Sonntag, 04.11.18, in der Stadt „tobte“ der Pfefferkuchenmarkt und in der Sporthalle Hempelstraße der Handball. Wieder ein Heimspielsonntag der Pulsnitzer Mannschaften.  Den Reigen eröffnete die 1te Frauenmannschaft, gefolgt von den Männer der dritten Männermannschaft und zwar erfolgreich. Im Anschluss daran kämpften die Jungs der A-Jugend gegen Radeberg. Auch sie konnten, wenn auch nur sehr knapp, die Halle als Sieger verlassen.

Mit 15 Minuten Verspätung starteten dann die Männer der Zweiten ihr Spiel. Gegner war der HVH Kamenz. Und das wird kein Spaziergang! Das wussten alle: Spieler, Trainer und auch die zahlreichen Zuschauer. Unsere Bank war bis zum letzten Platz gefüllt. So wollten wir sicherstellen, dass es konditionell keine Probleme geben wird. Die Kondition sollte auch nicht das Problem werden….

Los ging`s. Nach einer kurzen „Abtastphase“ gelang es uns in der zweiten Minute in Führung zu gehen. Doch die Lessingstädter ließen sich nicht lumpen, legten nach und lagen in der vierten Minute mit 2:1 vorn. In Minute 6 gelang uns dann noch mal der Ausgleich, aber ab der 7. Minute liefen wir permanent einem Rückstand hinterher. War es zu Beginn wieder einmal unsere schlechte Chancenverwertung, die wir so nach und nach verbessern konnten, so war es im weiteren Verlauf häufige Unkonzentriertheit im Angriff als auch in der Abwehr. Bälle, die vom Torhüter abgewehrt wurden, zurück ins Feld sprangen, wurden nicht gesichert. Dies nutzten die Kamenzer natürlich konsequent. Genau wie ungenaue Abspiele. Unser Spiel hatte zu wenig Struktur – die Abwehr war zu „leise“, im Angriff gab es keine klaren Aktionen, wurde zu wenig Druck auf`s gegnerische Tor ausgeübt. Das alles machte es uns heute schwer. Oder besser: wir machten es uns schwer. Denn wir können das besser! In der 19. Minute gelang uns dann sogar noch einmal der Ausgleich zum 19:19. Doch nur ganz kurz, dann zog Kamenz wieder 2…3 Tore davon. Unser Spiel wurde zwar besser, doch leider mussten wir mit Rückstand in die Halbzeitpause gehen. Es war nur ein Tor und somit war der Ausgang des Spieles natürlich offen. Wir wollten die zwei Punkte ja auch in Pulsnitz behalten.

Halbzeit. Was die MV`s zu sagen hatten, lag auf der Hand: mehr Struktur ins Spiel bringen, schnelleres Umschalten bei Ballverlust und natürlich die Chancenverwertung weiter verbessern (auch wenn die am Ende der ersten Halbzeit  mit 65% okay war).

Die zweite Halbzeit begann dann so, wie die erste endete: Kamenz legte wieder vor und stellte seinen 3-Tore-Vorsprung wieder her. Aber wir hatten ja noch fast 30 Minuten Zeit, dies zu ändern, das Ergebnis zu unseren Gunsten zu drehen. Und wir arbeiteten, kämpften und schafften in der 36. Minute wieder den Ausgleich. Kamenz zog wieder auf zwei Tore davon, uns gelang in der 39.Minute wieder der Ausgleich, dann wieder der HVH 2 Tore vorn. In der 53. Minute wieder Gleichstand und in der 56. Minute gingen wir mit einem Tor in Führung! 57. Minute – Ausgleich. 58. Minute 27:26 für uns… Dann der Schock: eine 2-Minuten-Strafe gegen uns. Das konnten wir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht gebrauchen. Und so kam, was kommen musste – Kamenz glich wieder aus und konnte sogar wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff wieder in Führung gehen. Souverän spielten sie die letzten Sekunden herunter und nahmen uns so quasi in letzter Sekunde den Sieg.

Ein, bis zum Schlusspfiff, spannendes Spiel. Sicherlich schön für die Zuschauer, aber ganz sicher weniger schön für die MV`s und natürlich die Spieler. Fast eine Stunde einem Rückstand hinterher laufen kostet Kraft und zehrt an den Nerven. Die zweite Halbzeit war spielerisch wesentlich besser, als die erste. Problem: muss man eigentlich nicht sagen, oder? Ja, es war unsere Chancenverwertung, die uns letztendlich den Sieg kostete. Für 12 Tore musste wir 26 mal auf Tor werfen….

Leider waren wir heute die einzige Pulsnitzer Mannschaft, die zwei Punkte abgeben mussten, denn auch die 1. Männermannschaft gewann ihr Spiel im Anschluss an unseres klar mit einem 10-Tore-Vorsprung.

Klar wussten wir, dass nach vier siegreichen Spielen auch ein Spiel kommen wird, in dem wir am Ende nicht der Gewinner sein werden. Wäre ja langweilig. Aber „langweilig“ wäre doch eigentlich ganz schön 😊.

Aber es folgen ja weitere Spiele. Da können und werden wir wieder beweisen, dass die 2. Männer des HSV 1923 Pulsnitz ganz oben mitspielt. Wir werden uns im Training weiter straffen, werden an der Beseitigung unserer Fehlerchen arbeiten. Unser 1. Trainer Christian hat ganz sicher wieder viele Ideen…

 

Es spielten: Roberto Johne, Lucas Hommel (2), Sebastian Weißbach (5), Maximilian Krahl (1), Maurice Pascal Ludwig (1), Martin Kaspar (4), Daniel Schwenke (4), Erik Küster (2), Sandro Gornig, Stanley Nitzschner (1), Sascha Schmidt, Jens Mager (3), Ronny Schäfer (4)

Im Tor: Alexander Roth



Diesmal ging es mit der mJD in die Landeshauptstadt Dresden. Dort warteten die Mannschaften der NSG Dresden Nordwest und der SG Ruppendorf. Beides wieder unbekannte Gegner, die auch letzte Saison keine Mannschaft gestellt hatten.

Zuerst kam es zum Duell mit den Dresdnern. Der Beginn des Spieles war durch eine fast perfekte Abwehr unserer Jungs geprägt. Außer einem Ball der von der Abwehr in den Kreis kullerte hatte unser Torhüter in den ersten 10 Minuten keinen Ballkontakt. Leider wurden aber im Angriff viel zu viele Möglichkeiten durch Fehlwürfe oder Betreten des Kreises liegen gelassen. So stand es zur Halbzeit zwar nur 2:5 . Aber es war schon deutlich, dass wir das Spiel gewinnen sollten. Auch die zweite Halbzeit lief ähnlich und so stand es am Ende 7:11 für die Pulsnitzer/Oberlichtenauer.

Nach kurzer Pause begann gleich das Spiel gegen Ruppendorf. Diese beschäftigten unsere Abwehr schon mehr und spielten im Angriff sehr viele Positionswechsel. Aber unsere Jungs stellten sich darauf ein und ermöglichten den Ruppendorfern nicht allzu viele Möglichkeiten. Im Angriff funktionierte dieses Spiel auch Vieles besser. Die Parallelstöße unseres Rückraumes schafften immer  wieder Lücken, die dann auch genutzt wurden. Auch die Möglichkeiten der Tempogegenstöße wurde in diesem Spiel sehr gut gespielt. So war der Sieg eigentlich nie gefährdet und über den Halbzeitstand 7:12 wurde das Spiel 13:22 gewonnen.

Mit der Leistung aus diesem Spiel können nun die Heimturnieren kommen, um dort möglichst viele Punkte zu holen.

Wir spielen am 17. und am 24.11. in Pulsnitz. Dann ist erst mal Spielpause und es geht am 26.1.2019 wieder in Pulsnitz weiter. Wer die Mannschaft unterstützen möchte, ist gern in der Halle willkommen.

 

TP



Am dritten Spieltag in der Ostsachsenliga 2018/2019 traf unsere C2 am frühen Sonntagnachmittag auf die Mannschaft des TBSV Neugersdorf. Nachdem die ersten beiden Punktspiele verloren gingen, waren die Mädchen der SG heiß auf den ersten Sieg der Saison, einige der Damen der letztjährigen C sogar auf den ersten Punktspielerfolg seit einer ganzen Saison. Demzufolge wollte man auch entsprechend motiviert und mit gesunder Aggressivität ins Spiel gehen und füreinander um die ersten Punkte kämpfen.

Nach nervösen ersten Minuten in denen beide Mannschaften ihre Probleme mit Nerven und Ball zu haben schienen, gelang dann auch ein Auftakt nach Maß! Mit einer Torfolge von 4:0 konnte man sich bis zur 8. Minute vom Gegner absetzen. Gute Abwehrarbeit führte zu Sicherheit und einfachen Toren, sowohl im Tempogegenstoß, als auch im Aufbauspiel. In einer kurzen Phase von altbekannten Unkonzentriertheiten (techn. Fehler und vergebene sichere Torabschlüsse) kamen die Gäste bis zu einem 5:3 wieder heran. Aber unsere SG Mädels blieben hartnäckig, steckten nicht auf und fingen sich wieder. Über die Stationen 6:4 und 9:4 ging es beim Stand von 9:6 in die Halbzeit!  

Für Hälfte 2 hatte man sich vorgenommen, die sehr ordentliche Abwehrarbeit weiter so durchzuziehen und Fehler im Spiel nach vorn weitestgehend abzustellen.

Die zweite Halbzeit begann und unsere C2 war sofort da. Über die Stationen 10:6; 13:6 und 14:7 konnte, ein vorerst beruhigendes 7-Tore – Polster, herausgeworfen werden. Das Wichtigste bei solchen Spielständen ist, konzentriert bleiben und nicht nachlassen. Wie leicht schleicht sich da gern mal der Schlendrian ein in der Annahme, … jetzt läuft es schon.

Aber unsere Mädchen machten weiter ihr Spiel und konnten bis 5 Minuten vor Schluss, über ein zwischenzeitliches 15:10, den Abstand bis zum 17:10 behaupten. Weitere Wechsel in der Schlussphase, nachlassende Kräfte und vergebene klare Chancen ließen das Spiel am Ende nicht ganz so deutlich ausgehen, wie es zwischenzeitlich schien!

Beim ersehnten Schlusspfiff fielen sich unsere SG Mädchen in die Arme und bejubelten Ihren ersten Saisonsieg mit einem Endstand von 18:14!

Es spielten: Merle Marx, July Sprenger, Lea Gräfe, Finnja Kuhnert, Vivien Betz, Hanna Gräfe,  Antonia Garten, Coco Schönfeld, Lea Marlen Opitz, Lena Freudenberg, Josy Hofmann, Laura Gräfe, Anna Höfgen, Nele Frenzel,

Trainer: Katja Wimmer-Berndt, Nadine Schmidt, Tobias Kuhnert



Beim NSV Gelb-Weiß siegt der HSV mit 29:26 (17:13) unangefochten und hätte von den Spielanteilern her klarer gewinnen müssen.

Christian Weißenfeld musste an die Seitenlinie und auf der Bank Trainer Michael Schwenke vertreten, der aus privaten Gründen verhindert war. Dass er das kann, beweist er wöchentlich mit seiner zweiten Mannschaft. Die hatte er auch schon im Vorspiel zum klaren 33:23-Auswärtssieg gegen NSV II geführt. Froh war er dann auch, dass er dem Trainer einen Sieg mitgeben konnte.  Der wurde gefühlt auch problemlos erarbeitet, obwohl zudem wieder viel gewechselt und probiert wurde.  Natürlich war Weißenfeld vorher auch sehr vorsichtig und gewarnt durch die Vorjahrs-Pleite beim NSV und hatte keinen Spaziergang erwartet: „Das war das erwartet schwere Spiel so wie schon in der letzten Saison.  Diesmal war das Team aber besser darauf eingestellt. Wir hatten vor allem ein körperlich robusteres Auftreten gefordert. Oliver Lüttke überzeugte dabei auf der Spitze wie meist zuvor schon. Von Beginn an spielten wir in der Abwehr somit ein 5:1 und nahmen Michael Gräber raus. Der konnte dennoch zu oft einnetzen. Da wir trotz allem hinten zu Beginn noch Abstimmungsprobleme hatten, war es bis zum 4:4 eng. Danach kamen wir besser ins Spiel und konnten uns bis auf 11:6 absetzen. Bei guter Abwehr forcierten vor allem Marco Liese und John Eppendorfer das Tempo und wir spielten erfolgreicher nach vorn.“ Auch wieder ein kleiner Knick im Spiel danach konnte erfolgreich überspielt werden. So konnte nach kurzer Stagnation mit hohem Tempo ein Sieben-Tore-Vorteil erzielt werden. Bis zur Halbzeit aber ging der wieder verloren und wurde auf vier reduziert. Auch nach dem Wechsel setzte sich erst einmal die Flaute der Pulsnitzer fort, ohne das Spiel aus der Hand zu geben. Das veranlasste Weißenfeld zu weiteren Spielerwechseln und Änderungen im System: „Uns unterliefen in der Folgezeit einige Fehlentscheidungen im Angriff und dazu Fehlwürfe. Auch hinten waren wir nicht stabil genug. So kam auch Kevin Hoppe für die letzten 20 Minuten ins Tor. Ich wechselte weiter durch, nachdem er mit einigen Paraden unsere 27:20-Führung vorbereitete. Dabei unterliefen wieder einige unnötige Ballverluste und mehrere sinnlose Zeitstrafen brachten uns in doppelte Unterzahl. Wir kamen etwas ins Schwimmen, aber das Spiel schien nicht verlierbar. Wir haben uns so letztlich unter Wert verkauft. Aber entscheidend ist der Sieg, weil wir einfach besser und dominanter auftraten. Es war ein souveräner Erfolg mit überragenden Liese und Eppendorfer, noch höher wäre okay gewesen.“ Damit sagte der Interimscoach das, was allgemein sichtbar war. Darauf hatte auch die frühe Rote Karte gegen den Görlitzer Ronny Blümke nach 37 Minuten keinen entscheidenden Einfluss. Die Gäste konnten mit der größeren Frische und dem unbedingten Siegeswillen alle eigenen Probleme ausgleichen und den immerhin sechsten Saisonsieg einfahren. Das bringt weiterhin verlustpunktfrei die Tabellenführung, wobei es dahinter weiter eng bleibt. Das kann auch in den kommenden Spielen mit Konzentration und Kampfstärke untermauert werden. Zunächst geht es im Punktspiel zu Hause gegen Obergurig und danach in Bad Muskau gegen Sagar. Erst dann folgen die Spitzenspiele gegen Bernstadt und Schleife. Dazu zählt dann auch das Pokalspiel ebenfalls gegen Schleife.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Herms; Liese (11/5), Thomschke (1), Johne, Lüttke (3), Drabant (1), Eppendorfer (7/1), Schöne (1), Kasper (1), Schulze (3), Richter (1), M. Scholze und D. Schwenke (n.e.).

Eberhard Neumann



Samstag, 27.10.2018 – die Jungs (sorry, die Männer) der 2. Mannschaft des HSV 1923 Pulsnitz  trafen sich kurz nach dem Mittag am Stadion in der Hempelstraße, um zu ihrem 4. Punktspiel dieser Saison zu starten. Ziel war die Jahn-Sporthalle in Görlitz, der Gegner: NSV Gelb-Weiß Görlitz.  Unser sportliches Ziel war ganz klar – die beiden Punkte nehmen wir mit nach Hause. Und wir reisten mit einem starken 12-Mann-Kader an die Neiße.  Aber auch die Görlitzer hatten ihren Platz auf dem Spielprotokoll bis zur letzten Zeile voll ausgenutzt. Wie stark der NSV ist, wussten wir nicht. Es am Tabellenplatz festzumachen geht nicht so recht, da das Niveau der Teams der Ostsachsenklasse recht ausgeglichen ist.  So konnte es nur heißen: von Beginn an hellwach zu sein und mit Tempohandball dem Gegner zu imponieren. Wir sind ein richtig gutes Team und das wollen wir allen zeigen!

Pünktlich 16:00 Uhr war dann Anwurf. Nach einem kurzen „Abtasten“ ging´s dann auch recht zügig zur Sache und wir konnten in Führung gehen. Was wir nicht konnten,  uns deutlich vom Gegner absetzen. Der NSV blieb immer auf Tuchfühlung. Auf beiden Seiten stand die Abwehr recht sicher. Görlitz versuchte es immer wieder mit Würfen aus der zweiten Reihe. Wir zogen es eher vor, im 1-1 oder über den Kreisspieler unsere Tore zu werfen. Aber leider war auch heute wieder unser Problemchen, welches wir nicht so richtig loswerden – die miserable Chancenverwertung. Wir benötigten für jedes Tor zwei Versuche. Aber zum Glück hatten wir genug Versuche 😊 und es gelang uns auf der anderen Seite immer wieder,  die Angriffe der Görlitzer zu vereiteln. So konnten wir uns zum Ende der ersten Halbzeit mit fünf Toren absetzen und gingen bei einem Stand von 12:17 in die Halbzeitpause.

Nun hieß es erstmal verschnaufen und Kräfte sammeln. Die MV`s waren im Großen und Ganzen zufrieden, einziger Kritikpunkt war, wie schon angesprochen, die Chancenverwertung. 17 Tore, 17 Fehlwürfe… eine Chancenverwertung von 50%.  Das geht besser!  Und das wissen wir auch.

Zweite Halbzeit… Gelb-Weiß kam frisch motiviert zurück aus der Kabine und eröffnete den Torreigen. Aber wir blieben dran. Unseren 5-Tore-Vorsprung wollten wir nicht mehr aus der Hand geben. Wir wollten ihn vergrößern! Doch in den ersten Minuten der zweiten Hälfte ging es nur hin und her. Die Abwehr beider Teams stand gut und ließ nicht viele Torwürfe zu. Dann machten sich leider ein paar Schusselfehler  in Angriff und Abwehr breit.  Das konnten wir jetzt gar nicht gebrauchen. Gott sei Dank nahmen die Görlitzer in der 45. Minute ihre Auszeit. Das kam uns natürlich sehr gelegen, denn so bekamen wir  Zeit, uns wieder zu sammeln und zu sortieren. Weiter gings und endlich gelang es, unseren Torevorsprung step-by- step auszubauen. Auch wenn der NSV nicht aufgab und kämpfte. Aber das taten wir natürlich auch!

Nach 60 Minuten hieß es dann 23:33 !  10 Tore Vorsprung hatten wir uns herausgearbeitet. Nicht schlecht!

Unsere Chancenverwertung lag in der zweiten Halbzeit bei knapp 67%. Ganz klar immer noch Luft nach oben, aber deutlich besser als in der ersten Hälfte. Wir kennen unsere Schwachpunkte, wissen, wo unsere Reserven liegen. Jetzt müssen wir weiter daran arbeiten –  Schwachpunkte abstellen, Reserven mobilisieren.  Und das werden wir tun.     Denn hier oben an der Tabellenspitze ist es schön, richtig schön….

Am 04.11.2018 empfangen wir um 14:00 Uhr in heimischer Halle den HVH Kamenz.  

 

Es spielten: Daniel Schwenke (4), Lucas Hommel (2), Stanley Nitzschner, Sebastian Weißbach (7), Erik Küster (6), Sascha Schmidt(1), Roberto Johne (2), Maximilian Krahl (4), Oliver Grafe (3), Sandro Gornig (1), Martin Kaspar (3)

Im Tor: Kevin Hoppe



Nach den leider zwei geschenkten Punkten von Friedersdorf und dem Auswärtssieg von vor zwei Wochen, wusste die zweite Pulsnitzer Männermannschaft inklusive Trainer Weißenfeld immer noch nicht so recht, wo sie nun eigentlich stand.

Am Sonntag erwartete man nun zuhause den ungeschlagenen Tabellenführer BSV Görlitz. Das dies kein Spaziergang werden würde, war C.Weißenfeld aus den letzten Jahren bewusst, da der BSV immer oben mitgespielt hat. Auf Seiten des HSV fehlten mit Oliver G. und Felix T. zwei Jugendspieler und Alexander R. verletzungsbedingt. Mit Stanley N. und Sebastian W. stießen zwei wichtige Spieler endlich zur Mannschaft dazu. Kurzfristig fiel Sandro G. krankheitsbedingt aus, weswegen der Trainer, auch aus Respekt vor dem Gegner, Routinier Jens Mager nachnominierte. Man ging also mit dem unbekannten Luxus von 14 Leuten auf dem Protokoll in die Partie.
Auf Seiten des BSV sah die Situation anders aus. Da fehlten einige wichtige Leistungsträger, was dem Spiel der Görlitzer auch anzumerken war.

Nach Ansprache von Trainer Weißenfeld startet man pünktlich 14 Uhr mit gehörigem Respekt in die Partie.

Die Anfangsphase war auf beiden Seiten geprägt von einem vorsichtigen Abtasten und langen Angriffen. Die Pulsnitzer stellten um Deckungschef D. Schwenke eine solide Abwehr, die vorrangig durch 1 gegen 1 Aktionen und Kreisläuferspiel des Gegners überwunden werden konnte. Spürbar hier war die fehlende Eingespieltheit und Absprache im Pulsnitzer Deckungsverbund. So ging es über die Spielstände 3:3, 5:5 zur ersten kleinen Führung für die Hausherren beim 8:5. Bereits jetzt wechselte Trainer Weißenfeld punktuell, um allen Spielpraxis zu geben und mit frischen Beinen Akzente zu setzen. Das große Manko im Spiel der Hausherren? Ballgewinne in der Abwehr wurden oftmals in Fehlpässen und technischen Fehler wieder hergeschenkt. Die hohe Fehlerquote zog sich wie ein roter Faden durch das Pulsnitzer Spiel. Und so ging man nur mit einem 15:12 in die Pause.

Die vermehrten Ballverluste in der Vorwärtsbewegung wurden auch in der Halbzeitansprache von Trainer Weißenfeld nochmal intensiv thematisiert – leider mit Recht wenig Wirkung.

Die Neißestädter kamen mit mehr Schwung aus der Halbzeit und verkürzten sofort auf 17:16. In dieser Phase konnte Routinier Jens Mager seine ganze Klasse ausspielen. Er hielt die Hausherren mit 5 Toren in 13 Minuten fast im Alleingang im Spiel. In der darauffolgenden Auszeit wurde nochmal nachjustiert, was Wirkung zeigte. Vor allem S. Weißbach mit seiner Schnelligkeit und 1 gegen 1 Stärke wusste nun zu überzeugen und verwertete einfache Ballgewinne in Tore. Was aber auch an der guten Mittelblockarbeit von S. Nitzschner und D. Schwenke lag. Somit enteilte man dem BSV bis auf 28:20.

In der Schlussphase wurde auf Pulsnitzer Seite die Spielzeit auf alle Akteure verteilt, wodurch ein kleiner Bruch ins Spiel kam. Gefährlich wurde es aber zu keiner Zeit mehr. Das Endergebnis von 32:27 stellte Trainer Weißenfeld zufrieden – über die 14 technischen Fehler muss im Training gesprochen werden. Wäre Görlitz in Bestbesetzung angereist, hätte allein dieser Fakt einen Punktverlust bedeuten können. Wo der HSV 2 nun in der Ostsachsenklasse spielerisch wirklich steht, weiß so Recht noch keiner einzuschätzen. In der Tabelle vorübergehend erstmal ganz oben. Aber das ist eine klare Momentaufnahme!

Wir wünschen dem Gästespieler S. Bertram, der sich bei einem fairem Zweikampf verletzte, gute Besserung!

Als nächstes geht es wieder gegen Görlitz, dann aber gegen den Aufsteiger des NSV Gelb-Weiß Görlitz 2 der als absolute Unbekannte nicht einzuschätzen ist. Für die Pulsnitzer geht es weiter darum sich einzuspielen, das Tempo zu erhöhen und Fehler zu reduzieren. Auch in Görlitz sollte man punkten, um einen Mittelfeldplatz am Saisonende vorzeitig zu sichern.

Es spielten:
Colin Herms (Tor), Lucas Hommel (1), Maximilian Krahl (1), Martin Kasper (3), Jens Mager (5), Ronny Schäfer (3), Sebastian Weißbach (7), Florian Drabant, Eric Küster (6/1), Sascha Schmidt, Maurice-Pascal Ludwig (1), Daniel Schwenke (3), Roberto Johne (1/1) und Stanley Nitzschner (1)



Sehr souverän und deutlich sichern sich die HSV-Männer einen 40:22 (24:13)-Erfolg in heimischer Halle gegen die schwachen Radeberger.

So hatten sich das die Gastgeber an diesem Tage allesamt vorgestellt. Alles, was zu Hause in der Hempelstraße spielte, konnte nicht nur gewinnen, sondern zugleich die jeweiligen null Verlustpunkte sichern. Damit sind die zwei höchstklassigen Männerteams auch noch Tabellenführer ihrer Ligen. Die erste Mannschaft gewann also nach der zweiten (32:27 gegen BSV Görlitz) sowie nach den Frauen (21:13 gegen Neugersdorf II). Neben den genannten sowie der männlichen A- und der C-Jugend sind nun auch die Frauen das sechste verlustpunktfreie Team des Vereins. Natürlich lag das Hauptaugenmerk des Interesses auf dem Spiel der Bezirksliga-Männer und da war nichts anderes als der Heimsieg zu erwarten. Vor endlich gut besuchter Halle ließ das Team von Michael Schwenke gegen Radeberg II dann auch nichts anbrennen. Dass die Partie kein spielerisches Highlight wurde, lag ganz besonders auch an den Gästen, die den Gastgebern diesmal nie das Wasser reichen konnten. Dabei wurde der schnell erzielte Vorsprung sukzessive auf elf Tore  Differenz bis zur Halbzeit ausgebaut. Das alles erlaubte Trainer Michael Schwenke schon frühzeitig gezielt durchzuwechseln. In der zweiten Hälfte nicht mehr ganz so souverän und konzentriert wie zu Beginn agierend, wurde da dennoch die Differenz weiter erhöht. Mehrfach gelang das mit 13 Toren Unterschied (wie zum 28:15; 29:16; 33:20), der bis zum höchsten Abstand von 17 Treffern (38:21)  zum 18-Tore-Endabstand ausgedehnt werden konnte. Die tollste Aktion, selbst die Fans überraschend, war der aktive Mannschaftskreis der Radeberger zu Spielbeginn mit dreifachem Brüller. Das und der gute Saisoneinstieg mit 4:2 Punkten bei Siegen über Rietschen und Cunewalde/Sohland mahnten die Gastgeber eher zu Vorsicht als zu einem leichten Spiel. So wie das Publikum letztlich zufrieden war, zeigte sich auch Schwenke, der vor dem Anpfiff noch die verdienten Team-Eins-Akteure Tobias Liebschner und Daniel Schwenke ehrte und verabschiedete: „Mir war es ein Bedürfnis, den beiden für die vielen gemeinsamen Jahre zu danken. Wir wollten ihnen auch zeigen, dass sie unbesorgt der aktuellen Formation vertrauen können. Grundsätzlich bin ich erst einmal auch zufrieden über die 10:0 Punkte. Auch der sehr sichere Sieg gegen Radeberg klingt sehr gut, aber der war eher durchwachsen. Unsere Stärken waren das schnelle Spiel und die gut ausgespielte zweite Welle. Die Abwehr funktionierte ebenfalls recht ordentlich. Bei dem erarbeiteten Abstand konnte ich zeitig durchwechseln, auch wenn das Spiel dabei zeitweise ins Stocken geriet. Alle sollten ihre Spielpraxis erhalten, obwohl nicht jeder Normalform erreichte. Letztlich war es trotz sicherem Sieg dann doch kein schönes Spiel, auch weil wir uns mit Fehlwürfen und Fehlern nach vorn dem Gegner zu sehr anpassten. Zum Schluss bot ich wieder die stärkste Truppe auf und schon wurde das Ergebnis ausgebaut. Toll für den sehr gut reingekommenen Colin Herms im Tor, dass er mit dem 40. direkt verwandelten Tor den Endstand erzielte. Jetzt allerdings kommen nun die schwereren Spiele und da werden wir sehen, was die zehn Punkte wert sind. Dazu müssen wir uns weiter stabilisieren, auswärts geschlossener auftreten und die Fehler minimieren. Dafür arbeiten wir an besserer Konzentration und ballorientierterer Abwehr, wenn es hart auf hart zugeht.“ Punktzahl, Spielweise und Flexibilität stimmen allemal optimistisch für die nächsten Aufgaben ab Ende Oktober. Richtig schwer und interessant wird es dann ab Mitte November gegen Bernstadt sowie später gegen Schleife und Oberlichtenau.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Herms (1); Liese (7/4), Thomschke (3), Johne (1), Lüttke (6), Drabant (1), Eppendorfer (5), Schöne (4), Kasper (1), Küster, Schulze (6), Richter (2) und M. Scholze (3).

Eberhard Neumann



Mit einer eher schwächeren Leistung gegenüber den ersten Saisonspielen kann der HSV mit 29:24 (15:13) die Gäste von der Neiße auskontern.

Durch ihre Auftaktsiege und -Auftritte sind die Gegner gewarnt und versuchen konzentriert gegenzuhalten. Die jugendliche Power ist dabei zwar entscheidend, aber für die Gastgeber immer noch nur mit der Erfahrung der älteren Mitspieler in den Grenzen des Möglichen und Machbaren zu kanalisieren. Diese Symbiose war diesmal die wichtigste Erkenntnis, um wieder erfolgreich zu sein. Einige der jungen Wilden waren nicht so effektiv wie gefordert, was auch an der erfahrenen Gegenwehr der Gäste lag. So hatte auch Trainer Michael Schwenke auf der Bank allerhand zu tun, ums zu richten. Ergebnis waren einige notwendige Umstellungen, auch um die doch vorhandene Heim-Nervosität wichtiger Akteure zu minimieren. Eine Reihe von Umstellungen im Spiel vorn wie hinten mussten so her, um die Gäste zu verunsichern. Die ließen sich allerdings über weite Strecken wenig beeindrucken und spielten ihren Stiefel runter, die Gastgeber so oft in Bedrängnis bringend. So lange auch bei ihm die Kräfte reichten, war vor allem John Eppendorfer in Erfahrung und Cleverness ebenbürtig. Einige seiner Mitspieler dagegen ließen sich mehr beeindrucken. Bereits der Spielbeginn zeigte, dass die Partie kein Spaziergang würde. Erst in der zehnten Minute drehte Pulsnitz das Spiel zum 5:4 und zwischen der 15. Und 18. Minute konnte die Schnelligkeit zu einer Vier-Tore-Führung genutzt werden. Bis zur Pause blieb der Vorsprung zwar erhalten, schrumpfte aber da auf zwei Treffer Differenz. Nach dem Wechsel, auch mit erholten Kräften der Gäste, ging es eng weiter und der Gastgeber sah sich bereits in der 39. Minute wieder im Rückstand. Die Umstellung auf 4:2 im Angriff brachte auch nicht die erhoffte Wirkung, da sich die ohnehin sehr defensiven Görlitzer damit gut anfreundeten. So dauerte es bis zur 45. Minute, ehe sich der Gastgeber wieder einen Drei-Tore-Vorteil erarbeitet hatte. Der wurde zwischen der 52. Und 57. Minute vor allem dank der Treffsicherheit Eppendorfers entscheidend auf 27:20 ausgebaut. Danach wurde der erkämpfte Heimsieg ordentlich über die Zeit gebracht. Insgesamt war Schwenke zufrieden, obwohl auch er einiges zu bemängeln hatte: „Das war das erwartet schwere Spiel für uns nach den bisherigen Ergebnissen der Görlitzer. Es ist das eingetreten, was ich vorausgesehen und der Mannschaft mitgegeben habe. Wir trafen auf eine erfahrene und ausgebuffte Mannschaft. Deshalb wollten wir vermeiden, dass sich die ältere Truppe in der zweiten Welle zurückziehen und auf unsere Pässe lauern  konnte. Zudem verfügten sie über einen guten Torhüter, der es uns schwer machte. Ich bin aber zufrieden, dass wir jetzt auch solche Spiele im Gegensatz zum Vorjahr gewinnen können, in denen es nicht so bei uns läuft. Als wir klarer führten, konnte ich Systemumstellungen vornehmen mit dem Ziel, dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen. Auch wenn diesmal nicht alles passte, so sind wir insgesamt einen Schritt weiter gekommen und haben einen großen Sprung nach vorn gemacht. Wir machen weniger Fehler, auch wenn wir heute einige Ausfälle hatten. Das entsteht auch durch übermotiviertes Auftreten meiner jungen Spieler. In der zweiten Hälfte wollten wir ballorientierter zu mehr Ballgewinnen kommen, nutzten aber die daraus entstandenen Möglichkeiten unzureichend. Das gilt es nun weiter zu hinterfragen, auch wenn die Schwächen der rechten Seite durch die linke diesmal problemlos ausgeglichen werden konnten. Nachdem wir wieder ins Hintertreffen geraten waren, wurde die Partie auch gut gedreht. John Eppendorfer wuchs dabei heute über sich hinaus.“ Am Ende waren wohl alle Mitwirkenden rundum zufrieden. Die Gäste, auswärts nicht unter gegangen zu sein, die Pulsnitzer, trotz Schwächemomenten dominiert zu haben und die Fans, ein rassiges, kämpferisch gutes Spiel gesehen zu haben. Für Pulsnitz könnte es gut und gerne jetzt so weiter gehen. Aber mit der Tabellenführung und den bisherigen Spielen, werden andere auch aufmerksamer und versuchen, alles entgegen zu setzen was geht. Die nächste Hürde sollte aber gegen Radeberg II eine einfachere und wieder machbare am kommenden Sonntag sein.

Pulsnitz spielte mit: Hoppe, Herms; Liese (3), Thomschke, Johne (3), Lüttke (5), Drabant, Eppendorfer (12/2), Schöne, Kasper (2), Küster, Schulze (4), M. Scholze und D. Schwenke.

Eberhard Neumann