HSV 1923 Pulsnitz 3. – TSV 1865 Ohorn   18:10 (39:21)

Im Schatten des großen Derbys am Sonntag zwischen Oberlichtenau und Pulsnitz fand bereits am Samstag das kleine Derby zwischen der 3. Mannschaft der Pulsnitzer und dem TSV 1865 Ohorn in der Stadtsporthalle Pulsnitz statt.

Die Pulsnitzer mussten krankheitsbedingt auf einige Spieler verzichten, konnten aber wieder auf die Unterstützung der A-Jugend sowie William Thomschke aus der M1 zählen. Somit standen sich am Ende 12 Pulsnitzer und 10 Ohorner Spieler gegenüber.

Den Torreigen eröffneten die Pulsnitzer mit dem 1:0, was die Ohorner postwendend mit dem Tor zum 1:1 ausglichen. Anschließend konnten sich die Eppendorfer-Schützlinge jedoch mehr und mehr absetzen. Vor allem durch zahlreiche Konter wurde der Vorsprung bis zur Pause auf 8 Tore ausgebaut. Dabei konnten sich vor allem die Jüngsten im Team, Colin Herms, Florian Drabant und William Thomschke auszeichnen, die am Ende mehr als die Hälfte aller Pulsnitzer Tore erzielten.

In Halbzeit zwei konnte der Vorsprung weiter ausgebaut werden, auch wenn nicht jeder Angriff erfolgreich abgeschlossen wurde. Auch in der Abwehr offenbarten sich einige Schwächen. Insbesondere die Anspiele an den Ohorner Kreisläufer Oliver Wendt konnten zu wenig unterbunden werden, wodurch einige Gegentore bzw. Strafwürfe zustande kamen.

Nach 60 Minuten stand dann mit dem 39:21 ein doch noch recht klarer Heimsieg für die Pulsnitzer fest. Damit konnte der 2. Tabellenplatz hinter dem HVH Kamenz 3. gefestigt werden.

Jetzt steht zunächst eine 4-wöchige Spielpause an, da das eigentlich für den 26.11. vorgesehene Pokalspiel gegen Oberlichtenau 3. seitens der Gäste abgesagt wurde. Am 16.12. tritt die 3. Mannschaft dann zum letzten Spiel der Hinrunde in Königsbrück gegen die SG Radeberg/Königsbrück an.

Pulsnitz spielte mit:

Im Tor: Bauer, Frenzel

I. Hommel (2), Forke (1), Hoffmann, Herms (6), Richter (2), Thomschke (10), Poprawe (4), Drabant (6), Mager (7), Wolf (1)

Ohorn spielte mit:

Im Tor: J.-L. Wendt

R. Lindner (3), O. Wendt (4), Mägel (1), Garten (1), R. Wendt, Adam (2), R. Schölzel, Fischer (3), O. Gräfe (7/2)



SG Pulsnitz/Oberlichtenau – OHC Bernstadt  29:29  (16:18)

 

Heute hieß die Ansetzung 6. gegen 5. und mit einem Sieg konnten unsere Jungs zu den Bernstädtern aufschließen, quasi Punktgleichheit erzielen. Das Torverhältnis sprach noch für die Oberländer, so dass ein Tausch der Tabellenplätze wohl nicht möglich war. Trotzdem versprach die Partie Spannung. Zum Einen, weil die SG 2 Siege in Folge errungen hatte und zum Anderen die Gäste, die mit einem Spiel mehr, am letzten Wochenende mit 15 Toren Differenz in Görlitz unter die Räder kamen und sich dafür sicher rehabilitieren wollten.

 

Los ging es mit 13 Mann auf dem Spielprotokoll. Der erste Treffer war den Gästen vorbehalten. Unsere Jungs glichen im Gegenzug aus. In dieser Reihenfolge ging es bis zum 5:5. In der 8. Minute ereilte T. Hohmann bereits die 1. Zeitstrafe des Spieles. In diese Phase fiel auch der zwischenzeitlich, verletzungsbedingte Ausfall von N. Voigt. Dies bedeutete, es musste umgestellt werden und die Bernstädter konnten sich auf 5:10 absetzen. Dabei konnte die Nr. 4 des OHC nur schwer gestellt werden, dass belegen die insgesamt 15 Treffer. So ging es mit einer 4-5 Tore-Differenz, über die Spielstände 6:11 / 8:12 / 10:15 weiter. Da hinein auch das Team-Time-Out der SG – Bank in der 17. Minute, da im Angriff zu viel liegen gelassen wurde und man in der Abwehr eher am Gegenspieler sein musste. Aber schon hier merkte der Zuschauer, die Moral stimmte. Mit einem 4:0-Lauf kämpfte sich die SG kurz vor der Pause auf 16:17 heran. Für den Pausenstand von 16:18 gab es für unsere Jungs noch die Option auf ein Tor zu verkürzen, doch der Freiwurf wenige Sekunden vor der Sirene fand nicht den Weg ins Tor.

 

Die Abwehrarbeit intensivieren und im Angriff beweglicher und kaltschnäuziger sein, das waren die Themen in der Kabinenansprache. Es war noch alles möglich.

 

Das erste Tor des 2. Durchganges erzielte die SG zum 17:18, Schlagdistanz! Jedoch anschließend wurde das Angriffsspiel der SG wieder statischer, so dass die Gäste  erfolgreich ihren Vorsprung ausbauen konnten. Dies ging bis zum 18:23. Mitte der 2. Spielhälfte verließ der Unruheherd (Nr.4) des OHC das Spiel, da auf ihn noch andere handballerische Aufgaben warteten. Dies war für die Gäste schon eine Schwächung und der Gastgeber zeigte wieder Moral und kämpfte sich auf 24:26 heran. Die Schlussphase war dann an Dramatik kaum zu überbieten. Nachdem der Ausgleich (26:26) erzielt wurde, lag man kurz vor Schluss wieder mit 3 Toren hinten. Aber die Truppe zeigte wieder Moral und eine Minute vor Ultimo stand es 29:29. Es wurde Manndeckung angeordnet und es gab sogar noch 3 Möglichkeiten den Siegtreffer zu markieren. Der blieb unseren Jungs aber leider verwehrt.

 

So wurde die 2. Halbzeit mit 13:11 gewonnen und ein Unentschieden erzielt, welches eher ein Punktgewinn, als ein Punktverlust darstellt. Wobei die Chancen zum Sieg vorhanden waren. Aber man hätte auch als unglücklicher Verlierer von der Platte gehen können. Alles in allem ist es ein gerechtes Remis und man kann schon auf das Rückspiel im nächsten Jahr gespannt sein.

 

Mit 5:7 Punkten ist man trotzdem im Soll, verbunden mit einem Mittelfeldplatz. Die letzten 3 Spiele waren allesamt Begegnungen gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Auf diese Partien muss man auch, durch das vorhandene Potential, den Fokus legen. Nun kommen in diesem Jahr noch 2 Spiele gegen Teams von den derzeitigen Spitzenplätzen 1 und 2, beide auswärts. Am 26.11. geht es zum Liga-Primus, dem SV Stahl Krauschwitz, nach Bad Muskau. Dort hat unsere Mannschaft gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter aber auch rein gar nichts zu verlieren. In der Außenseiterposition werden unsere Jungs versuchen, den Favorit zu fordern und vielleicht auch etwas zu ärgern. Selbstvertrauen, nach den letzten 3 Spielen, sollte dazu ab 12 Uhr an der Kirchstraße 9 auf alle Fälle vorhanden sein.

(StB)

 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit: N. Voigt (8); T. Singer (9); K. Nowotnick; M. Bernhagen; L. Gebler (6/3); J. Boden; D. Glöß; T. Hohmann (1); R. Neumann; F. Freitag (5); Y. Franke; Im Tor: K. Zeiler; N. Oswald



Die SG Oberlichtenau gewinnt gegen Pulsnitz mit 38:33 (15:11) klarer als zu erwarten war.

Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn Oberlichtenau und Pulsnitz aufeinander treffen. Da beide Vereine der gleichen Stadt angehören, bedeutet das nicht, dass das Konkurrenz ausschließen würde. Im Gegenteil, alle sind voll auf die Begegnung fokussiert. Da gibt es eigentlich auch keinen wirklichen Heimvorteil, da beide in der gleichen Halle ihre Spiele zu Hause austragen. Allerdings war auch diesmal zu konstatieren, dass die SGO mehr Fans und Publikum auf die Beine bringt. So wurde nicht nur das Männerteam mehr motiviert als der Gegner. Zuvor hatten bereits die Frauen ihre Begegnung absolviert. Und auch da ging es schon eng, heftig und emotional zur Sache. Die SGO-Damen gewannen knapp mit 25:24. Dabei hatte vom wechselnden Spielverlauf her keiner den Sieg wirklich verdient. Bei den Männern war das an diesem Abend allerdings anders. Die Gastgeber – so war es auch am Einlass und bei den Ordnungskräften zu erkennen – wollten ihr Heimspiel erfolgreich nach Hause bringen. Von der ersten Minute an ließen die Moschke-Männer durchblicken, hier und heute sind wir die Herren im Hause, da gibt es für „Gäste“ nichts zu holen. Wenig überraschend kam deshalb auch der HSV außer mit dem frühen 2:2-Remis nie richtig zu Potte. Das heißt, die Männer von Michael Schwenke konnten in keiner Phase des Spiels nur einmal in Führung gehen. Die Oberlichtenauer lagen immer mehr oder weniger klar in Front. Nur in der ersten Hälfte ließen sie ab und an noch den Anschlusstreffer zu. Nach dem Wechsel war auch das vorbei und die SGO war immer mit drei und mehr Toren Differenz im Vorteil. Dennoch schöpften die Pulsnitzer noch einmal Hoffnung, als sie zum 32:30 und 33:31 verkürzen konnten. Das aber war nur Strohfeuer, denn mit eigenen Fehlern machten sie sich selbst die Siegchance zunichte. Oberlichtenau dagegen brachte den Erfolg dann locker und sicher nach Hause. Natürlich waren die HSV-Männer gleich zu Beginn konsterniert, als sie bereits in der zweiten Minute eine Zeitstrafe statt Gelb erhielten. Da schon machten sie einen weiteren Gegner aus, was in der Folgezeit auch noch Rot für John Eppendorfer und Daniel Schwenke brachte. Außer Felix Drescher beteiligten sich am Strafenfestival nur die erfahrenen Spieler beider Teams. Die jungen waren entweder zu harmlos oder von der Atmosphäre zu beeindruckt. Das war auch einer der Hauptkritikpunkte von HSV-Coach Michael Schwenke. Der monierte vehement die unsachlichen und andere Äußerungen so genannter Fans, die nichts in der Halle zu suchen haben. Für ihn war die Partie eher aus Pulsnitzer Sicht ein Desaster: „Mit 38 haben wir zu viele Gegentore hinnehmen müssen. Das resultierte auch aus dem schlechten Zusammenspiel von Abwehr und Torhüter. Das Spiel war auch zu hart geführt. Ansonsten war eine gute Stimmung in der Halle, außer bei einigen Äußerungen, die hier nichts zu Suchen hatten. Wir brachten es nicht in die Reihe, ein systematisches Zusammenspiel zu ermöglichen. Aber wir werden daraus lernen und weiter arbeiten. Wir ließen uns von der einfachen und ausrechenbaren Spielweise des Gegners übertölpeln. Unsere eigene Spielweise haben wir einfach nicht an den Mann gebracht. Immer, wenn wir ran kamen, fingen wir wieder einfache Tore. Das werden wir bis zum Hoyerswerdaspiel ändern.“ Sein Gegenüber Ralf Moschke war dagegen vollauf zufrieden: „In der zweiten Halbzeit gab es einen ordentlichen Schlagabtausch. Unsere auch doppelten Unterzahlen brachten wir gut über die Runden und machten auch immer wieder selbst wichtige Tore. Wir hatten eine volle Hütte und von oben sah vieles bestimmt sehr intensiv aus. Für die Zuschauer war das bestimmt in Ordnung. Leider gab es auf beiden Seiten einige Idioten. Nach dem 33:31 hatten wir ein glückliches Ende. Die ordentliche Mannschaftsleistung war für mich ausschlaggebend. Aber ich möchte auch Georg Förster mit seinen verwandelten Strafwürfen hervorheben. Und Toni Thieme von der zweiten Mannschaft hat sich auf Halbrechts gut eingefügt. In der ersten Hälfte boten wir eine super Abwehrleistung. Vor dem Ende überzeugte auch Enrico König mit vier Paraden, den Erfolg sichernd.“ So war das erste Derby der Saison schon ein Höhepunkt und alle freuen sich auf den Rückkampf. Für die SGO folgt noch das schwere Auswärtsspiel bei KJS Dresden. Pulsnitz empfängt zu Hause den verlustpunktfreien Spitzenreiter LHV Hoyerswerda II. Also für beide Teams absolute Hammerspiele, die jeweils mit Teamgeist zu Überraschungen führen könnten.

Oberlichtenau spielte mit: A. Schäfer, Hallmann, König; Fröhlich (4), Miehle (4), Hunger (3), Franke, R. Schäfer (3), Röntzsch (2), Hübner, Förster (10/9), Kirste (4) und Thieme (8).

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, O. Scholze; Liese (9/4), Kasper (2), Drescher (4/1), Thomschke, Lüttke (6), Eppendorfer, Schöne, Liebschner (1), Schulze (4), Richter (3), M. Scholze und D. Schwenke (4/1).

Eberhard Neumann


Nov 19

Sonntag, 19.11.2017, 13:00 Uhr, Sporthalle Hempelstraße in Pulsnitz – Punktspiel der mJA. Die heutige Ansetzung lautete: SG Pulsnitz / Oberlichtenau vs. SG Radeberg / Königsbrück. Ja, Radeberg war uns bekannt, aber ein Gegner, den wir schon seit der E-Jugend gar nicht so recht mögen. Immer hatten wir gegen die Radeberger so unsere Probleme. Und die SG Radeberg / Königsbrück bestand zu 100% aus Radebergern…

 

Schon vor Spielbeginn der erste Hammer: kein Schiedsrichter!!! Das ist ein Zustand, der nicht tragbar ist. Nicht in der E-Jugend, schon gar nicht in der A-Jugend. Da stellen sich die Trainer in ihrer Freizeit hin, motivieren die Kinder bzw. Jugendlichen, sich aktiv sportlich zu betätigen … und dann… Wie soll man das den Jungs erklären?

An dieser Stelle vielen Dank an Rolf Wimmer und Sven Poprawe, die spontan einsprangen.

 

Trotzdem ging es fast pünktlich los. Bereits in der ersten Minute gelang uns der Führungstreffer. Doch wie erwartet ließ sich Radeberg nicht lumpen und zog nach. 1:1…2:1…2:2…3:2…4:2…4:3…4:4…-so ging es bis ca. zur zehnten Minute hin und her. Allein vom Rechtsaußen kassierten wir bis hierher vier Tore.

Dann kam das Grauen…Ab der 15. Minute übernahm Radeberg die Führung. Nein, an unserer Chancenverwertung lag es nicht, denn so richtig viele Chancen gab´s nicht. Es war wieder der Fakt, dass wir zu viele technische Fehler machten. Schrittfehler, Kreis, Dribbelfehler, unkonzentriertes Abspielen…

In der Abwehr wurde nicht konsequent genug, dafür aber oft recht hektisch gearbeitet, so dass die Radeberger oft mit dem gleichen Spielzug zum Torerfolg kamen. Uns selbst fiel im Angriff nicht so richtig viel ein. Da war einfach keine Struktur drin. Gott sei Dank gelang es uns irgendwie in der 27. Minute wieder in Führung zu gehen. Mit einem knappen 20:18 ging es dann in die Halbzeitpause.

 

Es bedarf sicher nicht vieler Worte, was die MV`s in der Pause sagen mussten. AUFWACHEN! HANDBALL SPIELEN!!!

 

So war der Start in die zweite Hälfte dann vielversprechend. In den ersten fünf Minuten fielen 6 Tore für die SG aus Pulsnitz und nur eins für die Radeberger SG. Unser Spiel hatte nun etwas mehr Struktur im Angriff und auch die Abwehr stand jetzt besser. Es gelang uns immer wieder, den Radeberger Angriff zu unterbrechen und Konter zu laufen, aber… ja, aber in Halbzeit zwei war uns wieder unsere miese Chancenverwertung im Wege. Verworfene 7-Meter, freie Würfe aufs gegnerische Tor gingen weeeeeit vorbei. Aber die Jungs kämpften, kämpften um jeden Ball. Doch auch die Radeberger taten dies und gingen jetzt etwas härter, etwas aggressiver heran.

Unseren 7-Tore-Vorsprung konnten wir sogar mal kurz auf einen 10-Tore-Vorsprung ausbauen.

Bei einem Stand von 40:31 ertönte der Schlusspfiff der Schiris. Und das war wahrscheinlich auch gut so, denn an der Tordifferenz hätte sich sicher nicht mehr viel geändert, aber das Spiel wurde härter und wieder hektischer…

 

Ja, die zwei Punkte haben wir geholt, aber mit den letzten beiden Spielen war das heute nicht vergleichbar. Hätten wir so, wie letzte Woche gegen Radebeul gespielt, so hätten wir die Sache heute sehr viel klarer gestalten können. Aber: hätte…. hätte….

 

Also, wir haben letzte Woche gezeigt, das wir`s draufhaben und daran müssen wir anknüpfen. Das heutige Spiel haken wir unter „gespielt und gewonnen“ ab.

 

Es spielten: Felix Thieme (1), Kenny Kasper (6), Oliver Grafe (1), Robin Nickich, Florian Drabant (7), Sebastian Weißbach (5), Franz Johne (9), Felix Richter (7), Stefan Lembke (1), David Moschke (1), Erik Forke (2)

 

Im Tor: Colin Herms, Robin Oswald



Mit einem klaren 27:18 (13:12) Heimsieg gegen Koweg Görlitz II kann der HSV Rang zwei festigen.

So richtig klar war vor der Partie im Pulsnitzer Sportforum keinem, was da passieren würde. Die Gastgeber hatten mächtigen Respekt vor den teils auch Sachsenliga-Erfahrenen Neißestädtern. Bisher hatten die auch noch gute Ambitionen auf einen der Spitzenplätze der Liga. Dabei hatten sie in der Woche zuvor nach souverän geführter Partie im Stadtderby gegen NSV Görlitz noch knapp mit 24:23 gepatzt. Den verlorenen Boden wollten sie in Pulsnitz wieder gut machen. Und der NSV hatte tags zuvor zu Hause gegen Oberlichtenau auch mit 29:26 verloren, sollte also zumindest tabellarisch wieder überholt werden. Die nächste Unbekannte für die Gastgeber war, wie sich vor allem die Jungspunde des HSV gegen die alten Füchse aus der Grenzstadt bewähren würden. Und gerade denen gab Trainer Michael Schwenke sehr viel Vertrauen und Einsatzzeiten. Dahingehend wurden er und die Fans schon mal nicht enttäuscht. In Halbzeit eins waren die immer im harten und engen Fight zur Stelle. Was sie dann nach dem Wechsel zeigten war a la Bonheurs. Die Abwehr stand super und dahinter knöpfte ein souveräner Oliver Scholze den Gästen den Schneid ab. In den letzten sechs Minuten tat es ihm der junge Kevin Hoppe dann gleich. Dass nach dem 27:14 dem Gegner mit vier Treffern noch Ergebniskosmetik zugelassen wurde, geht nicht auf seine Kappe. Das war dem schluderhaften Schlussauftritt seiner Vorderleute geschuldet und den vorn leichtfertig vergebenen Chancen im Gefühl des sicheren Sieges. Auch Schwenke sah das als verzeihbaren Misston im erfolgreichen Jugendkonzert: „Die Schlussminuten spiegeln den Spielverlauf wenig wider. Normalerweise mussten wir noch höher gewinnen, aber die Fehler nach unserem Tempolauf sind zu verschmerzen.  Am Anfang war es für uns eher eine schwere Geburt. Da spielten wir viel zu statisch und hatten leichte Ballverluste nach vorn. So blieb Koweg immer dran. Die Jugend machte das dann auf der rechten Seite immer besser. Vor allem Kenny Kasper wird da immer stabiler. Und Oliver Scholze war wieder stark im Tor. Wir arbeiten weiter konsequent an der Vorwärtsbewegung. Denn immer, wenn wir schnell spielen, spielen wir auch besser und erfolgreicher. Heute zeigte sich, dass wir keine Bange um die Zukunft haben müssen. So werden weitere erfolgreiche Spiele folgen.“ Wie recht er damit hatte, zeigt ein Blick auf die Torstatistik. Da netzten die jungen Kasper, Richter und Thomschke mehrfach ein, während erfahrene wie Eppendorfer oder Schöne leer ausgingen. Oldie Tobias Liebschner glänzte gar mit einem erfolgreichen Konter, was beweist, der Teammix ist intakt. Der wurde maßgeblich auch von den älteren Spielern wie Marco Liese, Marco Schulze und Daniel Schwenke mitgetragen. Wie super das funktioniert, wurde besonders zwischen der 34. und 53. Minute klar aufgezeigt. Da demontierte der HSV den Gast mit einem fast sensationellen Lauf vom 14:13 bis zum 26:13. Selbst zwei Auszeiten in dieser Phase brachten die gestandenen Meißner, Kuhnt und Krause nicht zurück ins Spiel. So konnte deren Aufbäumen im Schlussgang nichts mehr bewirken, zeigt aber auch, dass solche Spieler vom alten Schlag nie aufgeben. Gut also, dass es für Pulsnitz davor die tollen 19 Minuten gab. Jetzt geht der gesamte Focus schon wieder auf die nächste Partie. Die bringt schon am Sonntag das obligatorische Stadtderby in der Pulsnitzer Halle mit Gastgeber Oberlichtenau. Werbung dafür sollten beide Teams mit ihren Auftritten an diesem Wochenende gemacht haben. Damit ist auch der Bogen zu Görlitz wieder gespannt denn da stieg wie schon gesagt das städtische Derby bereits in der Vorwoche mit dem knappsten aller Ergebnisse. Mal sehen, wie das in der Pfefferkuchenstadt sein wird.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, O. Scholze; Liese (9/4), Kasper (2), Drescher, Thomschke (2), Eppendorfer, Schöne, Liebschner (1), Schulze (5), Richter (2), M. Scholze und D. Schwenke (2).

Eberhard Neumann



SG Pulsnitz/Oberlichtenau – Radeberger SV  30:25  (15:11)

 

Nach dem ersten Sieg vor 14 Tagen in Ebersbach wollte die Mannschaft mit Selbstvertrauen und Motivation in die folgenden Spiele gehen, um weitere Punkte zu sammeln. Mit dem heutigen Gegner, dem Radeberger SV, erwartete man ein Spiel auf Augenhöhe. Die Radeberger, mit einem Spiel mehr hinter der SG auf Platz 8 liegend, unterlagen zu Hause vor einer Woche, unter Beobachtung von St. Bienek, dem OHC Bernstadt. Der Mannschaft, die wiederum zum nächsten Spiel nach Pulsnitz kommen wird.

Im Gegensatz zur letzten Begegnung konnte heute bei den Gastgebern, bis auf M. Demmler, die „volle Kapelle“ antreten.

Nach dem in den ersten 2 Minuten gleich 4 Tormöglichkeiten ausgelassen wurden, gelang dann endlich die 1:0-Führung. Eine Führung, die bis zum Schluss Bestand haben sollte.  Mit sicherer Abwehr und schnellem Spiel nach vorn, zeigten unsere Jungs dem Gegner schon mal wie es lang gehen kann, zum Zwischenstand von 6:1. Dies nötigte dann auch die Gäste-Bank zur Auszeit in der 11. Minute. Danach entwickelte sich ein stetiges Hin und Her, wobei die Radeberger zwischenzeitlich auf 12:9 verkürzen konnten, da die SG immer wieder einige 100%-ige, u.a. 2 Siebenmeter, liegenließ. Aber auch K. Zeiler im Tor, der heute Verstärkung aus der D-Jugend hatte, konnte sich enorm steigern und hielt im 1. Durchgang 8 Würfe des Gegners. Dies war auch Grundlage für die 15:11-Pausenführung.

Um Schlussendlich als Sieger von der Platte zugehen, musste in der 2. Halbzeit der Druck im Angriff forciert und die klaren Chancen auch verwandelt werden. Da bei den Radebergern 3 Mann das Spiel bestimmten, musste man deren Kreise in der Abwehr weiter einengen und dichter am Mann dran sein. So die Ansprache zur Pause.

Der 2. Spielabschnitt begann jedoch alles andere als verheißungsvoll. Im Angriff zu wenig Bewegung und in der Abwehr nicht dicht genug am Gegenspieler und schon war der Gegner beim 16:15 in Schlagdistanz. Doch dann wachten unsere Jungs aus dieser Lethargie auf und stellten mit 3 Treffern in Folge wieder etwas Distanz her. Dabei war heute das Spiel über den Kreis, Dank N. Voigt, zu 100% von Erfolg gekrönt. Jetzt merkte man auch, die Mannschaft „wollte“ den Sieg. Trotz wiederholt vergebener Chancen blieb es bei einem 5-Tore-Vorsprung (25:20). Die Vorentscheidung in dieser Partie fiel durch einen 4:0-Lauf des Gastgebers zum 29:20. Da ging es, wie von Anfang an gefordert, mit Schwung auf die Abwehr und schon klingelte es. Nun wurde noch einmal kräftig durchgewechselt, um allen Spielanteile zu ermöglichen. Dies nutzte der Gast zur Ergebniskosmetik. Den verdienten Sieg konnten sie unseren Jungs jedoch nicht mehr streitig machen. Platz 6 ist nun der Lohn nach diesem Sieg. Luft nach oben ist allemal. Auch einen neuen Rekord hat die Mannschaft heute aufgestellt, denn 30 Tore in einem Spiel haben sie in dieser Saison noch nicht geworfen. Das Team entwickelt sich Stück für Stück weiter und das ist auch für die Verantwortlichen ein schöner und spannender Prozess.

Nun ist mal keine Pause. Bereits am kommenden Sonntag (19.11.) folgt das nächste Heimspiel, wie oben schon angekündigt, um 11.15 Uhr gegen den vor der SG liegenden OHC Bernstadt. Auch hier ist jeder Zuschauer gefragt, um unsere Jungs anzufeuern. Denn mit dem 3. Sieg in Folge hätte man ein ausgeglichenes Punktekonto und man wäre im sicheren Mittelfeld angekommen. (StB)

 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit:

  1. Voigt (7); T. Singer (11/1); K. Nowotnick; M. Bernhagen (2); L. Gebler (7/2); J. Boden; D. Glöß (1); T. Hohmann (2); R. Neumann; F. Freitag; Y. Franke; Im Tor: K. Zeiler; N. Oswald


Sonntag, 12.11.2017, Sporthalle Hempelstraße in Pulsnitz unser viertes Punktspiel der Saison 2017/18. Angereist waren die Handballer des Radebeuler HV. Auch dieses Team kannten wir noch nicht. Was wir wussten war, dass Radebeul bis heute ungeschlagen war und gegen Dresden in Unterzahl unentschieden gespielt hatte. Gegen Dresden hatten wir in einem spannenden Spiel knapp mit einem Tor gewonnen. Aber Radebeul war heute vollzählig erschienen! Keine leichte Sache also.

 

Pünktlich um 14:00 Uhr war Anwurf. Und es ging auch zügig los. Beide Teams waren sehr schnell unterwegs. Erst in der vierten Minute fiel das erste Tor des Spieles. Und, Gott sei Dank, waren wir die Glücklichen, die in Führung gingen. Zwei Minuten später gelang Radebeul dann der Ausgleich. Bei beiden Teams war es die sehr gute Abwehr, die Tore zu verhindern wussten. Dann drehten die Jungs der SG Pulsnitz / Oberlichtenau auf. Im Angriff wurden unsere Spielzüge sauber gespielt, wurden clever, je nach Situation abgewandelt und in Tore umgesetzt. In der Abwehr wurde ordentlich (aber fair !) zugepackt. So konnten wir uns etwas absetzen und lagen in der 12. Minute mit 7:3 in Führung. Doch dann kam ein Loch. Technische Fehler und Unkonzentriertheit in der Abwehr ließ dann unseren Vorsprung wieder dahinschmelzen. So stand es nur 5 Minuten später 7:7. 8:7… 8:8… dann nahm die Bank der SG ihre erste Auszeit, um die Jungs wieder wachzurütteln. Es gelang jetzt wieder etwas mehr, aber auch die Radebeuler schliefen nicht. Über die Spielstände 9:8….10:8….10:9….11:9 ging es dann bei einem Stand von 15:12 in die Halbzeitpause.

 

Die MV`s mahnten, weiter hellwach zu bleiben und gaben ein paar taktische Tipps.

 

Die zweite Hälfte wurde angepfiffen und den Gästen gelang bereits in der ersten Minute ein Tor. Doch das sollte bis zur 40. Minute ihr letztes sein. Die Jungs der SG spielten wieder einen Handball, wie man ihn sich wünscht. Die Abwehr stand wie eine Mauer. Im Angriff wurden unsere Spielzüge immer wieder sauber vorgeführt und, wie schon in der ersten Hälfte, auch mal abgewandelt. Technischen Fehler passierten kaum noch. Und so zog die SG auf 22:13 davon. Ein doch recht komfortabler Vorsprung, der es der SG-Bank jetzt auch ermöglichte, allen Spielern Spielzeit zu geben. Und ausnahmslos alle unsere Jungs machten ihre Sache sehr gut. Das hohe Tempo, was bis dahin gespielt wurde, hatte natürlich auch Spuren bei den Radebeulern hinterlassen. Und so gaben wir unseren Vorsprung auch nicht mehr aus der Hand. Am Ende hieß es 31:21. Ein verdienter Sieg, der hätte noch höher ausfallen können.

Respekt an die Jungs des Radebeuler HV, die mit ihrer doch recht dünn besetzten Bank bis zum Schluss ordentlich gekämpft haben. Es war über die komplette Spielzeit ein sauberes, faires Spiel, was ganz sicher auch an der guten Schiedsrichterleistung lag.

 

Ja, die Jungs der SG können Handball !!! Und auch unser altes Problem, die Chancenverwertung, war in diesem Spiel kein Thema. In Halbzeit eins waren es gerade mal drei (!!!) Fehlwürfe. Das ist eine Quote von 83 %. Selbst in der zweiten Halbzeit lag die Quote noch bei knapp 67 %.

Jetzt heißt es, an diese Leistung anzuknüpfen. Nächsten Sonntag begrüßen wir um 13:00 Uhr die SG Radeberg / Königsbrück. Und auch da wollen wir wieder als die Sieger aus der Halle gehen.

 

Es spielten: Florian Drabant (2), Franz Johne (6), Felix Thieme (2), Kenny Kasper (9), Erik Forke (2), Felix Richter (4), Sebastian Weißbach (6), Dan Schäfer, Stefan Lembke, David Moschke

Im Tor: Colin Herms, Robin Oswald



SG Pulsnitz/Oberlichtenau – SG HVO Cunewalde/Sohland  41:32  (23:16)

 

Nach dem ungefährdeten Auswärtssieg in Zittau vor Wochenfrist, der eigentlich noch

deutlicher hätte ausfallen können, erwartete man zum nächsten Heimspiel einen stärkeren Gegner. Die SG aus dem Oberland belegt aktuell Platz 5 mit 6:4 Punkten in der OSL und unterlag im letzten Spiel dem auch noch verlustpunktfreien OHC Bernstadt. Unsere Jungs wollten natürlich ihre „weiße Weste“ behalten und damit ungeschlagen den Tabellenplatz 1 verteidigen, das war die klare Zielstellung.

Schmerzlich wurde M.-P. Ludwig auf Grund von Verletzung vermisst, sonst waren aber alle an Bord. Da die angesetzten Schiedsrichter kurzfristig abgesagt hatten, übernahmen H. Schimang und K. Wimmer-Berndt dankenswerter Weise den Part.

Die SG kam gut in die Partie, bereits nach 6 Spielminuten stand es 6:1 und J. Fichte hatte da schon einen von insgesamt 3 Strafwürfen pariert. Immer wieder waren es F. Johne, mit 17 Treffern und M. Ziesche, 12 Tore, die dem Spiel den Stempel aufdrückten. Beim Stand von 11:6 gab es nach 12 Minuten die erste Auszeit der Gäste. Diese konnten den Rückstand zwar nicht verkürzen, gerieten aber auch nicht weiter ins Hintertreffen. Grund dafür, die schlechter werdende Abwehrarbeit der Einheimischen. Über die Spielstände 14:8 / 18:10 / 21:14 ging man trotzdem mit einer 7-Tore-Führung in die Pause.

Das Rezept für den 2. Durchgang wäre gewesen, die gute Angriffsleistung beibehalten und die Defensivleistung wesentlich verbessern, dann sollte man die Gäste aus dem Oberland vor weitere Probleme stellen können.

Wohl wissend, ihrer guten Angriffsleistungen wurde die Abwehrarbeit aber weiter etwas nachlässig behandelt, so dass der 5. Platzierte die 2. Spielhälfte ausgeglichen gestalten konnte. Bereits in der 30. Minute erhielt M. Krahl seine zweite Zeitstrafe und die Befürchtung bestand, dass er vorzeitig das Spiel beenden würde, da er in der Abwehr mit der Gäste-Nr.11 alle Hände voll zu tun hatte. Dies vor weg, er blieb von der dritten Zeitstrafe verschont. Der 7 Tore-Vorsprung hielt, auch weil die Gäste an ihrer 1:5-Abwehr festhielten und sich somit Räume für die gesamte Mannschaft eröffneten. Aber so wie man vorlegte, kassierte man den Gegentreffer. Dabei konnte der Torhüter noch den ein oder anderen „Freien wegnehmen“. Erst in den Schlussminuten konnten unsere Jungs einen 2-Tore-Sieg der 2. Halbzeit, zum Endergebnis von 41:32, sicherstellen.  

Die Zielstellung wurde erreicht, auch die Offensivleistung ist akzeptabel (Trefferquote je Halbzeit 79/75%), aber 32 Gegentore sind entschieden zu viel. Hier muss zwingend nachgelegt werden, um auch gegen die Mitfavoriten in der Folge zu bestehen. 

Nun sind leider 4 Wochen Spielpause für die MJB der SG, auch bedingt durch den Rückzug von Bischofswerda, bevor es am 09.12. zum Spitzenspiel gegen „den“ Mitfavoriten OHC Bernstadt kommt. Anwurf in der SH Pulsnitz ist 11.30 Uhr.

Diesen Tag sollte man sich schon jetzt im Kalender dick anstreichen, denn es ist ein voller Punktspieltag. Beginnend um 9.30 Uhr mit der MJA (verlegtes Spiel gegen Gelb-Weiß Görlitz), nach der MJB spielt dann die WJB der SG Rödertal/Radeberg/(Pulsnitz)II. (13.15 Uhr gegen Niesky). Anschließend (15 Uhr) treffen die Frauen des HSV auf Rietschen und ab 17 Uhr runden die 1. HSV – Männer den Punktspieltag gegen Sagar ab. Wie man sieht, ein volles und unterhaltsames, sowie spannendes Programm. Für das nötige leibliche Wohl sorgt Ingolf in altbewährter Weise. Als dann, wir sehen uns!  

(StB)

 

SG Pulsnitz/Oberlichtenau spielte mit:

  1. Grafe (4); M. Krahl (6); F. Johne (17); M. Ziesche (12); T. Richter; N. Schöne (1); F. Eichner; M. Zschiedrich; T. Frenzel; C. Wagner (1)  Im Tor: J. Fichte