HSV 1923 Pulsnitz 3. – SG Oberlichtenau 3.   41:10 (18:4)

Sonntagmittag trafen sich die dritten Mannschaften zum Ortsderby in der Pulsnitzer Sporthalle. Die Pulsnitz konnten dabei wieder auf Unterstützung aus der A-Jugend zählen und somit 13 Leute ins Spiel schicken. Bei den Oberlichtenauern fehlten leider einige Spieler, sodass gerade so eine spielfähige Truppe zusammen kam.

Dementsprechend einseitig verlief dann auch die Partie. Die Oberlichtenauer Spieler ließen nichts unversucht, um zum eigenen Torerfolg zu kommen, scheiterten aber meist an der Pulsnitzer Deckung oder am gut aufgelegten Maik Teuber im Tor der Pulsnitzer. Die so gewonnenen Bälle wurden anschließend über Konter und die zweite Welle regelmäßig erfolgreich von den Pulsnitzern verwertet. Beim Spielstand von 18:4 wurden dann die Seiten gewechselt. Im zweiten Durchgang erhöhte die Truppe vom Trainergespann Eppendorfer/Schimang noch mal leicht die Schlagzahl, sodass die zweite Hälfte mit 23:6 gewonnen werden konnte.  

Mit diesem Kantersieg hat sich die M3 vorerst an der Tabellenspitze festgesetzt. Diese gilt es nun am nächsten Samstag 17.00 Uhr gegen einen der Staffelfavoriten, die 3. Mannschaft des HVH Kamenz zu verteidigen.

 

Pulsnitz spielte mit:

Kühne (n.E.), Teuber (im Tor)

D. Schäfer, Caspar (3), C. Hommel (3), Richter, R. Schäfer (5), Poprawe (7/0), Drabant (1), Mager (6), L. Hommel (6), Wolf (6), Janke (3)

 

Oberlichtenau spielte mit:

Dietrich (im Tor), Ziesche, Günther (3), U. Thomschke (2), R. Thomschke, Müller (2/1), Franke (3)



Mit einem tollen und so nicht zu erwartenden 33:27 (9:14)-Heimsieg gegen KJS-Club Dresden holt der HSV Punkte, die nach 30 Minuten schon abgeschrieben waren.

Im erst zweiten Heimspiel der Saison waren viele Zuschauer in die Halle im Sportforum gekommen, um zu sehen wie sich die Pulsnitzer gegen eine völlig unbekannte Mannschaft schlagen würden. Interessiert war auch eine ganze Reihe von Teams der Ostsachsenliga vertreten, um zu erleben, wie und ob der KJS-Club zu schlagen wäre. Dessen Personalprobleme waren hinlänglich bekannt und selbst beim Warmmachen staunte das Publikum über gerade einmal fünf Leute inklusive Torhüter, die sich vorbereiteten. Im Spiel waren es dann mit einem Keeper immerhin ganze acht. Dass es nicht einfach würde gegen die gestandenen und körperlich sehr präsenten Gäste zu bestehen, war gleich klar. In nervösem hin und her konnte erst einmal keiner besondere Akzente setzen. Trotz anfänglichem Rückstand kamen die Gastgeber nach etwa sechs Minuten recht ordentlich ins Spiel und übernahmen die Führung. Doch nach weiteren sechs Minuten war es mit der Offensive vorbei und der HSV verfiel in sein schon gewohntes Schema. Die Angriffe wurden nicht präzise und zwingend genug abgeschlossen und in den 18 Minuten bis zur Pause waren mit lediglich noch drei die Tore Mangelware. So sahen sich die Hausherren mit fünf Treffern im Hintertreffen. Auch für Trainer Michael Schwenke war das frustrierend und unbefriedigend: „Die Partie war unsererseits  von Beginn an eine schwere Geburt. Wir kamen mit der erwarteten Robustheit der KJS nicht klar. Dennoch bearbeiteten wir den Gegner schon da mit einer aggressiven Abwehr, was wir in der zweiten Hälfte fortsetzten. Da trug der Einsatz schnell Früchte bei der schmalen Personaldecke der Gäste. Wir haben von Beginn an im Angriff unser Heil in der Flucht nach vorn gesucht. Wir wollten schnell spielen und das funktionierte dann immer besser. In der eigenen Abwehr standen wir extrem gut und hielten voll dagegen. Vor allem der junge Kenny Kasper hatte da keine Berührungsängste. Und nachdem wir im Angriff anfangs nicht besonders klar kamen, zahlte sich auch der Wechsel auf die jungen Spieler aus. In der zweiten Hälfte lief mit William Thomschke und Felix Richter das Spiel nach vorn immer besser, wobei auch Marco Liese viel Tempo und Druck machte. Mit unserem schnellen Spiel konnten wir die wachsende konditionelle Überlegenheit super ausspielen. Mit wenig Fehlern trotz Tempospiel kamen dann auch die nötigen Tore.“ Nicht zu vergessen ist, dass mit Oliver Scholze ein Wahnsinns-Rückhalt im Tor stand, der den Gästen reihenweise den Schneid abkaufte. In den entscheidenden Phasen war der erfolgreich zur Stelle und leitete die Konter ein. Die Dresdener verzweifelten fast und versuchten immer mehr durch Liegenbleiben das Spiel zu verzögern. Das war wohl auch den Schiris zu viel, denen eine tadellose Arbeit zu bescheinigen ist. Schade, dass das nicht die Regel in der Liga ist. Dennoch war die Partie bis zur 50. Minute nicht entschieden und dem KJS gelang auch noch der Anschluss zum 26:25. Die HSV-Auszeit in der 52. Minute war wohl das letzte Zeichen zum Sturm und die Gastgeber setzten sich wie im Rausch sukzessive ab. Nun gelang beinahe alles und vier Treffer in Folge sicherten den Heimsieg. Der wurde trotz verworfenem Strafwurf aber bei größerer Überzahl für die Gastgeber besonders konditionell festgehalten. Auch das Fehlen von Liebschner, Schöne und Kuban wurde gut überspielt. Nun geht es mit viel Selbstvertrauen zum Auswärts-Highlight nach Bernstadt.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, O. Scholze; Liese (7), Kasper, Drescher (2/1), Thomschke (5), Lüttke (2), Eppendorfer (6/1), Schulze (2), Richter (4), M. Scholze, D. Schwenke (5/3) und Drabant.

Eberhard Neumann



Beim ungefährdeten 46:11 (22:6)-Heimsieg am für die Männer des HSV Pulsnitz erst dritten Spieltag trennen die Teams Klassenunterschiede.

Ohne den Gästen zu nahe zu treten, sie waren am Sonntag in Pulsnitz einfach total überfordert. Zu ihrer Ehrenrettung ist festzustellen, es passte auf ihrer Seite wenig zusammen. Da fehlten der Spielgemeinschaft Cunewalde/Sohland einige der Leistungsträger sowie Trainer Westerbeek. Aber die Interimsmannschaft ergab sich auch zu schnell ihrer Unterlegenheit und leistete wenig Furore als zweite Mannschaft der SG. Letztlich lief im Spiel beinahe alles was ging gegen sie. Da fiel der noch beste Akteur Sebastian Schür zeitig nach einem Zusammenstoß mit Loch in der Lippe und Fahrt ins Krankenhaus aus. Dann leisteten sich zwei weitere Akteure in der 31. Minute direkt Rot und nach drei Zeitstrafen in der 54. Minute Totalausfälle. Anstatt das Tempo zu drosseln bis zur Anzeige von Zeitspiel und länger die Angriffe auszuspielen, versuchte jeder auf eigene Faust so schnell als möglich abzuschließen.

Für die Gastgeber, die an diesem Tage entschlossen und kompakt auftraten, waren die schnellen Sohlander Ballverluste gern angenommene Gastgeschenke. So eröffnete sich für Pulsnitz ein Konterlauf nach dem anderen, wobei mit vergeben Chancen durchaus ein noch höheres Ergebnis möglich war. Abwehr und Keeper standen andauernd sicher und ließen in der ersten Hälfte nur sechs und in der zweiten fünf Gegentreffer zu. Das honorierten auch die zahlreich erschienen Zuschauer mit anhaltendem Klatschen lange vor dem Abpfiff. Trainer Michael Schwenke fasste das Geschehen bekannt treffend und sachlich zusammen: „Von Anfang bis zum Ende haben wir konzentriert unser Spiel durchgezogen und mit wenigen Fehlern belastet. Gegen einen äußerst schwachen Gegner bestand gut ein Klassenunterschied. Die geringe Gegenwehr haben wir konsequent unterbunden und beide Torhüter boten im Gegensatz zur Vorwoche eine gute Leistung. Das gesamte Team gab die richtige Antwort auf das Spiel gegen NSV Görlitz. Obwohl es uns der Gegner recht leicht gemacht hat, muss man auch in der Bezirksliga erst einmal 46 Tore werfen. Die Abwehr begann sehr konzentriert und kaufte Sohland schnell den Schneid ab. Wir mussten mit der Sicherheitsvariante hinten starten und von Beginn an im Angriff ordentlich und sicher spielen. Die Etablierten begannen, da die A-Jugendlichen nach Auswärtsspiel erst später zum Team stießen. Sie gaben der Jugend einen guten Vorsprung mit. Für die jungen Spieler bestand die Aufgabe darin, in der Abwehr dagegen zu halten und vorn schnell zu spielen. Sie müssen sich jetzt stabilisieren und das nötige Selbstvertrauen tanken. Mir war besonders wichtig, dass sich jeder in die Torschützenliste eintrug. Felix Drescher spielte endlich ruhig das erwartet gute technische Spiel herunter. Die jungen Hoppe und Richter überzeugten ebenfalls.“ So hatte der Trainer also endlich einmal wenig zu „meckern“ und war selbst sehr zufrieden.

Die Pfefferkuchenstädter überzeugen auf ganzer Linie

Ja, wenn’s läuft, dann läuft’s. Durch den Gegner wurden alle aufgebaut und konnten beweisen, was in ihnen steckt. Während auf Pulsnitzer Seite keiner mit der Trefferquote besonders herausragte, war die beim Gegner mehr als mager. Lediglich Schür und Chris Baumbach erzielten da mehr als einen Treffer. Das Schützenfest brachte dem HSV mit 35 plus die derzeit beste Tordifferenz in der Liga. Nur KJS-Club Dresden hält da mit 22 annähernd mit. Der zwischenzeitlich dritte Rang ist eine gute Ausgangsposition für die nächsten Wochen. Da steht jetzt erst einmal eine 14-tägige Pause an, ehe es am 15. Oktober gegen eben die KJS weiter geht. Dann ist nicht mit einem solchen Run wie gegen Sohland zu rechnen. Nach anfänglicher Personalnot der Dresdener und damit verbundenen Punktverlusten sind dafür Kämpferqualitäten gefragt. Der inzwischen mit mehreren Ausländern gespickte Club wird die Pause ebenfalls zur Stabilisierung nutzen. Für das nächste Heimspiel ist demnach ein heißer Tanz zu erwarten.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, O. Scholze; Liese (6/3), Kasper (2), Drescher (7), Lüttke (4), Kuban (2/1), Eppendorfer (7), Schöne (6), Liebschner (2), Richter (2), M. Scholze (3) und D. Schwenke (5).

Eberhard Neumann



SV Obergurig – SG Pulsnitz/Oberlichtenau  32:17  (12:09)

 

Nach dem letzten Spiel wurde viel geredet, um die bisherigen zwei Niederlagen aus den Köpfen zu bekommen und den Blick nach vorn zu richten, denn es gibt gute Ansätze, die auch im Training immer wieder sichtbar werden. Nun ging es gegen einen unbekannten Gegner vom SV Obergurig. Mit vielen Eltern im „Gepäck“ starte man am Wahl-Sonntag, bei regnerischem Wetter, über die A4 nach Bautzen ins Sorbische Begegnungszentrum. Einige „Macken“ hat diese schöne, neue Halle aber doch. Neben einem nicht ganz dichten Dach, war weder Spielzeit noch der aktuelle Spielstand für die Bank sichtbar. Aber bei Nachfrage erhielt man Auskunft vom umsichtigen Kampfgericht.

Zum Anpfiff 12 Uhr, sollte man denken, das alle schon wach sind. Unsere Jungs aber verschliefen etwas den Start in die Begegnung, denn gleich mussten sie einem 3:0-Rückstand hinterher laufen. Mit seinem ersten Punktspieltor überhaupt, konnte J. Boden dann aber den ersten Treffer der SG markieren. Somit war der Anfang gemacht. Trotz verworfenen Strafwurfes, derer es insgesamt drei Stück gab, die nicht im Tor des Gegners untergebracht werden konnten, kämpfte sich die SG auf ein 6:5 heran und war in wieder  Schlagdistanz. Diese Tatsache veranlasste den Gastgeber zur ersten Auszeit. In dieser Phase war es ein Spiel auf Augenhöhe. Nach dem Team-Time-Out der SG-Bank in der 17. Minute konnte, auf Grund der taktischen Maßnahmen und der trainierten Spielsituationen, nochmals auf 9:8 verkürzt werden. Die Heimmannschaft nutzte jedoch die individuellen Fehler des Gastes, um den alten Vorsprung immer wieder herzustellen. Mit einem Doppeldribbling, welches vom Schiedsrichterpaar zum Unmut der SG – Bank leider nicht erkannt wurde, waren unsere Jungs dann mit drei Toren hinten.

So ging es in die Kabinen. Die Fehler der ersten Hälfte wurden angesprochen. Auch, das  hier mehr möglich ist, als eine Niederlage zu kassieren.

Die Verantwortlichen waren der Meinung, für Halbzeit 2 die nötige Motivation ausgegeben zu haben, um vielleicht doch etwas zählbares mit nach Hause zu nehmen. Aber die Rand-Bautzener setzten sich weiter Tor um Tor ab. Über die Spielstände 14:10 / 17:12 / 20:14 geriet die SG, trotz Auszeit in der 35. Minute, weiter in Rückstand. Wesentlicher Grund dafür auch die schlechte Chancenverwertung, die im gesamten Spiel nur um die 40 % lag.

Dies ist natürlich entschieden zu wenig. Ab der 40. Minute schien das gegnerische Tor wie vernagelt. Beim Stand von 23:15 konnten unsere Jungs nur noch 2x einnetzen. Auch die dritte und letzte Auszeit der SG brachte keine Besserung. Der Gegner hingegen nutzt jeden Fehler, bei schwindenden Kräften der Gäste, zum eigenen Torerfolg. So wuchs der Rückstand bis zum Ende der Partie auf eine Differenz von 15 Toren an.                                                              

Heute wurden unsere Jungs doch etwas unter Wert geschlagen. Alle müssen dies aber ohne „Wenn und Aber“ akzeptieren, wobei die 1.Hälfte Mut machte, so konnte im 2. Abschnitt nicht an die Leistung angeknüpft bzw. eine Steigerung vollzogen werden.

 

Nun gibt es eine längere Pause, inklusive Herbstferien. Erst am 29.10. geht es zum nächsten Spiel nach Ebersbach gegen den TSV Friedersdorf. Anwurf ist 13.15 Uhr. Dort wird die Mannschaft wieder alles daran setzen, um beide Punkte mit nach Hause zu nehmen. Danke nochmal an alle Eltern, die heute die Mannschaft unterstützt haben.

(StB)

 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit:

  1. Voigt (2); M. Demmler (6); T. Singer (4); K. Nowotnick; F. Freitag (1); M. Bernhagen; L. Gebler (3); Y. Franke; J. Boden (1); R. Neumann; Im Tor: K. Zeiler


Donnerstag, 14.09.2017, 18:30 Uhr, Sporthall Hempelstraße – Trainingsspiel gegen die Handballer aus Ortrand, welche unserer Einladung gefolgt und super pünktlich angereist waren.

Nach einer kurzen 15 minütige Erwärmung begannen dann die ersten 25 Minuten des Testspieles. Weitere 25 bzw. 20 Minuten Spielzeit sollten folgen.

Ein kurzer Dank an dieser Stelle an Roberto Johne und William Thomschke, die uns als Schiris unterstützten, an Nadine Schmidt, die das Kampfgericht übernahm und natürlich an die MV`s der Ortrander.

Kurzes Fazit des Trainingsspiels:

Unsere Abwehr war eine Katastrophe – ungewohnt – kein Rhythmus, keine Abstimmung und so lud man mit riesigen Lücke die Ortrander quasi zu sehr leichten Toren ein.

Unser Angriff lief Anfangs soweit  gut, weil man auf die umfangreich eingeübten Spielzüge zurückgriff. Später verstrickten sich die Jungs zu sehr in Einzelaktionen, wodurch Ortrand in Führung gehen konnte. Dazu kamen eine Reihe klarster Fehlwürfe und technischer Fehler.

Die Idee der SG-MV`s,  ein neues taktisches Mittel im Angriff zu testen, welches man gemeinsam mit der 1ten Männermannschaft im Dienstagstraining einstudiert hatte,  erwies sich als sehr effektiv und war das, was mit am besten funktioniert hat.

Das wir das Ergebnis (was natürlich nebensächlich war) noch drehen konnten, war zurückzuführen auf die gute Stimmung/Moral und das bisher gute Training des (fast) gesamten A-Teams.

Das Wichtigste war jedoch Spielzeit zu bekommen, die es ermöglicht, uns einzuspielen, mannschaftlich weiter zu finden, Neues probieren zu können …  zu wissen, wie unser derzeitiger Leistungsstand ist.  

Mit Ortrand haben wir einen neuen Gegner kennengelernt, mit dem man sich auf Augenhöhe gegenüberstehen konnte und hoffentlich in Zukunft wieder einmal gegenüberstehen wird.

 

 

 


Sep 19

Colmnitzer SV – SG Pulsnitz /Oberlichtenau 10:11

SG Kurort Hartha – SG Pulsnitz /Oberlichtenau 9:18

 

Nachdem der erste Spieltag in Radeburg gegen Riesa/Oschatz II und Radeburg aufgrund von schlechten Wurfleistungen keine Punkte brachte, ging es eine Woche später am 23.9. zum zweiten Spieltag nach Freital. Da der Spieltermin erst eine Woche vorher festgelegt wurde, waren nur 8 Spieler einsatzbereit. Auch Trainer Dennis konnte nicht mitkommen. So ging es mit kleinem Team auf nach Freital.

 

Als Erstes wartete Colmnitz auf unsere Jungs. Das Spiel verlief sehr zäh und unsere Jungs konnten sich nur mit maximal 2 Toren absetzen. Da die meisten Angriffe über rechts liefen stellte sich der Gegner darauf ein und konnte zum Enden der zweiten Halbzeit sogar ausgleichen. In der Schlussphase wurde es noch mal sehr spannend, da bei uns keine Tore mehr fielen. Aber Niklas im Tor rettete uns mit 4 Paraden in Folge vor einem Rückstand. So stand es in der letzten Minute noch 10:10. Dann nahm sich Albert seinen Mut zusammen und verwandelte 30 Sekunden vor Schluss zum 10:11. Der folgende Angriff wurde durch unsere Deckung abgewehrt und die ersten Punkte waren gerettet.

 

Nach einem Spiel Pause wartete Hartha. Diese hatten davor schon gegen Radeburg gespielt und knapp verloren. Wir sahen aber, dass sie sehr offensiv verteidigten und auch sehr schnell waren. Darauf bereiteten wir die Jungs vor.

Sie legten auch von Anfang an gut los und nutzen die ganze Spielbreite. Dadurch ergaben sich Lücken, welche genutzt wurden. Vor Allem Pascal war sehr erfolgreich und schoss in der ersten Halbzeit 7 Toren und brachte den Torhüter von Hartha zur Verzweiflung. Der Halbzeitstand von 5:10 war dann schon beruhigend. In der zweiten Halbzeit blieben die Jungs sehr konzentriert und die Abwehr stand super und im Angriff wurden Chancen souverän genutzt. Zur letzten Auszeit in der zweiten Halbzeit durch Hartha war der einzige Satz von Trainer Jones: „Weiter so Jungs“. Der Endstand von 9:18 war dann der Lohn für eine konzentrierte gute Leistung auf allen Positionen.

 

TP



Für die Presse gab Michael Schwenke, Trainer der Männer des HSV 1923 Pulsnitz ein Interview zu aktuellen Fragen und möglichen Perspektiven.

Die Pulsnitzer Handballer spielen nach vielen Jahren der Höherklassigkeit wieder in der Bezirksliga. Wie fühlt sich das für Dich an?
In erster Linie fühlt es sich ungewohnt an. Zugleich aber auch spannend, da wir mit dem Abstieg einen Umbruch eingeläutet haben.

Du selbst als Spieler und nun als Trainer hast daran großen Anteil und vieles mitgestaltet. Was bedeutet der Abstieg für Dich persönlich?
Nach jahrelangem Erfolg im Verband oder gar im sächsischen Oberhaus musste ich nach wiederholten Knieverletzungen aufhören. Direkt im Anschluss steigt die Mannschaft im ersten Jahr unter meiner Verantwortung als Trainer ab. Das war schon eine riesengroße Enttäuschung.

Wie willst Du mit dem HSV 1923 Pulsnitz die Kurve kriegen und steht ein Aufstieg gleich wieder zur Debatte?
Ich setze auf den Einbau junger Spieler und die wieder wachsende Sicherheit der Etablierten. Im Training läuft dies schon ganz gut, aber einen Aufstieg schafft man nur mit stabil guten Leistungen. Das dauert seine Zeit, aber wir arbeiten hart daran.

Der Saisoneinstieg war ja vielversprechend, wie soll es nun weiter gehen?
Wir haben aus zwei Auswärtsspielen 2:2 Punkte. Das ist in Ordnung. Jetzt wollen wir die guten Trainingsleistungen über längere Spielphasen abrufen und Selbstvertrauen sowie mannschaftliche Geschlossenheit erlangen.

Wo liegen die größten Baustellen und welche sind die größten Herausforderungen für die Saison?
Baustellen sehe ich eher im Angriffsspiel, dem Zusammenspiel von Alt und Jung und teilweise auch auf der Torhüterposition. Herausfordernd sind die Verjüngung sowie die größtenteils unbekannten Gegner.

Wie schätzt Du die Situation und die Stärke der Bezirksliga ein und was leitest Du daraus für Euch ab?
Die Stärke der Liga ist für uns eher unbekannt. Wir müssen deshalb auf uns schauen, Sicherheit gewinnen und gemeinsam ansehnlichen Handball zeigen. Dann brauchen wir uns bestimmt nicht verstecken.

Im Vergleich zwischen Verbands- und Ostsachsenliga – welche sind die größten Unterschiede und gibt es Gemeinsamkeiten?
Bisher sind die Dauer der Abwehrphasen und das eher einfach vorgetragene Spiel ungewohnt. Das bisher gesehene spielerisch niedrigere Niveau wird im Bezirk durch eine immense Kampfbereitschaft annähernd ausgeglichen. Diesen Kampf müssen wir annehmen und zunehmend spielerische Mittel entgegensetzen.

In etwa zwei Jahren soll ja die Verbandsliga auf eine Staffel verkleinert werden. Ist da für Euch die Höherklassigkeit noch realistisch?
Was der HVS plant, liegt nicht in unserer Zuständigkeit. Wir wollen den Umbruch realisieren und sehen dann was kommt.

Welchen Stellenwert gibst Du dem Nachwuchs und wie könnte der die Pulsnitzer Wege der 2000-er gestalten und beleben?
Ich setze voll auf die Integration des Nachwuchses in ein bestehendes System. Wir trainieren seit dieser Saison eine Einheit pro Woche gemeinsam mit der A-Jugend und sowohl die Erfahrenen als auch die aufstrebenden Talente profitieren zunehmend davon.

Was wünschst Du Dir selbst für die Saison und was erachtest Du als realistisch?
Ich wünsche mir, dass Verletzungen ausbleiben und dass alle Spieler wieder Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen. Realistisch sollten wir den Einbau der jungen Spieler vollziehen können. Dann wird es spannend zu sehen, was dabei heraus kommt.

Gespräch: Eberhard Neumann



Mit 27:22 (14:10) verliert das Männerteam des HSV beim NSV in Görlitz nach schwacher Wurfleistung.

Vom Grunde her war mehr drin, aber einige der neuen Gegebenheiten passten nicht so recht ins Pulsnitzer Konzept. Da müssen zum einen der Umbruch gestaltet und eine Vielzahl junger Spieler an den Männerbetrieb herangeführt werden. Zum anderen stehen nur noch wenige Routiniers für diese Aufgabe im Team bereit. Wenn dann noch einige wichtige Spieler vom Torwart bis zu Marco Schulze fehlen, dann ist die Aufgabe umso schwerer zu bewältigen. Ohne zu jammern und zu kritisieren, ist auch das Niveau der Spielleitung neu. Dass dazu Absteiger besonders ‚freundlicher‘ Behandlung aller unterliegen, liegt auf der Hand. Das musste auch Sagar bereits mit einer Pleite beim NSV erleben. Wenn Jungspieler wie Kevin Hoppe – glücklos im Tor – und Ronny Kuban – erfolglos im Angriff – Ausfälle sind, bedarf es viel Aufbautraining und künftig mehr Selbstvertrauen. Um zu gewinnen, müsste also auf Verbandsliganiveau gespielt werden, was im Neuaufbau allerdings illusorisch erscheint. Die Rückschläge wird es weiter geben, aber der eingeschlagene Weg muss diszipliniert fortgesetzt werden. Der HSV hat jetzt die Jugend für sich, diesmal mit vier A-Jugendlichen, während andere Teams da schlechter gestellt sind. So euphorisch so ein Sieg für den einen, so lehrreich ist er für das Pulsnitzer Team. Dass in allen Belangen und vor allem in der Chancenverwertung der Schlüssel liegt, ist auch dem Trainer bewusst.

Die Partie verliert der HSV im Angriff

Michael Schwenke wird die Fehler mit seiner akribischen Art auswerten und setzt immer beim Positiven an: „Es ist für uns natürlich schwer, in der Phase der Umstrukturierung punkten zu müssen. Aber diesen Druck will ich vor allem den jungen Spielern nehmen. Die Trainingsbeteiligung ist optimal auch unter Beteiligung der A- und B-Jugendlichen. Behutsam wollen wir die an die kommenden Aufgaben heranführen. Da sind natürlich robuste und erfahrene Mannschaften schwer zu bespielen und es gilt, sich an Schauspielerei zu gewöhnen. Wenn der Lernfaktor daraus gezogen wird, geht es auch aufwärts. So bin ich auch mit dem Spiel der jungen Spieler sehr zufrieden und auch Felix Drescher hat sich gegenüber dem ersten Spiel stabilisiert.“ Das Manko des Pulsnitzer Auftritts war jedoch einmal mehr die Effektivität des Angriffs. Bekannt aus der Verbandsliga ist, dass Chancen zwar gut erspielt, aber eben zu selten rein gemacht werden. Dementsprechend fiel auch die Trainerkritik aus: „22 Tore sind einfach zu wenige. Da hat vieles nicht gepasst. Aus dem Rückraum kam zu wenig Zählbares, auch wenn wir mit zwei Kreisläufern im 4:2 agierten.“ Vom Spielverlauf her war mehr drin, aber gute Phasen wurden nicht stabil fortgesetzt. Das ärgerte dann auch den Coach merklich: „Wir sind gut ins Spiel gestartet und lagen nach zehn Minuten mit 5:1 vorn. Es wurde schnell gespielt, mit guter Abwehr agiert und noch das Tor getroffen. Später wurde der Keeper berühmt geworfen. Dann haben wir uns zudem einschläfern lassen und prompt vom 6:8 einen 12:8-Rückstand hingenommen. Das war einer der Knackpunkte in der Partie, der zwar bis zum 17:17 ausgeglichen wurde, sich danach aber widerholte.“ Zeitstrafen ab er 48. Minute mit dem eher unglücklichen Aus für Routinier Tobias Liebschner vermasselten den Endkampf, in dem immer noch reelle Siegchancen bestanden. Großes Manko war, dass mit Michael Gräber der mit neun Treffern erfolgreichste Werfer nicht gestellt wurde. Von der Außenposition kam der immer wieder zu leichtesten Toren und ließ Hoppe alt aussehen. Dagegen fehlte den Gästen schon ab Mitte der ersten Hälfte Flitzer Oliver Lüttke nach Rot, sonst auch für mehr Treffer prädestiniert. Nach rüder Gegner-Attacke befreite der sich vom auf ihm liegenden Gegenspieler zu unwirsch. Das alles gilt es abzuhaken, auszuwerten und sich besser darauf einzustellen. Dann wird auch das wichtige Ziel des Umbaus besser gelingen.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Liese (7/3), Drescher (3), Lüttke (2), Kuban, Eppendorfer (5/2), Schöne (3), Liebschner (1), Drabant, Richter (1) und D. Schwenke.

Eberhard Neumann