Die HSV-Männer gewinnen mit 54:20 (23:11) bei der Verbandsligareserve in Radeberg im Tempolauf.

Die Partie in der Halle des Radeberger BSZ mutete schon an wie der Kampf gegen Windmühlenflügel oder zwischen David und Goliath. So überlegen und zudem in einen Rausch spielten sich die Gäste. Die tapferen Gastgeber konnten nicht an die Sage anknüpfen, in der der kleinere David den riesen Goliath mit einer Steinschleuder zu Boden streckte und besiegte. Da fehlte es den Radebergern eben an diesem Steinewerfer, der die Pulsnitzer wirklich hätte ärgern können. Die RSV-Männer spielten solide vor der Deckung, konnten die aber nicht entscheidend bezwingen. Deutlich anders lief es auf der gegnerischen Seite. Die Gäste waren schwer ausrechenbar und trafen von allen Positionen. Dazu kam das erfolgreich aufgezogene Tempospiel, mit dem sie immer wieder einnetzten und so zum immer beruhigenderen Vorsprung kamen. Beruhigung war tatsächlich angesagt, denn in der Anfangsphase hielten die Bierstädter noch ganz gut mit und überraschten ihrerseits die Pfefferkuchenstädter mit engagiertem Auftreten. Den Willen und Kampfgeist konnte auch keiner den Männern von Jörg Skawran bis zum Ende absprechen. Ehe die Gäste richtig in Schwung kamen führten die RSV-er mit 2:1 und 3:2 und hielten bis zur zwölften Minute bei 6:7 mit. Dann legten die Männer von Michael Schwenke zu und kamen in einen ungeahnten Torrausch. Sukzessive, mit Torstaffetten von zuerst vier, fünf Toren und dabei minutenlang ohne Gegentreffer setzten sich die Gäste ab. Nur zwischen der 24. Und 30. Minute stockte der Tempolauf auf Pulsnitzer Seite etwas und Radeberg konnte drei Treffer dagegensetzen. Letztere setzten auch den Anfangstreffer der zweiten Hälfte. Dann aber dauerte es bis zur 41. Minute, ehe der nächste Einnetzer gelang. Da hatten die Pulsnitzer mit ihrerseits 34 Treffern schon lange die Partie entschieden. Dennoch ließen sie nicht locker und rannten von einem Erfolg zum nächsten Rekord. Diese zehn Tore am Stück vom 12:24 zum 12:34 waren auch die größte Leidenszeit des RSV. Ansonsten wurden solche torlose Phasen kürzer gehalten, ohne jemals die Schwenke-Männer in Bedrängnis zu bringen. Der Coach war am Ende auch sichtlich erleichtert, entspannt und absolut ruhig. Fand er sonst manchmal keine Worte ob schlechten Spieles, so war es diesmal wegen der großen Dominanz: „Tja, was soll ich sagen, das war allzeit dominant. Nach dem Hinspiel war das nicht zu erwarten. Es zeigte sich, wenn wir konzentriert und mit wenigen Fehlern spielen, geht mehr und es klappt vieles besser. Die Abwehr traf auf wilde Angriffe und wurde immer sicherer. Auch Colin Herms im Tor zeigte eine gute Leistung. Der Gegner war heute einfach kein Maßstab. Der Torrekord vom Vorjahr gegen Cunewalde/Sohland wurde auch noch geknackt. Der Sieg ist nicht überzubewerten, aber wenn wir ruhig bleiben, zeigen wir was geht. Auch in der Pause hatte ich die weitere volle Konzentration gefordert. Wir haben wieder bewiesen, dass wir uns weiter entwickelt haben, dürfen uns aber auch keine Ausrutscher erlauben. Die Spiele gegen Oberlichtenau und Bernstadt werden die entscheidenden sein.“ Beim Spiel jung gegen jung lag der Vorteil deutlich auf Seiten der Gäste. Bei denen führten die erfahreneren Spieler, während die RSV-Jungspunde ziemlich auf sich allein gestellt blieben. Bei denen erzielten immerhin zehn  Mann Tore, in der Breite also gut aber in der Quantität zu wenig. Da ragten auf gegnerischer Seite Franz Johne mit zehn Toren sowie Ronny Schöne, Marco Liese und Kenny Kasper mit je acht heraus. Nicht zu vergessen die sieben Treffer beim Wiedereinsatz von Markus Scholze, was ihm wohl zwei Kästen Radeberger? Kosten wird. Und John Eppendorfer fehlte sogar noch. Immerhin kann statistisch noch ergänzt werde, dass sich alle Feldspieler in die Torschützenliste eintrugen und insgesamt wieder eine Menge fürs Torverhältnis getan wurde. Das hat zwar für den Saisonausgang wenig Bedeutung, aber 490 Tore die meisten der Liga, sind beachtlich. Und der Schnitt von fast 33 pro Partie bei einer Differenz von 142 sind von anderen nicht erreichte Marken. Jetzt ist Winterferienpause, aber die soll auch gut genutzt werden, um den Rhythmus nicht zu verlieren. Messen werden sich da die Pulsnitzer auch mit höherklassigen Teams wie HSV Dresden und evtl. der ersten des RSV. So scheinen sich die weiterhin aufstrebenden Pfefferkuchenstädter schon etwas auf die höhere Liga einzustimmen zu wollen, falls der Aufstieg gelingen sollte. Nächster Punktspielgegner ist am 10. März der NSV Görlitz, eine erfahrene und sehr unbequeme Truppe. Zuvor steigt noch eine Woche eher das Bezirkspokal-Derby gegen Oberlichtenau.

Pulsnitz spielte mit: Herms, Bauer; Liese (8/3), Jung (2), Thomschke (2), Johne (10), Lüttke (1), Schöne (8), Kasper (8), Schulze (4), Richter (4) und M. Scholze (7).

Eberhard Neumann



SG Pirna/Heidenau 2. – SG Pulsnitz/Oberlichtenau   21:23   (11:09)

Nach dem dieses Spiel insgesamt zweimal verlegt werden musste, fand es am letzten Dienstag in der Trainingszeit des Gastgebers, um 18 Uhr, in Heidenau statt. Jede Mannschaft hatte aus verschiedenen Gründen eine Verlegung beantragt. Eine ungewöhnliche Anwurfzeit für die Jungs, jedoch war es organisatorisch anders nicht möglich.

Kurz nach 16 Uhr stürzte sich die Mannschaft in den Feierabend-Berufsverkehr um pünktlich in Heidenau zu sein.

Wollte man die Tabellenführung verteidigen, musste zwingend ein Sieg her, da der punktgleiche Verfolger Hartha bereits am Wochenende in Radeburg nachlegte und wieder gleichzog. Alles in allem schon eine gewisse Drucksituation für die Jungs.

Der Gast begann konzentriert und konnte gleich eine 2:0- Führung vorlegen. Aber auch der Gastgeber kam dann ins Spiel und erzielte den Ausgleich zum 2:2. Und es ging ausgeglichen weiter. Meist legten unsere Jungs vor und Pirna/Heidenau glich aus. Hin und wieder unterliefen einige technische Fehler, die dann die Heimmannschaft zu ihren Gunsten nutzte. Aber auf mehr als 2 Tore konnte sich vorerst keine der beiden Teams absetzen. So ging es bis zum 9:9. In der 20. Minute dann die erste Auszeit der Gäste – SG um die Schlussphase des 1. Abschnittes zu besprechen. Leider gab es anschließend ein paar Unkonzentriertheiten, die den Gastgeber mit einer knappen 11:9-Führung in die Pause gehen ließ.

In der 2. Halbzeit musste man konzentriert weiter spielen, die technischen Fehler minimieren. Die Chancenverwertung war so schlecht nicht und die Abwehrleistung war auch okay.        

Der 2. Durchgang startete mit dem 12:9 für Pirna/Heidenau. Unsere Jungs blieben aber dran und stellten beim 13:13 den Gleichstand wieder her. Danach war es wie in der 1. Halbzeit, abwechselnde Torfolge bis zum 16:16. Erst jetzt gelang der SG aus der Pfefferkuchenstadt ein 3:0-Lauf, der vorentscheidend sein sollte, denn diesen Vorsprung gaben sie nicht mehr her. Die Heimmannschaft mühte sich, aber die Spielstände 18:21 und 20:23 verdeutlichen, dass unsere Jungs nichts mehr anbrennen ließen. Sie verteidigten den Vorsprung bis zum Schlusspfiff. Nach 50 Minuten konnte in einem kämpferischen Spiel auf Augenhöhe der wichtige Auswärtssieg erkämpft werden. 

Bei noch 2 ausstehenden Punktspielen scheint die Meisterschaft greifbar nahe. Einen „Aussetzer“ darf man sich jedoch nicht leisten, denn Hartha ist in „Hab acht Stellung“. Im kuriosesten Fall (bei bleibender Punktgleichheit) könnte das eine Tor Differenz im direkten Vergleich, mit jeweiliger Heimniederlage, den Ausschlag zwischen beiden Teams geben und das wäre dann zu Gunsten der SG Pulsnitz/Oberlichtenau……..

Nun sind wieder 7 (!) Wochen Spielpause, inklusive der Winterferien. Erst am 07.04. muss die Mannschaft in Weixdorf, gegen den derzeit Tabellenfünften, antreten. Danach steht schon bald (über Ostern) der jährliche Jugendaustausch, mit der Fahrt zu unseren französischen Handballfreunden an die Atlantikküste nach Releq Kerhoun, an. 

(StB)

Für die SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielten:

T. Singer (11/3); P. Thomschke (6); M. Heinrich; P. Brückner (2); R. Schwann; E. Neumann; K. Nowotnick (4); M. Rudolph; D. Glöß; K. Längert; Im Tor: N. Oswald; E. Häse



Mit einem 24:17 (7:12)-Erfolg bei Koweg Görlitz II gelingt den ungeschlagenen HSV-Männern der nächste Sieg in fremder Halle.

Doch der Erfolg über die Görlitzer Sachsenliga-Reserve war diesmal nicht überzeugend. Mit Blick auf die Aufstellung der Neißestädter schien nur die Höhe des positiven Spielausgangs in Frage gestellt. Bei den arg dezimierten Gastgebern mit nur sieben Feldspielern und einem Keeper fehlten sogar die etatmäßigen Oldies wie Krause, Brendler, Meißner, Kuhnt und andere. Die hatten sonst den Pfefferkuchenstädtern oft das Leben sehr schwer gemacht. Nun hatten sie jedoch ein Team als fast unbeschriebenes Blatt vor der Brust und das schien neben etwas Überheblichkeit auch zu falscher Unterschätzung zu führen. Dabei war der Spielbeginn für die Gäste nach dem gleich in der ersten Minute verworfenen Siebenmeter so schlecht nicht. Da wurde auch bis zur zehnten Minute mit vier Toren plus der schon für das Spiel entscheidende Vorsprung herausgeworfen. Auf mehr als diesen Abstand kamen die Neißestädter, wie beim 14:18 und 16:20, nämlich nie mehr heran. Den Sack schon eher zuzubinden gelang dennoch nicht. Selbst die mit sieben Toren höchste Führung bei 4:11; 7:14; 10:17; 11:18 konnte nie entscheidender ausgebaut werden. Vielmehr wurden die Gastgeber mehr und mehr aufgebaut, ohne dass zu erkennen war, dass die Partie gar zu verlieren drohte. Aber nach 45 Minuten wurde es vor allem auch durch eigene Fehler enger und kampfbetonter. Erst zwischen der 50. und 55. Minute wurde der höchste Toreabstand wieder hergestellt. Die letzten fünf Minuten waren durch unnötige Nicklichkeiten und nur je ein Tor der Kontrahenten geprägt. Vor allem der sattelfesten Abwehr und einem sich später gut steigernden Colin Herms im Tor sind die relativ wenigen Gegentore zu verdanken. Im Zug nach vorn aber wurde neben drei Siebenmetern einfach zu viel weggeschmissen. Dennoch war Coach Michael Schwenke mit den zwei Punkten zufrieden: „Heute zeigte sich, dass wir nicht in jeder Begegnung mit der jungen Truppe ‚Hurra spielen‘ können. Anfangs hatten wir Probleme, kamen dann aber gut rein. Da haben wir den nötigen Abstand aufgebaut. Den haben wir dann allerdings nicht erweitert. Wir hatten uns dem gegnerischen Tempo angepasst und nur wenig Lichtblicke. Aufgefallen ist besonders Marco Schulze als guter Kreisläufer und unser Torhüter steigerte sich und kämpfte sich ins Spiel rein. Positiv ist, dass wir gewonnen haben und nie wirklich in Bedrängnis gerieten. Trotz insgesamt durchwachsener Leistung sind vor allem nur 17 Gegentore richtig gut. Im Angriff haben wir nicht das geforderte Tempo gespielt. Die nur sieben Gegenspieler schienen auch keine große Motivation zu erzeugen. Einigen schien auch vor allem bei den Abschlüssen das nötige Selbstbewusstsein zu fehlen. Es bleibt für mich unerklärlich, dass wir phasenweise richtig gut spielten und dann wieder lange Durststrecken zu überstehen hatten. Vieles blieb zu langsam ohne den richtigen Zug zum Tor. Wir haken das Spiel ab und das nächste wird wieder besser. Wenn trotz allem und unterdurchschnittlichem Spiel auswärts mit sieben Toren gewonnen wird, dann ist das in Ordnung. Ich denke auch, dass das ausgefallene Spiel gegen Sohland etwas Rhythmus gekostet hat.“ Dem gibt es wenig hinzuzufügen. Dass es schwer ist, immer auf höchstem Level zu spielen, zeigte unter anderen auch die Heimpleite der Hoyerswerdaer gegen NSV Görlitz. Damit hat sich erst einmal ein harter Kontrahent um den Titel aus diesem Kampf etwas verabschiedet. Aber vielmehr müssen die Pulsnitzer weiter auf sich selbst fokussiert bleiben. Immerhin sind sie die Gejagten und da müssen auch im nächsten Spiel auswärts gegen Radeberg II und einen weiteren unbequemen Gegner alle Register gezogen werden. Und nur mal so zur Erinnerung, das Heimspiel gegen Görlitz wurde auch nur mit fünf Toren gewonnen. In diesem Quervergleich steht das Ergebnis an der Neiße auch in einem besseren Licht.

Pulsnitz spielte mit: Herms, Bauer; Liese (3), Jung (1), Thomschke, Johne (1), Lüttke, Eppendorfer (4/2), Schöne, Kasper (3), Küster, Schulze (10) und Richter (2).

Eberhard Neumann



Mit einem am Ende doch hoch verdienten 35:28 (16:18)-Sieg feiern die Pulsnitz‘-Reservisten einen wichtigen Heimerfolg.

Irgendwie mutete der Heimspieltag der Pulsnitzer etwas komisch an. Da war schon das Spiel von Team drei des HSV durch Absage von Oberlichtenau III in der Kreisliga wegen Personalmangel der SGO ausgefallen und dann erfolgte auch noch sehr kurzfristig in der Bezirksliga die Absage von Cunewalde/Sohland II ans Pulsnitzer Team eins. Das war vielleicht ganz gut so, denn die Parkmöglichkeiten der Gäste in der Pfefferkuchenstadt waren ums Sportforum herum wegen nicht beräumter Flächen sehr minimalistisch. Dennoch hatte die Sohlander Absage einen faden Beigeschmack. Ihre Kollegen aus Cunewalde mit einigen Sohlandern waren immerhin in Pulsnitz angereist und nahmen die Punktspielauseinandersetzung trotz widriger Witterung bei der Anreise wahr. Und Cunewalde liegt teilweise sogar höher als Sohland. Aber alle Mutmaßungen weglassend, wird es für das Bezirksligaspiel ganz schwer, einen Ersatztermin zu finden, da der Plan sehr eng gestrickt ist.

Das ausgetragene Spiel der Bezirksklassenmannschaften hatte mit den jeweiligen Besetzungen auch gleich noch einige Besonderheiten parat. So hatten sich beide Teams mit einigen Spielern verstärkt, die auch in den ersten Mannschaften zum Einsatz kommen. So war nicht verwunderlich, dass die Gäste nach starkem Beginn der Gastgeber das Heft des Handelns übernahmen. Führten die Pulsnitzer nach sechs Minuten schon mal mit 6:3 und fünf Minuten später sogar mit vier Toren, so drehte die SG ab der 21. Minute die Partie. Mehr als zwei Tore Differenz, so wie zur Halbzeit, wurden es dann aber nie. Nach dem Wechsel übernahmen die Pulsnitzer wieder das Kommando, ehe die Cunewalder das lange ausgeglichene Spiel in der49. Minute nochmals kurz drehten. Dann allerdings zahlten sich die taktischen Änderungen des HSV mehr und mehr aus und sukzessive wurde der Vorsprung ausgebaut. Zur Freude von Trainer Christian Weißenfeld machten seine Jungs letztlich vieles richtig und holten diszipliniert und kämpferisch den nächsten Heimerfolg. Er gab folgendes Statement ab: „Wir kamen gut ins Spiel und sorgten in den ersten sieben Minuten mit guter Abwehr und Tempo für einige Tore. Nachdem Cunewalde umstellte, gab es bei uns einen kleinen Abriss. Mit der auf Manndeckung auf Karl Jung umgestellten Defensive bekamen wir einige Probleme. Ohne die Führung von Jung auf der Mitte wurden zu viele überhastete und unvorbereitete Würfe genommen. Durch einige technische Fehler, Ballverluste und Fehlwürfe bekamen wir bis zur Halbzeit keinen Zugriff mehr in der Abwehr und aufs Spiel. Auch die Umstellung des Angriffs auf 4:2 fruchtete nicht. Nach der Pause konnten wir dann mit der 5:1-Abwehr den Gäste-Spielfluss stören und Ballgewinne erzielen. Über William Thomschke fanden wir sehr gut ins Tempospiel zurück. Der leitete dann auch auf Rückraum-Mitte unsere Angriffe. Aggressiver und durch Tempo gelangen Ballgewinne, was wieder zu mehr Sicherheit führte. Fehler und Fehlwürfe wurden erheblich reduziert. Insgesamt bin ich mit dem Spiel zufrieden. Wir müssen daran arbeiten, besser gegen verschiedene Deckungssysteme aufzuspielen. Meinen Jungs gilt großer Respekt, dass sie ins Spiel zurückgefunden und kämpferisch alles gegeben haben.“ Erwähnenswert ist, dass sich alle HSV-Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Elf Torschützen waren sicher auch ein Plus gegen sieben der Gäste, bei denen der Ex-Pulsnitzer Felix Drescher mit neun Toren Tagesbester war. Damit bleiben die Pulsnitzer in der Spitzengruppe, haben jetzt erst wieder eine Woche frei, ehe es am 17. Februar zum Spitzenspiel mit dem BSV nach Görlitz geht.

Pulsnitz II spielte mit: Roth, Herms; Nitzschner (2), Kaspar (4), Krahl (5), Jung (6/1), Küster (2), Hommel (2), R. Johne (3), Grafe (2), Schmidt (1), Kasper (3) und Thomschke (5).

Eberhard Neumann



SG Rödertal / Radeberg II   –   SG Cunewalde / Sohland    17:7  (7:2)

Im ersten Heimspiel des Jahres ging es am Sonntagvormittag gegen die SG Cunewalde / Sohland. Im Hinspiel konnte man sich in Sohland gegen eine ersatzgeschwächte Mannschaft mit 10:18 durchsetzen. Im weiteren Saisonverlauf konnte man seit diesem Aufeinandertreffen leider keinen weiteren Sieg einfahren, wohingegen die Sohländerinnen gegen Tabellenführer Hoyerswerda einen Achtungserfolg feiern konnten.

Entsprechend gewarnt durch ihre Trainer, gingen unsere SG Mädels ins Spiel. Gleich im ersten Angriff konnte, durch einen sehenswerten Spielzug, Finnja am Kreis freigespielt werden, die gleich durch zwei Gegnerinnen nicht ganz sauber aufgehalten wurde. Der entsprechende Pfiff für einen Siebenmeter und einer möglichen Verwarnung blieb aber aus. Mit Freiwurf ging es weiter und man war gleich richtig im Spiel drin. Mit 2:0 konnten die Rödertalerinnen in Führung gehen, ehe den Gästen der erste Treffer gelang. Die Abwehr stand und vorn wurde konsequent abgeschlossen. In der Folge konnte durch eine 4:0 Serie die Führung zum 6:1 ausgebaut werden. Mit 7:2 ging es dann in die Halbzeitpause.

Solch ein konzentriertes Auftreten über eine ganze Halbzeit gab es lange nicht bei unseren C2-Damen und das machte Lust auf mehr. Wenn es überhaupt Kritikpunkte gab, dann die Chancenverwertung bei der ein oder anderen Szene allein vor der  gegnerischen Torhüterin. Für die zweite Halbzeit gab das Trainerteam den Mädels eine weiterhin so konzentrierte Abwehrleistung und eine effektivere Chancenverwertung als Vorgabe mit auf den Weg.

Es ging weiter und über ein zwischenzeitliches 8:3 und 10:3 verteidigte man die 5 Tore Führung zum 11:6. Positiv ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass keinerlei Spielerwechsel zu einem Abbruch des Spielflusses führten. Im Gegenteil, weitere im Training geübte Spielzüge funktionierten recht ordentlich und führten zu Erfolgen. Auch der ein oder andere Tempogegenstoß aus einer sicheren Abwehr heraus, brachte ab Mitte der zweiten Hälfte auch einige „einfache“ Treffer. Über die Stationen 13:6 und 15:7 ging das Spiel am Ende mit 17:7 aus. Einen Sahnetag erwischte an diesem Spieltag unsere Lea-Marlen, die mit 8 Treffern das sicherste Händchen hatte.

Glücklich und zufrieden fielen sich die Mädels in die Arme und bedankten sich bei den zahlreichen Zuschauern für die lautstarke Unterstützung. Nicht die Höhe des Sieges, sondern die Art und Weise, stimmte das Trainerteam Katja, Nadine und Tobias sehr zufrieden! Hoffentlich kann diese Leistung ins nächste Spiel am kommenden Wochenende gegen Hoyerswerda mitgenommen werden. Vielleicht besteht ja die Chance, ähnlich wie es den Sohländerinnen gelungen ist, die Tabellenführer zu ärgern.

Es spielten: July Sprenger, Merle Marx, Lea Gräfe, Jolina Oswald, Finnja Kuhnert, Hanna Gräfe, Antonia Garten, Lea Marlen Opitz, Josy Hofmann, Lena Freudenberg, Vivien Betz, Anna Höfgen

Trainer: Katja Wimmer-Berndt, Nadine Schmidt, Tobias Kuhnert

Fotos: Leonie Garten

Finnja beim Siebenmeter

Vivien setzt sich durch

Hanna nicht zu halten

Hanna zieht ab

Lea-Marlen beim sicheren Abschluss

July gleich am Ball

    

Josy ist durch

Lea beim Schlagwurf

Finnja am Kreis

Lea-Marlen setzt sich durch

Antonia frei durch

Merle in Aktion

Antonia energisch

Schlusspfiff

 

 

 


Jan 29

Am 26.01.2019 stand der letzte Heimspiel der männlichen D-Jugend an. Als Erster wartete die Mannschaft aus Gröditz auf die Jungs. Diese reisten nur mit 4 Feldspielern und einem Torhüter an. Also war das Ziel klar, dieses Spiel deutlich zu gewinnen. Dies war aber nicht so einfach wie gedacht. Die Mädchen aus Gröditz waren sehr groß und technisch gut.  Da unsere Abwehr etwas chaotisch war erspielten sich die Gröditzerinnen oft Chancen. Vor Allem am Kreis kamen sie zu oft frei zum Wurf. Bei uns gelangen die meisten Tore über Konter, da wir einen Spieler an der Mittellinie warten liesen. Bis zu Halbzeit war das Spiel sehr zäh und unserer Führung war mit 10:8 noch knapp. In der zweiten Halbzeit funktionierte die Deckung besser und die Abschlüsse im Angriff gelangen auch. So stand am Ende ein verdienter 21:14 Erfolg zu Buche.

Als nächstes wartete Niederau, unser direkter Verfolger in der Liga. Dies hatte aber vorher gegen die NSG Dresden Nordwest verloren und so konnten wir das Spiel voller Mut angehen.

Diesmal wurde die Abwehr von Anfang an sehr geordnet und konzentriert geführt. Durch ein hervorragendes schnelles Umschaltspiel gelangen und viele einfache Tore. Dies steigerte von Minute zu Minute und es konnte über den Halbzeitstand von 10:7 ein verdienter 19:15 Sieg eingefahren werden.

Damit sicherten wir uns unseren sehr guten Stand in der Tabelle. Die Entscheidung über Platz 1 wird vermutlich am nächsten Spieltag am 10.3. gegen Dippoldiswalde fallen.

Zu erwähnen bleibt noch die sehr gute Integration unserer 3 Pflichspieldepüdanten. Da können wir auch bei den nächsten Spielen aus den Vollen schöpfen.

 

TP



Die HSV-Männer können den Zweiten der Tabelle, den LHV Hoyerswerda II auswärts mit 32:28 (17:14) in die Knie zwingen und die Spitzenposition ausbauen.

Das war ein hartes Stück Arbeit, dass die Pulsnitzer in der Zusestadt abliefern mussten. Hart im wahrsten Sinne des Wortes waren das Spiel und der erkämpfte Sieg. Die Gastgeber waren ihrerseits absolut nicht gewillt, klein bei zu geben. Im Gegenteil, zeitweilig agierten sie hart, aber nicht unfair, und forderten die Gäste vollständig heraus. Die jungen Pulsnitzer nahmen den Fight an und versuchten mit Ruhe und sehr viel Konzentration die Partie zu bestimmen. Das gelang dann über weite Strecken erstaunlich gut und bewies den gewachsenen Reifegrad des Teams. Nur kurzzeitig ließen sie sich etwas aus dem Konzept bringen, um schnell wieder zur eigenen Performanz zurück zu kehren. Die kritischste Phase war dabei zwischen der 41. und der 48. Minute zu überstehen. Da gelang selbst nichts Zählbares und die Hoyerswerdaer konnten sich vom 20:23 mit vier Treffern in Folge in Führung werfen. Die Auszeit beim da zwischenzeitlichen 23:23-Remis wirkte nicht sofort, aber nach dem nächsten Gegentor durch einige Umstellungen doch entscheidend positiv. Youngster Franz Johne leitete mit erfolgreichem Siebenmeter zum 24:24 die notwendige Wende ein. Insgesamt ebenfalls vier HSV-Tore am Stück brachten dann die wichtige Drei-Tore-Führung zurück. Diese kritische Phase somit überstanden, konnten die Männer von Michael Schwenke die letzten siebeneinhalb Minuten erfolgreich herunter spielen. Der Coach war dann sehr froh, auch durch eigene taktische Maßnahmen das Spiel wieder gedreht zu haben: „Das war das erwartet schwere und wichtige Spiel. Wir wollten das konzentriert und mit wenigen Fehlern angehen. Zudem sollte die zweite Welle nicht konsequent angegangen, sondern besser im Positionsspiel angegriffen werden. Wir waren gleich da und konnten einen Drei-Tore-Abstand herstellen. Das brachte sofort Sicherheit, gute Würfe und ordentliches Spiel unsererseits. Es bedurfte einiger Umstellungen, um das weiter zu bestimmen. Nach seinen fünf Toren bis zum 7:4, zwölfte Minute, wurde John Eppendorfer härter attackiert. Da mussten die anderen übernehmen. Die kurzzeitige Schwächephase kurz vor der Halbzeit überstanden wir gut. Nach dem 14:16 des LHV und zweiter Zeitstrafe für Marco Schulze musste unsere Auszeit Ordnung bringen. Fast mit dem Pausensignal netzte Eppendorfer nochmals ein. Drei Tore vorn waren wieder beruhigend. Nach dem Wechsel konnte ich Schulze nur noch für den Angriff bringen und musste die Abwehr umstellen. Kenny Kasper und William Thomschke dann in der Abwehrmitte, hatten da anfangs Probleme. Nach entsprechender Anpassung machten sie das gut. Der LHV spielt weiter grantig und provozierend, worauf wir immer wieder gut antworteten. Vor allem Franz Johne sprühte vor Selbstbewusstsein und brachte seine drei Siebenmeter im Tor unter. Nach der nächsten Schwächephase musste ich wieder reagieren und stellte ab der 46. Minute im Angriff auf 4:2 um, womit Hoyerswerda nicht richtig klar kam. Zuvor kamen die Gastgeber nach beiderseits doppelter Unterzahl zur einzigen Führung, die wir schnell egalisieren konnten. Am Ende hatten wir weniger Probleme und gute Wurfquoten. Auch unsere Torverteilung passte insgesamt und war gut verteilt. So bin ich grundsätzlich zufrieden, weil alle machten, was vorgegeben war und jetzt der Abstand in der Tabelle vergrößert werden konnte.“ Damit können die Pulsnitzer mit dem Jahresauftakt vollauf zufrieden sein. Neuer Verfolger ist jetzt Bernstadt mit drei Punkten Rückstand, einen vor dem LHV. Die Bank war mit Oliver Scholze und Kevin Hoppe als verletzten Keepern gut besetzt. Dafür hatte sich Oldie Thomas Bauer wieder als Spieler eingebunden. Colin Herms macht seine Sache im Tor aber auch richtig gut, beispielsweise mit vier parierten Siebenmetern. So können nun die nächsten Gegner kommen, nächste Woche Cunewalde/Sohland II in Pulsnitz.

Pulsnitz spielte mit: Herms, Bauer; Liese (5/2), Thomschke (5), Johne (4/3), Lüttke (4), Eppendorfer (6), Schöne (2), Kasper (2), Schulze (4) und Richter.

Eberhard Neumann



SG Pulsnitz/Oberlichtenau – SG Kurort Hartha 21:26 (13:15)
Das neue Jahr ist zwar nun schon ein „paar Monde“ alt, trotzdem allen Handballfreunden
und Eltern noch die besten Wünsche für 2019.
Die MJC steht seit dem 07.01. wieder im Training und hatte somit relativ viel Zeit sich auf
die Fortführung der Saison vorzubereiten. Das war auch gut so, denn es kam am letzten
Sonntag gleich zum Spitzenspiel gegen die SG Kurort Hartha. Unsere Jungs hatten es
selbst in der Hand den direkten Verfolger weiter auf Distanz zu halten und den 1. Platz zu
verteidigen.
Doch im Lauf der Woche vor dem Spiel zeichnete sich eine krankheitsbedingte,
zahlenmäßige Dezimierung ab. Das musste erst einmal kompensiert werden und machte
die Aufgabe nicht leichter.
Trotzdem war die restliche Mannschaft „heiß“ und wollte die Aufgabe in Angriff nehmen.
Bereits nach 26 Sekunden konnten unsere Jungs das 1:0 markieren. Nach
abwechselndem Torerfolg hatten unsere Jungs mit dem 5:4 nach 8 Minuten immer noch die
Führung inne. Aber es zeichnete sich da schon ab, dass die Nr. 8 (9 Tore) und 14 (10 Tore)
der Gäste die Unruheherde waren und die SG sie nie so richtig in den Griff bekam. So
konnte der Gast mit dem 6:7 erstmals in Führung gehen. Beim Stand von 7:8 (14. Minute)
gelangen den Einheimischen 4 Tore in Folge zum 11:8 und alle dachten, jetzt findet der
Tabellenführer seinen „Flow“. In diese Phase hinein dann auch die Auszeit der Gäste, die
ihre Wirkung nicht verfehlte, denn in der 21. Minute hatten die Harthaner das Ergebnis
wieder gedreht (12:13). Nun folgte die Auszeit der SG, die leider nicht die erhoffte Wirkung
zeigte, denn die Gäste konnten noch 2 Tore drauf packen. Danach war Halbzeit.
In der Pausenansprache wurde an Motivation und Selbstvertrauen appelliert. Auch war die
gezeigte Abwehrleistung zu „dünn“. Man war zu langsam, dadurch am Gegenspieler nicht
dran und auch die Stelle „wo es mal weh tut“ wurde zu oft gemieden. Dies alles musste im
2. Abschnitt verbessert werden, wollte man den Gast am Ende noch bezwingen bzw. in
Verlegenheit bringen.
Aber schon der erste Angriff sah die Gäste mit 3 Toren in Front. Zwar konnte im Gegenzug
wieder verkürzt werden, jedoch das Besprochene zur Pause war leider in den Köpfen nicht
angekommen. Das 2. Tor der zweiten Halbzeit erzielten unsere Jungs erst in der 35.
Minute, da stand es aber bereits 14:20. Bei der folgenden Auszeit wurde die Abwehr
umgestellt. Denn mittlerweile ging es auch darum, die Tordifferenz im direkten Vergleich im
Auge zu behalten und da hatten unsere Jungs im Hinspiel mit 6 Toren Differenz gewonnen.
Doch immer wieder stand die Mannschaft vor dem Gegner, wie das Kaninchen vor der
Schlange …… Der 7 Tore-Vorsprung ließ nicht lange auf sich warten. Wie es so ist, wenn
es nicht läuft, kommt Pech dazu. Während Hartha mit Innenpfosten-Toren zum Erfolg kam,
sprangen derartige Würfe der SG vom Innenpfosten wieder heraus und das nicht nur
einmal. Aber die Mannschaft kämpfte, angestachelt auch durch die letzte Auszeit in der 47.
Minute. So konnte der Rückstand noch auf 5 Tore verkürzt werden, was bei einer
Punktgleichheit mit Hartha am Saisonende von Vorteil wäre.
Es war klar, dass es irgendwann die erste Saisonniederlage geben wird. Nun ist es
passiert. Wie heißt es so schön: „Hinfallen kann man, jedoch darf man nicht liegen bleiben,
sondern man steht auf und es geht weiter!“
Beim nächsten Spiel gegen die SG Pirna/Heidenau 2. kann und wird die Mannschaft
wieder ein anderes Gesicht zeigen, um die Zielstellung weiter im Auge zu behalten. (StB)
Für die SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielten:
T. Singer (11/4); P. Thomschke (3); M. Heinrich; P. Brückner (6); R. Schwann; S. Krüger, E.
Neumann; K. Novotnick (1); M. Rudolph; Im Tor: N. Oswald