Mit einer wieder ganz schwachen ersten Hälfte gewinnt der HSV mit 29:18 (9:11) nach starker zweiter noch klar gegen Sagar.

Dieses letzte Spiel der Hinrunde war für die Pulsnitzer Männer wie eine Offenbarung ihrer durchwachsenen Auftritte nicht nur in dieser Saison. Immerhin bot die Partie gegen Sagar noch einmal die Möglichkeit der Erinnerung an die gemeinsame Verbandsligazeit. Dabei hatten die Gäste deutlich größere Baustellen und Probleme zu beackern. Nur ein Keeper und acht Feldspieler machten besonders deutlich, unter welchen Personalproblemen das Team leidet. Einige Spieler schienen zudem mit ihrem Einsatz auch leicht überfordert. Jedenfalls machten sie aus diesen schlechten Vorzeichen noch das Beste, während sich die Gastgeber der eher vorherrschenden Langeweile anpassten. Das zuvor geplante Frauenspiel war ausgefallen und auch das Männerspiel hatte recht wenige Interessenten auf der Tribüne gefunden. Und die trauten ihren Augen kaum, denn der HSV spielte wie zu Anfängerzeiten. Die Abwehr stand überhaupt nicht und war ohne Tobias Liebschner und Marco Schulze wie ein Tiger ohne Biss. Und vorn schien überhaupt nichts klappen zu wollen. Selbst beste Möglichkeiten auch aus Kontern wurden regelrecht verdaddelt. Dazu kam eine Strafwurfausbeute, die schlimm war. So konnte Trainer Michael Schwenke dem Pulsnitzer Spiel nichts Positives abgewinnen, lagen seine Männer schon mit 1:4, 2:6, 3:8 und 5:10 zurück, ehe wenigstens ein kleiner Ruck durchs Team ging. Ab der 20. Minute verließen die Gäste bereits die Kräfte und Pulsnitz begann aufzuholen und nur noch ein Gegentor wurde bis zur Pause zugelassen. Nach dem Wechsel folgte ein Lauf von acht Toren ohne weiteres Gegentor und die Partie war entschieden. Da machte sich bemerkbar, dass endlich in der Defensive aggressiver und bedingungsloser zugegriffen wurde. Inzwischen sorgte da auch der angekommene Marco Schulze hinten für mehr Stabilität. Alles Weitere war dann beinahe Formsache. Die Gäste kämpften weiter um ein achtbares Ergebnis, mussten aber auch zweifach nach je drei Zeitstrafen weitere Schwächungen hinnehmen und zuletzt ohne Wechsler auskommen. Schwenke war dann endlich zufriedener und wollte die erste Hälfte vergessen wissen: „Wir hatten die beiden letzten Niederlagen in den Köpfen. So wurden oft die falschen Entscheidungen getroffen, Fehler über Fehler produziert, nicht so gespielt wie wir wollten und hinten wurde nur gepatzt. So nehmen wir besser die zweite Halbzeit mit, bei Steigerung aller und den folgenden positiven Aktionen. Der Gegner hatte in der zweiten Halbzeit auch nicht mehr viel zuzusetzen. Nach dem 5:10 ging es wie ein Ruck durchs Team und vor allem die zweite Welle sah besser aus. In der Pause appellierte ich daran, mehr an Selbstbewusstsein und größerer Ballsicherheit zu bekommen. Das Positive ist, dass wir uns selbst aus dem zwischenzeitlichen Leistungstief gezogen haben und zu normalem Handballspiel übergegangen sind.“ Nach dem kurzen Aufbäumen der Sagaraner bis zum 19:15 wurde die Partie dann für Pulsnitz fast noch zum Selbstläufer. Schwer in Tritt gekommen, wurden dann die nachlassenden Gäste ausgekontert. Für das letzte Spiel in diesem Jahr sollte das wenigstens neue Motivation sein. Am kommenden Sonnabend folgt dann das ganz schwere Pokalspiel in Bernstadt. Die Steigerung kam so hoffentlich zur rechten Zeit, zumal die Gastgeber dann wohl auf einer Euphoriewelle schwimmen werden. Seit der letzten Pleite bei KJS Dresden gab es fünf  Siege in Serie. Immerhin fügten sie im parallelen Punktspiel dem verlustpunktlosen LHV die erste Niederlage bei.

Pulsnitz spielte mit: Weißenfeld, O. Scholze; Liese (6), Kasper (1), Drescher (6/1), Thomschke, Lüttke (5), Eppendorfer (2), Schöne, Drabant (1), Schulze (4) und D. Schwenke (4/1).

Eberhard Neumann



TBSV Neugersdorf – SG Pulsnitz/Oberlichtenau   39:21 (20:10)

 

Das dies nach dem Bad Muskau – Spiel auch eine ganz schwere Kiste für unsere Jungs wird, lag auf der Hand, da die Oberländer aus Neugersdorf dem Tabellenführer Krauschwitz in nichts nachstehen und der Titel sicher unter diesen Beiden ausgefochten wird, wenn nicht noch einer der Nachfolgenden (Obergurig oder Görlitz) dazwischenfunkt.

Es war bereits das erste Spiel der Rückrunde, obwohl man gegen den Mitkonkurrenten Cunewalde/Sohland, durch Verlegung, noch kein Hinspiel ausgetragen hat. Von Seiten der SG hoffte man, dass die Mannschaft gegenüber der letzten Partie mehr Charakter zeigte und an die dortigen, letzten 10 Minuten anknüpfte.

Zur ungewöhnlichen Sonnabend (Mittags-) Zeit machten sich 10 Mann auf den Weg nach Ebersbach, denn Anwurf war 14.15 Uhr. Der etatmäßige Torwart, K. Zeiler, war leider verhindert, so dass D. Glöß im Tor beginnen musste.

Die 1:0 – Führung des Gastgebers konnten unsere Jungs postwendend ausgleichen. Dann aber schlichen sich mehr und mehr Fehler ein, die an das letzte Spiel erinnerten. Die Abspielfehler im Angriff nutzten die Oberländer ihrerseits und bauten die Führung bis auf 8:1 aus. Bereits in der 8. Minute nahm die SG-Bank die erste Auszeit und stellte im Tor und auf dem Feld um. Man musste im Angriff mit mehr Bewegung im Kurzpassspiel in die Tiefe gehen und in der Abwehr dichter am Gegenspieler dran sein. Bis zur 11. Minute dauerte es, ehe die SG ihren 2. Treffer zum 8:2 markierte. An verkürzen des Rückstandes war nicht zudenken, aber hinten machten es jetzt unsere Jungs den Neugersdorfern schon etwas schwerer. Und N. Voigt nun im Tor, verhinderte mit 10 Paraden (darunter ein Strafwurf) ärgeres. Trotzdem bauten die Hausherren ihren Vorsprung über die Spielstände 11:3 / 14:5 / 17:7 weiter aus. Doch  zum Ende der 1. Halbzeit war zu erkennen, dass sich unsere Jungs mehr trauten und nun auch mal im 1:1 mit Erfolg in die Tiefe gingen.    

Dort sollte im 2. Durchgang angeknüpft werden. Doch man kam wieder schwer in die Partie und kassierte gleich 3 Gegentreffer in Folge. Der Gast antwortete jedoch auch mit einem 3:0-Lauf. Unsere Jungs mühten sich, doch die Gastgeber waren überlegen in Schnelligkeit und Dynamik, so dass sich auch der Vorsprung erhöhte. Nochmal Auszeit in der 40. Minute. Aber spielentscheidende Dinge passierten in dieser fairen Begegnung verständlicherweise nicht mehr. 2 Pfostentreffer in der 46. Minute verwehrte unseren Jungs noch etwas Ergebniskosmetik. Dann stand sie fest die erwartete Niederlage beim Tabellenzweiten. Im Januar kommen dann wieder Spiele, wo Punktgewinne durchaus realistisch sind. Deshalb ist es enorm wichtig im Training weiter Gas zu geben.     

Auf der Rückfahrt musste man sich sputen, wollte man pünktlich zum Anpfiff (17 Uhr) beim Heimspiel der 1. Männer wieder in Pulsnitz sein, denn auch hierfür brennt ein Großteil der Jungs. Soviel sei verraten, es gelang ….

Die MJC der SG Pulsnitz/Oberlichtenau verabschiedet sich nun in die Weihnachtsferien.

Zur Weihnachtsfeier am 18.12. auf der Bowlingbahn in Pulsnitz sind auch die Eltern sehr

herzlich eingeladen. Das gesamte Team bedankt sich aber jetzt schon bei den Eltern für die Unterstützung in dieser Hinrunde und wünscht ihnen und den Großeltern, sowie allen Handballfreunden ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2018. Für die Mannschaft geht es gleich Anfang Januar weiter. Am 07.01. ist man zu Gast beim BSV Görlitz. Anwurf in der SH Rauschwalde ist 10.45 Uhr.

(StB)

 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit: N. Voigt; K. Nowotnick; M. Bernhagen (3); T. Hohmann (2); F. Freitag (1); Y. Franke (2); M. Demmler (2); T. Singer (11/1); J. Boden; Im Tor: D. Glöß; N. Voigt



Samstag, 09.12.2017, gaaaanz früh um 08:30 Uhr war Treff in der Sporthalle Hempelstraße. Heute stand das Nachholespiel gegen den NSV Gelb-Weiß Görlitz an. NSV Gelb-Weiß ? Neuer Gegner? Vielleicht der Name, aber die Spieler kennt man von KOWEG, und dass war schon ein Hammergegner. Und Koweg hat gerade im Nachwuchsbereich wieder ganz starke Teams im Rennen. Also mit so „la-la-Handball“ wird heute kein Blumentopf zu gewinnen sein. Nur wenn wir an die Leistungen unserer letzten Spiele anknüpfen, könnten die zwei Punkte bei uns in der Halle bleiben.

Die Ansage der Trainer vor dem Spiel war logischerweise: aus einer sicheren Abwehr heraus mit hohem Tempo aufs gegnerische Tor zu spielen. Den Gegner, ähnlich wie im Spiel letzte Woche gegen Bischofswerda, in den ersten Minuten buchstäblich überrennen. Das hat gegen Schiebock super funktioniert, aber würde das auch gegen den NSV klappen?

09:30 Uhr: Anwurf. Und es schien zu funktionieren. Die Abwehr stand gut, das Tempo nach vorn war hoch. Wiedermal konnten wir das erste Tor des Spieles erzielen. 1:0 … 1:1 … 2:1 … 3:1 … 4:1 … 4:2. Aber das war es dann erstmal. Es gelang uns einfach nicht, uns weiter abzusetzen. Immer wieder unterliefen uns Fehler, einfache Fehler, die nicht sein müssen. Bei einem Stand von 8:7 nahm dann die SG-Bank ihre erste Auszeit. Nach einem doch recht guten Start schien die Mannschaft einzuschlafen. Die MV`s erinnerten an ihre Worte vor dem Spiel. Doch so richtig schien es nicht zu fruchten. Den Görlitzern gelang es sogar, ihren 2 …3 -Tore- Rückstand gegen eine Führung zu tauschen.  Die Görlitzer schienen eine Art Hypnosehandball zu spielen –  lange, sehr lange spielten sie den Ball nur quer. Kaum schnelle Bewegungen auf NSV-Seite. So lullten sie uns quasi ein und wir spielten das Spiel mit. Erst ab ca. der 26. Minute gelang es uns endlich wieder, die Führung zu übernehmen und wir konnten mit einem Tor (14:13) in die Halbzeitpause gehen.

Woran lag´s? Das konnte sicherlich jeder sehen. Unsere Chancenverwertung war gar nicht soooo schlecht (63%), aber zu viele techn. Fehler und Unkonzentriertheit standen uns heute immer wieder im Weg.

Zweite Halbzeit: Wir konnten unseren Vorsprung wieder auf drei Tore ausbauen. Doch Görlitz hielt dagegen und kam wieder auf ein Tor heran. 16:15 … 17:16 … 18:17 in der 40. Minute. Unsere Abwehr stand jetzt richtig gut und auch im Angriff spielten wir wieder mit Tempo. Und so konnten wir auch bis zu Minute 44 auf 22:18 davonziehen. Diesen drei-vier-Tore-Vorsprung gaben wir aber nun nicht mehr aus der Hand. Wie schon gesagt: die Abwehr stand und im Angriff klappte es nun auch wieder besser. Dazu kam eine super Leistung von Robin im Tor, der zwei 7-Meter parierte.

Nach 60 Minuten stand ein Spielstand von 29:23 an der Anzeigetafel. Ja, 6 Tore sind im Handball eigentlich nicht viel Zeugs. Eigentlich, denn wenn sich zwei recht gleichstarke Teams gegenüberstehen, sind 6 Tore ne Menge. Wenn wir es doch nur mal schaffen würde, unsere gute Leistung konstant über 60 Minuten abzurufen. Da könnten wir viele Begegnungen früher für uns entscheiden und müssten nicht bis zum Schlusspfiff zittern. Ja und für die Trainer und Fans wäre es sicherlich auch viel entspannter 😊 Unsere Chancenverwertung heute war mit insgesamt 69% (63% 1. Halbzeit, 75 % 2. Halbzeit) ordentlich. Die Anzahl der technischen Fehler, leichtfertig weggeworfener Bälle (insgesamt ca. 13) – die war einfach zu groß.

Aber trotz allem sind wir im Moment Tabellenführer. Und das fühlt sich so richtig gut an. Doch das ist nur ein Zwischenstand. Es sind noch eine Menge Spiele zu spielen und zu gewinnen. Aber wir haben unseren Trainern, unseren Fans und, was wahrscheinlich am Wichtigsten ist, uns selbst bewiesen, dass wir durchaus das Zeug haben, in der OSL dieses Jahr ganz oben mitzuspielen.

Für dieses Jahr war es unser letztes Punktspiel.

Wir wünschen also schon jetzt allen, die mit uns gebangt und gehofft haben, aber auch allen anderen Teams der mJA der OSL ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2018.

 

Es spielten: Sebastian Weißbach (6), Felix Thieme (1), Florian Drabant (4), Stefan Lembke, Franz Johne (4), Felix Richter (5), Lucas Hommel (2), Dan Schäfer, David Moschke (1), Robin Nickisch, Erik Forke (1), Kenny Kasper (5)

Im Tor: Robin Oswald, Colin Herms


Nov 28

Königswarthaer SV – SG Rödertal/Radeberg II       9:33 (8:14)

 

Im Punktspiel am Samstag, 25.11.2017 standen sich die  Pulsnitz gegenüber. In der 1. Halbzeit konnten die Spielerinnen der SG RödertaI/Radeberg II nicht hundertprozentig überzeugen. Die Abwehr stand nicht kompakt genug, somit kam Königswartha immer wieder zum Torerfolg. Im Angriff wurden zu viele Torchancen vergeben. Über die Spielstände 2:5, 5:9, 7:13 ging es mit 8:14 in die Halbzeit.

In den zweiten 25 Minuten steigerten sich die Pulsnitzer Spielerinnen. Jessica Geisler spielte auf der Mittelposition und konnte ihre Mitspielerinnen Luise Kühnel am Kreis, Lilly Scholz Rückraum links und Carolin Höfgen Rückraum rechts gut in Szene setzen und dazu kam jetzt der gewünschte Torerfolg. Die Abwehr war im zweiten Spielabschnitt besser organisiert

(Nora Oswald, Chantal Hartmann, Alina Boden und Jasmin Brüssow).

Torfrau Lea Bramborg hielt wieder sehr gut und endlich klappte das Konterspiel wie gewohnt. In die Torschützenliste trugen sich noch Tanja Schimang (12 Tore) und Alice Jordan (4 Tore) ein. Den Spielerinnen aus Königswartha gelang in der 2. Halbzeit nur noch ein Tor.

Die SG RödertaI/Radeberg festigt ihren 2. Tabellenplatz hinter dem SV Koweg Görlitz.

Das nächste Punktspiel findet am 09.12.2017 um 13.15 Uhr in Pulsnitz gegen Niesky statt.

 

Heike Schimang

 


wJB: Toller Sieg

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Nov 28

SG Rödertal/Radeberg II – SG Cunewalde/Sohland 31:8 (15:3)

 

Die Pulsnitzer Mädchen haben einen tollen Sieg errungen. Über die Stationen 5:0, 10:2 begannen die Spielerinnen ihr sehr schnelles Konterspiel. Lilly Scholz, Chantal Hartmann, Tanja Schimang und Jessica Geisler erzielten sehenswerte Tore. Aus einer sehr gut gestaffelten Abwehr konnten viele Angriffe der SG Cunewalde/Sohland vereitelt werden.

Die Pulsnitzer „Torfrau“ Lea Bramborg hatte wiederrum einen hervorragenden Tag und hielt fast alle Würfe. Sie leitete sehr schnelle und genaue Zuspiele zum Konterspiel ein, welches erfolgreich abgeschlossen wurden. In der Abwehr spielten Luise Kühnel, Luice Voigt, Alice Jordan, Alina Boden und Nora Oswald. Sie konnten die Spielerinnen der SG Cunwealde/Sohland immer wieder in ihrem Angriffsspiel stören und erkämpften viele Bälle.

Bereits zur Halbzeit war eine Vorentscheidung gefallen (15:3). Das Pulsnitzer Team hielt auch in der 2. Halbzeit das Tempo hoch. Jessica Geisler spielte ab sofort auf der Mitte und brachte ihre Mitspielerinnen immer wieder gut ins Spiel und somit auch zum Torerfolg. Die SG Rödertal/Radeberg ll baute ihren Vorsprung weiter aus (20:4, 25:5, 28:8). lmmer wieder konnte Lea Bramborg im Tor die Würfe halten und Lilly Scholz und Tanja Schimang konnten auf der Gegenseite ins Tor treffen. Mit dem Endstand von 31:8 waren beide Trainer G. Kay und  H. Schimang sehr zufrieden.

Mit diesem guten Spiel geht es nächsten Samstag (18.11.2017 um 12.15 Uhr) weiter gegen die SG RödertaI/Radeberg (SV Radeberg), woebenfalls ein Sieg Pflicht ist.

Heike Schimang



SV Stahl Krauschwitz – SG Pulsnitz/Oberlichtenau  49:16  (22:07)

 

Nach den 5:1 Punkten in den letzten 3 Spielen sollte es mit breiter Brust nach Bad Muskau zum SV Stahl Krauschwitz gehen, wohl wissend das man gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter nur krasser Außenseiter ist. Vielleicht konnte man es dem Gastgeber trotzdem so schwer wie möglich machen. Aber krankheitsbedingt wurden R. Neumann, J. Boden und vor allem T. Singer schmerzlich vermisst. So ging es mit 10 Mann Sonntag Vormittag über die A4, Richtung deutsch-polnische Grenze. 

Konnte man die Anfangsphase noch etwas offen gestalten, da auch der Gastgeber in die Spur finden musste, so lag man in der 5. Minute bereits mit 4:1 hinten. Für die Bank zeichnete sich dann so langsam ab, was noch kommen würde. Schon in der 7. Minute die  erste Auszeit der SG, um noch einmal wach zu rütteln, das Besprochene und Trainierte in Erinnerung zurufen. Die Fehler häuften sich jedoch, das Positionsspiel fand nicht so richtig statt, Zuspielfehler im Aufbau, die der Gastgeber immer wieder zu schnellen Konter-Toren nutzte und wenig erfolgreiche Abwehrarbeit. So stand es nach 14 Minuten 15:3. Nochmal Auszeit der SG in der 20. Minute. Wieder Aufforderung zum schnellen Kurzpassspiel mit anschließendem 1:1 und in die „Tiefe“ gehen. Aber die Krauschwitzer bauten ihren Vorsprung aus, da auch das Rückzugsverhalten mangelhaft war. Beim Stand von 22:7 gab es endlich den Pausenpfiff.

All das wurde während der Pause in einer vehementen Ansprache den Spielern nochmal verdeutlicht. Verlieren kann man beim ungeschlagenem Tabellenführer, aber das „WIE“, da musste sich die Mannschaft schon den Spiegel vorhalten.

Wer jetzt dachte ein Ruck geht durch die Mannschaft, sah sich vorerst getäuscht. Immer wieder wurde zu ängstlich agiert und der Ball vertändelt, den der Gastgeber erkämpfte und  im schnellen Umkehrspiel konsequent verwandelte. So gerieten unsere Jungs, über die Stände 29:9 / 34:11 und 41:13 weiter ins Hintertreffen. Positiv, 6 der 7 Strafwürfe wurden versenkt. Erst in den letzten 10 Minuten der Partie spielte die SG den Handball, so wie es erwartet wurde. Schnelles Kurzpassspiel, dann ging es auch mal in die Lücke und in der Abwehr hatte man besseren Zugriff. Die „Messe“ war jedoch gelesen. Hätte man diese letzten 10 Minuten von Anfang an auf die Platte bringen können, wäre ein wesentlich besseres Ergebnis möglich gewesen. Kein Sieg oder Remis, aber ein Ergebnis deren Leistungsvermögen der Truppe würdig ist. Auf Grund der gesamten Misere oder besser, diesen „gebrauchten Tages“ lag die Trefferquote auch nur bei gut 40%.

  Da nun wieder 14 Tage Pause sind, geht es zum letzten Spiel des Jahres am 09.12. noch einmal nach Ebersbach. Gegner ist dort der Tabellenzweite, TBSV Neugersdorf. Auch hier ist der Gastgeber klarer Favorit. Nach der letzten Pleite ist es nun wichtig, diese viel zu hohe Niederlage aus den Köpfen zu bekommen. Anwurf ist 14.15 Uhr.

(StB)

 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit: N. Voigt (1); K. Nowotnick; M. Bernhagen (2); L. Gebler (4/4); D. Glöß (1); T. Hohmann (1); F. Freitag (3); Y. Franke; M. Demmler (4/2); Im Tor: K. Zeiler



Sonntag, 26.11.2017 – um 08:30 Uhr trafen wir uns an der Sporthalle Hempelstraße, um zu unserem nächsten Auswärtsspiel zu starten. Ziel war Bischofswerda und das dort heimische Team der A-Jugend des VfB 1999 Bischofswerda. Endlich mal ein Gegner, den wir schon aus den vergangenen Saisons kennen. Heute wussten wir, was da für ein Brocken auf uns zu kam. Schwierig auch aus dem Grund, da die Schiebocker alle unsere Spielzüge kennen. Aber vielleicht war all das genau der Grund, dass wir hoch motiviert dorthin fuhren.

„Es ist scheißegal (sorry), wieviel Tore fallen und es ist auch scheißegal (nochmal sorry), ob wir hier als Verlierer aus der Halle gehen. Wichtig ist, dass wir richtig geilen Handball spielen und bis zum Schluss kämpfen! “ – so die Ansprache der Trainer vor dem Spiel in der Kabine.

Mehr gab es eigentlich auch nicht zu sagen. Das wir richtig guten Handball spielen und auch richtig kämpfen können, haben wir ja in den Spielen gegen Dresden und Radebeul gezeigt. Auch haben wir in den letzten Trainingseinheiten immer wieder Ballsicherheit und bis zum Umfallen unsere Spielzüge gefestigt. Und wenn wir das heute umsetzen, sollte ein Punktgewinn durchaus drin sein.

Pünktlich 10:00 Uhr war dann Anwurf. Und wir drehten gleich von Beginn an voll auf. Es schien zu funktionieren. Die Abwehrwand stand festgemauert und im Angriff flog der Ball in unserer Reihe so schnell hin und her, dass den Schiebockern scheinbar schwindlig wurde. Schon in der 6. Minute nahm die Bank des VfB ihre erste Auszeit und auf der Anzeigetafel stand 1:6 !!! Nach der kurzen Pause gelangen den Bischofswerdaern zwar zwei Tore, doch unsere Antwort darauf waren sieben Tore. Bei einem Stand von 5:16 nahm die gegnerische Bank in der 19. Minute ihre zweite Auszeit, aus der sie mit ein paar taktischen Umstellungen wieder ins Spiel kamen. Und bei uns schien der Schlendrian Einzug gehalten zu haben. Ein paar technische Fehler und Unkonzentriertheiten in Abwehr und Angriff ermöglichten dem VfB auf 10:16 heranzukommen.  Gott sei Dank wurden wir rechtzeitig wieder wach und steuerten gegen, so dass wir bei einem Stand von 12:19 in die Halbzeitpause gingen.

Die Trainer hatten in der Pause nicht viel zu sagen. Wir durften jetzt nicht lockerlassen und mussten an die Leistung der ersten 20 Minuten anknüpfen. Unsere Chancenverwertung lag bei ca. 70 %, die technischen Fehler sollten wir abstellen können. So ging es dann in die zweite Runde.

Zwar gelang den Schiebockern hier das erste Tor, doch dann begann sich der „Pulsnitzer Kreisel“ wieder zu drehen. Es war einmal mehr unser schnelles Spiel aus einer sehr stabilen Abwehr heraus. Entweder gelangen uns die Tore, nach dem wir die Bälle in der Abwehr erobert hatten und mit schnellen Kontern zum (meist) erfolgreichen Abschluss brachten, oder es waren unsere sauber ausgeführten Spielzüge (oder deren Varianten).  Den Schiebockern schien nichts mehr einzufallen, um sich hier erfolgreich zu wehren. Ein VfB-Fan rief von der Zuschauertribüne seiner Mannschaft zu: „Es ist zwar Totensonntag, aber trotzdem könntet ihr so langsam mal anfangen, Handball zu spielen…“ Als dann auch noch deren E. Küster unglücklich umknickte und so verletzungsbedingt ausfiel, ging fast nichts mehr.

Und so stand nach 60 Minuten an der Anzeigetafel 24:43. Ein verdienter Sieg, den wir nicht und schon gar nicht in dieser Höhe erwartet hatten. Also, wie man sieht, wir können, wenn wir wollen 😊😊😊.  Was auch eine super Sache ist: alle haben wenigstens ein Tor geworfen (naja, außer Colin und Robin – aber als Torwart ist das immer so eine Sache mit dem Torewerfen…)

Die technischen Fehler wurden in Halbzeit zwei minimiert, die Chancenverwertung lag bei 75 % (72 % über beide Halbzeiten) … was will man mehr? So müssen wir unsere nächsten Spiele gestalten, dann können wir in der OSL-Tabelle auch vorn mitmischen. Es war übrigens bis heute der höchste Sieg ( erzielte Tore und Tordifferenz) in der Saison 2017/18 in der OSL. Da kann man sich als Mannschaft freuen, ABER wir dürfen uns nicht auf diesen „Lorbeeren“ ausruhen!!!

Am 09.12.2017 ist um 09:30 Uhr Anwurf zu unserem letzten Punktspiel in diesem Jahr. Da freuen wir uns auf das Team von NSV Gelb-Weiß Görlitz.

An dieser Stelle ein „gutes Besserung“ an den verletzten E.Küster. Wie wir nach dem Spiel erfuhren, hat er sich wohl einen Bänderriss zugezogen.

Es spielten: Franz Johne (9), Oliver Grafe (2), Felix Thieme (8), Maurice-Pascal Ludwig (3), Stefan Lembke (1), Erik Forke (1), Lucas Hommel (1), Kenny Kasper (7), Felix Richter (9), Florian Drabant (2)

Im Tor: Colin Herms, Robin Oswald



Mit einer am Ende noch etwas versöhnlichen 24:28 (11:16)-Pleite bleiben die HSV-Männer Tabellenfünfte.

Die Pfefferkuchenstädter wollten in der Vor-Adventszeit ihrem Anhang noch einmal einen Sieg schenken. Dazu kam es allerdings nicht, weil der Tabellenführer LHV Hoyerswerda II nicht nur zu Gast war, sondern sich in Pulsnitz sehr wohl fühlte. Der Jahreszeit angemessen wollte der auch keine Geschenke verteilen und solche nicht zurücklassen. So begannen die Gäste wie das eigentlich die Gastgeber vorhatten. Die dazu größere Erfahrung und Routine auf Seiten des LHV gab den Ausschlag über den Ausgang der Partie. Bereits von der ersten Minute an wurden die Weichen gestellt. Die Gastgeber verordneten dem gefährlichsten LHV-Angreifer Nico Pollack gleich mal Manndeckung, die dem nur geringe Entfaltungsmöglichkeiten über alle 60 Minuten bescherten. Auf Pulsnitzer Seite wurde gleich in den ersten Sekunden Abwehrspezialist Tobias Liebschner seinerseits durch die erste gelbe Karte gebremst und in seinem gewohnt ‚hart aber fair‘ gehemmt. Zwar ging es erst einmal 13 Minuten munter hin und her, aber es war nicht zu übersehen, dass besonders die jungen HSV-Spieler noch einiges an Weiterentwicklung brauchen, um solchen Gegnern erfolgreich Paroli zu bieten. Der wegen Verletzung aus dem letzten Spiel geschonte Marco Liese fehlte auf der Mittelposition augenscheinlich. So kam nicht die nötige Angriffsstruktur zustanden, die dem LHV Kopfzerbrechen gemacht hätte. Bis zur besagten 13. Minute beim 5:5 unterliefen dem HSV schon fünf Fehlwürfe, darunter zwei Strafwürfe und drei technische Fehler. Die auch nicht überzeugenden Gäste nutzten ihre Möglichkeiten effektiver und zogen danach erstmals mit fünf Toren in Folge weg. Pulsnitz ermöglichte das innerhalb von nur vier Minuten durch je drei weitere Fehler und Fehlwürfe. Das resultierte aus zu hektischem und unkontrolliertem Anrennen. Die Fehlerstatistik ließe sich fortführen, verdeutlicht sie doch nur die eigenen Möglichkeiten, liegen gelassene Chancen und das Lernpotenzial der Jugend. Der Gegner war indes eben nicht so überwältigend gut wie er das im Ergebnis der Folgezeit ausdrückte. Die Hypothek des Fünf-Tore-Rückstands konnten die Gastgeber nie so abbauen, dass sie möglichst in Schlagdistanz kamen. Im Gegenteil, die Gäste kontrollierten weiter die Partie und setzten sich zeitweise bis auf zehn Tore Differenz ab. Zum Ende hin ließen sie noch etwas die Zügel schleifen und die HSV-Jungs kamen besser ins Spiel, konnten aber lediglich Ergebniskosmetik betreiben. Trainer Michael Schwenke war sauer, besonders wegen einigen Auslegungen, die sein Team hemmten. Mit dem war er „heute auch unzufrieden mit dem Spiel gegen nicht überzeugende Tabellenführer. Dem hat seine Stabilität gereicht, die uns zurzeit fehlt. Wir befinden uns derzeit in einem kleinen Tief und es ist bitter, dass gerade in diese Delle die Spiele gegen Oberlichtenau und Hoyerswerda fielen. Es ist typisch für einen Umbruch, dass vieles noch nicht so zusammen passt wie es soll. Nach vorn werden zu viele einfache Bälle verloren. Anfangs haben wir dazu den Torhüter berühmt geworfen, dann wurde auch die Chancenverwertung etwas besser. Der LHV hat zum Ende hin nicht voll durchgezogen und den Vorsprung verwaltet. Bei unseren Spielern muss vor allem das Selbstvertrauen wachsen, dann wird vieles besser. Wir haben jetzt noch zwei Spiele, werden über den Jahreswechsel daran arbeiten, um besser im nächsten Jahr rein zu kommen. Dann kann einiges einfacher werden. Heute überzeugte nur Oliver Scholze im Tor und auch Kevin Hoppe kam das zu Schluss besser rein.“ Positiv zu bemerken, dass außer Oliver Lüttke alle im Angriff eingesetzten Spieler am Torewerfen beteiligt waren. Lüttke seinerseits rieb sich in der Manndeckung auf Pollack auf und konnte wenig für den Angriff beisteuern. Nach einer Woche Pause steigen das Spiel gegen Sagar und danach der Pokalknüller in Bernstadt.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, O. Scholze; Kasper (3), Drescher (4/1), Thomschke (3), Lüttke, Eppendorfer (3/2), Schöne (5), Liebschner, Drabant (1), Schulze (2), Richter (1) und D. Schwenke (2).

Eberhard Neumann