Beim Spitzen der Feder, oder: Was gesagt werden muss.
Es ist Mittwoch, 18 Uhr. Noch genau 48 Stunden. Eine lange Handballsaison liegt hinter den Pulsnitzern. Für das was nun folgt, nicht mehr als eine Ouvertüre. Seit Anbeginn der Zeit kommt es im Sommer für die Handballer des HSV zu einem Duell, welches keinen Vergleich scheuen muss. JUNG gegen ALT! Quasi das Ausleben des in Stein gemeißelten Generationenkonflikts im sportlichen Wettstreit. Während der Hallensaison sah man ein gewohntes Bild: Hängende Köpfe bei Jens und Co., wenn das Wort „Fußball“ auch nur in den Mund genommen wurde. (Anm. d. Red.: Hänge Köpfe gab es bei ALT nur, weil nahezu jedes Spiel extrem dominant durch ALT bestritten und gewonnen wurde und so der von ALT sehnlichst gewünschte „Kick auf Augenhöhe“ nicht zustande kam)
Meist wurde „Alt“ ordnungsgemäß in die Schranken gewiesen oder das Spiel wurde von ihnen in ihrem Sinne rechtzeitig für beendet erklärt. (Anm. d.Red.: Zum Wort Schranken fällt dem geneigten „Alt-Leser“ nur das neue Andreas-Kreuz ein. Das zeigt ein Dauerrot an und so erging es JUNG in jedem Spiel: Man stand bei Rotlicht vor der geschlossenen Schranke, der ICE rauschte an und die JUGEND wurde vom Sog ins Tal der Tränen hinweggeweht)
Aber warum schwieg ich bis jetzt? Anscheinend fährt „Alt“ eine verbale Nichtangriffsstrategie im sportlichen Wettrüsten. Wollen sie den schlafenden Riesen nicht wecken? Eins ist sicher: Team „Jung“ ist heiß wie Frittenfett und brennt darauf die eigene spielerische Überlegenheit auch endgültig über den ganzen Sommer in den Resultaten zu zementieren.
Punkt 18 Uhr am kommenden Freitag geht’s wieder los. Für Verpflegung sollte gesorgt sein.
Bis dann.
Edwin (und die Redaktion)
PS: Wie auf der letzten PK von ALT zu erfahren war, wird Jens dem Kader von ALT im ersten Spiel nicht zur Verfügung stehen. Sicherlich ein herber Schlag, aber beim Blick auf den qualitativ dünn besetzten Kader von JUNG ohne Probleme verkraftbar.