eine Vorlage der SGO, an der sich die Pulsnitzer die Zähne ausbissen. Von diesem Vorsprung zehrte das SGO-Team die gesamte Spielzeit. Die HSV-Männer waren gezwungen, zu reagieren und nicht zu agieren. In der 46. Minute gelang zwar der 24:24-Ausgleich und Hoffnung keimte auf, aber die doppelte Überzahl wurde nicht optimal genutzt und ein verworfener Siebenmeter eröffnete den Oberlichtenauern wieder die Chancen, sich abzusetzen. Das geschah auch durch Vergabe von HSV-Chancen und dessen technische Fehler, was noch mehr verhinderte. Von der Tribüne wurde auf beiden Seiten gute Stimmung gemacht, aber die SGO blieb wieder am Drücker. Die kommende Partie am Sonntag zu Hause gegen NSV Görlitz wird nicht leichter, wenn es da keine Steigerungen gibt.

Pulsnitz spielte mit: O. Scholze, Herms; Liese, Forke, Krahl (4), Jung, Thomschke (2), Johne, Lüttke (1), Drabant (1), Schöne (7/7), Kasper (3), Schulze (3) und Richter (6).

Eberhard Neumann



Motor Dippoldiswalde – SG Pulsnitz/Oberlichtenau  29:17 (13:10)    

Die Winterferien sind vorbei und damit beginnt der letzte Saison-Abschnitt. Für unsere Jungs hieß es, auf nach „Dipps“. Ein Sieg und eine Niederlage stehen gegen den heutigen Gegner bereits zu Buche. Bis zum Vortag war die SG noch Tabellenführer. Doch Radeburg gewann am Samstag sein Heimspiel gegen Bad Gottleuba und ist nun der vorübergehende Erste. Somit reiste man eben als Tabellenzweiter ins Osterzgebirge, auch ein schönes Gefühl bei dieser engen Staffel. 

Aber es gab kurz vor dem Spiel auch Hiobsbotschaften, denn P. Thomschke und M. Rudolph wurden schmerzlich bei dieser schweren Auswärtsfahrt vermisst, da sie beide krankheitsbedingt passen mussten. Das bedeutete, einschneidende Veränderungen und Umstellungen im Rückraum und Abwehr waren notwendig.

Im Vorfeld wurde auch bekannt, dass die Prävention gegen das Corona-Virus in Dippoldiswalde und Umgebung „groß“ geschrieben wird und alle Teilnehmer und Besucher dieses Spieles, auf Anweisung des dortigen Landratsamtes, namentlich erfasst werden mussten. Nachdem alle bürokratischen Klippen umschifft waren, konnte dann auch Handball gespielt werden.

Das Spiel begann mit der 2:0-Führung der Gastgeber. Unsere Jungs brauchten bis in die 5. Minute um mit dem Tore werfen zu beginnen. Aber, in eben dieser Minute waren es gleich 3 Stück, so dass ein 2:3 auf der Anzeigetafel stand. Die Führung hielt bis zur 9. Minute (4:6). Dann kam die Motor-Sieben zum Ausgleich, da die SG mit den eigenen Chancen schluderte. Aber auch der Gegner machte in dieser Phase so seine Fehler, dadurch blieb es bis zur 20. Minute ein Spiel auf Augenhöhe (10:9). Nach 18 Minuten gab es die einzigste Auszeit der ersten Hälfte durch die SG-Bank. 5 Minuten vor dem Pausenpfiff entglitt unseren Jungs die Partie durch technische Fehler ein wenig, so dass es mit einem 3-Tore-Rückstand in die Kabine ging. Die Abwehr stand bis dahin gut, nur im Angriff gab es Reserven für den 2. Abschnitt.

Zu Beginn der 2. Halbzeit kassierte man gleich 2 Treffer. Damit waren es schon 5 Tore Differenz und die Aufgabe wurde immer schwerer. Die Gastgeber wollten unsere Jungs nun über das Tempo fordern, was ihnen auch gelang. Zwischenzeitlich konnte die SG nochmal auf 3 Tor verkürzen (15:12). Aber vorn die eigenen Fehler, zu wenig Bewegung im Angriff und dazu mangelhaftes Rückzugverhalten, so wuchs der Vorsprung weiter. Zwischen der 34. und 40. Minute gelangen den Einheimischen 5 Tore in Folge, was ein vorentscheidendes 21:13 zur Folge hatte. Da hinein die einzigste 2-Minuten-Strafe des Spieles für P. Brückner und die 2. Auszeit der SG-Bank. Die Wechselmöglichkeiten hatten sich mittlerweile, durch kleinere Verletzungen, minimiert. Nach 45 Minuten schloss sich die 3. Auszeit an, um einfach durchzuatmen, denn auch die Kondition ging gegen Null, obwohl weiter um jedes Tor gekämpft wurde. Danach gelangen den Jungs aus Dipps nochmals 4 Tore in Folge, was den klaren Endstand besiegelte. Die Niederlage in dieser Höhe hätte müssen nicht sein, wenn die Fehler- und Trefferquote (unter 50%!) verbessert worden wäre, auch wenn 2 wichtige Spieler heute gefehlt haben. Das bedeutet nun vorerst Platz 3.

In 14 Tagen, am 22.03., reist die SG zum nächsten und letzten Auswärtsspiel nach Geising, dann hoffentlich wieder mit vollem Kader. Dort gibt es dann das 3. Aufeinandertreffen mit Medizin Bad Gottleuba. 2 Siege haben unsere Jungs gegen diesen Gegner schon auf der Habenseite. In diesem Spiel wird es besonders schwer, da der Gastgeber vermutlich in Bestbesetzung antreten wird, soll heißen in der Sachsenliga gibt es keine Punktspiele mehr. Anwurf in Geising ist 11.30 Uhr. (StB) 

Für die SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielten:

M. Heinrich (2); R. Schwann; P. Brückner (5); N. Oswald (6); J. Wilken; P. Bach; Chr. Wendt (2); J. Lieback (2); S. Krüger;

Im Tor: A. Bergmann; T. Koschwitz 


Mrz 8

Samstag, 07. März 2020, 14:00 Uhr an der Sporthalle Hempelstraße war Abfahrt zum Punktspiel nach Rietschen. Nachdem wir letzte Woche im Pokalhalbfinale die M1 des HSV Pulsnitz ein wenig geärgert hatten (zumindest in der ersten Halbzeit), wollten wir heute die Stählernen in Rietschen fordern. Als Ziel stand natürlich, die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Das war aber ein Ziel, was recht hoch gesteckt war. Stahl Rietschen II steht auf Tabellenplatz 2, hat zu Hause bisher nur ein Spiel verloren (gegen den unangefochtenen Tabellenersten aus Cunewalde). Wir hatten heute also viel vor. Personell waren wir ganz gut aufgestellt, auch wenn es ein paar Absagen wegen „Krankheit“ gab. So fehlten auch beide Stammtorhüter und unser „Neuer“ wurde quasi gleich ins kalte Wasser geworfen. Und um‘s gleich vorwegzunehmen: Steve hat seine Sache mehr als gut gemacht und uns alle beeindruckt: 23 Paraden.

16:00 Uhr pfiffen dann die Unparteiischen das Spiel an. Und es war von Anfang an ein Spiel mit sehr hohem Tempo auf beiden Seiten. Die Abwehr stand aber auch auf beiden Seiten recht sicher, so dass in den ersten 10 Minuten eine „Torarmut“ herrschte. Uns gelang es zwar, bereits in der ersten Minute in Führung zu gehen, doch erwartungsgemäß blieben die Männer aus Rietschen dran und gingen in der dritten Minute in Führung. Dann war, wie schon erwähnt, lange Ruhe was die Torerfolge anbelangt. Das lag einmal daran, dass die Abwehr gut agierte, Steve im Tor so manchen Ball von der Torlinie wegfischen konnte und zum Anderen, dass wir wieder einmal jede Menge Fahrkarten warfen (bis zur 8. Minute 8 Fehlwürfe bei einem Tor!). In der 8. Minute gelang uns dann endlich der Ausgleich und zwei Minuten später lagen wir mit zwei Toren vorn. Aber auch diese Führung sollte nicht von langer Dauer sein. Ganz wie es zu erwarten war, kämpften sich die Rietsch‘ner immer wieder ran, glichen aus. Was ihnen aber vorerst nicht gelang war, in Führung zu gehen. Wir aber schafften es sogar in Minute 23 uns mit vier Toren abzusetzen. Aber auch die „Stahlmänner“ aus Rietschen kämpften weiter und schafften es, dass wir bei einem Stand von 13:13 in die Halbzeitpause gingen.

Pausenansage der MV`s: Die Trainer waren soweit zufrieden mit der gezeigten Leistung. Nicht zufrieden waren sie natürlich mit der Chancenverwertung (43%). Weiterkämpfen und die Bälle ins Tor werfen – so könnte man die zwei Punkte heute mit nach Hause nehmen.

Und genau das taten wir. Natürlich hielten die Männer von Stahl Rietschen gegen. Es ging hin und her, wobei es Rietschen nicht gelang in Führung zu gehen. Das Spiel war, genau wie in Halbzeit 1, geprägt von hohem Tempo im Angriff und einer feststehenden und sicher agierenden Abwehr. Aber: wir nutzten jetzt unsere Chancen konsequenter. Unsere Chancenverwertung war jetzt 26% höher als in der ersten Hälfte des Spiels. Und auch unser Torwart war weiterhin ein sicherer Rückhalt. Und so gelang es, dass wir uns ab ca. der 44. Minute nach und nach etwas abzusetzen konnten. Schlusspfiff! 27:33 – Auswärtssieg!!!

Wir hatten Rietschen II ihre zweite Heimniederlage beschert und zwar mit genauso vielen Toren Differenz, wie im Hinspiel. 😊

Wir haben heute wieder mal gezeigt, was wir draufhaben. Und wir sind sicher, dass noch Luft nach oben ist. Bei voller und vor allem hochmotivierter Kapelle sind wir zu ganz Großem in der Lage…

 

Es spielten. Daniel Schwenke (9), Ronny Kuban (1), Stefan Lembke (3), Oliver Grafe (4), Dominic Zerbst (1), Lucas Hommel (4), Max Ziesche (3), Florian Drabant (6), Nico Schöne, Marvin Zschiedrich, Martin Kaspar (2)

Im Tor: Steve Beyer, Colin Herms



VFB Bischofswerda 1999    –   SG Rödertal / Radeberg II       19 : 20   (9 : 9)

Am 29.2. um 12:00 musste unsere Ostsachsenligavertretung der B-Juniorinnen beim VFB 1999 Bischofswerda antreten. Wegen der weiter andauernden Verletzungssorgen einiger Spielerinnen, vor allem im Rückraum, wurden 3 C-Jugend Damen für dieses schwierige Auswärtsspiel mit in den Kader aufgenommen. Im Hinspiel unterlag man noch recht deutlich, dank einer sehr schwachen zweiten Halbzeit. Das sollte diesmal besser gemacht werden, auch wenn dieser Gegner vorm Spiel, vom Trainerteam als stärkster Gegner der Liga eingeschätzt wurde.

Das Spiel begann mit Anwurf Bischofswerda, die diesen auch gleich nach wenigen Sekunden zum 1:0 verwandeln konnten. Unsere Damen konnten zwar durch Marie im Gegenangriff gleich zum 1:1 ausgleichen, jedoch merkte man schnell sowohl in Abwehr als auch im Angriff, dass in dieser Form noch nicht zusammengespielt wurde, denn mit Nele und Nathalie begannen gleich zwei geliehene Mädels unsere C-Jugend. So kam es, dass man über 3:1, 4:2 und 6:3 schnell mit 3 Toren ins Hintertreffen geriet. Noch dazu kam, dass man Finnja nach nur 7 Minuten, durch einen unglücklichen 7m Wurf (mit der Chance zum zwischenzeitlichen 3:3 Ausgleich), der das Gesicht des Torhüters traf, mit einer roten Karte verlor. In der 12. Spielminute musste beim Stand von 6:3 eine Auszeit her. Durch einige Umstellungen und eine jetzt noch offensivere Deckung, konnte die anschließende Phase mit einer 4:0 Serie auf unsere Seite zum 6:7 genutzt werden. Bis zur Pause konnte Bischofswerda jetzt jeden Führungstreffer postwendend ausgleichen, so dass es beim Stand von 9:9 in die Halbzeit ging.

In der Halbzeit ging es nun hauptsächlich darum zu verschnaufen aber auch gleichzeitig die Spannung aufrecht zu erhalten, um den Gastgeberinnen weiterhin so Paroli bieten zu können, wie es in Teilen des ersten Durchgangs sehr ordentlich gelang und nicht wackelig zu werden, sollte man das ein oder andere Tor in Rückstand geraten.

Die zweite Halbzeit begann besser als erwartet. Hanna konnte mit zwei aufeinanderfolgenden Treffern einen zwei Tore Vorsprung zum 9:11 herauswerfen. In Folge dessen konnten die Gastgeberinnen immer wieder den Anschlusstreffer herstellen, nachdem unsere Damen ihrerseits Treffer markierten. Wichtig hierfür war vor allem, dass immer wieder Mittel gefunden wurden, die umgestellte Abwehr der VFB-Damen auf ein 5:1 Deckungssystem zu überwinden. Über 11:12, 12:14 und 14:16 hieß es 6 Minuten vor Schluss 15:17! Auszeit für unsere SG um noch einmal Luft zu holen und sich auf die letzten Spielminuten einzurichten. Der Wiederanpfiff begann mit einer kleinen Katastrophe für unser Team. Nach Ballverlust ging Bischofswerda in einen Tempogegenstoß über, welchen unsere Hanna, durch heraus spitzeln des Balles, versuchen wollte zu unterbinden. Leider verlief diese Aktion unglücklich und endete mit einem 7m Strafwurf und der roten Karte obendrauf! Leider verletzte sich auch ihre Gegenspielerin in diesem Zusammenhang! Auf einmal stand es nur noch 16:17! Jetzt nur nicht nervös werden und das Spiel her schenken, wie es schon in der Hinrunde in Sohland passierte. Die weitere Unterzahl überstand man jedoch ohne Gegentor und konnte gleichzeitig durch Alissa und Nathalie Tore auf eigener Seite erzielen. 16:19 klingt eigentlich komfortabel, aber 3:30min vor Schluss ist man im Handball damit leider nicht sicher durch. Jetzt begann doch noch das Nervenflattern. Eine Minute vor Schluss war man plötzlich nur noch einen Treffer vorn (18:19). Noch eine Auszeit sollte genutzt werden, um mit einem letzten sicheren Angriff noch einmal auf zwei Tore Vorsprung zu stellen. Doch stattdessen konnte Bischofswerda ausgleichen. Im letzten Angriff netzte dann aber Nathalie 7 Sekunden vor Schluss zum entscheidenden Treffer ein!

Schluss aus, ….  Das Spiel wurde mit einem Lattentreffer der Gastgeber mit 19:20 abgepfiffen!

Was jetzt kam, war nur noch grenzenloser Jubel, …. konnte man doch die Damen des VFB Bischofswerda, in den letzten Jahren, nie besiegen! Unsere Mädels feierten sich und ließen sich jetzt auch von Ihren Zuschauern feiern. Durch diesen Sieg hat es unser Team jetzt wieder selbst in der Hand um den dritten Tabellenplatz mitzuspielen.

Der nächste Gegner wird die SG Sohland/Cunewalde im Heimspiel am 14.3. um 13:00, als direkter Kontrahent um diese Platzierung, sein!

Es spielten:        Merle Marx (TW); Coco Schönfeld (1); Alissa Hiller (3); Josy Hofmann; Hanna Gräfe (2); Nathalie Corsten (8); Emma Sander; Finnja Kuhnert; Lea Marlen Opitz; Vivien Betz;    Nele Hofmann (3); Marie Kühnel (2); Nele Frenzel (1)

Trainer:               Katja Wimmer-Berndt; Tobias Kuhnert



Mit einem sicheren und zudem nie gefährdeten 35:25 (17:11)-Erfolg zu Hause gegen Obergurig können die Pulsnitzer Männer zwar siegen, aber niemanden richtig überzeugen.

Es war wieder einmal ein Spiel gegen die Oberguriger, das bei den Gastgebern nicht nur viele Wünsche offen ließ, sondern im gleichen Muster ablief wie sonst auch. Anstatt die spielerische, temporeiche Überlegenheit ordentlich auszuspielen, wurde einmal mehr der gegnerische Hauruck-Stil angenommen. So richtig kamen die Gastgeber nicht in Fahrt, auch wenn sie eine Vielzahl von Ballgewinnen verbuchten. Doch die fälligen Tore nach Tempogegenstößen blieben leicht zählbar. Was die Pulsnitzer da wegwarfen und die Gästekeeper berühmt schossen, ging auf keine Kuhhaut. Und Schießen ist sicher der richtige Ausdruck für die immer schön halbhoch scharf auf Beine und Arme platzierten Würfe. Trotzdem konnten die Gäste aus den vielen Paraden ihrer Torhüter kein größeres Kapital schlagen, da die Gastgeber doch intensiver und aggressiver vorn und hinten agierten. In der elften Minute stand es immerhin 4:3 für Obergurig, weil die Pulsnitzer bis dahin bereits acht freie Würfe vergeigt hatten. Danach gelangen innerhalb von zwei Minuten wenigstens vier Tore in Folge zur ersten größeren Führung, die dann nie mehr abgegeben wurde. Das forderte in der 14. Minute die erste SVO-Auszeit heraus, auch zum kurzen Luftholen. Das Spiel weiter dominierend, wurden aber bis zur Pause auch die nächsten acht freien Würfe versemmelt. So war da der Vorsprung immer noch überschaubar bei lediglich sechs Treffern plus. Nach der Pause wurde die Führung sukzessive ausgebaut. Meist folgten drei Treffern nur einer des Gegners. Mehr als zehn Tore mehr wurden es aber auch dann meist nicht. Immer wieder wurden freie Würfe Beute des Gegners. Dabei wurden in den zweiten 30 Minuten „nur“ noch zehn freie Würfe und Konter produziert, die nicht im Netz landeten. So wurde letztlich ein möglicher hoher Kantersieg vergeben, der den Widerstand der Gäste bei klarerem Spielstand sicher eher gebrochen hätte. Die blieben kämpferisch bis zur letzten Minute nach dem ersten Zehn-Tore-Rückstand in der 37. Minute immer auf Augenhöhe. Das Spiel war nicht mehr zu verlieren, ließ aber weiter vieles offen. Trainer Michael Schwenke nahm’s gelassen: „Das war ein typisches Obergurig-Spiel durch uns. Die Torhüter wurden berühmt und 30 Fahrkarten geworfen. Phasenweise sah ich mehr Kampf als Spiel und wir erhielten zu viele Gegentore. Mit ordentlicher Einstellung konnte es deutlicher werden. Es war ein sicherer Sieg und wir hatten keine Verletzten. Die Abwehr muss auch sonst den Torhütern mehr helfen. Aber abhaken, es geht weiter. Für die Zuschauer war es sicher kein schönes Spiel. Wir werden versuchen, es das nächste Mal besser zu machen.“ Aber wichtig ist der Sieg und da kommt es schon im nächsten Spiel am Sonntag gegen Oberlichtenau drauf an. Das könnte ein Tempo- und Tore-Festival werden. Nur dann müssen die Bälle ins Netz.

Pulsnitz spielte mit: O. Scholze, Herms; Liese (8/4), Krahl (3), Jung (4), Thomschke (1), Johne (4), Lüttke (2), Drabant (4), Schöne (1), Kasper (1), Schulze (5) und Richter (2).

Eberhard Neumann



Der Bezirksligist HSV I ist dem Vereinsrivalen HSV II aus der Ostsachsenklasse mit einem 41:28 (19:14)-Sieg überlegen.

Das Positive zuerst. In dem insgesamt sehr fairen vereinsinternen Match verletzte sich keiner. Es war vorher schon klar, dass beide Teams dementsprechend agieren mussten und sollten. Zudem kennen sich ja alle aus gemeinsamen Trainingseinheiten und auch Spielen. Die Spieler kennen sich untereinander gut genug, um nicht sinnlos aufeinander loszugehen. Abgesehen von manch übermotivierter Aktion, die bei manch einem auch immer wieder mal in Punktspielen vorkommt, gab es keinerlei Nicklichkeiten. Das Radeberger Schirigespann Hartmann/Fährmann tat mit Herausnahme von Härte und auch mit Fingerspitzengefühl ein Übriges dazu. Das alles tat aber einem kurzweiligen Spiel mit effizientem Schlagabtausch keinen Abbruch. Team zwei war von Beginn an voll im Betriebsmodus und der eine oder andere wollte sich dem zahlreichen Publikum und den Trainern zeigen. Da die erste noch etwas schläfrig startete, setzte sich die zweite schnell zum 0:2 ab. Nach jeweiligem Ausgleich wurde längere Zeit die Führung immer wieder zurückgeholt. Vor allem Ronny Kuban ließ seine Stärken öfter aufblitzen und das forderte beim 5:8 nach 13 Minuten die erste und einzige Auszeit von Michael Schwenke. Mit seiner Ansprache muss der sein Team wachgerüttelt haben, denn sofort wurde der Schalter umgelegt und in einem Sturmlauf zum 9:8 die Partie gedreht. Aber Team zwei gab sich noch immer nicht geschlagen und blieb weiter dran. Als sich Team eins dann aber doch sukzessive auf drei Tore absetzen konnte, sah sich Christian Weißenfeld gezwungen, sein Team zur Seitenlinie zu bitten. Aber der Bann war gebrochen, denn die Erste erhöhte den Vorsprung vom 18:14 mit einem Sechs-Tore-Lauf vorentscheidend. Auch aus der höheren Anzahl von Zeitstrafen des Gegners konnte die Zweite kein größeres Kapital schlagen und musste so bis zum Ende noch die deutliche Niederlage hinnehmen. Ausschlaggebend waren letztlich die größere Körperlichkeit, spielerische Reife und aggressivere Abwehr von Team Eins. Die Zweite glänzte noch mit einigen schönen und gelungenen Einzelleistungen. Coach Weißenfeld meinte dazu: „Wir gingen mit großer Motivation ins Spiel und wollten die Erste solange es geht ärgern. Die ersten 15 Minuten spielten wir an unserer Leistungsgrenze, wobei die Erste noch nicht richtig drin war. Vor allem Kevin Hoppe im Tor zeigte sein Potenzial. Die ersten zehn Minuten nach der Halbzeit gingen zu deutlich verloren. Wir sind da in überhastetes Spiel verfallen, machten zu viele ängstliche Fehler und spielten zu wenig durch. Wichtig war, den jungen Spielern zusätzliche Einsatzmöglichkeiten und Praxis zu bieten. Die Wechsel dienten dem Probieren und einige wichtige Spieler wie Erik Küster fehlten auch. So bin ich nicht unzufrieden, wir wollten nach der Pause wieder rein kommen.“ Dass der Trainer der Ersten nicht so begeistert war, ist klar, da hier die Trauben doch höher gehängt sind. So sagte Schwenke nachher: „Gut, das war ein standesgemäßer Sieg. Wir waren heiß und wollten gewinnen. In der ersten Hälfte nahmen wir das zu sehr auf die leichte Schulter. Hinten wurde zu wenig zugefasst und wir waren nie nah genug dran. Vorn wurde nur schlecht geworfen. Wir waren nicht cool genug. Später ging dann der Abstand in Ordnung. Die Abwehr hatte auch gute Phasen, besonders Anfang der zweiten Hälfte, als auch miteinander gearbeitet wurde. Es ist schon ein schwieriges Spiel gegen die eigene Zweite. Die Spieler kennen sich und trainieren einmal pro Woche zusammen. Wir hätten es auch besser machen können. So war es für beide ein gutes Training.“ Mehr zu sagen, erübrigt sich. Jetzt geht es für die erste zum Endspiel nach Sohland zum Finale gegen den Ortsnachbarn aus Oberlichtenau und für beide Teams stehen die nächsten Punktspiele im Fokus.

Pulsnitz I spielte mit: O. Scholze, Herms; Liese (8), Krahl (1), Thomschke (1), Jung (2), Johne (12/3), Lüttke (2), Schöne (5), Kasper (3), Schulze (4), und Richter (3).

Pulsnitz II spielte mit: Roth, Hoppe; Zerbst, Kaspar (1), Zschiedrich, Lembke (2), Ziesche (3/1), Hommel (2), Johne (3/2), Grafe (4), Drabant (9), Schöne und Kuban (4).

Eberhard Neumann



Erstes Spiel der Platzierungsrund

An diesem Samstag begann nun die Platzierungsrunde in der Ostsachsenliga für die mJD. Dazu lag der weiteste Anfahrtsweg vor der Mannschaft. Es ging nach Rietschen zum SSV Stahl Rietschen, dem Zweitplatzierten der Staffel Ost.

Kenntnisse des Gegners lagen keinerlei vor, also mussten wir uns überraschen lassen. Bis auf Eddie waren alle Jungs an Bord und es konnte aus dem Vollen geschöpft werden.

Das Spiel begann mit dem Anwurf unserer SG und nach 26 Sekunden stand es schon 0:1. Dies konnte Rietschen aber umgehend ausgleichen. Danach erfolgte ein 0:4 Lauf unserer Jungs und so konnte die Führung auf 1:5 ausgebaut werden.

Beim Stand von 4:9 nach 12 Minuten nahm die Heimmannschaft ihre erste Auszeit. Unsere sehr gute Deckung zeigte seine Wirkung. Die Tore für Rietschen vielen überwiegend durch Bälle, die in der Abwehr durch unsere Jungs hängen blieben, aber ungünstigerweise immer den Rietschener Jungs vor die Beine fielen. Die Auszeit brachte aber kaum Änderung und so ging es mit einer soliden 7:13 Führung in die Pause. Die gesamte Zeit wurde auch schon fleißig durchgewechselt. Diese dauernden Wechsel erfolgten auch weiterhin in der zweiten Halbzeit. Nach 24 Minuten stand es dann 10:16. Nun kam Rietschen besser ins Spiel und der Vorsprung schmolz bis zur 32. Minute auf 16:19. Daraufhin wurde eine Auszeit genommen und die Aufstellung noch einmal angepasst. Dies zeigte Wirkung und es gelangen bis zum Abpfiff noch 6 Tore und dies ohne Gegentor. So konnte das Spiel sicher mit 16:25 gewonnen werden.

Positiv ist überwiegend die Abwehrarbeit zu erwähnen. Rietschen wurde dadurch öfter ins Zeitspiel gezwungen oder es wurden Würfe aus ungünstigen Situationen genommen. Im Angriff sind diesmal definiv David und Louis zu erwähnen. David spielte sehr oft super Situationen heraus und seine Pässe fanden auch meist ihr Ziel. Louis ist für seinen Kampfgeist hervorzuheben. Wenn er den Ball am Kreis bekam, hatte er einen sehr guten Zug zum Tor gezeigt. Wenn er zum Wurf kam klappte dies auch. Ansonsten war er nur durch Foul zu stoppen Damit holte er mehrere 7m-Strafwürfe und 2 Minuten-Strafen heraus.

Größter Kritikpunkt ist sicherlich die Anzahl der Torschützen. Die Tore verteilten sich auf 4 Spieler, aber ohne die Arbeit der Anderen wäre dies auch nicht möglich. Im Ganzen ist das Spiel aber sehr positiv zu bewerten.

Lobend möchte ich auch die große Anzahl an Eltern erwähnen, die uns nach Rietschen begleitet haben.

Nächstes Wochenende haben wir eine Pause und am 15.03. 10:15 Uhr kommt dann der OSV Zittau nach Pulsnitz. Auch dieses Spiel möchten wir mit viel Unterstützung von den Rängen erfolgreich bestreiten.

TP

Es spielten:

Im Tor: Tom L., Lennox N

Im Feld: Louis G. (5), Niels F. , Adrian G. , David G. (3), Konrad P. 10), Jonas R. , Thorben K. , Paul K.(7), Aron Z.



SG Rödertal / Radeberg II   –   MSV Bautzen 04      29 : 12   (13 : 5)

Im ersten Heimspiel unseres B-Jugend-Teams in der Ostsachsenliga hieß der Gegner MSV Bautzen 04. Das Hinspiel in Bautzen konnten die Mädels am Ende deutlich, nach einem holprigen Start gewinnen. In dieses Spiel musste man genau, wie beim Auswärtsspiel in Zittau personell stark dezimiert angehen. Gleich 7 Ausfälle mussten kompensiert werden! Damit wenigstens eine Wechselmöglichkeit bestand, wurde Anna aus dem C-Jugend-Team noch mit ausgeliehen, auch um gleichzeitig Spielpraxis zu sammeln. Vorm Spiel wurde Trainer Tobias Kuhnert nachträglich von seinen Mädels mit einem Geburtstagsständchen und einem leckeren Schokoladenkuchen überrascht!

Vielen Dank noch einmal dafür, Mädels!

Jetzt konnte das Spiel beginnen. Mit 3:0 konnten unsere Damen in Führung gehen. Alle 3 Tore wurden dabei von unserer Hanna erzielt, allerdings waren da bereits 11:15 min gespielt. Ein sehr zäher Start wurde also hingelegt. Die erste Auszeit der Gäste nach 10 gespielten Minuten beim Stand von da noch 2:0, kam auch wie gerufen für unser Team! Dieses Time Out zeigte insofern Wirkung, dass die Ballverluste durch Pass- und Fangfehler, sowie falsche Entscheidungen im Angriff, weitestgehend dezimiert werden konnten. Das zeigte sich dann auch in den weiteren Spielständen. 3:1; 5:2; 8:3 und 10:4 lauteten die weiteren Zwischenstände, bis zur nächsten Auszeit der Gäste nach 20 Minuten. Doch auch davon ließ sich die SG nicht in ihrem Spielfluss, den sie inzwischen gefunden hatten, beirren. Der Vorsprung konnte weiter, auf 13:5 bis zur Pause, ausgebaut werden.

Halbzeit, das bedeutete Durchschnaufen und Kräfte sammeln um die zweiten 25 Minuten ähnlich gut auf die Platte zu bringen.

Bautzen brachte zu Beginn des zweiten Durchgangs eine nicht ganz so spielerfahrene 6 aufs Feld. Mit einer 11:0 Serie wurde der Vorsprung noch einmal deutlich ausgebaut zum zwischenzeitlichen 24:5! Die beiden Rückraum-Damen der Gäste (Leonie Lips und Pauline Ehrke), die unserer SG doch hier und da, in der Verteidigung doch so ihre Probleme machten, fehlten ihrem Team in dieser Phase ganz einfach. Vor allem Letztgenannte, brachte mit Ihren genauen Würfen aus dem Rückraum, beim Stand von 25:6 mit einer persönlichen 3:0 Serie zum 25:9, den Lauf unserer Mädels und die bis hier her gute Abwehr in Wanken! Doch die Gastgeberinnen stabilisierten sich wieder und brachten das Spiel anständig mit 29:12 ins Ziel!

Leider verletzte sich in der letzten Spielminute eine Bautzener Spielerin unglücklich am Knie, was hoffentlich keine langwierigen Probleme mit sich ziehen wird.

Von dieser Stelle aus: Gute Besserung!

Jahresübergreifend, konnten sich unsere Damen somit über das dritte Spiel in Folge freuen.

So kann man in die Winterferienpause gehen, ehe dann als nächstes mit Bischofswerda, Cunewalde/Sohland und Neugersdorf, die Gegnerinnen warten, die man schlagen muss, um in der Tabelle evtl. noch ein Stück nach oben zu klettern. Dies wird allerdings ein hartes Stück Arbeit. Denn auch hier werden uns Antonie und Lea noch nicht wieder unterstützen können, genau wie Lara. Lea wünschen wir, für ihre bevorstehende OP am Kreuzband alles Gute und einen bestmöglichen Heilungsverlauf.

Es spielten:        Coco Schönfeld (7);  Hanna Gräfe (10); Nele Frenzel; Finnja Kuhnert (5/2); Jasmin Zschaler; Merle Marx (TW); Anna Höfgen (2); Lea-Marlen Opitz (5)

Trainer:               Katja Wimmer-Berndt; Tobias Kuhnert