Auch in seinem letzten Spiel in der Verbandsliga kann das HSV-Team eine letzte Niederlage nicht abwenden und geht mit 32:22 (15:13) in Priestewitz klar unter.

So richtig schienen die Pulsnitzer schon in den letzten Spielen nicht mehr an sich glauben zu wollen. Bekannt ist, dass der Wille Berge versetzen kann. Der war den Pfefferkuchenstädtern in der gesamten Serie zwar nicht abzuerkennen, aber so richtig als geschlossenes Team brachten sie das nicht all zu oft rüber. Dazu waren wohl auch diesmal die Berge zu hoch, als das eigene Angebot reichte, sie zu bezwingen. Dass die dabei fehlende Spannkraft vor allem dem Angriffsspiel nicht den Stempel aufdrückte, war letztlich auch in Niederau sichtbar. Da wird eine Halbzeit gut mitgespielt, aber die eben auch nicht beherrscht. Die Abwehr steht und arbeitet gut, aber im Angriff hapert es mächtig. Handball lebt nun einmal von den Toren. Wenn deren Quote Woche für Woche unter 25 stagniert, dann ist trotz guter Abwehr kaum ein Blumentopf zu gewinnen. Die Anspannung in der Defensive kostet zudem die Körner im Vorwärtsgang und damit die Konzentration beim Abschluss. Die Entlastung durch die einfachen Tore kommt dann nicht zustande. Auch in Priestewitz legten die Mager und Co. wieder vor, lagen zu Beginn der Partie in Front. Mitte der ersten Hälfte stand weiter eine 7:5-Führung zu Buche und dann kommt die erste Schwächephase. Die Gastgeber drehen das Spiel und ziehen durch sechs Tore in Folge auf und davon. Hoch anzurechnen, dass da noch nicht der Faden völlig verloren ging, aber das war schon vorentscheidend. Die Not, den Rückstand aufzuholen, kostet Kräfte, die später meist fehlen. So wurde auch bis zum 23:19 weiter gekämpft, aber näher an den Gegner ran ging es eben nicht. Der band mit weiteren fünf Toren in Folge den Sack endgültig zu. Wieder mussten die Männer von Michael Schwenke erkennen, dass es nicht reicht.  Zudem waren die Pulsnitzer zu sehr mit Abschiedsgedanken beschäftigt, was Michael Schwenke in folgende Worte fasste: „Abschied war das prägende Wort beim letzten Saisonspiel der Pulsnitzer Handballer in der Verbandsliga. Zum einen war da der Abschied vom langjährigen Kapitän Jens Mager, der bei seinem letzten Spiel für die erste Männermannschaft nochmal drei Tore beisteuerte. Weiterhin war da der Abschied der Pulsnitzer aus der Verbandsliga, der sie über viele Jahre angehörten. Zu guter letzt kam es zum dritten Abschied des Spiels leider nicht, da Stefan Gneuß verletzungsbedingt fehlte. Abschiedsgeschenke wollten die Pfefferkuchenstädter dennoch nicht an den starken Aufsteiger aus Niederau verteilen. Dies machten sie zu Beginn des Spiels auch gleich deutlich, als man über variables Kombinationsspiel und aggressive Abwehr den Hausherren ebenbürtig war. Als Oliver Scholze im Tor auch heiß lief, konnte man gar 4:6 und 5:7 in Führung gehen. Doch damit war die beste Phase der Gäste auch gespielt und die Pulsnitzer konnten in der Folge allenfalls mitspielen.“ Nach 20 Minuten und Auszeit stabilisierte sich der HSV durch Umstellung im Angriff auf das 4:2-System und angetrieben von John Eppendorfer und dem jungen Kenny Kasper kurzzeitig. Dann ereilte Daniel Schwenke die rot/blaue Karte. Nach einem rüden Foul an Kasper bei dessen 15:13 „von dem sehr weit vor dem Tor agierenden Niederauer Keeper hart getroffen und die Emotionen nochmal hoch kochten“, so Schwenke gab es diese Ausschlussstrafe. Schwenke: „Das, weil er dem verursachenden Keeper etwas zu unflätig die Meinung ob seiner übertriebenen Aktion geigte. Das schien der dezimierten Mannschaft sämtlichen Wind aus den Segeln zu nehmen. Der 20:15-Rückstand und die nötige Auszeit der Gäste in der 39. Minute bewirkten nochmals ein kurzes Aufbäumen bis zum 21:18, bevor jedoch alle Dämme brachen und der HSV den elf Toren der Hausherren nur vier eigene entgegen setzen konnte.“ Vielleicht ist der Abstieg so wirklich die einzige Alternative. Um aber aus dem Tal herauszukommen, bedarf es neuer Impulse und vor allem Teamwork, das Berge versetzt. Die werden nun zwar kleiner, aber es dürfte eine Etage tiefer bissiger zugehen. Im Vergleich zur Vorsaison lässt die Statistik keine Verbesserungen erkennen. Damals wurden noch 15 Punkte geholt, diesmal nur zehn. Die Abwehr stand geleichmäßig gut (622 zu 624), aber im Angriff gelangen diesmal 81 Treffer weniger. Wurden 2016 sieben Siege geholt bei 14 Pleiten so gab es 2017 lediglich fünf Erfolge bei 17 Niederlagen. Rangierten im Vorjahr zwei Werfer unter den Top 15, so ist es diesmal wohl gar keiner. Natürlich müssen Statistiken bewertet werden, aber das hilft nur bei den richtigen Schlussfolgerungen. Bleibt zu hoffen, dass die in der nächsten Saison in der Bezirksliga greifen. Und eines ist dringend nötig, eine solide Ausrichtung und Kontinuität des gesamten Kaders.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, O. Scholze; Liese (3/1), Kasper (3), Mager (3), Kuban, Eppendorfer (7/1), Liebschner, Schulze (4), Lüttke (2) und D. Schwenke.

Eberhard Neumann


Apr 14

WJB:  OSTSACHSENMEISTER 2017!!!!!

 

Bautzener LV Rot-Weiss 90 – SG Pulsnitz/Oberlichtenau  16:20 (08:12) 

 

Glückliche Gesichter allerseits nach dem Abpfiff auf Seiten der SG. Hatte doch die SG gerade beim Dritten der Liga den „Deckel drauf gemacht“ und den Ostsachsenmeistertitel in beeindruckender Manier geholt, betrachtet man die gesamte Saison.

Mit fast voller Kapelle war die Mannschaft zur Mission „Ostsachsenmeister“ an ihrem letzten Spieltag nach Bautzen aufgebrochen. Die Konstellation war klar, mit einem Sieg war man unerreichbar, ein Remis sollte ebenfalls reichen, da man mit dem ärgsten Verfolger Zittau im direkten Vergleich, trotz einer Heimniederlage, ebenfalls vorn lag. Man wollte aber mit einem (letzten) Sieg für klare Verhältnisse sorgen, das war die Zielstellung.

Da nur ein Schiedsrichter angereist war, musste R. Wimmer, der eigentlich als Zuschauer das Spiel genießen wollte, das Schieri-Gespann komplettieren.

 

Es war ein nervöser Einstieg ins Spiel. Nach 2 Minuten ging der Gastgeber in Führung und  legte anschließend noch den 2. Treffer nach. Hier merkten unsere Mädchen schon, dass vor einem möglichen Sieg ein hartes Stück Arbeit vor ihnen liegen wird. Von Anfang an wurde eine Manndeckung gegen die Nr. 2 der Bautznerinnen gespielt, was sich im Spielverlauf als wichtige und entscheidende taktische Lösung heraus kristallisieren sollte.

Nach 5 Minuten begann dann auch die SG mit dem Tore werfen. Von da an kamen die Gäste besser ins Spiel und setzten sich, bis zur 9. Minute, folgerichtig auf 5:2 ab. Aber die Gastgeberinnen konnten wieder auf 5:4 verkürzen, was in der 14. Minute die Auszeit der SG zur Folge hatte. Beim Stand von 7:5 für den Tabellenführer gab es eine doppelte Überzahl, bei der wohl jeder Zuschauer dachte, dass die Führung weiter ausgebaut werden würde. Aber danach stand ein 7:7 auf der Anzeigetafel, weil diese Spielsituation ganz einfach schlecht gespielt wurde. Nun gelang den Schimang- und Kay-Schützlingen aber wesentlich mehr. Speziell über die linke Seite (halb links und links außen) war man erfolgreich. Erstmals im Spiel warfen unsere Mädchen einen 5-Tore-Vorsprung zum 7:12 heraus. Mit einem 4-Tore-Polster ging es in die Kabinen. 

Gerade in der Chancenverwertung konnte heute, gegenüber vorangegangenen Partien, deutlich zu gelegt werden (75%). Wenn etwas schief ging, waren es technische Fehler bevor es zum Abschluss kam. Über die Torfrau braucht man nicht groß zu sprechen. Sie hielt, wie immer, was zu halten war und mit 65% der gehaltenen Würfe war sie einmal mehr der Rückhalt der Mannschaft.    

Der 2. Durchgang begann, warum auch immer, sehr zerfahren. Die SG startete in Unterzahl, der 1. Treffer in Halbzeit 2 fiel erst 6 Minuten nach Wiederanpfiff und dann auch noch für Bautzen. Beim Stand von 11:13 und wiederholter Unterzahl gab es die nächste Auszeit der SG in Minute 36. Die nächste 2-Minuten-Strafe ließ nicht lange auf sich warten, jedoch in dieser Unterzahl gelangen unseren Mädchen 2 Treffer zum 12:16, was wieder den alten 4-Tore-Vorsprung bedeutete. Die Bautznerinnen stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Beim Stand von 14:19 waren noch 3 Minuten zu spielen. Die SG wiedermal in Unterzahl und dann wurde noch ein Strafwurf verschossen. Als aber 1:30 vor Ultimo der 20. Treffer zum 15:20 fiel, wussten alle, dass der „Deckel drauf“ war. 

4 Sekunden vor der Sirene erhielt T. Schimang noch Rot-Blau, was für alle zu diesem Zeitpunkt nicht so recht nachvollziehbar war. Aber bereits 5 Sekunden später rückte dies in den Hintergrund, weil nur noch die Freude über den Titelgewinn im Vordergrund stand. 

 

Nach einer überaus erfolgreichen Saison mit einer einzigen Niederlage, die als Ausrutscher suggeriert werden kann, gebühren der Mannschaft und den Trainerinnen, dem gesamten Team, alle Glückwünsche und höchste Anerkennung. Dieser grandiose Erfolg wird auch die Mädchen auf ihrem weiteren sportlichen Weg prägen.

Noch ist nicht ganz Schluss. Im Mai (13./14.05.) findet noch die Spartakiade für diese AK statt. Dies ist aber „Zukunft“, jetzt wird erst einmal gefeiert!

(StB)

 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit:

T. Schimang (3); I. Maschke (1/1); J. Eisold (3); L. Kühnel (1); A. Ulbricht; L. Roch (3); N. Oswald; Ch. Hartmann (4/2); C. Höfgen (4); L. Hanisch; J. Hanusch (1) ; L. Garten; Im Tor: L. Bramborg  

MV`s: H. Schimang und G. Kay

 

         OSTSACHSENMEISTER 2017 – SG Pulsnitz/Oberlichtenau       



Mit einem 34:30 (13:16)-Heimsieg verabschieden sich die HSV-Männer mit einer ordentlichen und engagierten Leistung von ihrem Heimpublikum.

Zum letzten Heimspiel gegen Sagar waren noch einmal viele Fans und Zuschauer gekommen. So richtig schienen viele noch nicht realisiert zu haben, was da passierte. In mehrfacher Hinsicht war das ein historischer Tag für den HSV 1923 Pulsnitz. Ehe das Spiel begann, wurde Stefan Gneuß vor sein Team gerufen und aus Mannschaft und Verein verabschiedet. Er kehrt in seine Heimat nach Radeburg zurück. Trainer Michael Schwenke hatte sich das Mikrofon genommen und rief anschließend Jens Mager zu sich. Der Kapitän geht nach 20 Jahren in der ersten Männermannschaft von Bord. Schwenke zählte seine Verdienste um Mannschaft und Verein auf und seine Teamkollegen ehrten ihn mit Foto-Kollage und Geschenken. Der Abgang von Mager ist gleichzeitig ein großer Umbruch für den HSV. So wie es sich für ihn vor zwei Jahrzehnten anfühlte, muss es für die nun in die Verantwortung tretenden Jugend-Spieler sein. Im Spiel selbst standen dann auch sie und Mager selbst im Mittelpunkt. So wie erhofft, zeigte der noch einmal Kostproben seines Könnens und was die jungen von ihm lernen können. So bescheiden wie er die Ehrungen genoss, schmiss er sich noch einmal für Team und Verein ins Zeug. Vor allem im Angriff sorgte er mit neun Treffern wieder einmal für die Höchstzahl bei ganz wenigen Fehlversuchen. Dass ihm um die Nachfolge nicht bange sein muss, bewiesen besonders zwei Jungspunde. Im Tor lief Kevin Hoppe nach Startschwierigkeiten zur Höchstform auf und entschärfte auch viele Hundertprozentige. Neben Hoppe und Mager zeigte dann auch Ronny Kuban sein Potential. Mit seinen sechs Treffern avancierte der zum zweitbesten Werfer seiner Mannschaft. Dabei konnte er noch einmal erleben, wie es aussieht, wenn man als Angriffsspieler eine Top-Leistung bietet. So war Mager kaum zu halten und zerrte permanent an den Ketten. Die konnten ihn auch trotz zeitweiliger Manndeckung nicht bremsen und in seinem Aktionsradius entscheidend einschränken. Aber nicht nur die drei Genannten machten diesmal das plus der Pulsnitzer in einem umkämpften aber immer fairen Kellerduell mit den Sagaranern aus. Die Mannschaft bot insgesamt eine geschlossene Leistung und forderte speziell im zweiten Durchgang das Publikum zu rhythmischem Klatschen und Beifall auf offener Szene. Dass die Gäste nicht als Punktelieferant gekommen waren, bewiesen die auch hinlänglich. Die bekannten und in der Saison immer wieder verlustreichen Schwächen der Gastgeber aufdeckend, beherrschten sie die erste Halbzeit und gingen mit drei Toren plus in die Kabine. Dabei ragten im gesamten Spiel besonders Tommy Erlitz (12 Tore/3 Strafwürfe) und Tobias Ladusch (8/2) heraus. Letzterer wurde aber auch durch Pressdeckung an mehr Erfolgen gehindert. Auf die bessere gegnerische Einstellung bis zum Wechsel aber hatten die Gastgeber immer eine Antwort und die Steigerung im zweiten Durchgang. Die Wachablösung Mager- Kuban konnte ebenso positiv verbucht werden wie 14 Paraden von Hoppe in 45 Minuten bei sieben freien Würfen. Sagar konnte diese Geschlossenheit nicht erzielen und verlor so nach der Pause zeitweilig den Anschluss, kämpfte sich aber immer wieder toll heran. So mussten die Pulsnitzer bis in die Schlussphase ackern, um den Sieg zu sichern. Das große Plus war diesmal die ideenreichere und erfolgreichere Offensive. Dies brachte auch den HSV-Bestwert von 34 eigenen Treffern. Auch Schwenke war der Stolz über das Spiel trotz ein wenig Wehmut anzumerken, als er meinte: „Das war ein würdiges Abschiedsspiel für Jens Mager und Stefan Gneuß. Besonders für Jens freut mich dessen gutes Spiel am Ende von 20 Jahren bei den ersten Männern. Von Beginn an haben wir eine gute Partie gespielt und vor allem Tore von außen verhindert. Wir blieben in der ersten Halbzeit gut in Schlagdistanz. In der zweiten haben wir umgestellt und vor allem das 4:2 im Angriff hat gefruchtet. Rony Kuban hat endlich ein mutiges Spiel gezeigt und viele Tore erzielt. Auch Kevin Hoppe war gut drauf und hielt auch einige Bälle von außen. Ich bin insgesamt sehr zufrieden, auch weil wir verhindern konnten, mit einer Niederlage möglicherweise noch Letzter zu werden.“ Auch das Publikum war zufrieden, feierte mit dem Team noch lange danach und sieht mit einem lachenden und einem weinenden Auge der Bezirksligasaison entgegen. Umbruch und Neuanfang eine Etage tiefer sollten aber positiv gesehen werden und gelingen.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, O. Scholze; Liese (2), Kasper, Gneuß (2), Mager (9), Lüttke (4), Kuban (6), Eppendorfer (6/4), Schöne, M. Scholze, Liebschner, Schulze (5) und D. Schwenke.

Eberhard Neumann



Mit einer aufs Äußerste desolaten Auswärtspartie verlieren die HSV-Männer in Großenhain mit 32:20 (12:10) klar und verdient.

1.April – eigentlich ein Tag wie jeder andere. Aber diesmal kamen sich die wenigen treuen, nach Großenhain mitgekommenen Fans doch ziemlich veräppelt vor. Einer von denen, den viele auch so nennen, war vor Frust schon lange vor dem Abpfiff verschwunden. Es war zeitweise auch sehr frustrierend, wie sich die Männer von und um Michael Schwenke präsentierten. Dabei war der Auftakt nicht so schlecht. Der Gastgeber trat mit nur einem Wechselspieler an und schien so überrennbar zu sein. Doch am Ende war das Gegenteil der Fall, denn schnell wurde klar, dass hier gegen mehr in einer gut gefüllten Halle zu kämpfen war. Treffende Worte zum Desaster fand Schwenke gleich nach dem Spiel: „Wir spielten heute planlos, verängstigt und einfach schlecht und auch mit wenig Glück. Frühzeitig verloren wir unseren besten Abwehrspieler. Rot war da total übertrieben. Auch unsere Kreisanspiele kamen nie an, weil sie vorher weggepfiffen wurden. Mit der Schiri-Leistung bin ich total unzufrieden. Das alles hat uns völlig runter gezogen. Dabei konnte ich mit unserer ersten Hälfte noch zufrieden sein, denn da war alles offen. Wir hatten uns auf 10:10 heran gekämpft und dann dummerweise vor dem Wechsel noch zwei unnötige Tore hingenommen. In der zweiten Hälfte wollten wir das Spiel durch Tempo entscheiden, was in die Hosen ging. Fast jeder Gegenangriff war ein Tor, während bei uns die Präzision fehlte. So kann man nicht gewinnen. Einzig die jungen Spieler wie Kuban und Kasper brachten eine ordentliche Leistung auf die Platte, auch wenn ihnen manchmal noch etwas der Mut fehlt. Unser Ziel ist es jetzt, die Saison so gut wie möglich runter zu spielen.“ Eigentlich gibt es dem nicht viel hinzuzufügen, weil die Aussagen voll den Kern der Sache, die Eindrücke der Betrachter und die allgemeinen Emotionen treffen. Doch so einfach abzutun ist es eben nicht. Immerhin standen beide Teams vor einem Abstiegsspiel. Da kann jeder erwarten, das mit einer Leidenschaft gekämpft und gespielt wird, die dann auch zu Niederlagen führen kann. Bis zur zwölften Minute war schon der Siegeswille zu erkennen. Das Rot für Tobias Liebschner zog alle mächtig runter und schien das Team zu blockieren. Doch ehrlich gesehen, war schon bis dahin im Angriff so etwas wie tote Hose zu verzeichnen. Bis dahin wurden klarste Chancen weggeworfen. Da wurden drei Fehlabspiele in Kontern produziert, da wurden drei total freie Würfe auf Torwart und Latte gezimmert, da hielt Kevin Hoppe einen Strafwurf – was wollten die Pulsnitzer eigentlich mehr? Anstatt 4:8 stand es so nur 4:2 und die Luft schien ganz raus zu sein. Auch in der Folgezeit gelang wenig, auch wenn das Spiel noch offen gehalten wurde. Über den zweiten Abschnitt lohnt es nicht zu berichten, denn wieder wurden nur zehn Treffer markiert, ein Manko der gesamten Saison. Der Gegner, der dann eigentlich konditionell an die Wand gespielt werden sollte, machte seinerseits immerhin 20. Das Fehlen in einem so wichtigen Spiel von Leuten wie Schulze oder Schäfer war zwar Schwächung genug, aber die Gastgeber machten viel mehr aus noch größerer Personalmisere. So verloren sie durch Verletzung einen Spieler und waren so nur noch zu sechst. Dann erschien plötzlich noch ein weiterer Akteur, was jedoch nie Spiel entscheidend war. So wird der Gang in die Bezirksliga immer wahrscheinlicher.

Im kommenden Spiel gegen Sagar wird eine Reaktion des Teams und ein Auftreten als solches erwartet, auch wenn Platz zehn nun unerreichbar ist.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Weißenfeld; Kasper (1), Gneuß, Mager (5), Lüttke (3), Kuban (3), Eppendorfer (5/2), Schöne, Liebschner, M. Scholze, D. Schwenke (1).

Eberhard Neumann



 SG Pulsnitz/Oberlichtenau1. – LHV Hoyerswerda2.  21:30 (11:17)

 

Nun war er bereits wieder ran, der letzte Spieltag in der OSL bei der MJC. Unsere Jungs empfingen dazu die Zweite vom LHV Hoyerswerda. Die SG auf Platz 5 liegend, ohne Chance auf Verbesserung, wollte gegen den feststehenden Bronzemedaillen-Gewinner noch einmal zeigen, dass sie es besser können, als es die letzten Ergebnisse belegten.

Die SG-Bank hatte keine Ausfälle zu beklagen, so dass alle 12 Mann die Partie  aufnehmen konnten. Die Gäste für ihre flinke Spielweise bekannt, begannen fast überfallartig das Match. Jedoch vorerst ohne Erfolg, denn der 1. Treffer blieb unseren Jungs vorbehalten. Aber die Zusestädter glichen aus und übernahmen anschließend die Führung, die sie auch nicht mehr hergeben sollten. Bereits in dieser Phase ließen unsere Jungs einige Chancen liegen, was der Tabellendritte zur 5:1- Führung nutzte. Deshalb auch die Auszeit des Gastgebers in der 6. Minute. Zu rechtslastig war das Spiel der SG und die Trefferquote musste verbessert werden. Die Abwehr stand so schlecht nicht, was auch dem Torhüter im ersten Abschnitt ermöglichte, 10 Würfe zu parieren. So blieb der 4-Tore-Vorsprung der Gäste bis zum 11:15 kurz vor der Pause konstant (4:8 / 8:12 / 10:14).

In der Schlussminute konnte der LHV nochmal nachlegen und unsere Jungs kassierten noch zwei unnötige Tore.

Dieser Rückstand war schon eine Bürde für den 2. Durchgang. Aber man wollte einfach weiter machen, sich auf die eigenen Stärken besinnen und weniger auf das Resultat schauen.

Der Favorit aus Hoyerswerda überraschte nach 10 Minuten kurzzeitig mit Manndeckung und konnte sich bis auf 14:24 absetzen. Unsere Jungs hatten nach wie vor mit der Chancenverwertung zu kämpfen. Aber die kämpferische Einstellung der SG stimmte und dies wurde dann auch zwischenzeitlich belohnt. Bis zum 21:26 kämpften sie sich heran, was zu diesem Zeitpunkt eine 1-Tore-Führung in Halbzeit 2 bedeutete. Dies hatte natürlich „Körner“ gekostet und bis zum Schlusspfiff mussten sie den Gegner noch einmal bis zum Endresultat von 21:30 ziehen lassen.

Das Wort Enttäuschung war heute fehl am Platz. Die Jungs haben sich wacker geschlagen und konnten das Spielfeld erhobenen Hauptes verlassen.

Eine Saison der kleinen Schritte mit leichter positiver Entwicklung, aber dann auch wieder mit Rückschlägen, ist nun mit Platz 5 beendet. Die Jungs haben sich bemüht, konnten aber oft die guten Trainingsleistungen im Spiel nicht abrufen. Mehr war leider aus diesen und anderen Gründen nicht möglich. Ganz wichtig jedoch, es hat sich eine Mannschaft, ein Team gefunden. Jetzt liegt der Fokus auf der Frankreich-Fahrt, die über die Oster-Feiertage alle Handball-Verrückten wieder in Atem halten wird. Viel Spaß und Durchhaltevermögen allen Teilnehmern bei unseren französischen Handballfreunden, sowie bei der 22-stündigen Busfahrt.

Im Mai (20./21.05.) findet dann noch der Rausschmeiser der Saison statt, die Spartakiade.

Mannschaft und Trainer möchten sich auch bei den Eltern bedanken, die bereit waren uns bei den Auswärtsfahrten zu begleiten und auch sonst Unterstützung gegeben haben. 

In der neuen Saison wird es wieder eine neu formierte MJC geben, da einige Spieler die Mannschaft in Richtung B-Jugend verlassen müssen.

(StB)

SG Pulsnitz/Oberlichtenau1. spielte mit:

  1. Gebler (1); M. Zschiedrich (6); N. Voigt; F. Eichner (5); D. Glöß; T. Richter (4); J. Boden; N. Schöne; T. Hohmann (4); T. Frenzel (1); R. Schwan


Samstag, 01.04.2017, 15:15 Uhr, Sporthalle Pulsnitz: die B-Jugend der SG Pulsnitz/Oberlichtenau empfängt den Tabellendritten BSV Görlitz. Ziel für die SG sollte sicherlich sein, das Gesicht zu wahren und ein ordentliches Spiel abzuliefern und den Görlitzern keinen zu hohen Sieg zu ermöglichen. Zur Verstärkung hatte man sich Florian Drabant und Colin Herms geholt, musste aber leider auf den gesperrten Franz Johne verzichten.

Pünktlich eröffneten die Schiedsrichter das Spiel. Die beiden Teams tasteten sich kurz ab und dann ging es auch schon zur Sache. Lange Zeit war es ein recht ausgeglichenes Spiel, beide Mannschaften lagen gleichauf. Mitte der ersten Halbzeit brach dann die Leistung der Jungs der SG ein und Görlitz konnte das Spiel mehr und mehr bestimmen. Schuld war die miese Abwehr der SG, die es den Görlitzern ermöglichte, recht einfach zum Torerfolg zu kommen. So ging man bei einem Stand von 12:16 in die Halbzeitpause. Einige Spieler und auch Zuschauer ließen die Köpfe schon ein wenig hängen. „Das wird die nächste Klatsche“- war bei den Zuschauer zu hören….

Die MV`s hatten in der Kabine so einiges zu besprechen, allem voran die desolate Abwehrleistung. Aber aufgeben ist nicht auch wenn ein 4-Tore-Rückstand gegen Görlitz schon eine recht große Aufgabe sein sollte. Zumal auch der mitgereiste Fanblock der Görlitzer recht aktiv war.

Nach dem Wiederanpfiff durch die Schiedsrichter hatte man das Gefühl, dass die Jungs der SG hier noch etwas tun wollten. Und sie taten etwas: sie packten in der Abwehr beherzter zu und setzten im Angriff ihre Chancen auch in Tore um. So kämpfte man sich wieder heran und ging sogar in Führung. Die Görlitzer schienen total überrascht und hatten erst einmal nicht viel dagegen zu setzen. Mehr und mehr gelang den Spielern der SG. Ihren 3…4 Tore-Vorsprung wollten sie nun nicht mehr hergeben. Sie hatten richtig Spaß am Spiel und der Kampfgeist war geweckt. Dies ließ man sich auch nicht nehmen, als erst Colin Herms und kurze Zeit später auch noch Florian Drabant mit sehr fragwürdigen roten Karten von der Platte mussten. Es wurde um jeden Ball gekämpft und so manche Aktion, die man schon als verloren glaubte, konnte doch noch mit einem Treffer beendet werden. Der SG-Fanblock war nun schon aufgestanden und feuerte die Jungs nochmal richtig an. Der Gäste-Fanblock hingegen wurde immer ruhiger und schüttelte nur noch den Kopf. Damit hätte wohl niemand gerechnet. Und so hieß es am Ende 29:26 für die SG Pulsnitz/Oberlichtenau.

Ein hochverdienter Sieg, der für die verbleibenden Spiele Hoffnung machen sollte.

Es spielten: Maurice Pascal Ludwig, Maximilian Krahl, Oliver Grafe, Max Ziesche, Stefan Lembke, David Moschke, Collin Wagner, Adrian Konrad, Florian Drabant, Colin Herms

Im Tor: Justin Fichte



SG Pulsnitz/Oberlichtenau – TBSV Neugersdorf  19:24  (10:08)

 

Die Folge nach dem Spielausfall gegen Zittau vor 14 Tagen, welches mit 2:0 Punkten für die SG gewertet wurde, war eine längere Spielpause von 3 Wochen, die bekanntlich nicht so gut tut. Nun ging es gegen den Tabellenzweiten aus Neugersdorf. Die SG, auf Tabellenplatz 6 liegend, musste die Favoritenrolle damit ins Oberland abgeben. Der Gast hat noch berechtigte Hoffnungen auf den Titel und sollte alles daran setzen, dass Spiel erfolgreich zu gestalten.

Die Zuschauer hatten teilweise noch gar nicht richtig Platz genommen, da gab es zum Erstaunen aller nach 30 Sekunden (!) schon eine 2-Minuten-Strafe für M.-P. Ludwig. So ging es gleich zu Beginn in Unterzahl, mit der Gäste-Führung, weiter. Aber unsere Jungs blieben dran und glichen aus. Beim Stand von 2:2 hielt F. Drabant 3 Bälle hintereinander, was seine Vorderleute zum Anlass nahmen erstmals in Führung zu gehen. Es war eine sehr umkämpfte Partie auf Augenhöhe. In der 14. Minute, beim Stand von 5:4 für die SG, musste M.-P. Ludwig das zweite Mal für 2 Minuten auf die Bank. Auf Grund dieser zeitigen Zeitstrafen hatte man berechtigte Zweifel, ob er das Spiel überhaupt beendet. Dies vorweg er hat. In dieser Phase der Begegnung war es meist so, die SG legte vor und die Oberländer glichen aus. Beim Stand von 7:6 konnten sich unsere Jungs das erste Mal mit 2 Toren absetzen. Die Gäste bekamen dabei F. Johne, mit insgesamt 9 Treffern im Spiel, nicht so recht in den Griff. Die Bank der Neugersdorfer merkte, dass sie etwas tun müssen und nahmen die Auszeit in Minute 22. Aber der 2-Tore-Vorsprung hielt bis zur Pause, auch weil der Strafwurf Sekunden vor dem Ende durch F. Drabant gehalten wurde, als die Uhr herunter gelaufen war. Spannung für den 2. Durchgang war dadurch prognostiziert.

Gleich nach Wiederanpfiff konnte sich der SG-Torwart, der im wahren Handballerleben ein Feldspieler ist, wieder auszeichnen, indem er den zweiten von drei gehaltenen Strafwürfen parierte. Leider kam der Abpraller zurück zum Gegner, der im Nachschuss verwandelte. Der Tabellenzweite konnte, in der Anfangsphase des letzten Spielabschnittes, mit einem 4:0-Lauf die Führung der SG in eine eigene 2-Tore-Führung drehen. Circa 5 Minuten dauerte es, bis unsere Jungs den ersten Treffer nach der Pause erzielten. In der 32. Minute dann folgerichtig die Auszeit der SG, beim Stand von 11:13. Nun wurde gegen F. Johne eine Einzel-Manndeckung gespielt. Diese wurde jedoch taktisch gut gelöst, so dass er trotzdem noch zu wichtigen Toren kam. Mit dem 15:15 war dann nochmal der Ausgleich hergestellt und das in Unterzahl. Aber postwendend ging Neugersdorf wieder in Führung und der Gastgeber hatte zusehends Mühe dran zu bleiben. Die Partie wurde hektischer. Nicht zuletzt, weil auch das Radeberger – Schiedsrichtergespann mit nicht schlüssigen Entscheidungen für Betrachter und Spieler die Lunte dafür etwas gelegt hatte. Kurz vor Schluss erhielt F. Johne, wegen einer verbalen Unsportlichkeit, noch die blaue Karte. Dies tut besonders weh, zieht es doch eine Sperre nach sich. Unter Umständen ist die Saison damit für ihn beendet. Unverständlich und wohl auch unsportlich, das Applaudieren dafür auf der Neugersdorfer Bank, inklusive Trainer. In dieser Unterzahl legte der Gast noch einmal nach und konnte sich auf 5 Tore absetzen. Dem Spielverlauf nach, ist diese Niederlage leider zu hoch ausgefallen. Aber in der SG – Trefferquote von 50% sind sicher auch Ursachen zu suchen.

  

Die SG hängt im Mittelfeld fest und wird dieses auch nicht mehr verlassen (maximal wäre noch Platz 5 drin, aber ob das noch realistisch ist?). Die Medaillen sind vergeben, ohne unsere Jungs. Ein „jetzt erst recht“ können sie aber bereits nächste Woche unter Beweis stellen, denn da kommt der Tabellendritte, BSV Görlitz, nach Pulsnitz. Anwurf ist am 01.04. um 15.15 Uhr. Und das ist kein Aprilscherz ……..

(StB)

 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit:

M.-P. Ludwig (5); O. Grafe; M. Krahl (4); D. Moschke; F. Johne (9/3); M. Ziesche (1); A. Konrad; C. Wagner; J. Fritsche; J. Richter; F. Thieme

im Tor: F. Drabant



SG Pulsnitz/Oberlichtenau – TBSV Neugersdorf  25:10  (10:04)

 

Nun stand das letzte Spiel der „englischen Woche“ an. Hatte man vor Wochenfrist in Bad Muskau einen Kantersieg eingefahren (34:5), so gab es am letzten Mittwoch im Nachholespiel gegen Radeberg auswärts einen 25:20 Erfolg. Damit hatte man auch die unnötige und einzige Niederlage gegen Zittau aus den Köpfen. Nun aber kam der 4. der Ostsachsenliga in die SH Pulsnitz und die Mädels der SG mussten auch die besiegen, um in Sachen Ostsachsen-Meisterschaft auf Kurs zu bleiben. Keine einfache Aufgabe.

Aber die SG-Mädels ließen vom Anpfiff weg, keine Zweifel daran wer hier als Sieger von der Platte gehen sollte. So markierte T. Schimang das erste Tor, ihrer insgesamt 7 Treffer, zum 1:0. Beiden Teams unterliefen in der Folgezeit eine Reihe von Fehlern, so dass es nach 5 Minuten erst 2:0 stand. Dem Gastgeber gelang es dann aber den Spielfaden wieder aufzunehmen und er erhöhte auf 4:0. Nach 8 Minuten dann die erste Auszeit der Gäste, da nach diesem Fehlstart Redebedarf bestand. Anschließend passierte 5 Minuten auf dem Spielfeld nicht viel. Es dauerte bis zur 13. Minute ehe die SG auf 5:0 erhöhte. Die Torfrau, L. Bramborg, konnte in der Anfangsviertelstunde ihren Kasten sauber halten. Erst dann gelang den Oberländern der erste Treffer. Außerdem bot sie eine bemerkenswerte Vorstellung mit insgesamt 31 gehaltenen Bällen im Spiel, davon 3 Siebenmeter (=75%!). Zugegeben waren nicht alle Würfe platziert und somit haltbar. Aber das zeugt auch von einer guten Abwehrarbeit der Vorderleute. Trotz klarer Führung nutzten unsere Mädchen  eine Reihe von Chancen nicht. 13 Fehlwürfe in Durchgang eins ergeben eine Trefferquote von gerade mal 43%. Das war sicher auch Thema bei der SG – Auszeit nach 17 Minuten beim Stand von 6:2. Danach konnte der Tabellenführer mit einem 3:0-Lauf weiter enteilen und einen 6-Tore-Vorsprung mit in die Kabine nehmen.

Nach dem Anpfiff zu 2. Halbzeit konnte L. Bramborg gleich den ersten Angriff der Neugersdorferinnen zunichte machen. Im Umkehrschluss gelang im Angriff jetzt mehr, was auch die Trefferquote wesentlich verbesserte und mit einem 6:1 setzte sich der Gastgeber auf 16:5 ab. I. Maschke erwies sich im 2. Abschnitt dabei als sichere 7m-Schützin. Im Gäste – Spiel fehlten oft die Anspielstationen, was dann Schrittfehler und Doppeldribblings zur Folge hatte. Dies und natürlich der Spielstand veranlasste die Bank von Neugersdorf zur nächsten Auszeit nach 32. Minuten. Besserung, aus Sicht der Gäste, brachte diese jedoch nicht. Unsere Mädchen konnten immer wieder Bälle abfangen und im Konter einnetzen. Das Spiel war längst entschieden und über die Spielstände 19:6 / 22:8 ging es zum Endergebnis von 25:10. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung feierte die SG ihren dritten Sieg innerhalb einer Woche. Das gebührt Anerkennung an Mannschaft und Trainer.

Nun hat die SG nur noch ein Spiel und das findet am 08.04., um 10 Uhr in der SH Schützenplan in Bautzen, gegen den LV Rot-Weiss 90 statt, der momentan noch Platz 2 belegt, aber mit 6 Minuspunkten bereits 4 Zähler zu unseren Mädchen Rückstand hat. Der ärgste Verfolger der SG, OSV Zittau, hat noch zwei schwere Spiele gegen Neugersdorf und Bautzen zu absolvieren und kann dabei durchaus Federn lassen. Bleiben unsere Mädels erfolgreich, kann nichts mehr „anbrennen“ und sie würden dann endgültig „von oben grüßen“!.  

(StB)

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit:

  1. Schimang (7); I. Maschke (6/4); J. Eisold; J. Brüssow; L. Kühnel; A. Ulbricht; L. Roch (6); L. Voigt (2); N. Lippmann; N. Oswald (1); Ch. Hartmann (3)


Am 22.3.2017 fand das Nachholespiel gegen den SV Radeberg in Radeberg statt. Leider waren keine Schiedsrichter angereist, so dass den Job kurzfristig R. Wimmer ( Pulsnitz) und C. Ciesla (Radeberg) übernehmen mussten. Vielen Dank dafür!
Insgesamt war es eine sehr faire Partie, bei der die Freude, Handball zu spielen, zu spüren war. Natürlich wollten wir den Sieg. Deshalb wurde eine offensiv geführte Manndeckung gewählt, um die Leistungsträgerin in ihren Aktionen zu bremsen. Dies ist Lisa, Khira-Li und Chantal sehr gut gelungen. Der bessere Start war auf der Pulsnitzer Seite, so dass ein 3-Tore-Vorsprung herausgespielt wurde. Eine gut Abwehrleistung ermöglichte viele schnelle Angriffe , die erfolgreich abgeschlossen wurden. Lobenswert ist auch, dass verschiedene Angriffskombinationen ausprobiert wurden und teilweise auch erfolgreich waren. So stand es zur Halbzeit 13: 8 für Pulsnitz. Als Ziel für die zweite Halbzeit wurde von der Trainerin ausgegeben, den Vorsprung zu halten bzw. noch auszubauen. Die Mannschaft hat weiterhin konzentriert agiert, lies sich nicht wirklich aus dem Konzept bringen. So war der Sieg (Endstand 25:20)am Ende mehr als verdient.
Für die letzten zwei Spiele muss jedoch unbedingt weiter an der Chancenverwertung gearbeitet werden!
Es spielten: Lea im Tor, Tanja, Iselle, Jasmin E., Luise, Jasmin B., Nancy, Anne, Julia, Lisa, Carolin, Leonie, Chantal und Khira-Li.

G. Kay



SC Hoyerswerda 2. – HSV 1923 Pulsnitz                  15 : 19     (07 : 09)

Bereits am vergangenen Samstag, am 11.03., gewannen die Damen des HSV 1923 Pulsnitz in Hoyerswerda souverän mit  15:19 Toren und damit zwei wichtige Pluspunkte.

Da das angesetzte Schiedsrichterpaar aus Königswartha bereits am Freitag abgesagt hatte, einigten sich beide Trainer, M. Vogel (Hoyerswerda) und H. Schimang (Pulsnitz), dass sie das Spiel übernehmen und leiten werden.

In der 1. Halbzeit wechselte die Führung zwischen beiden Mannschaften ständig (2:1, 2:3 und 6:3). Die Pulsnitzer Frauen kamen ab der 15. Minute besser in Schwung und hatten in der Folge einen Lauf von 6 Toren, was ihnen eine verdiente Führung vom Spielstand 6:3 zum 6:9 einbrachte. Das änderte auch am Halbzeitstand von 7:9 nichts.

Mit einer bestens aufgelegten Torfrau, Manja Thomas, ging es in die 2. Halbzeit. Die Pulsnitzerinnen konnten weiter mit 9:11 in Führung bleiben. Die Mannschaft vom SC Hoyerswerda verkürzte noch einmal den Spielstand und schaffte den Ausgleich zum 11:11. Danach setzte sich der HSV ab und gab diese       Führung nicht mehr her (Stationen: 12:15, 13:17 und 14:18).

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung (8 Torschützen im Pulsnitzer Team) gewann der HSV dieses Spiel in Hoyerswerda mit 15:19 Toren. Hervorzuheben ist das sehr faire Spiel beider Mannschaften (fünf gelbe Karten/Verwarnungen und nur drei  2-Minuten-Zeitstrafen).

Mannschaftsaufstellung:

Torfrau: Manja Thomas;

Spielerinnen: Dana Weise (1), Katja Wimmer-Berndt (7/4), Nicole Hoffmann (3), Sabine Brückner (1), Angela Teichert (2), Sarah Schäfer (1), Vivien Richter, Dana Mehlich (1), Linda Schimang (3), Jenny Buhrig,

HSC

 

HSV 1923 Pulsnitz – OHC Bernstadt                         21 : 13     (10 : 04)

Mit viel Selbstvertrauen ging der HSV gegen den Tabellenletzten aus Bernstadt (02:26 Punkte) in das Spiel. Nach kurzem Abtasten konnten die Pulsnitzer Frauen schnell auf 8:1 davonziehen. Durch Torfrau, Dana Weise, wurden schnelle Angriffe eingeleitet und durch Angela Teichert, Linda Schimang und Sabine Brückner erfolgreich beendet. Mit einem Vorsprung von 10:4 Toren ging es in die Halbzeitpause.

Auch in der 2. Halbzeit spielten die Pulsnitzer Damen konzentriert weiter (14:4, 17:7 und 20:10). Bis zum Spielende konnten sich noch Vivien Richter, Nicole Hoffmann und Katja Wimmer-Berndt in die Torschützenliste eintragen. Einziges Manko an diesem Spieltag war erneut die 7-Meter-Strafwurfverwertung. Leider wurden von den sieben erkämpften 7-Meter-Strafwürfen nur drei verwandelt.

Am Ende stand es verdient mit 21:13 Toren für den HSV 1923 Pulsnitz. Somit festigten die HSV-Frauen den derzeitigen guten 4. Tabellenplatz mit 17:13 Punkten.      

Mannschaftsaufstellung:

Torfrau: Dana Weise, Manja Thomas;

Spielerinnen: Katja Wimmer-Berndt (2), Angela Teichert (6), Linda Schimang (7/2), Nicole Hoffmann (1), Sabine Brückner (1), Michelle König, Sindy Nake, Nadine Schmidt, Vivien Richter (1), Dana Mehlich,  Maria Gräfe (3/1)

HSC



Von Beginn an ist es gelungen, die wenigen Angriffsbemühungen konsequent zu unterbinden und somit ein schnelles Spiel nach vorn durch zu führen. Die Deckung und die Torfrau arbeiteten gut zusammen. Wenn es doch mal zu vereinzelten Torabschlüssen kam, parierte Lea konzentriert.

Folgerichtig ging es in die Pause mit 19:1 für unsere Mädels.

Nun galt es, die Konzentration und das Tempo in dem doch etwas ungleichen Spiel in der 2. Halbzeit aufrecht zu erhalten. Dies ist den Spielerinnen sehr gut gelungen. Jede von ihnen kam zu ihren Erfolgserlebnissen, entweder durch erfolgreiche Torabschlüsse, gutes kombiniertes Angriffsspiel oder aufmerksame Abwehrleistungen. Der Sieg in der Höhe, 34:5 geht voll in Ordnung und sollte für die nächsten Spiele Ansporn genug sein.

Es spielten für die SG Pulsnitz-Oberlichtenau: Lea (im Tor), Iselle, Julia, Jasmin E., Lisa, Leonie, Luise, Nora, Chantal und Lucie.

 

An dieser Stelle sei ein Dankeschön an die Eltern gerichtet, die sich als Fahrer zur Verfügung gestellt haben. G. Kay



SV Stahl Krauschwitz – SG Pulsnitz/Oberlichtenau1.  30:14 (15:06)

 

Zum vorletzten Punktspiel musste die SG nun nochmal nach Bad Muskau reisen, um das dritte Mal mit dem SV Stahl Krauschwitz die Kräfte zu messen. Gerade gegen diese Krauschwitzer ging es in den 2 vorangegangenen Spielen recht knapp zu. Im ersten Spiel verlor man mit 3 Toren und im Rückspiel in Pulsnitz war es nur noch ein winziges Törchen. Deshalb wollten unsere Jungs im 3. Spiel den Bock umstoßen und nicht verlieren. Hatten die Gastgeber doch auch in ihrem letzten Spiel gegen den neuen OSM, Bernstadt, eine deftige Niederlage einstecken müssen. Ob dass schon aus den Köpfen war?

Aber wiederum waren die Vorzeichen nicht so rosig. Ein Teil der Mannschaft weilte in der Woche zu einer Schul-Sprachreise in England und kehrte erst einen Tag vor dem Spiel zurück. Neben den Reisestrapazen, sollte vor allen Dingen das fehlende Training unter der Woche eine wichtige Rolle spielen.

Beide Mannschaften hatten zu Beginn der Begegnung so ihre Probleme. Zu ungenau, zu fehlerbehaftet war das Spiel beider Teams. So gelang der SG nach 5 Minuten die 1:0-Führung. Bis zum 2:2 gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Danach häuften sich die Fehler der Gäste (Schrittfehler, Abspielfehler etc.), was der Gastgeber in eine 8:2-Führung ummünzen konnte. Bereits beim 7:2 in der 13. Minute nahm die SG-Bank die Auszeit. Zu wenig Bewegung und Ideen im Angriff, sowie fehlende, konsequente Abwehrarbeit wurden bemängelt. Nur sporadisch flackerte das mögliche Leistungsvermögen unserer Jungs auf.

So konnten die Krauschwitzer immer wieder drei / vier Tore in Folge erzielen und sich bis zum Pausenstand von 15:6 absetzen. 3 Feldtore (+ 3 Strafwürfe) der Gäste sind Beleg für das harmlose Angriffsspiel. Einzig Torhüter W. Reimer, mit 20 gehaltenen Würfen im gesamten Spiel, verhinderte noch ärgeres.

Die bestehenden Probleme wurden auch wiederholt in der Halbzeitpause angesprochen. Aber auch die Reaktion der Mannschaft und deren Gesichtsausdruck ließ die Verantwortlichen nicht unbedingt positives hoffen.

Und so war es dann auch. Durch  weitere inkonsequente Abwehrarbeit (nicht eine 2-Minuten-Strafe!, nur eine gelbe Karte!), bis hin zum „Zuschauen was so passiert“ wurden die gegnerischen Angreifer teilweise durchgewunken. Die gegnerischen Einläufer bekam die SG in der Abwehr überhaupt nicht in den Griff.

8 Minuten nach Wiederanpfiff folgte die nächste Auszeit, weil sich Krauschwitz mittlerweile auf 20:8 abgesetzt hatte. Im Angriff wurde, wenn es überhaupt zwingende Chancen gab, der „kleine“ Torwart zur Freude der Zuschauer berühmt geschossen. Auf diese Weise sank auch noch die Trefferquote unter 40 %. Irgendwann kam dann der ersehnte Abpfiff.

Heute war es wohl eines der schlechtesten Spiele der SG in dieser Saison. Man hätte  noch 1-2 Stunden weiter spielen können, ohne Besserung zu erzielen. Nach einer internen Auswertung und Analyse muss man diesen „gebrauchten Tag“ abhaken und sich auf die eigenen Stärken besinnen.

Zum Saison-Halali kommt am 02.04. die Zweite vom LHV Hoyerswerda nach Pulsnitz. Da wollen es unsere Jungs den Zusestädtern zeigen, dass sie es besser können, als jüngst oder auch bei der Niederlage vor 4 Wochen in Hoyerswerda. Das funktioniert aber nur mit einer überdurchschnittlichen Trainingsleistung und -teilnahme. Anwurf ist 11.15 Uhr in der SH Pulsnitz.  

(StB)

SG Pulsnitz/Oberlichtenau1. spielte mit:

  1. Gebler (6/4); M. Zschiedrich (1); N. Voigt (2); F. Eichner; D. Glöß; T. Richter (2); J. Boden; N. Schöne (3); T. Hohmann


Die Mädchen der WJC gewinnen ihr vorletztes Punktspiel souverän mit 28:14 in Niesky und sichern sich somit vorzeitig den Titel in der Westlausitzliga. Das letzte Spiel gegen den HC Rödertal 2., am 24.03. (Nachholespiel), gerät damit fast zur Nebensache. Aber die Mannschaft wird fokussiert sein, um auch dieses Spiel siegreich zu gestalten, was dann den verlustpunktfreien Kreismeistertitel bedeuten würde.  

Aber damit nicht genug, nun gehen sie im Kampf um den Ostsachsen-Meistertitel als Favorit in diese Challenge. Spieltermine sind der 26.03. (Sohland), 30.04. (Pulsnitz) und 07.05. (Ebersbach-Neugersdorf). Ist man dort genauso erfolgreich, dann könnte es noch einmal GOLD im Bezirksmaßstab geben.

Viel Glück und Erfolg den Mädels um Katja Wimmer-Berndt und Nadine Schmidt.

(StB)

 



Trotz einer sehr starken Abwehrleistung verliert der HSV mit 22:20 (13:11) das wichtige Heimspiel gegen die Radebeuler.

Am Ende war die knappe Niederlage mit zwei Toren Differenz schon als unglücklich zu bezeichnen. Der gute Beginn konnte so nicht ins Ziel gerettet werden. Dabei war zum Start alles fast optimal für einen Abstiegsfight geebnet. Die Sporthalle an der Hempelstraße war so gut gefüllt wie lange nicht. Das Publikum stand hinter seinen Männern und feuerte die von Beginn an. Bereits in den Anfangsminuten motivierte das rhythmische Klatschen die Crew von Trainer Michael Schwenke durchweg. Das war auch verdient, denn schnell konnte die 2:1-Anfangsführung der Gäste gedreht werden. Mehrfach wurde in der Folge die eigene Führung bis auf drei Tore ausgebaut, bis zum 10:7 nach 21 Minuten. Dann rächte sich, dass schon eine ganze Reihe von klaren und guten Möglichkeiten liegen blieb. Dazu kam eine Schwächephase zum Ende der ersten Hälfte. In der stellten die Radebeuler das Ergebnis auf den Kopf. Allein in diesen neun Minuten unterliefen den Männern um Jens Mager fünf Fehlwürfe, darunter drei freie Würfe und drei technische Fehler. Anstatt mit gut fünf Toren vorn zu liegen lagen die Gastgeber so mit zwei hinten. Damit wurde keine optimale Voraussetzung für die zweite Hälfte geschaffen, da auch vom Anpfiff weg der nächste hektisch erzeugte Fehler folgte. Die Gäste nutzten das zum ersten Drei-Tore-Plus für sich. Auch der jetzt zwischen die Pfosten beorderte Kevin Hoppe konnte trotz einer Reihe toller Paraden die drohende Niederlage nicht verhindern. Der junge Keeper parierte in 30 Minuten immerhin elf Bälle, darunter zwei Strafwürfe und einen freien Wurf. All das, was er und die Abwehr an Ballgewinnen verzeichneten, wurde im Angriff wieder weggeworfen. Zwar wurde nach mehrmaligem Ausgleich und nach zurück geholter Führung in der 51. Minute zum 19:18 das Spiel offen gehalten, aber in den letzten Minuten lief nicht mehr viel zusammen. Zu hektisch wurde da agiert und zu wenig mit Kopf, Cleverness und Übersicht  versucht, den Gegner in die Knie zu zwingen. Fünf Minuten vor dem Abpfiff markierte Marco Schulze die 20:19-Führung. Danach gelang dem HSV gar nichts mehr. Selbst der an diesem Tag sehr gut aufgelegte Schulze – erzielte drei Tore und holte sechs Strafwürfe oder die Keeper, die Abwehr und ein treffsicherer John Eppendorfer reichten nicht für den möglichen Sieg. Eppendorfer war sehr treffsicher und machte alle Strafwürfe ins Netz, was für die Pulsnitzer auch ein Novum ist. So konstatierte Schwenke zwar eine tolle Leistung, musste aber auch die eigenen Schwächen monieren: „Trotz bärenstarker Abwehrleistung haben wir ein wichtiges Abstiegsderby verloren. Aus den vielen Ballgewinnen wurde zu wenig gemacht. Zu viele Bälle wurden im Umkehrspiel verknallt. Wir hatten das bis zum Erbrechen trainiert und dann treffen wir das Tor wieder nicht. Wenn das so ist, können wir nicht gewinnen und haben letztlich unglücklich verloren. Wir haben nun noch drei wichtige Spiele und werden versuchen, die Wende herbeizuführen, um die Klasse zu halten.“ Ob die mit Training zu spickenden nächsten zwei Wochen dafür reichen, muss in 14 Tagen auf der Platte mit großer Leidenschaft nachgewiesen werden. Durch die Pokalspielpause ist das nächste Wochenende spielfrei, ehe es am 1. April nach Großenhain geht.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, O. Scholze; Liese (2), Kasper (1), Mager (3), Schäfer (1), Lüttke, Kuban (n.e.), Eppendorfer (10/6), Schöne, Liebschner, Schulze (3), Albrecht (n.e.) und D. Schwenke.

Eberhard Neumann



SG Pulsnitz/Oberlichtenau – OSV Zittau  17:20  (07:11)

 

Der verlustpunktfreie Spitzenreiter der OSL empfing am Samstag den aktuell Drittplatzierten der Liga. Die Zittauerinnen, mit einem Spiel weniger, haben auch nur 3 Minuspunkte auf dem Konto und sind somit noch im Titelrennen präsent. Um so wichtiger für die SG-Mädchen/Damen dieses Spitzenspiel siegreich zu gestalten. Dann hätte man 5 Punkte vor und ein kleines Polster. 

Die Gäste mit nur 8 Spielerinnen angereist, mussten, ob einer fast vollen SG-Bank, mit hohem Tempo und viel Druck bespielt werden, um sie konditionell müde zu machen. Aber bereits die Anfangsphase zeigte, dass es auf Grund mangelnder Bewegung und Druck im Angriff zu wenig zwingenden Aktionen kam. So dauerte es auch bis zur 5. Minute ehe unsere Mädels das 1:0 erzielten. Auch die Gäste ließen sich nun nicht lange bitten und glichen aus. In der 12. Minute wurde, beim Stand von 2:3, der Erste von drei Strafwürfen vergeben. Darauf folgte das 2:4 und die Auszeit der SG-Bank. Das Team-Time -Out brachte nicht wirklich Besserung. Die Gäste waren da schon effektiver und setzten sich auf 5:8 ab. Auch das Glück ließ unsere Mannschaft heute im Stich. Mehrere Pfostentreffer zeugen davon. Aber auch 13 (!) Fehlwürfe im ersten Spielabschnitt sind nicht akzeptabel. Die errechnete Trefferquote will man hier nicht explizit nennen, die kann sich jeder selbst ausrechnen. So ging es mit 4 Toren Rückstand und folgendem Fazit zum Pausentee: Das Tempo im Angriff und der Druck auf die gegnerische Abwehr, sowie die Konzentration im Abschluss müssen zwingend erhöht werden. 

In den Köpfen schien davon aber wenig angekommen zu sein, denn die SG startete mit 2 Fehlwürfen in den letzten Abschnitt. Anders die Mädels aus dem 3-Länder-Eck, sie drückten dem Spiel ihren Stempel auf und setzten sich mit mehr Bewegung und Zug zum Tor auf 7:15 ab. Das nötigte die Trainerinnern zur Auszeit. In der 32. Minute, 7 Minuten nach Wiederanpfiff, dann endlich der erste Treffer der Gastgeberinnen. Im Gegenzug wurde der alte Abstand jedoch wieder hergestellt. Speziell T. Schimang erwischte einen rabenschwarzen Tag und steckte einige Mitspielerinnen an. Erst in der 37.Minute erzielte, die sonst als „Bank“ geltende Schützin ihr erstes Tor in Halbzeit 2 und zweites Tor im gesamten Spiel. Nur die Torhüterin konnte so richtig überzeugen und hielt ca. die Hälfte aller Würfe, davon 2 Siebenmeter. Beim Stand von 10:18 in der 36. Minute ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft und mit einem 5:0-Lauf bis zur 45. Minute keimte wieder Hoffnung auf. In diese Phase gab es für die Gäste nach einem grobem Foul glatt rot. Die Zittauer Bank sah die Gefahr und unterbrach die Partie mit einer Auszeit. In der Folge konnte der OSV mit 2 Toren den Sieg sicher stellen. Die SG bugsierte 2 weitere Strafwürfe am Tor vorbei, was die Niederlage schlussendlich besiegelte.

Zittau hat diese Partie, mit schmalem Kader, verdient gewonnen, dass muss man neidlos anerkennen. Wenn die Enttäuschung auf Seiten der SG auch tief sitzt, so gibt es auch positive Aspekte, auf die es aufzubauen gilt. Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft, die Köpfe sind auch bei 8 Toren Rückstand oben geblieben. Die 2. Halbzeit wurde mit einem Tor gewonnen. Man hat immer noch Platz 1, mit einem Punkt Vorsprung, inne. Im direkten Vergleich mit den Gästen liegt man auch vorn, da das Hinspiel mit 10 Toren Differenz gewonnen wurde. Es ist nichts Schlimmes passiert, nur muss man die richtigen Schlüsse daraus ziehen, konzentriert und fokussiert im Training weiter arbeiten und sich auf die eigenen Stärken besinnen. Dabei darf die Lockerheit nicht verloren gehen.

Nach 11 siegreichen Spielen gab es nun die erste Niederlage. Ein Dämpfer der vermutlich zur rechten Zeit kam, um alle Köpfe für das Saisonfinale wieder gerade zu rücken, für das „große Ziel“! Mädels ihr schafft das, auf geht`s!

Am 18.03. steht dann eine längere Auswärtsfahrt nach Bad Muskau auf dem Programm. Dort trifft man um 15 Uhr auf den SV Rot-Weiss. Eine durchaus machbare Aufgabe, um wieder zurück in die Erfolgsspur zukommen. Die Bad Muskauerinnen liegen aktuell auf Tabellenplatz 9, vor dem SC Hoyerswerda, der auf Grund von Rückzug, als Schlusslicht gesetzt ist. 

(StB)

 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit:

  1. Schimang (3); I. Maschke (4/2); J. Eisold (2/1); J. Brüssow; L. Kühnel (1); A. Ulbricht (1); J. Hanusch (3); L. Roch (3); L. Voigt; L. Garten; N. Oswald; A. Günther