Im Jahre 1923 gliederte sich Pulsnitz im Bereich des Sports in drei Zentren. Dazu gehörten Pulsnitz-Stadt, Pulsnitz-Meißner Seite (M.S.) und Pulsnitz-Vollung mit den Arbeitersportlern. Als häufigste Sportart wurde in allen drei Zentren das Turnen ausgeübt. Die Wegbereiter des Handballsportes in Pulsnitz waren somit der Turnvereine M.S.und der Turnerbund Pulsnitz/Stadt.
Die erste Handballmannschaft wurde durch den Turner Paul Boden (M.S.) aufgestellt und erste Knaben- und Jugendmannschaften wurden gebildet. Bereits 1928 galt die Meißner Seite als eine Handballhochburg und 800 bis 1000 Zuschauer bei den Spielen waren keine Seltenheit. Im Jahre 1931 gab es zum ersten Mal Frauenhandball in Pulsnitz zu bewundern.

Männermannschaft des Turnverbundes Pulsnitz im Jahr 1937

Männermannschaft des Turnverbundes Pulsnitz im Jahr 1937

Als im Jahre 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen wurde der Arbeiterturnverein in der Vollung verboten und mit Beginn des 2. Weltkriegs spielten nur noch Knaben- und Jugendmannschaften, da die Männer zum Kriegsdienst eingezogen wurden.

Jugendmannschaft TV Meißner Seite im Jahr 1943

Jugendmannschaft TV Meißner Seite im Jahr 1943

1945 wurde die Sport- und Kulturgemeinschaft Pulsnitz gegründet, deren Träger die kommunalen Verwaltungen und später die FDJ bzw. der FDGB waren. Eine reine Sportgemeinschaft mit den Sektionen Handball, Fußball, Kegeln und Turnen wurde erst 1946 gegründet. Im Zuge der Eingemeindung der Meißner Seite nach Pulsnitz im Jahr 1948 vereinigten sich auch die Handballer.
1950 gründeten die vier volkseigenen Textilbetriebe in Pulsnitz eine Betriebs- sportgemeinschaft namens BSG Textil Pulsnitz, welche aber bereits 1951 wieder aufgelöst wurde. In der folgenden Zeit bildeten sich zwei neue BSG´s heraus, in denen Handball gespielt wurde. Das waren die BSG Fortschritt Pulsnitz und die BSG Empor Pulsnitz. Die Sportgemeinschaft Pulsnitz bestand weiter, allerdings ohne den Handballern. 1959 vereinigten sich beide BSG´s zur zentralen Sportgemeinschaft und im Jahre 1975 wurde diese durch den größten Textilbetrieb in Pulsnitz (VEB Bandtex Pulsnitz) übernommen, sodass Handball wieder in einer BSG (BSG Bandtex Pulsnitz) gespielt wurde.
Durch den Umbau der Gaststätte Kante zu einem Sportzentrum im Jahr 1980 wurden endlich bessere Bedingungen für den Hallenhandball geschaffen. Internationale Maße waren jedoch noch lange nicht erreicht.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands fiel die Trägerschaft durch den VEB Bandtex Pulsnitz weg und der HSV 1923 Pulsnitz e.V. wurde gegründet.
Mit der Eröffnung der neuen Sporthalle im Sportkomplex Hempelstraße im Jahr 1995 bekamen die Pulsnitzer Handballer endlich ein neues Domizil, das den internationalen Standardmaßen eines Hallenhandballfeldes entspricht.
2001 erfolgte die Aufnahme der Abteilung Leichtathletik in den ansonsten reinen Handballverein.

Erfolge der letzten Jahre und Jahrzehnte:

1996 Auftieg der 1. Frauenmannschaft in die Verbandsliga Staffel Ost – Abstieg im Jahr 2003

2001 Bezirksmeistertitel – Auftieg der 1. Männermannschaft in die Verbandsliga Staffel Ost

2003 1. Platz Verbandsliga Staffel Ost – Aufstieg der 1. Männermannschaft in die Sachsenoberliga (4. Liga) – Sofortiger Wiederabstieg nach einer Saison

2006 Bezirksmeistertitel – Auftieg der 1. Frauenmannschaft in die Verbandsliga Staffel Ost – Sofortiger Wiederabstieg nach einer Saison

2008 Bezirksmeistertitel – Auftieg der 1. Frauenmannschaft in die Verbandsliga Staffel Ost – Sofortiger Wiederabstieg nach einer Saison

2011 3. Platz Verbandsliga Staffel Ost – Auftstieg der 1. Männermannschaft in die Sachsenliga (5. Liga) – Sofortiger Wiederabstieg nach einer Saison

2015 Bezirksmeistertitel – 1. Frauenmannschaft

Geschichte der Nachwuchsspielgemeinschaft SG Pulsnitz/Oberlichtenau:

Im Jahr 2006 wurde die SG Pulsnitz/Oberlichtenau im männlichen Nachwuchs gegründet. Auf Grund der personellen Gegebenheiten war dies, zur langfristigen Sicherung des männlichen Nachwuchses im HSV, notwendig.

Auch seit 2006 findet, bis heute, ein jährlicher Jugendaustausch mit dem französischen Handballverein Le Relecq Kerhuon statt, an dem bisher etwa 500 junge Handballer und Handballerinnen  teilnahmen.

Uwe Liese wird 2009 Vorstandsmitglied und übernimmt die Verantwortlichkeit in der Nachwuchsarbeit des HSV und erhöht damit den Stellenwert in der Vereins-, sowie in der Kinder- und Jugendarbeit. Zeitgleich kann Steffen Bienek für die Leitung der SG Pulsnitz/Oberlichtenau gewonnen werden. Durch Erarbeitung eines SG – Leitfadens und einer Nachwuchskonzeption wird die Arbeit im Nachwuchs noch kontinuierlicher und zielgerichteter. Die Folge, dass Nachwuchs – Trainerteam wächst stetig (auch mit engagierten Eltern). Die Meldung aller Altersklassen (A – E) im Spielbetrieb ist in den Folgejahren meist gegeben.

Im Jahr 2015 wurde für 2 Jahre der weibliche Nachwuchs erfolgreich in die SG integriert. Ab Saison 2017/18 geht der weibliche HSV – Nachwuchs, auf Grund aktueller Gegebenheiten in der Region, in eine Dreier – Spielgemeinschaft mit dem HC Rödertal und dem Radeberger SV.

10 Jahre SG Pulsnitz/Oberlichtenau werden 2016 im würdigen Rahmen mit Großfeldhandball und weiteren Aktivitäten in Oberlichtenau gefeiert. Gratulanten sind u.a. die Spielbezirksleitung, die eine Ehrung für die geleistete Arbeit vornahm.

In all den Jahren, bis zur jüngsten Vergangenheit in 2017, feierte die SG eine Reihe von sportlichen Erfolgen. Im Bezirksmaßstab gab es 6x Gold (Ostsachsenmeister und Ostsachsen-Cup), 7x Silber und 7x Bronze. Der Kreismeistertitel wurde 5x gewonnen. Die Podestplätze wurden mit 5x Silber und 3x Bronze belegt. Hinzu kommt noch eine große Anzahl von gewonnenen Medaillen bei den jährlichen  Kinder – und Jugend – Spartakiaden.

Unter der Leitung von Michael Schwenke und Heike Schimang werden die jungen Talente ab der Saison 2016 an den Erwachsenen Bereich herangeführt und in die Männer- und Frauenmannschaften intergiert.

Dieses Ziel zu erreichen, dafür setzen sich die Mannschaftsverantwortlichen und Trainer im Nachwuchs mit viel Leidenschaft und Enthusiasmus ein.


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